Rysdyker Weg: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Der Rysdyker Weg ist eine [[Gemeindestraße]] in Norden und liegt im Stadtviertel [[Westermarsch I]]. Die Straße geht südlich vom [[Altendeichsweg (Westermarsch) | Altendeichsweg]] ab und endet an einer Hofstelle als Sackgasse. Ein westlicher Nebenarm verläuft gen [[Hansweg]], in den die Straße vom [[Langhauser Tief]] aus übergeht.
Der '''Rysdyker Weg''' ist eine [[Gemeindestraße]] in Norden und liegt im Stadtviertel [[Westermarsch I]]. Die Straße geht südlich vom [[Altendeichsweg (Westermarsch) | Altendeichsweg]] ab und endet an einer Hofstelle als Sackgasse. Ein westlicher Nebenarm verläuft gen [[Hansweg]], in den die Straße vom [[Langhauser Tief]] aus übergeht.
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=== Herkunft des Namens ===
=== Herkunft des Namens ===
Der Name "Rysdyk" ist im Wasserbau eine Fachbezeichnung für einen mit Buschwerk befestigen Deich oder Faschinendeich (Wall aus Sträuchern u.ä.). Der Straßenname bezieht sich hierbei auf den [[Hof Rysdyk]].<ref>[https://flurnamen-ostfriesland.de/flurnamenkarte Historische Flurnamensammlung] der Ostfriesischen Landschaft</ref> Möglich ist auch eine Benennung nach einem Familiennamen. So findet ein [[Jacob Rijsdijk]] in der Geschichte Nordens Erwähnung.
Der Name ''Rysdyk'' ist im Wasserbau eine Fachbezeichnung für einen mit Buschwerk befestigen Deich oder Faschinendeich (Wall aus Sträuchern u.ä.). Der Straßenname bezieht sich hierbei auf den [[Hof Rysdyk]].<ref>[https://flurnamen-ostfriesland.de/flurnamenkarte Historische Flurnamensammlung] der Ostfriesischen Landschaft</ref> Möglich ist auch eine Benennung nach einem Familiennamen. So findet ein [[Jacob Rijsdijk]] in der Geschichte Nordens Erwähnung.


=== Entwicklung ===
=== Entwicklung ===
Erstmalige Erwähnung findet die Straße bzw. der Ort "Rysdyk" im Jahr 1700 als "Rysdick".<ref>StAA, Rep. 4, B I, Nr. 229b</ref> Weitere überlieferte Namen sind "Risdik" (1745), "Ryssdick" und "Rysdick" (beide 1749). 1788 findet sich erstmalig die Schreibweise "Rysdyk".<ref>StAA, Rep. 37, Nr. 993</ref>
Erstmalige Erwähnung findet die Straße bzw. der Ort Rysdyk im Jahr 1700 als ''Rysdick''.<ref>StAA, Rep. 4, B I, Nr. 229b</ref> Weitere überlieferte Namen sind ''Risdik'' (1745), ''Ryssdick'' und ''Rysdick'' (beide 1749). 1788 findet sich erstmalig die Schreibweise ''Rysdyk''.<ref>StAA, Rep. 37, Nr. 993</ref>


1594 stand an gleicher Stelle ein Haus oder Hof namens "Enno Karstens Hauß".<ref>StAA, Rep. 244, B, Nr. 2889</ref> 1824 wurde das Anwesen als "Rysedyck" und 1895 bzw. 1897 schließlich mit heutiger Schreibung verzeichnet.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Zum Hof gehörten 1848 zwei Wohngebäude, die insgesamt 22 Personen beherbergten.<ref>Gretje Schreiber (2009): Die Höfe in der Westermarsch, in: Heim und Herd vom 4. Juli 2009, Beilage Ostfriesischer Kurier, Nr. 6, S. 24, Nr. 6</ref>
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== Gebäude und Plätze ==
== Gebäude und Plätze ==

Version vom 10. September 2021, 09:50 Uhr

Rysdyker Weg

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Basisdaten
Stadtteil/-viertel Westermarsch I
Erschließungsjahr zw. 1581-1594
Namensgebung 1897
Historische Namen keine

Der Rysdyker Weg ist eine Gemeindestraße in Norden und liegt im Stadtviertel Westermarsch I. Die Straße geht südlich vom Altendeichsweg ab und endet an einer Hofstelle als Sackgasse. Ein westlicher Nebenarm verläuft gen Hansweg, in den die Straße vom Langhauser Tief aus übergeht.

Geschichte

Herkunft des Namens

Der Name Rysdyk ist im Wasserbau eine Fachbezeichnung für einen mit Buschwerk befestigen Deich oder Faschinendeich (Wall aus Sträuchern u.ä.). Der Straßenname bezieht sich hierbei auf den Hof Rysdyk.[1] Möglich ist auch eine Benennung nach einem Familiennamen. So findet ein Jacob Rijsdijk in der Geschichte Nordens Erwähnung.

Entwicklung

Erstmalige Erwähnung findet die Straße bzw. der Ort Rysdyk im Jahr 1700 als Rysdick.[2] Weitere überlieferte Namen sind Risdik (1745), Ryssdick und Rysdick (beide 1749). 1788 findet sich erstmalig die Schreibweise Rysdyk.[3]

1594 stand an gleicher Stelle ein Haus oder Hof namens Enno Karstens Hauß.[4] 1824 wurde das Anwesen als Rysedyck und 1895 bzw. 1897 schließlich mit heutiger Schreibung verzeichnet.[5] Zum Hof gehörten 1848 zwei Wohngebäude, die insgesamt 22 Personen beherbergten.[6]

Gebäude und Plätze

Der Hof Rysdyk ist noch heute erhalten. Er ist seit dem 30. Oktober 2004 Schaffensort des gemeinnützigen Verein Tomtes Hof. Weitere Gebäude, abgesehen von den Nebengebäuden des Hofes, gibt es in der Straße nicht.

Einzelnachweise

  1. Historische Flurnamensammlung der Ostfriesischen Landschaft
  2. StAA, Rep. 4, B I, Nr. 229b
  3. StAA, Rep. 37, Nr. 993
  4. StAA, Rep. 244, B, Nr. 2889
  5. Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)
  6. Schreiber, Gretje (2009): Die Höfe in der Westermarsch. In: Heim und Herd vom 4. Juli 2009, Beilage Ostfriesischer Kurier, Nr. 6, S. 24, Nr. 6

Siehe auch