Kaufmannsches Haus: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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==Geschichte==
==Geschichte==
Das Haus, dessen Erbauung zurzeit noch nicht näher datiert werden kann, erstreckte sich über zwei bzw. drei Grundstücke mit den [[Liste der Häuser nach alter Adressierung (1751-1850)|historischen (Haus-)Nummern]] 447 bis 449.<ref>Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 82</ref>
Das Haus, dessen Erbauung zurzeit noch nicht näher datiert werden kann, erstreckte sich über zwei bzw. drei Grundstücke mit den [[Liste der Häuser nach alter Adressierung (1751-1850)|historischen (Haus-)Nummern]] 447 bis 449.<ref>Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 82</ref> Für den Bau der bis heute bestehenden Niederlassung der ''EWE'' von 1952 bis 1953 wurde jegliche Bebauung abgebrochen.<ref name=":3" />


===ehem. Nr. 447===
Der erste bekannter Besitzer dieses Hauses war der 1722 erwähnte [[Jan Jacobs]].
===ehem. Nr. 448===
Im Jahre 1747 wird das Haus, in dem sich eine Brauerei befand, für die Kaufsumme von 1375 zzgl. 179 Gulden für Nebenkosten von [[Berendt Janssen]] gekauft.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 194</ref> Neben dem Brauereibetrieb scheint auch die Landwirtschaft eine wichtige Rolle für das Gebäude gehabt zu haben. Neben Ländereien in [[Westermarsch]], [[Lintel]], [[Im Spiet]] und [[Im Thuner]] gehörten auch jene in [[Vierzig Diemat]] zum Anwesen. Letztere wurden jedoch wahrscheinlich nur gepachtet, wahrscheinlich von den [[Cirksena]]. Unklar ist, ob die Ländereien, auf denen wohl Weizen angebaut wurde, selbst bewirtschaftet wurden oder anderweitig bestellt worden sind.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 195</ref>
Im Jahre 1747 wird das Haus, in dem sich eine Brauerei befand, für die Kaufsumme von 1375 zzgl. 179 Gulden für Nebenkosten von [[Berendt Janssen]] gekauft.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 194</ref> Neben dem Brauereibetrieb scheint auch die Landwirtschaft eine wichtige Rolle für das Gebäude gehabt zu haben. Neben Ländereien in [[Westermarsch]], [[Lintel]], [[Im Spiet]] und [[Im Thuner]] gehörten auch jene in [[Vierzig Diemat]] zum Anwesen. Letztere wurden jedoch wahrscheinlich nur gepachtet, wahrscheinlich von den [[Cirksena]]. Unklar ist, ob die Ländereien, auf denen wohl Weizen angebaut wurde, selbst bewirtschaftet wurden oder anderweitig bestellt worden sind.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 195</ref>


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In den 1840er Jahren wurde der als Brau- bzw. Brennhaus genutzte Teil des Anwesens abgebrochen, sodass sich der Betrieb auf die Landwirtschaft beschränkte. Dieser wurde nach dem Tode von Damm im Jahre 1851 noch bis 1876 weiter. 1896 übernahm der Leiter der [[Gewerbeschule]], [[Harm Kaufmann]], Haus und Grund, woraus sich der letzte bekannte Name erklärt.<ref name=":2" /><ref name=":3">Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 86</ref>
In den 1840er Jahren wurde der als Brau- bzw. Brennhaus genutzte Teil des Anwesens abgebrochen, sodass sich der Betrieb auf die Landwirtschaft beschränkte. Dieser wurde nach dem Tode von Damm im Jahre 1851 noch bis 1876 weiter. 1896 übernahm der Leiter der [[Gewerbeschule]], [[Harm Kaufmann]], Haus und Grund, woraus sich der letzte bekannte Name erklärt.<ref name=":2" /><ref name=":3">Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 86</ref>


Für den Bau des EWE-Servicepunktes von 1952 bis 1953 wurde das Kaufmannsche Haus abgebrochen.<ref name=":3" />
===ehem. Nr. 449===
1722 war dieses Haus im Besitz des


