Pranger: Unterschied zwischen den Versionen
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Der '''Pranger''' (ostfriesisch: ''(de) Kaak'') stand ab 1697 zwischen dem [[Altes Rathaus|Alten Rathaus]] und dem [[Glockenturm]] auf dem [[Marktplatz]].<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 14</ref> Dieser Ort lag zentral und in fußläufiger Erreichbarkeit zu den beteiligten Institutionen. Die Stadtobersten tagten im Alten Rathaus und die [[Polizei Norden|Stadtwache]] hatte ihr [[Wachthaus (Norden)|Wachthaus]] neben dem Glockenturm. | Der '''Pranger''' (ostfriesisch: ''(de) Kaak'') stand ab 1697 zwischen dem [[Altes Rathaus|Alten Rathaus]] und dem [[Glockenturm]] auf dem [[Marktplatz]].<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 14</ref> Dieser Ort lag zentral und in fußläufiger Erreichbarkeit zu den beteiligten Institutionen. Die Stadtobersten tagten im Alten Rathaus und die [[Polizei Norden|Stadtwache]] hatte ihr [[Wachthaus (Norden)|Wachthaus]] neben dem Glockenturm. | ||
Vor dem 27. Mai 1786 wurde der Pranger in Norden auf dem Markt wegen Baufälligkeit abgerissen und im Süden der Stadt wieder aufgestellt, um den dort Angeprangerten vor einer Vielzahl an Leuten bloßzustellen und zum anderen, um Reisende zur Einhaltung der Gesetze zu ermahnen.<ref name=":0" /> Ähnlich verfuhr man mit dem [[Galgenberg|Galgen]]. Der Pranger wurde auf einem kleinen Hügel direkt gegenüber der [[Frisiamühle]] am [[Berumerfehnkanal|Fehnkanal]] aufgestellt.<ref>Canzler, Gerhard (1992): Pranger in Norden, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier 25. Juli 1992, S. 23f.</ref> Auf der Karte des Jacob Menßen von 1726 ist der Pranger noch auf dem Norder Marktplatz eingezeichnet.<ref>StAA, Rep. 244, A, Nr. 470</ref> Der neue Standort des Prangers hingegen ist auf einer Karte von Rudolf Franzius aus dem Jahre 1798 auf dem | Vor dem 27. Mai 1786 wurde der Pranger in Norden auf dem Markt wegen Baufälligkeit abgerissen und auf dem sogenannten [[Eilandje]] im Süden der Stadt wieder aufgestellt, um den dort Angeprangerten vor einer Vielzahl an Leuten bloßzustellen und zum anderen, um Reisende zur Einhaltung der Gesetze zu ermahnen.<ref name=":0" /> Ähnlich verfuhr man mit dem [[Galgenberg|Galgen]]. Der Pranger wurde auf einem kleinen Hügel direkt gegenüber der [[Frisiamühle]] am [[Berumerfehnkanal|Fehnkanal]] aufgestellt.<ref>Canzler, Gerhard (1992): Pranger in Norden, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier 25. Juli 1992, S. 23f.</ref> Auf der Karte des Jacob Menßen von 1726 ist der Pranger noch auf dem Norder Marktplatz eingezeichnet.<ref>StAA, Rep. 244, A, Nr. 470</ref> Der neue Standort des Prangers hingegen ist auf einer Karte von Rudolf Franzius aus dem Jahre 1798 bereits auf dem [[Eilandje]] erkennbar.<ref>StAA, Rep. 244, A, Nr. 3071</ref> | ||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||
Version vom 29. September 2021, 12:52 Uhr
Pranger | ||||||||
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| {{#multimaps: | Title = Pranger | Text = Ort in Norden | center = 53.59490721519189, 7.202971614582198 | circle = 53.59490721519189, 7.202971614582198 : 25 | zoom = 17 | width = 300px | height = 300px
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| Basisdaten | ||||||||
| Kategorie | Orte in Norden | |||||||
| Stadtteil/-viertel | Norden | |||||||
| Genaue Lage | Arp-Schnitger-Platz
26506 Norden | |||||||
Der Pranger (ostfriesisch: (de) Kaak) stand ab 1697 zwischen dem Alten Rathaus und dem Glockenturm auf dem Marktplatz.[1] Dieser Ort lag zentral und in fußläufiger Erreichbarkeit zu den beteiligten Institutionen. Die Stadtobersten tagten im Alten Rathaus und die Stadtwache hatte ihr Wachthaus neben dem Glockenturm.
Vor dem 27. Mai 1786 wurde der Pranger in Norden auf dem Markt wegen Baufälligkeit abgerissen und auf dem sogenannten Eilandje im Süden der Stadt wieder aufgestellt, um den dort Angeprangerten vor einer Vielzahl an Leuten bloßzustellen und zum anderen, um Reisende zur Einhaltung der Gesetze zu ermahnen.[1] Ähnlich verfuhr man mit dem Galgen. Der Pranger wurde auf einem kleinen Hügel direkt gegenüber der Frisiamühle am Fehnkanal aufgestellt.[2] Auf der Karte des Jacob Menßen von 1726 ist der Pranger noch auf dem Norder Marktplatz eingezeichnet.[3] Der neue Standort des Prangers hingegen ist auf einer Karte von Rudolf Franzius aus dem Jahre 1798 bereits auf dem Eilandje erkennbar.[4]