Schulzentrum Ekel: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 34: Zeile 34:
26506 Norden
26506 Norden
|}
|}
Im '''Schulzentrum Ekel''' befand sich seit 1970 zunächst die (Kreis-)Realschule Norden, seit 1980 bis 2005 zusätzlich eine Orientierungsstufe. Seit dem 1. August 2011 wird der Schulbetrieb als Oberschule fortgeführt, nachdem die sich im [[Schulzentrum Wildbahn]] befindliche Hauptschule und die Realschule zusammengefasst wurden. Vorläufer der Realschule war die [[Gräfin-Theda-Schule]] an der [[Gartenstraße]].  
Im '''Schulzentrum Ekel''' befand sich seit 1970 zunächst die (Kreis-)Realschule Norden, seit 2011 die Oberschule Norden. Von 1980 bis 2005 befand sich hier zusätzlich eine Orientierungsstufe. Vorläuferin der Realschule war die [[Gräfin-Theda-Schule]] an der [[Gartenstraße]].  


Neben dem Schulbetrieb hat das Schulzentrum Ekel eine zentrale Bedeutung für das kulturelle Leben in Norden. So benutzt unter anderem die [[Niederdeutsche Bühne]], den im Gebäudekomplex befindlichen Theatersaal, für ihre Auftritte.  
Neben dem Schulbetrieb hat das Schulzentrum Ekel eine zentrale Bedeutung für das kulturelle Leben in Norden. So benutzt unter anderem die [[Niederdeutsche Bühne]], den im Gebäudekomplex befindlichen Theatersaal, für ihre Auftritte.  
Zeile 44: Zeile 44:
Durch stark gestiegene Schülerzahlen kam es zu einer akuten Raumnot an der 1912 erbauten und eigentlich nur für 200 Schüler geplanten [[Gräfin-Theda-Schule]] an der [[Gartenstraße]]. Ein Neubau scheiterte jedoch lange an der Finanzierung, bis sich der (damals noch finanzstarke) [[Landkreis Norden]] 1967 zum Bau eines neuen Schulzentrums bereiterklärte. Am 11. Februar 1970 wurde der Bau nach kurzer Bauzeit feierlich eingeweiht.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 116</ref> Schulleiter war zu dieser Zeit der bekannte Norder Heimatforscher [[Gerhard Canzler]].
Durch stark gestiegene Schülerzahlen kam es zu einer akuten Raumnot an der 1912 erbauten und eigentlich nur für 200 Schüler geplanten [[Gräfin-Theda-Schule]] an der [[Gartenstraße]]. Ein Neubau scheiterte jedoch lange an der Finanzierung, bis sich der (damals noch finanzstarke) [[Landkreis Norden]] 1967 zum Bau eines neuen Schulzentrums bereiterklärte. Am 11. Februar 1970 wurde der Bau nach kurzer Bauzeit feierlich eingeweiht.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 116</ref> Schulleiter war zu dieser Zeit der bekannte Norder Heimatforscher [[Gerhard Canzler]].


Bereits zu Beginn der 1970er Jahre stieg die Schülerzahl auf über 1000 an, sodass 1975 vier weitere Klassenräume angebaut wurden. 1980 zog die "Orientierungsstufe II" in einen neu errichteten Anbau als eigenständige Schulform ein. Am 1. Mai des Jahres wird die Schulträgerschaft vom Landkreis Aurich auf die Stadt Norden übertragen.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 117</ref>
Bereits zu Beginn der 1970er Jahre stieg die Schülerzahl auf über 1000 an, sodass 1975 vier weitere Klassenräume angebaut wurden. 1980 zog die "Orientierungsstufe II" in einen neu errichteten Anbau als eigenständige Schulform ein. Am 1. Mai des Jahres wird die Schulträgerschaft vom Landkreis Aurich auf die Stadt Norden übertragen.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 117</ref> Die Orientierungsstufe besteht bis 2005.


