Motorsportclub Norden: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 21: | Zeile 21: | ||
Der '''Motorsportclub Norden''' (kurz: ''MC Norden'') ist ein im Mai 1949 gegründeter Motorsportclub. Kurz nach dem Krieg gegründet, veranstaltete der Verein schon im September 1949 das erste Aschenbahnrennen auf dem [[Jahnplatz]].<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 48</ref> Als der schwedische Fußballverein ''Nybro Idrottsförening'' am 1. Januar 1951 nach Norden kam, geleitete der MC Norden die Schweden von Georgsheil mit einer feierlich geschmückten Eskorte.<ref>[https://fc-norden.de/fc_norden_geschichte/ Geschichte der Fußballsparte des FC Norden], abgerufen am 15. August 2021</ref> | Der '''Motorsportclub Norden''' (kurz: ''MC Norden'') ist ein im Mai 1949 gegründeter Motorsportclub. Kurz nach dem Krieg gegründet, veranstaltete der Verein schon im September 1949 das erste Aschenbahnrennen auf dem [[Jahnplatz]].<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 48</ref> Als der schwedische Fußballverein ''Nybro Idrottsförening'' am 1. Januar 1951 nach Norden kam, geleitete der MC Norden die Schweden von Georgsheil mit einer feierlich geschmückten Eskorte.<ref>[https://fc-norden.de/fc_norden_geschichte/ Geschichte der Fußballsparte des FC Norden], abgerufen am 15. August 2021</ref> | ||
Später fanden die Rennen des Vereins auf dem Gelände des ehemaligen [[Vertriebenenlager Tidofeld]] statt (dort, wo sich heute die [[Jadestraße]] und die [[Allerstraße]] erstrecken), bis der Verein 1969 bzw. 1970 den Motodrom in Halbemond (zwischen [[Berumerfehnkanal]] und Nadörster Straße) errichtete und schließlich dorthin umzog. Das Stadion gehört heute zu den größten ihrer Art und wurde 1983 abermals erweitert. 1993 stellte der Verein seine Aktivitäten weitestgehend ein.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 100</ref> Bis heute finden nur noch vereinzelt Wettkämpfe am Motodrom statt. | Später fanden die Rennen des Vereins auf dem Gelände des ehemaligen [[Vertriebenenlager Tidofeld]] statt (dort, wo sich heute die [[Jadestraße]] und die [[Allerstraße]] erstrecken), bis der Verein 1969 bzw. 1970 den Motodrom in Halbemond (zwischen [[Berumerfehnkanal]] und Nadörster Straße) errichtete und schließlich dorthin umzog. Das Stadion gehört heute zu den größten ihrer Art und wurde 1983 abermals erweitert. | ||
Im Oktober 1972 fand im Motodrom das erste große internationale Rennen mit einem Länderkampf zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Sowjetunion statt, im September 1983 das Speedway-Weltmeisterschaftsfinale.<ref name=":0" /> Insbesondere im Hinblick auf den Kalten Krieg war das Tournier mit der eigentlich feindlichen UdSSR ein bemerkenswerter Meilenstein für den Verein und die Region. | |||
1993 stellte der Verein seine Aktivitäten weitestgehend ein, was möglicherweise in einer im Juni 1992 gefloppten Veranstaltung lag. Eine Agentur und der kurzlebige Werbe- und Kulturring Norden veranstalten am und im Motodrom ein Open-Air-Festival, das zu einem finanziellen Fiasko wurde.<ref name=":0">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 100</ref> Bis heute finden nur noch vereinzelt Wettkämpfe am Motodrom statt. | |||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||
<references /> | <references /> | ||
Version vom 22. August 2021, 19:34 Uhr
MC Norden | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Gründung | Mai 1949 |
| Auflösung | - |
| Rechtsform | eingetragener Verein (e.V.) |
| Hauptsitz | Nadörster Straße 27
26524 Halbemond |
Der Motorsportclub Norden (kurz: MC Norden) ist ein im Mai 1949 gegründeter Motorsportclub. Kurz nach dem Krieg gegründet, veranstaltete der Verein schon im September 1949 das erste Aschenbahnrennen auf dem Jahnplatz.[1] Als der schwedische Fußballverein Nybro Idrottsförening am 1. Januar 1951 nach Norden kam, geleitete der MC Norden die Schweden von Georgsheil mit einer feierlich geschmückten Eskorte.[2]
Später fanden die Rennen des Vereins auf dem Gelände des ehemaligen Vertriebenenlager Tidofeld statt (dort, wo sich heute die Jadestraße und die Allerstraße erstrecken), bis der Verein 1969 bzw. 1970 den Motodrom in Halbemond (zwischen Berumerfehnkanal und Nadörster Straße) errichtete und schließlich dorthin umzog. Das Stadion gehört heute zu den größten ihrer Art und wurde 1983 abermals erweitert.
Im Oktober 1972 fand im Motodrom das erste große internationale Rennen mit einem Länderkampf zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Sowjetunion statt, im September 1983 das Speedway-Weltmeisterschaftsfinale.[3] Insbesondere im Hinblick auf den Kalten Krieg war das Tournier mit der eigentlich feindlichen UdSSR ein bemerkenswerter Meilenstein für den Verein und die Region.
1993 stellte der Verein seine Aktivitäten weitestgehend ein, was möglicherweise in einer im Juni 1992 gefloppten Veranstaltung lag. Eine Agentur und der kurzlebige Werbe- und Kulturring Norden veranstalten am und im Motodrom ein Open-Air-Festival, das zu einem finanziellen Fiasko wurde.[3] Bis heute finden nur noch vereinzelt Wettkämpfe am Motodrom statt.
Einzelnachweise
- ↑ Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 48
- ↑ Geschichte der Fußballsparte des FC Norden, abgerufen am 15. August 2021
- ↑ 3,0 3,1 Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 100