==Beschreibung==
==Beschreibung==

Version vom 30. April 2024, 12:23 Uhr

Kaufmannsches Haus

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Basisdaten
Entstehungszeit vor 1747
Erbauer unbekannt
Bauweise Ziegelsteinbau mit Gulfscheune
Erhaltungszustand 1952 abgebrochen
Genaue Lage Am Markt 24

26506 Norden

Das Kaufmannsche Haus war ein steinernes Gebäude mit angrenzender Gulfscheine. Es befand sich auf dem Grund der ehemaligen Oldeborg, von dem es einen Teil der Privilegien übernahm. Heute befindet sich hier eine Filiale des Energieversorgers EWE.

Geschichte

Das Haus, dessen Erbauung zurzeit noch nicht näher datiert werden kann, erstreckte sich über zwei bzw. drei Grundstücke mit den historischen (Haus-)Nummern 447 bis 449.[1] Für den Bau der bis heute bestehenden Niederlassung der EWE von 1952 bis 1953 wurde jegliche Bebauung abgebrochen.[2]

ehem. Nr. 447

Der erste bekannter Besitzer dieses Hauses war der 1722 erwähnte Jan Jacobs.

ehem. Nr. 448

Im Jahre 1747 wird das Haus, in dem sich eine Brauerei befand, für die Kaufsumme von 1375 zzgl. 179 Gulden für Nebenkosten von Berendt Janssen gekauft.[3] Neben dem Brauereibetrieb scheint auch die Landwirtschaft eine wichtige Rolle für das Gebäude gehabt zu haben. Neben Ländereien in Westermarsch, Lintel, Im Spiet und Im Thuner gehörten auch jene in Vierzig Diemat zum Anwesen. Letztere wurden jedoch wahrscheinlich nur gepachtet, wahrscheinlich von den Cirksena. Unklar ist, ob die Ländereien, auf denen wohl Weizen angebaut wurde, selbst bewirtschaftet wurden oder anderweitig bestellt worden sind.[4]

1804 verkaufte Janssen Grund und Boden an seine beiden Söhne Roolf Janssen Berends Brau und Gerd B. Brau. Sowohl Janssen als auch seine Söhne hatten den Namen Brau für ihre Berufsbezeichnung als weiteren Nachnamen angenommen. Nach dem Tode von Roolf Brau im Jahre 1813 übernahm seine einzige Tochter Antje Roolfs Brau mit ihrem Mann Hayung Itzen Damm aus der Westermarsch das Haus und den damit verbundenen Betrieb.[4][5] Zwischenzeitlich war aus der Brauerei eine Brennerei geworden. Der Hof von Damm in der Westermarsch, der gut 75,5 Diemat umfasste, wurde bis 1855 von Norden aus bewirtschaftet.[6]

In den 1840er Jahren wurde der als Brau- bzw. Brennhaus genutzte Teil des Anwesens abgebrochen, sodass sich der Betrieb auf die Landwirtschaft beschränkte. Dieser wurde nach dem Tode von Damm im Jahre 1851 noch bis 1876 weiter. 1896 übernahm der Leiter der Gewerbeschule, Harm Kaufmann, Haus und Grund, woraus sich der letzte bekannte Name erklärt.[6][2]

ehem. Nr. 449

1722 war dieses Haus im Besitz des

Beschreibung

Der Beschreibung nach soll es sich um ein sehr massives Haus mit einem fast meterdicken Fundament gehandelt haben. Die Innenwände waren mit Delfter Fliesen besetzt, ein großer Kamin mit echten Delftern. Diese können noch heute im Heimatmuseum betrachtet werden.[3]

Galerie

Einzelnachweise

  1. Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 82
  2. 2,0 2,1 Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 86
  3. 3,0 3,1 Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 194
  4. 4,0 4,1 Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 195
  5. Cremer, Ufke (1938): Die Hausnummern Nordens im Jahre 1812, Norden, S. 2
  6. 6,0 6,1 Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 196

Siehe auch