Heimatverein Norderland: Unterschied zwischen den Versionen
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Unter Führung des Norder Fabrikanten [[Fiepko ten Doornkaat Koolman (1861)|Fiepko ten Doornkaat Koolman]] gründen Norder Bürger am 13. Oktober 1919 den ''Verein für Heimatkunde für den Kreis Norden'', um die Geschichte des [[Norderland|Norderlands]] zu dokumentieren und damit zu bewahren. Ursächlich war vor allem die als ''Auflösungstendenzen'' verstandenen Neuerungen im Alltag durch die ''Goldenen Zwanzigern''. Anders als in den Großstädten verwahrte sich das ländliche Norden weitestgehend der Moderne und besann sich bodenständig auf die Bewahrung und Pflege der ostfriesischen Kultur sowie der niederdeutschen Sprache.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 23</ref> | Unter Führung des Norder Fabrikanten [[Fiepko ten Doornkaat Koolman (1861)|Fiepko ten Doornkaat Koolman]] gründen Norder Bürger am 13. Oktober 1919 den ''Verein für Heimatkunde für den Kreis Norden'', um die Geschichte des [[Norderland|Norderlands]] zu dokumentieren und damit zu bewahren. Ursächlich war vor allem die als ''Auflösungstendenzen'' verstandenen Neuerungen im Alltag durch die ''Goldenen Zwanzigern''. Anders als in den Großstädten verwahrte sich das ländliche Norden weitestgehend der Moderne und besann sich bodenständig auf die Bewahrung und Pflege der ostfriesischen Kultur sowie der niederdeutschen Sprache.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 23</ref> | ||
1940 musste der Verein das Heimatmuseum [[Zweiter Weltkrieg|kriegsbedingt]] schließen. Erst im Dezember 1950 öffnet es mit einer Sonderuasstelung ''Ostfriesische Städtebilder'' wieder seine Pforten. Ein Teil der Gebäudes wird jedoch während der großen Wohnungsknappheit der Nachkriegszeit noch als Wohnraum genutzt.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 60</ref> | |||
Bis heute setzt sich der Verein gemäß Satzung für die ''Förderung der Heimatpflege und Erforschung der Heimatgeschichte'' sowie der ''zukunftsorientierten Förderung von Kultur und Volksbildung, durch Forschung und Vermittlung der Forschungsergebnisse im Bereich der Teekultur und der Volkskunde sowie der Pflege, Bewahrung und Präsentation zu diesen Kulturbereichen''.<ref>[https://www.teemuseum.de/fileadmin/user_upload/Satzung_Heimatverein_Norderland.pdf Satzung des Heimatvereins Norderland], abgerufen am 29. Juli 2021</ref> | Bis heute setzt sich der Verein gemäß Satzung für die ''Förderung der Heimatpflege und Erforschung der Heimatgeschichte'' sowie der ''zukunftsorientierten Förderung von Kultur und Volksbildung, durch Forschung und Vermittlung der Forschungsergebnisse im Bereich der Teekultur und der Volkskunde sowie der Pflege, Bewahrung und Präsentation zu diesen Kulturbereichen''.<ref>[https://www.teemuseum.de/fileadmin/user_upload/Satzung_Heimatverein_Norderland.pdf Satzung des Heimatvereins Norderland], abgerufen am 29. Juli 2021</ref> | ||
Version vom 9. August 2021, 09:43 Uhr
Heimatverein Norderland | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Gründung | 13. Oktober 1919 |
| Auflösung | - |
| Rechtsform | eingetragener Verein (e.V.) |
| Hauptsitz | Am Markt 36
26506 Norden |
Der Heimatverein Norderland (früher: Verein für Heimatkunde für den Kreis Norden) setzt sich seit 1919 für die Bewahrung und Dokumentation der Geschichte des Norderlands ein. Seit 1922 hat er seinen Sitz im Alten Rathaus und betreibt hier das Heimat- und Teemuseum.
Geschichte
Unter Führung des Norder Fabrikanten Fiepko ten Doornkaat Koolman gründen Norder Bürger am 13. Oktober 1919 den Verein für Heimatkunde für den Kreis Norden, um die Geschichte des Norderlands zu dokumentieren und damit zu bewahren. Ursächlich war vor allem die als Auflösungstendenzen verstandenen Neuerungen im Alltag durch die Goldenen Zwanzigern. Anders als in den Großstädten verwahrte sich das ländliche Norden weitestgehend der Moderne und besann sich bodenständig auf die Bewahrung und Pflege der ostfriesischen Kultur sowie der niederdeutschen Sprache.[1]
1940 musste der Verein das Heimatmuseum kriegsbedingt schließen. Erst im Dezember 1950 öffnet es mit einer Sonderuasstelung Ostfriesische Städtebilder wieder seine Pforten. Ein Teil der Gebäudes wird jedoch während der großen Wohnungsknappheit der Nachkriegszeit noch als Wohnraum genutzt.[2]
Bis heute setzt sich der Verein gemäß Satzung für die Förderung der Heimatpflege und Erforschung der Heimatgeschichte sowie der zukunftsorientierten Förderung von Kultur und Volksbildung, durch Forschung und Vermittlung der Forschungsergebnisse im Bereich der Teekultur und der Volkskunde sowie der Pflege, Bewahrung und Präsentation zu diesen Kulturbereichen.[3]
Einzelnachweise
- ↑ Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 23
- ↑ Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 60
- ↑ Satzung des Heimatvereins Norderland, abgerufen am 29. Juli 2021