1993 wird der Theatersaal umfassend renoviert und modernisiert. Ein Jahr später wird in Richtung [[Heitsweg]] ein Busparkplatz und eine Freizeitsportanlage errichtet. Die Schülerzahlen waren zwischenzeitlich auf unter 400 gefallen, da in Marienhafe und Hage ähnliche Schulformen eingerichtet wurden, wodurch sich der Einzugsbereich verkleinerte.<ref name=":0" /> Seit 1999 verfügt die Schule erstmals über einen Zugang zum Internet und wurde 2002 mit 30 Rechnern für den Schulunterricht ausgestattet. Den ersten Computer hatte die Schule jedoch bereits in den 1980er Jahren: Einen "Schneider 1640", an dem die Schüler das Programmieren erlernen konnten.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 118</ref>
1993 wird der Theatersaal umfassend renoviert und modernisiert. Ein Jahr später wird in Richtung [[Heitsweg]] ein Busparkplatz und eine Freizeitsportanlage errichtet. Die Schülerzahlen waren zwischenzeitlich auf unter 400 gefallen, da in Marienhafe und Hage ähnliche Schulformen eingerichtet wurden, wodurch sich der Einzugsbereich verkleinerte.<ref name=":0" /> Seit 1999 verfügt die Schule erstmals über einen Zugang zum Internet und wurde 2002 mit 30 Rechnern für den Schulunterricht ausgestattet. Den ersten Computer hatte die Schule jedoch bereits in den 1980er Jahren: Einen "Schneider 1640", an dem die Schüler das Programmieren erlernen konnten.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 118</ref>
Seit dem 1. August 2011 wird der Schulbetrieb als Oberschule fortgeführt, nachdem die sich im [[Schulzentrum Wildbahn]] befindliche Hauptschule und die in Ekel befindliche Realschule zusammengefasst wurden. Die Umstellung erfolge schrittweise, sodass die Haupt- und Realschulklassen, die noch vor der Umstellung als solche liefen, ihre reguläre Schulform beibehielten. Seit dem Schuljahr 2016/2017 existieren nur noch Oberschulklassen.<ref>[https://www.obs-norden.de/ueber-uns/schulgeschichte.html Internetseite der Oberschule Norden], abgerufen am 14. Mai 2021</ref>
Seit 2018 befindet sich im früheren Orientierungsstufen-Anbau die "Grundschule Am Wiesenweg".<ref>[https://www.norder-schulen.de/schulen/gsek.html Vorstellung der Grundschule Am Wiesenweg], abgerufen am 14. Mai 2021</ref> Seitdem wird das [[Grundschule Ekel|ehemalige Grundschulgebäude]] nicht mehr für Schulzwecke genutzt.


== Schuldirektoren ==
== Schuldirektoren ==
Zeile 59: Zeile 63:
|[[Gerhard Neubacher]]
|[[Gerhard Neubacher]]
|-
|-
|2001 -  
|2001 - 2011
|[[Ernst Brunken]]
|[[Ernst Brunken]]
|-
|-
|
|2011 - 2016
|
|[[Margarete Kappen]]
|-
|2016 - 2020
|[[Harald Speckmann]]
|-
|2020 - heute
|[[Ude Goeman]]
|}
|}
== Schülerzahlen ==
== Schülerzahlen ==
Zeile 82: Zeile 92:
|474
|474
|-
|-
|
|2014
|
|494
|-
|2020
|ca. 300
|}
|}
== Trivia ==
Auch wenn das Schulzentrum nicht mehr den Namen [[Theda Ukena|Gräfin Theda]] trägt, wird ihr Andenken durch einen nach ihr benannten Preis ("Gräfin-Theda-Kunstpreis") sowie einen ebenfalls nach ihr benannten Förderverein bewahrt.<ref>[https://www.oz-online.de/-news/artikel/29459/Sie-haengt-wieder-in-ihrer-Schule Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung vom 17. Juni 2010], abgerufen am 14. Mai 2021</ref>
==Literatur==
==Literatur==
*Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 116-120
*Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 116-120

Version vom 14. Mai 2021, 10:24 Uhr

Schulzentrum Ekel

{{#multimaps: Title = Schulzentrum Ekel Text = Schule in Norden center = 53.60048288897414, 7.213054655350699 circle = 53.60048288897414, 7.213054655350699 :80 zoom = 16 width = 300px height = 300px

}}

Basisdaten
Entstehungszeit 1969 - 1970
Erbauer Landkreis Norden
Bauweise Ziegelsteinbau u.a.
Entwidmung -
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Osterstraße 50

26506 Norden

Im Schulzentrum Ekel befand sich seit 1970 zunächst die (Kreis-)Realschule Norden, seit 2011 die Oberschule Norden. Von 1980 bis 2005 befand sich hier zusätzlich eine Orientierungsstufe. Vorläuferin der Realschule war die Gräfin-Theda-Schule an der Gartenstraße.

