Theelacht: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Die '''Theelacht''' ist der weltweit älteste Zusammenschluss auf genossenschaftlicher Basis mit einer über 1.100 Jahre alten Geschichte und wird deshalb auch als "älteste Genossenschaft der Welt" bezeichnet. Die Theelacht ist neben der [[Leegemoorgesellschaft]] und der [[Altenbürgerlande]] eine der drei bis heute noch tagenden Norder Genossenschaften. Der Name "Theelacht" entstammt dem Altniederdeutschen und bedeutet sinngemäß "Anteilsüberwachung" (vgl. [[Deichacht]]).
Die '''Leegemoorgesellschaft''' ist ein seit Mitte des 16. Jahrhunderts auf genossenschaftlicher Basis geführter Verband von Interessenten (vergleichbar mit heutigen Aktionären). Die Leegemoorgesellschaft ist neben der [[Theelacht]] und der [[Altenbürgerlande]] eine der drei bis heute noch tagenden Norder Genossenschaften. Als offizielles Gründungsdatum wird der 12. Oktober 1632 angegeben, jedoch findet die Genossenschaft bereits in einem Erbpachtvertrag vom 23. April 1562 indirekt als "Ordonnanz der Leegemoorgebräucher" Erwähnung.
__TOC__
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==Geschichte==
==Geschichte==
Die Ursprünge der Theelacht reichen zurück in das Jahr 884, als die Friesen unter [[Rembertistraße|Bischof Rimbert]] die Wikinger in der [[Schlacht bei Nordendi]] besiegten. Um die einst verlorenen und nun zurückeroberten Gebiete gemeinschaftlich zu bewirtschafteten gründeten sie die Theelacht.
Auch war das Weinhaus im 16. Jahrhundert Versammlungsort der Theelacht.<ref>Schreiber, Gretje (1994): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 104-108</ref>
Auch war das Weinhaus im 16. Jahrhundert Versammlungsort der Theelacht.<ref>Schreiber, Gretje (1994): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 104-108</ref>
1816 wird das Privileg der öffentlichen Verkäufe und Verheuerungen von der hannoverschen Regierung abgelehnt. 1919 wird ein Hotelbetrieb im Weinhaus genehmigt, aber schon einige Jahre später wieder aufgegeben. Das Weinhaus wird umgebaut und das Finanzamt fand dort seine Bleibe. 1992 enthält es Dienststellen der ev.-luth. Kirche und der Kriminalpolizei (1).


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==
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==Quellenverzeichnis==
==Quellenverzeichnis==
* Cremer, Ufke (1982): Up Leegmoors Wohlfahrt : 375 Jahre Leegemoorgesellschaft zu Norden, Norden, 52 S.
* Folkerts, Rudolf (1986): Die Theelacht zu Norden, Norden
* Haddinga, Johann (2007): Up Leegmoors Wohlfahrt!; in: Ostfriesland Magazin Nr. 10, S. 48-51
* Schreiber, Gretje (2006): Norder Gemeinweiden im ausgehenden Mittelalter bis zur Neuzeit, in: Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, S. 46
* Schreiber, Gretje (2008): Ein Kapitel Norder Stadtgeschichte. Leegemoorgesellschaft und Altenbürgerlande; in Heim und Herd 2008, Nr. 2-6 (5 Teile)


== Siehe auch ==
== Siehe auch ==

Version vom 22. Februar 2021, 15:50 Uhr

Theelacht

Basisdaten
Gründung um 884
Auflösung -
Rechtsform Genossenschaft
Hauptsitz Altes Rathaus

Die Theelacht ist der weltweit älteste Zusammenschluss auf genossenschaftlicher Basis mit einer über 1.100 Jahre alten Geschichte und wird deshalb auch als "älteste Genossenschaft der Welt" bezeichnet. Die Theelacht ist neben der Leegemoorgesellschaft und der Altenbürgerlande eine der drei bis heute noch tagenden Norder Genossenschaften. Der Name "Theelacht" entstammt dem Altniederdeutschen und bedeutet sinngemäß "Anteilsüberwachung" (vgl. Deichacht).

Geschichte

Die Ursprünge der Theelacht reichen zurück in das Jahr 884, als die Friesen unter Bischof Rimbert die Wikinger in der Schlacht bei Nordendi besiegten. Um die einst verlorenen und nun zurückeroberten Gebiete gemeinschaftlich zu bewirtschafteten gründeten sie die Theelacht.

Auch war das Weinhaus im 16. Jahrhundert Versammlungsort der Theelacht.[1]

Einzelnachweise

  1. Schreiber, Gretje (1994): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 104-108

Quellenverzeichnis

  • Folkerts, Rudolf (1986): Die Theelacht zu Norden, Norden

Siehe auch