Radfahrverein Frisch Auf: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Radfahrverein Frisch Auf''' war ein von Angehörigen der ''Arbeiterschicht'' gegründeter Radsportverein. Sein bürgerliches Pendant war der [[Radfahrverein Frisia]].<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 13</ref>
Der '''Radfahrverein Frisch Auf''' (ab 1953: ''Radfahrverein Solidarität'') war ein von Angehörigen der ''Arbeiterschicht'' gegründeter Radsportverein. Sein bürgerliches Pendant war der [[Radfahrverein Frisia]].<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 13</ref>
 
== Geschichte ==
Der Verein gründete sich 1906 im [[Ekeler Vorwerk]] als Alternative zum wesentlich älteren, bürgerlich dominierten [[Radfahrverein Frisia]]. Beide Vereinen beschäftigten sich sowohl mit dem Rennradfahren als auch der Kunstfahrerei. Bei ''Frisch Auf'' dominierte jedoch das Kunstfahren, bei ''Frisia'' das Rennradfahren.<ref name=":0">Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 16</ref>
 
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Nachdem in den Folgejahren noch zahlreiche Erfolge gefeiert werden konnten, deren Krönung der Sieg bei den Kunstfahrer-Bezirksmeisterschaften in Leer im Jahre 1959 war, ging der Verein Mitte der 1960er Jahre ein.<ref name=":0" />


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Version vom 29. Dezember 2021, 13:49 Uhr

Radfahrverein Frisch Auf

Basisdaten
Gründung 1906 (2. April 1953)
Auflösung um 1965
Rechtsform eingetragener Verein (e.V.)
Hauptsitz Ekeler Vorwerk

Der Radfahrverein Frisch Auf (ab 1953: Radfahrverein Solidarität) war ein von Angehörigen der Arbeiterschicht gegründeter Radsportverein. Sein bürgerliches Pendant war der Radfahrverein Frisia.[1]

Geschichte

Der Verein gründete sich 1906 im Ekeler Vorwerk als Alternative zum wesentlich älteren, bürgerlich dominierten Radfahrverein Frisia. Beide Vereinen beschäftigten sich sowohl mit dem Rennradfahren als auch der Kunstfahrerei. Bei Frisch Auf dominierte jedoch das Kunstfahren, bei Frisia das Rennradfahren.[2]

Der Verein machte durch zahlreiche Turniererfolge und Auftritte auf sich aufmerksam. Die wohl herausragendste Veranstaltung war das Bezirksfest des Arbeiter-Rad- und Kraftfahrerbundes Solidarität im Juli 1914, dem der Verein angehörte. Wenige Tage später begann der Erste Weltkrieg, in dessen Verlauf der Vereinsbetrieb vorläufig zum Erliegen kann, jedoch kurz nach Kriegsende wieder aufgenommen wurde. Als neue Trainingsörtlichkeit diente nun die Turnhalle der Gräfin-Theda-Schule, da es zu Kriegszeiten zu einem Brand im Vorwerk gekommen war. Ab 1931 wurde dann der Saal des Jugendheims an der Klosterstraße genutzt.[2]

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurde der Verein verboten und sein Vermögen sowie Inventar beschlagnahmt. Erst am 2. April 1953 kam es zur Neugründung des Vereins, nun unter dem Namen des ehemaligen Bundes Solidarität. Recht früh schlossen sich etwa 30 Mädchen und junge Damen dem Verein an und gründeten eine regional sehr erfolgreiche Rollschuhgruppe.[3]

Nachdem in den Folgejahren noch zahlreiche Erfolge gefeiert werden konnten, deren Krönung der Sieg bei den Kunstfahrer-Bezirksmeisterschaften in Leer im Jahre 1959 war, ging der Verein Mitte der 1960er Jahre ein.[2]

Einzelnachweise

  1. Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 13
  2. 2,0 2,1 2,2 Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 16
  3. Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 17

Siehe auch