Synagogenweg: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Version vom 29. Dezember 2020, 12:24 Uhr

Synagogenweg

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Basisdaten
Stadtteil/-viertel Norden
Erschließungsjahr vor 1751
Namensgebung vmtl. 20. Jahrhundert
Historische Namen Judenlohne

Der Synagogenweg ist eine Gemeindestraße in Norden und liegt im Stadtviertel Norden. Die Straße bzw. Lohne verbindet die Uffenstraße mit dem Neuen Weg.

Geschichte

Herkunft des Namens

Bis zu ihrer Inbrandsetzung während der Reichspogromnacht (Reichskristallnacht) vom 9. auf den 10. November 1938 und ihrem anschließenden Abbruch befand sich hier die Synagoge der Jüdischen Gemeinde von Norden. An die Synagoge erinnert heute noch ein Gedenkstein.

Entwicklung

Die Entwicklung der Straße dürfte in den selben Zeitpunkt fallen wie die der Heringstraße und des Neuen Wegs. Bevor sie ihren heutigen Namen erhielt, hieß sie "Judenlohne". Weitere Namen sind nicht überliefert.

Gebäude und Plätze

Die neue Synagoge (Synagogenweg 1) wurde 1804 erbaut und in der Kristallnacht vom 9./10. November 1938 niedergebrannt. An gleicher Stelle wurde ein Gedenkstein errichtet. Der Bau der alten Synagoge (Neuer Weg 110), auch als Judenkirche bezeichnet, ist seit 1751 nachweisbar, wird aber zu einem früheren Zeitpunkt schon stattgefunden haben. Ein weiteres historisches Gebäude ist das Vorsängers Haus. Im Keller dieses Hauses befand sich das Frauenbad und im Hinterhaus ein Lagerraum für Särge. Gegenüber des Standortes der ehemaligen Synagoge befand sich die Jüdische Schule mit dazugehöriger Lehrerwohnung. Hier befindet sich heute ein Frisörsalon.[1]

Einzelnachweise

  1. Gretje Schreiber, Norder Häuser (XIX): Die Bewohner des Neuen Weges, in: Ostfriesischer Kurier, 17./18. August 1006, S. 12

Siehe auch