Osterkluft: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Die '''Osterkluft''' war die aus dem östlichen Bereich von Norden gebildete [[Kluft]] und damit der alte Ostbezirk der Stadt. In früheren Zeiten bildeten die Kluften die Norder Stadtbezirke und zugleich die Zuständigkeitsbereiche für die einzelnen Pastoreien.
Die '''Osterkluft''' (ostfriesisch: ''Ōsterkluft'') war die aus dem östlichen Bereich von Norden gebildete [[Kluft]] und damit der alte Ostbezirk der Stadt. In früheren Zeiten bildeten die Kluften die Norder Stadtbezirke und zugleich die Zuständigkeitsbereiche für die einzelnen Pastoreien.


== Geschichte ==
== Geschichte ==
Wann genau die Osterkluft gebildet wurde, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Es liegt nahe, dass diese entstand, als die [[Stadt Norden]] immer mehr zu einer wurde und eine Raumordnung erforderlich wurde.
Wann genau die Osterkluft gebildet wurde, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Es liegt nahe, dass diese entstand, als die [[Stadt Norden]] immer mehr zu einer wurde und eine Raumordnung erforderlich wurde.


Der Osterkluft stand vor dem Aufkommen eines geregelten Gemeinwesens der im östlichen Teil des [[Marktplatz|Marktplatzes]] wohnende [[Ostfriesische Häuptlinge|Häuptling]] bzw. Adelige vor. Sein Adelssitz befand sich wohl auf dem Grund des heute auch als [[Gräfliches Haus]] bezeichneten Gebäudes an der östlichen Marktseite.<ref>[https://www.heiko-campen.de/theelachtii.htm Die Geschichte der Theelacht], abgerufen am 7. September 2021</ref> Für die religiösen Belange war der in der [[Osterpastorei]] wohnhafte Pastor der [[Andreaskirche]] bzw. - nach dessen Zerstörung - der [[Ludgerikirche]] zuständig.<ref name=":0">Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 9</ref>
Der Osterkluft stand vor dem Aufkommen eines geregelten Gemeinwesens der im östlichen Teil des [[Marktplatz|Marktplatzes]] wohnende [[Ostfriesische Häuptlinge|Häuptling]] bzw. Adelige vor. Sein Adelssitz befand sich wohl auf dem Grund des heute auch als [[Gräfliches Haus]] bezeichneten Gebäudes an der östlichen Marktseite.<ref>[https://www.heiko-campen.de/theelachtii.htm Die Geschichte der Theelacht], abgerufen am 7. September 2021</ref> Für die religiösen Belange war der in der [[Osterpastorei]] wohnhafte Pastor der [[Andreaskirche]] bzw. nach dessen Zerstörung der [[Ludgerikirche]] zuständig.<ref name=":0">Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 9</ref>


1614 oder 1615 wurden die [[Süderkluft]] und die [[Norderkluft]] organisatorisch in die Osterkluft und die [[Westerkluft]] eingebunden.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 56</ref> 1751 begann man erstmals mit einer [[Hausnummerierung]], die sich anhand der Kluften und [[Rott|Rotten]] orientierte.<ref name=":0" />
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Version vom 7. September 2021, 14:04 Uhr

Die Osterkluft (ostfriesisch: Ōsterkluft) war die aus dem östlichen Bereich von Norden gebildete Kluft und damit der alte Ostbezirk der Stadt. In früheren Zeiten bildeten die Kluften die Norder Stadtbezirke und zugleich die Zuständigkeitsbereiche für die einzelnen Pastoreien.

Geschichte

Wann genau die Osterkluft gebildet wurde, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Es liegt nahe, dass diese entstand, als die Stadt Norden immer mehr zu einer wurde und eine Raumordnung erforderlich wurde.

Der Osterkluft stand vor dem Aufkommen eines geregelten Gemeinwesens der im östlichen Teil des Marktplatzes wohnende Häuptling bzw. Adelige vor. Sein Adelssitz befand sich wohl auf dem Grund des heute auch als Gräfliches Haus bezeichneten Gebäudes an der östlichen Marktseite.[1] Für die religiösen Belange war der in der Osterpastorei wohnhafte Pastor der Andreaskirche bzw. nach dessen Zerstörung der Ludgerikirche zuständig.[2]

1614 oder 1615 wurden die Süderkluft und die Norderkluft organisatorisch in die Osterkluft und die Westerkluft eingebunden.[3] 1751 begann man erstmals mit einer Hausnummerierung, die sich anhand der Kluften und Rotten orientierte.[2]

Einzelnachweise

  1. Die Geschichte der Theelacht, abgerufen am 7. September 2021
  2. 2,0 2,1 Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 9
  3. Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 56

Siehe auch