Hof Sieltog: Unterschied zwischen den Versionen
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Erstmalig erwähnt wird der Hof in 1633 als ''Sieltocht'' bzw. ''Syhl Toch'' und 1852 erneut als ''Syhltog''. Am Giebel befindet sich das Wappen des [[Sicco Doden Cremer]], der den Hof 1826 erstanden und den Ursprungsbau entweder | Erstmalig erwähnt wird der denkmalgeschützte Hof in 1633 als ''Sieltocht'' bzw. ''Syhl Toch'' und 1852 erneut als ''Syhltog''.<ref name=":0">[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 14. Oktober 2021</ref><ref name=":1" /> Am Giebel befindet sich das Wappen des [[Sicco Doden Cremer]], der den Hof 1826 erstanden und den Ursprungsbau entweder überbauen oder das Gebäude gänzlich neu errichten ließ.<ref name=":1">[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Ostermarsch.pdf Beschreibung der Ostermarsch] in der Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref> Cremer kam als wohlhabender Kaufmann in den Besitz des Hofs, nachdem er diesen den bisherigen Eigentümern aufkaufen konnte, da diese infolge der [[Februarflut 1825]] in wirtschaftliche Not gerieten und ihren Hof aufgeben mussten.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 48</ref> | ||
1877 wurde die teilweise abgefahrene Warf Sieltog untersucht. An mittelalterlichen Einzelfunden kam eine Bernsteinperle zutage. In einer mittelalterlichen zerbrochenen Urne, die mit Steinen bedeckt war, fand man Wirbelknochen vom Stör. Ein weiterer Einzelfund bestand aus einer Bodenscherbe, gelbbraun, | 1877 wurde die teilweise abgefahrene Warf Sieltog untersucht. An mittelalterlichen Einzelfunden kam eine Bernsteinperle zutage. In einer mittelalterlichen zerbrochenen Urne, die mit Steinen bedeckt war, fand man Wirbelknochen vom Stör. Ein weiterer Einzelfund bestand aus einer Bodenscherbe, gelbbraun, Granit grusgemagert, Fuß leicht abgesetzt.<ref>Friedländer, Ernst (1878) Ostfriesisches Urkundenbuch, Emden, Nr. 451</ref> Um 1935 wurde die Scheune neu errichtet.<ref name=":0" /> | ||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||
Version vom 14. Oktober 2021, 12:58 Uhr
Hof Sieltog | ||||||||
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| {{#multimaps: | Title = Hof Sieltog | Text = Gebäude in Ostermarsch | center = 53.631904887100895, 7.213873911349382 | circle = 53.631904887100895, 7.213873911349382 : 100 | zoom = 15 | width = 300px | height = 300px
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | vor 1633 (um 1826) | |||||||
| Erbauer | unbekannt (Sicco Doden Cremer) | |||||||
| Bauweise | Gulfhof | |||||||
| Erhaltungszustand | erhalten | |||||||
| Genaue Lage | Marschweg 3
26506 Norden | |||||||
Der Hof Sieltog ist ein historischer Gulfhof in Ostermarsch am heutigen Marschweg 3. Seinen Namen hat er von dem angrenzenden Entwässerungsgraben erhalten.
Geschichte
Erstmalig erwähnt wird der denkmalgeschützte Hof in 1633 als Sieltocht bzw. Syhl Toch und 1852 erneut als Syhltog.[1][2] Am Giebel befindet sich das Wappen des Sicco Doden Cremer, der den Hof 1826 erstanden und den Ursprungsbau entweder überbauen oder das Gebäude gänzlich neu errichten ließ.[2] Cremer kam als wohlhabender Kaufmann in den Besitz des Hofs, nachdem er diesen den bisherigen Eigentümern aufkaufen konnte, da diese infolge der Februarflut 1825 in wirtschaftliche Not gerieten und ihren Hof aufgeben mussten.[3]
1877 wurde die teilweise abgefahrene Warf Sieltog untersucht. An mittelalterlichen Einzelfunden kam eine Bernsteinperle zutage. In einer mittelalterlichen zerbrochenen Urne, die mit Steinen bedeckt war, fand man Wirbelknochen vom Stör. Ein weiterer Einzelfund bestand aus einer Bodenscherbe, gelbbraun, Granit grusgemagert, Fuß leicht abgesetzt.[4] Um 1935 wurde die Scheune neu errichtet.[1]
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Liste der Baudenkmale in Norden, abgerufen am 14. Oktober 2021
- ↑ 2,0 2,1 Beschreibung der Ostermarsch in der Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft
- ↑ Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 48
- ↑ Friedländer, Ernst (1878) Ostfriesisches Urkundenbuch, Emden, Nr. 451