Wirde: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Die '''Wirde''' ist ein Ort bzw. ein [[Flurstück]] in [[Ostlintel]], nahe des [[Flökershauser Weg|Flökershauser Wegs]]. Der Name bezeichnet ein erhöhtes und gegen Überschwemmung geschütztes Land.<ref>Übersicht über sach- und personenbezogene Straßennamen der Stadt Norden</ref> Es leitet sich vom altfriesischen Wortbestand ''-werd'' oder ''wirth'' bzw. ''wird'' ab, was eine Geländeerhebung in Feuchtgebieten beschreibt.<ref>Doornkaat Koolman, Jan ten (1884): Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Band 3, S. 559</ref> Als Feuchtgebiete in diesem Sinne kann das umliegende, tiefliegende und daher oft feuchte [[Marsch|Marschland]] verstanden werden.
Die '''Wirde''' ist ein Ort bzw. ein [[Flurstück]] in [[Ostlintel]], nahe des [[Flökershauser Weg|Flökershauser Wegs]]. Der Name bezeichnet ein erhöhtes und gegen Überschwemmung geschütztes Land.<ref>Übersicht über sach- und personenbezogene Straßennamen der Stadt Norden</ref> Es leitet sich vom altfriesischen Wortbestand ''-werd'' oder ''wirth'' bzw. ''wird'' ab, was eine Geländeerhebung in Feuchtgebieten beschreibt.<ref>Doornkaat Koolman, Jan ten (1884): Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Band 3, S. 559</ref> Als Feuchtgebiete in diesem Sinne kann das umliegende, tiefliegende und daher oft feuchte [[Marsch|Marschland]] verstanden werden.


Mindestens seit 1600 befanden sich hier ein bäuerliches Gut, das ebenso diesen Namen trug. Mitte des 17. Jahrhunderts erbaute der wohlhabende Norder Bürger [[Engelbert Kettler (1618)|Engelbert Kettler]] hier das sogenannte [[Haus Wirde]] für eigene Zwecke.<ref>Pühl, Eberhard (2007): Flurnamenforschung. Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland, Oldenburg, S. 37ff.</ref> Später wurde hier ein Gasthof errichtet.<ref>Schreiber, Gretje (2011): Höfe in der Sandbauerschaft, Manuskript</ref>
Mindestens seit 1600 befanden sich hier ein bäuerliches Gut, das ebenso diesen Namen trug. Mitte des 17. Jahrhunderts erbaute der wohlhabende Norder Bürger [[Engelbert Kettler (1618)|Engelbert Kettler]] hier das sogenannte [[Haus Wirde]] für eigene Zwecke.<ref>Pühl, Eberhard (2007): Flurnamenforschung. Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland, Oldenburg, S. 37ff.</ref> Später wurde hier ein Gasthof errichtet.<ref>Schreiber, Gretje (2011): Höfe in der Sandbauerschaft, Manuskript</ref> Dieser bestand noch bis 1923.


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Version vom 22. September 2021, 07:59 Uhr

Wirde

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Basisdaten
Stadtteil/-viertel Ostlintel
Genaue Lage östlich vom

Flökershauser Weg

Die Wirde ist ein Ort bzw. ein Flurstück in Ostlintel, nahe des Flökershauser Wegs. Der Name bezeichnet ein erhöhtes und gegen Überschwemmung geschütztes Land.[1] Es leitet sich vom altfriesischen Wortbestand -werd oder wirth bzw. wird ab, was eine Geländeerhebung in Feuchtgebieten beschreibt.[2] Als Feuchtgebiete in diesem Sinne kann das umliegende, tiefliegende und daher oft feuchte Marschland verstanden werden.

Mindestens seit 1600 befanden sich hier ein bäuerliches Gut, das ebenso diesen Namen trug. Mitte des 17. Jahrhunderts erbaute der wohlhabende Norder Bürger Engelbert Kettler hier das sogenannte Haus Wirde für eigene Zwecke.[3] Später wurde hier ein Gasthof errichtet.[4] Dieser bestand noch bis 1923.

Einzelnachweise

  1. Übersicht über sach- und personenbezogene Straßennamen der Stadt Norden
  2. Doornkaat Koolman, Jan ten (1884): Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Band 3, S. 559
  3. Pühl, Eberhard (2007): Flurnamenforschung. Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland, Oldenburg, S. 37ff.
  4. Schreiber, Gretje (2011): Höfe in der Sandbauerschaft, Manuskript

Siehe auch