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| | #WEITERLEITUNG [[Zingelschule]] |
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| ==Gasthausschule==
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| ! colspan="2" |{{#display_map:
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| | Title = Gasthausschule
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| | Text = Ehemalige Schule in Norden
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| }}
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| ! colspan="2" |Basisdaten
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| |Entstehungszeit
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| |um 1550 (1850)
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| |Erbauer
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| |[[Kloster Marienthal|Benediktinerorden]]
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| |Bauweise
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| |Ziegelsteinbau
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| |Entwidmung
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| |1956
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| |Erhaltungszustand
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| |1972 abgebrochen
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| |Genaue Lage
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| |[[Am Zingel]] 18
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| 26506 Norden
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| |}
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| Die '''Gasthausschule''' (auch: ''Armenhausschule'') war eine mehrklassige Volksschule auf dem ehemaligen [[Kloster Marienthal|Klostergelände]] am [[Am Zingel|Zingel]]. Sie hat ihren Namen durch die Lage nahe des [[Gasthaus|Gasthauses]] erhalten.
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| __TOC__
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| ==Geschichte==
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| * siehe auch: [[Zingelschule#Geschichte|Geschichte der Zingelschule]]
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| Die Schule ging aus der Klosterschule des [[Kloster Marienthal|Klosters Marienthal]] hevor, das im Zuge der Reformation säkularisiert (verweltlicht) wurde und damit auch die Lehrkräfte für den Schulbetrieb verlor. Die Besitztümer des Klosters wurden von [[Enno II. Cirksena|Graf Enno II.]] beschlagnahmt und für eigene Zwecke verwendet. Durch seine Frau, [[Anna von Oldenburg|Gräfin Anna]], die nach seinem Tod vormundschaftlich für die noch unmündigen Söhne weiterregierte, konnte erwirkt werden, dass ein Teil der beschlagnahmten Güter für den Unterhalt eines [[Gasthaus|Gasthauses]] (Synonym für ''Armenhaus'') mitsamt Schule aufgewendet werden konnten.<ref>Schreiber, Gretje (1996): Das große Gasthaus in Norden, in: Heim und Herd, Beilage zum Ostfriesischen Kurier vom 3. Februar 1996, S. 1ff.</ref> 1545 erließ sie [[Polizeiordnung#Polizeiordnung von 1545|per Verordnung]] erstmalig eine allgemeine Schulpflicht. Die gräfliche Familie unterstützte den [[Armenverband Norden|Armenverband]] maßgeblich beim Unterhalt der Schule. Brennholz, Bücher, Papier und sonstige Unterrichtsmaterialien wurden mit Mitteln der Armenkasse aufgewandt. Die Schulkinder stammten vor allem aus der [[Sandbauerschaft|Gemeinde Sandbauerschaft]], auf deren Gebiet ([[Ostlintel]]) die Schule lag.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 97f.</ref>
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| Die Gasthausschule bestand bis zuletzt in einem der verbliebenen Gebäude des Klosters.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 31</ref> Seit der Reformation wurden die Schulmeister (nicht-akademische Lehrkräfte) von Diakonen und Predigern der [[Ludgerigemeinde Norden|lutherischen Kirchengemeinde]] vorgeschlagen. Zuständig waren sie ursprünglich nur für den Unterricht der im [[Gasthaus]] untergebrachten Armenkinder. Jeden Morgen hatten die Schulmeister zudem eine morgendliche Gebetsstunde mit den Bewohnern des Armenhauses abzuhalten. Darüber hinaus mussten sie jeden Donnerstag in der Gasthauskapelle vorsingen und sonntags einen Bibeltext und dessen Auslegung verlesen. Doch damit nicht genug: Auch oblag es den Lehrkräften, Sonntagnachmittags alle Gasthauskinder zur [[Ludgerikirche]] zu führen und die Kinder während der Predigt zu beaufsichtigen und zur Ordnung zu ermahnen. Trotz all der Pflichten war das Gehalt des Gasthauslehrers außerordentlich schlecht.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 96</ref> So ist es nicht verwunderlich, dass dieser zur Aufbesserung seines kargen Gehaltes weitere Schulkinder aufnahm, die eigentlich andere Schulen hätten besuchen müssen. Die Eltern dieser Schulkinder wurden durch ein niedrigeres Schulgeld an die Gasthausschule gelockt, worüber sich die Lehrer der anderen Schulen (zu Recht) beschwerten.<ref name=":0" /> 1865 wurden daraufhin auf Anordnung der kirchlichen Schulbehörde (Consistorium) 60 Kinder von der Gasthausschule in die [[Lutherische Klassenschule]] umgeschult.<ref name=":2">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 98</ref>
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| Etwa 1850 wurde das Gebäude durch einen Neubau ersetzt, vermutlich, um den vermeintlich gehobenen Ansprüchen einer Stadtschule zu entsprechen.<ref name=":0" /> Durch das Volksschulgesetz von 1849 bzw. 1871 wurde die Gasthausschule mit den anderen Schulen gleichgestellt, sodass erstmals auch ein Schulgeld fällig wurde. Gezahlt werden mussten jedoch lediglich 2 1/2 Reichstaler pro Schuljahr. Dennoch hatten naturgemäß viele Eltern Mühe, diese Summe aufzubringen. 1876 wurde die Schule daher auf Beschluss des preußischen Kultusministeriums vom Gesamtschulverband abgetrennt, der erst 1919 mit der Eingemeindung der Gemeinde Sandbauerschaft nach Norden gegenstandslos wurde.<ref name=":2" />
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| Im gleichen Jahr kam es, vermutlich durch den erneuten Wegfall der Schulgebühren, zu einer Überfüllung, die jedoch bereits lange absehbar war. Die Gasthausschule wurde daraufhin von 1880 bis 1881 mit einem Kostenaufwand von 13.500 Mark aufgestockt und in [[Zingelschule|''Zingelschule'']] umbenannt.<ref name=":2" /><ref>Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 30</ref>
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| == Lehrkräfte ==
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| Anders als die Lehrkräfte der ebenfalls von der lutherischen Kirchengemeinde betriebenen [[Lutherische Klassenschule|Lutherischen Klassenschule]] bestanden die Lehrkräfte der Gasthausschule aus lediglich seminarisch ausgebildeten Schulmeistern und nicht aus sondern examinierten Lehrern.<ref name=":1" />
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| {| class="wikitable"
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| !Zeitraum
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| !Vollständiger Name
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| |-
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| |1788 - 1794
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| |[[Jacob Hicken]]
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| == Literatur ==
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| * Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 96-102
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| ==Einzelnachweise==
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| <references />
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| ==Siehe auch==
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| *[[Liste der Schulen im Stadtgebiet]]
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| *[[Armenverband Norden]]
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| [[Kategorie:Schulen im Stadtgebiet]] | | [[Kategorie:Schulen im Stadtgebiet]] |