Westermarscher 9. Rott: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Rott bestand 1823 aus 16 Wohngebäuden, in denen 93 Bewohner gezählt wurden und 1848 aus 16 Wohngebäuden mit 108 Bewohnern bestand. Die Bezeichnung "Gastmarsch" setzt sich wohl zusammen aus "Gast" für [[Geest]] und dem Bestandteil [[Marsch]]. Damit dürfte entweder auf diesen erhöht in der eigentlichen tiefen Marsch befindlichen Ort hingewiesen werden oder aber auf eine mögliche Bodenbeschaffenheit, die sich nicht eindeutig dem [[Geest|Geest-]] oder [[Marsch|Marschboden]] zuordnen lässt.
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Die alte Rotteinteilung entspricht den heutigen Grenzen zwischen den beiden Westermarscher Stadtteilen. Das erste bis vierte Rott bildete [[Westermarsch I]], das fünfte bis neunte Rott [[Westermarsch II]]. Zu jedem Rott gehörte eine bestimmte Anzahl an Bauern mit ihren Ländereien. Dies erklärt die diffus wirkende Grenze.
Die alte Rotteinteilung entspricht den heutigen Grenzen zwischen den beiden Westermarscher Stadtteilen. Das erste bis vierte Rott bildete [[Westermarsch I]], das fünfte bis neunte Rott [[Westermarsch II]]. Zu jedem Rott gehörte eine bestimmte Anzahl an Bauern mit ihren Ländereien. Dies erklärt die diffus wirkende Grenze.
Im Jahr 1639 umfasste das Rott acht [[Herd|Herde]], 1794 wurde es mit dem [[Westermarscher 8. Rott|8. Rott]] zusammengefasst und brachte es auf 15 Herde.<ref>Rack, Eberhard (1967): Besiedlung und Siedlung des Altkreises Norden, Münster, S. 60</ref> Viele Herde fielen in dieser Zeit infolge sozialer Umbrüche durch Seuchen, Sturmfluten und Misswirtschaft wüst.


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Aktuelle Version vom 23. Mai 2022, 18:21 Uhr

Westermarscher 9. Rott

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Basisdaten
Administrativer Stadtteil Westermarsch II
Ungefähre Lage südöstlicher Ortsbereich

Das 9. Westermarscher Rott war das neunte Rott der Westermarsch. Zugleich war es das fünfte Rott der einst selbstständigen Gemeinde Westermarsch II. Hauptsächlich als Gastmarscher Rott bekannt, wurde das Rott erstmals 1553 als in den Gaestermersch urkundlich erfasst. Weitere Bezeichnungen sind Das letzte Westermarscher Rott (1618), Gaster Marscher Rott (1634), Gaster Rott bzw. Gerster Marscher Rott (1645) und Garstermarscher Rott (1650 / 1672 / 1719).[1] Das Gastmarscher Rott befindet sich im südöstlichen Bereich von Westermarsch II.[2] Im weiteren Sinne wird auch der weiter gen Süden laufende Teil als Gastmarsch bezeichnet. Dies hat den Hintergrund, dass die Deichlinie stetig nach Süden verlagerte wurde und das Land dadurch in diese Richtung wuchs.

Das Rott bestand 1823 aus 16 Wohngebäuden, in denen 93 Bewohner gezählt wurden und 1848 aus 16 Wohngebäuden mit 108 Bewohnern bestand.[1] Die Bezeichnung Gastmarsch setzt sich wohl zusammen aus Gast für Geest und dem Bestandteil Marsch. Damit dürfte entweder auf diesen erhöht in der eigentlichen tiefen Marsch befindlichen Ort hingewiesen werden oder aber auf eine mögliche Bodenbeschaffenheit, die sich nicht eindeutig dem Geest- oder Marschboden zuordnen lässt.

Die alte Rotteinteilung entspricht den heutigen Grenzen zwischen den beiden Westermarscher Stadtteilen. Das erste bis vierte Rott bildete Westermarsch I, das fünfte bis neunte Rott Westermarsch II. Zu jedem Rott gehörte eine bestimmte Anzahl an Bauern mit ihren Ländereien. Dies erklärt die diffus wirkende Grenze.

Im Jahr 1639 umfasste das Rott acht Herde, 1794 wurde es mit dem 8. Rott zusammengefasst und brachte es auf 15 Herde.[3] Viele Herde fielen in dieser Zeit infolge sozialer Umbrüche durch Seuchen, Sturmfluten und Misswirtschaft wüst.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Schreiber, Gretje (2011): Historische Flurnamensammlung der Ostfriesischen Landschaft
  2. Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)
  3. Rack, Eberhard (1967): Besiedlung und Siedlung des Altkreises Norden, Münster, S. 60

Siehe auch