Haus Weber: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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==Geschichte==
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Der erste Nachweis einer Bebauung dieses Grundstücks stammt aus dem Jahr 1722.<ref>Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 124</ref>
 
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Am 1. Februar 1773 verkauften die drei zukünftigen Erben das Haus, wobei Weber weiterhin ein Wohnrecht eingeräumt blieb. Käufer war [[Hero Folkerts Stroman]], der das Haus für 315 Reichstaler erwarb. Stroman schenkte das Haus am 9. August 1786 der [[Herrnhuter Brüdergemeine]]. Diese wiederum verkaufte es am 23. Juni 1860 mit Wirkung zum 1. Mai 1861 an die [[Ludgerigemeinde Norden|lutherische Gemeinde zu Norden]].<ref name=":1" /> Die Kirchengemeinde erbaute hier sodann die [[Marktschule]], die als Nachfolgerin der beengten [[Lutherische Klassenschule|Lutherischen Klassenschule]] dienen sollte.


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Aktuelle Version vom 15. Juli 2024, 13:28 Uhr

Haus Weber

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Basisdaten
Entstehungszeit vor 1768
Erbauer Affcke Alffz Weber
Bauweise unbekannt
Erhaltungszustand 1861 abgebrochen
Genaue Lage Am Markt 50

26506 Norden

Das Haus Weber war ein zwischen 1722 und 1768 von der Familie Weber errichtetes Gebäude am nordwestlichen Markt. Auf dem Grund wurde später die Marktschule errichtet. Heute befindet sich hier das Haus des Handwerks.

Geschichte

Der erste Nachweis einer Bebauung dieses Grundstücks stammt aus dem Jahr 1722, als Gerd Arents als Besitzer von Haus und Grund an diesem Ort genannt wird.[1] Später ließ Affcke Alffz Weber, Ehefrau des Meint Janssen Weber, hier ein neues Haus errichten. Laut ihrem Testament vom 25. November 1768 sollte ihr Ehemann den gesamten Besitz sowie ein lebenslanges Wohnrecht erben, sollte er nicht erneut nach ihrem Tode heiraten. Eine weitere Bedingung war, dass an dem Haus nichts verändert und auch kein Inventar veräußert werden dürfe.[1][2]

Nach dem Tode Meint Janssen Webers wiederum sollten ihrem letzten Willen zufolge Aleff Jibben Muller, die Kinder des Jibbe Cirk und Focke Gerdes Schmied das Haus zu gleichen Teilen erben. Am 5. April 1771 wurde zwischen den Erben ein Vertrag aufgesetzt, in dem sie das lebenslange Wohnrecht des Meint Janssen Weber bestätigen. Gegen eine geringe jährliche Zahlung verpflichteten sich die zukünftigen Erben zudem, das Haus in einem wohnbaren Stand zu halten.[2]

Am 1. Februar 1773 verkauften die drei zukünftigen Erben das Haus, wobei Weber weiterhin ein Wohnrecht eingeräumt blieb. Käufer war Hero Folkerts Stroman, der das Haus für 315 Reichstaler erwarb. Stroman schenkte das Haus am 9. August 1786 der Herrnhuter Brüdergemeine. Diese wiederum verkaufte es am 23. Juni 1860 mit Wirkung zum 1. Mai 1861 an die lutherische Gemeinde zu Norden.[2] Die Kirchengemeinde erbaute hier sodann die Marktschule, die als Nachfolgerin der beengten Lutherischen Klassenschule dienen sollte.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 124
  2. 2,0 2,1 2,2 Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 125

Siehe auch