Simon Hartog Schulenklopper: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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'''Simon Hartog Salomon Schulenklopper''' (* 21. Mai 1864 in Norden;<ref>[https://www.geni.com/people/Simon-Hartog-Schulenklopper/6000000031595416897 Genealogische Aufzeichnung zu Simon Hartog Salomon Schulenklopper], abgerufen am 7. Februar 2022</ref> † nach 1937) war ein Norder Kaufmann [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdischen Glaubens]]. Ihm gehörte seit 1890 die ''[[Goldene 72]]'' am nördlichen [[Neuer Weg|Neuen Weg]], wo er vor allem mit Textilien und Manufakturwaren handelte.<ref>[https://www.oz-online.de/artikel/24247/Wo-einst-die-goldene-72-prangte Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung zum Abriss des Gebäudes], abgerufen am 7. Februar 2022</ref><ref>Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 60</ref> Ab 1933 verpachtete er das Gebäude, bis er es schließlich 1937 an [[Hanns Janssen]] verkaufte.<ref name=":0">WirtA NW WAN F 26</ref>
'''Simon Hartog Salomon Schulenklopper''' (* 21. Mai 1864 in Norden;<ref>[https://www.geni.com/people/Simon-Hartog-Schulenklopper/6000000031595416897 Genealogische Aufzeichnung zu Simon Hartog Salomon Schulenklopper], abgerufen am 7. Februar 2022</ref> † 1940)<ref>[https://www.alemannia-judaica.de/norden_synagoge.htm Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde] auf Alemannia Judaica, abgerufen am 30. April 2022</ref> war ein Norder Kaufmann [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdischen Glaubens]]. Ihm gehörte seit 1890 die ''[[Goldene 72]]'' am nördlichen [[Neuer Weg|Neuen Weg]], wo er vor allem mit Textilien und Manufakturwaren handelte.<ref>[https://www.oz-online.de/artikel/24247/Wo-einst-die-goldene-72-prangte Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung zum Abriss des Gebäudes], abgerufen am 7. Februar 2022</ref><ref>Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 60</ref> Ab 1933 verpachtete er das Gebäude, bis er es schließlich 1937 an [[Hanns Janssen]] verkaufte.<ref name=":0">WirtA NW WAN F 26</ref>


Unter welchen Umständen diese Veräußerung durchgeführt wurde, war sowohl Bestandteil des Entnazifizierungsverfahrens gegen Schneider, der von 1940 bis 1945 in Norden Blockleiter der [[NSDAP Ortsgruppe Norden|NSDAP]] gewesen war, als auch des Wiedergutmachungsverfahrens zwischen der Familie Schulenklopper, von der nicht wenige Mitglieder während der Nazi-Diktatur verfolgt, enteignet und ermordet wurden, und der Familie Schneider.<ref name=":0" /> Letztere erbaute am Standort des Gebäudes 1954 einen Neubau, der auch die Nummer 3 umfasste.<ref>Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 17</ref>
Unter welchen Umständen diese Veräußerung durchgeführt wurde, war sowohl Bestandteil des Entnazifizierungsverfahrens gegen Schneider, der von 1940 bis 1945 in Norden Blockleiter der [[NSDAP Ortsgruppe Norden|NSDAP]] gewesen war, als auch des Wiedergutmachungsverfahrens zwischen der Familie Schulenklopper, von der nicht wenige Mitglieder während der Nazi-Diktatur verfolgt, enteignet und ermordet wurden, und der Familie Schneider.<ref name=":0" /> Letztere erbaute am Standort des Gebäudes 1954 einen Neubau, der auch die Nummer 3 umfasste.<ref>Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 17</ref>

Aktuelle Version vom 30. April 2022, 08:12 Uhr

Simon Hartog Salomon Schulenklopper (* 21. Mai 1864 in Norden;[1] † 1940)[2] war ein Norder Kaufmann jüdischen Glaubens. Ihm gehörte seit 1890 die Goldene 72 am nördlichen Neuen Weg, wo er vor allem mit Textilien und Manufakturwaren handelte.[3][4] Ab 1933 verpachtete er das Gebäude, bis er es schließlich 1937 an Hanns Janssen verkaufte.[5]

Unter welchen Umständen diese Veräußerung durchgeführt wurde, war sowohl Bestandteil des Entnazifizierungsverfahrens gegen Schneider, der von 1940 bis 1945 in Norden Blockleiter der NSDAP gewesen war, als auch des Wiedergutmachungsverfahrens zwischen der Familie Schulenklopper, von der nicht wenige Mitglieder während der Nazi-Diktatur verfolgt, enteignet und ermordet wurden, und der Familie Schneider.[5] Letztere erbaute am Standort des Gebäudes 1954 einen Neubau, der auch die Nummer 3 umfasste.[6]

Einzelnachweise

  1. Genealogische Aufzeichnung zu Simon Hartog Salomon Schulenklopper, abgerufen am 7. Februar 2022
  2. Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde auf Alemannia Judaica, abgerufen am 30. April 2022
  3. Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung zum Abriss des Gebäudes, abgerufen am 7. Februar 2022
  4. Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 60
  5. 5,0 5,1 WirtA NW WAN F 26
  6. Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 17

Siehe auch