Neben dem Schulbetrieb hat das Schulzentrum Ekel eine zentrale Bedeutung für das kulturelle Leben in Norden. So benutzt unter anderem die Niederdeutsche Bühne, den im Gebäudekomplex befindlichen Theatersaal, für ihre Auftritte.

Geschichte

Durch stark gestiegene Schülerzahlen kam es zu einer akuten Raumnot an der 1912 erbauten und eigentlich nur für 200 Schüler geplanten Gräfin-Theda-Schule an der Gartenstraße. Ein Neubau scheiterte jedoch lange an der Finanzierung, bis sich der (damals noch finanzstarke) Landkreis Norden 1967 zum Bau eines neuen Schulzentrums bereiterklärte. Am 11. Februar 1970 wurde der Bau nach kurzer Bauzeit feierlich eingeweiht.[1] Schulleiter war zu dieser Zeit der bekannte Norder Heimatforscher Gerhard Canzler.

Bereits zu Beginn der 1970er Jahre stieg die Schülerzahl auf über 1000 an, sodass 1975 vier weitere Klassenräume angebaut wurden. 1980 zog die "Orientierungsstufe II" in einen neu errichteten Anbau als eigenständige Schulform ein. Am 1. Mai des Jahres wird die Schulträgerschaft vom Landkreis Aurich auf die Stadt Norden übertragen.[2] Die Orientierungsstufe besteht bis 2005.

1993 wird der Theatersaal umfassend renoviert und modernisiert. Ein Jahr später wird in Richtung Heitsweg ein Busparkplatz und eine Freizeitsportanlage errichtet. Die Schülerzahlen waren zwischenzeitlich auf unter 400 gefallen, da in Marienhafe und Hage ähnliche Schulformen eingerichtet wurden, wodurch sich der Einzugsbereich verkleinerte.[2] Seit 1999 verfügt die Schule erstmals über einen Zugang zum Internet und wurde 2002 mit 30 Rechnern für den Schulunterricht ausgestattet. Den ersten Computer hatte die Schule jedoch bereits in den 1980er Jahren: Einen "Schneider 1640", an dem die Schüler das Programmieren erlernen konnten.[3]

Seit dem 1. August 2011 wird der Schulbetrieb als Oberschule fortgeführt, nachdem die sich im Schulzentrum Wildbahn befindliche Hauptschule und die in Ekel befindliche Realschule zusammengefasst wurden. Die Umstellung erfolge schrittweise, sodass die Haupt- und Realschulklassen, die noch vor der Umstellung als solche liefen, ihre reguläre Schulform beibehielten. Seit dem Schuljahr 2016/2017 existieren nur noch Oberschulklassen.[4]

Seit 2018 befindet sich im früheren Orientierungsstufen-Anbau die "Grundschule Am Wiesenweg".[5] Seitdem wird das ehemalige Grundschulgebäude nicht mehr für Schulzwecke genutzt.

Schuldirektoren

Zeitraum Vollständiger Name
1970 - 1986 Gerhard Canzler
1986 - 2001 Gerhard Neubacher
2001 - 2011 Ernst Brunken
2011 - 2016 Margarete Kappen
2016 - 2020 Harald Speckmann
2020 - heute Ude Goeman

Schülerzahlen

Schuljahr Anzahl
1974 1041
1985 785
1994 391
2000 474
2014 494
2020 ca. 300

Trivia

Auch wenn das Schulzentrum nicht mehr den Namen Gräfin Theda trägt, wird ihr Andenken durch einen nach ihr benannten Preis ("Gräfin-Theda-Kunstpreis") sowie einen ebenfalls nach ihr benannten Förderverein bewahrt.[6]

Literatur

  • Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 116-120

Einzelnachweise

  1. Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 116
  2. 2,0 2,1 Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 117
  3. Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 118
  4. Internetseite der Oberschule Norden, abgerufen am 14. Mai 2021
  5. Vorstellung der Grundschule Am Wiesenweg, abgerufen am 14. Mai 2021
  6. Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung vom 17. Juni 2010, abgerufen am 14. Mai 2021

Siehe auch