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== Geschichte == | == Geschichte == | ||
=== Herkunft des Namens === | === Herkunft des Namens === | ||
Der Name lässt auf eine frühe Befestigung mit Steinen schließen, wobei es sich hierbei vermutlich um Kopfsteinpflaster oder einfache in die Erde gelegte Steine gehandelt haben dürfte. | Der Name lässt auf eine vergleichsweise frühe Befestigung mit Steinen schließen, wobei es sich hierbei vermutlich um Kopfsteinpflaster oder einfache, in die Erde gelegte Steine gehandelt haben dürfte. Befestigte Straßen waren noch bis in das frühe 20. Jahrhundert und teilweise sogar noch bis in die 1970er Jahre eine Seltenheit in vielen Gegenden Ostfrieslands, da es schlichtweg an Geld und natürlichen Vorkommen hierfür mangelte. Befestigt waren nur außerordentlich wichtige Wege, die in erster Linie der Verlegung von Truppen dienten und auch diese waren meist mehr schlecht als recht befestigt. Der Transport von Waren erfolgte deshalb weitestgehend über die unzähligen, das Land durchkreuzende Entwässerungsgräben. | ||
=== Entwicklung === | === Entwicklung === | ||
Auf der deutschen Grundkarte von 1806 ist der Steinweg bereits verzeichnet, weshalb eine wesentlich frühere Erschließung naheliegend ist. In früheren Jahren waren die Bewohner des 4. | Auf der deutschen Grundkarte von 1806 ist der Steinweg bereits verzeichnet, weshalb eine wesentlich frühere Erschließung naheliegend ist. In früheren Jahren waren die Bewohner des 4. Rotts der Ostermarsch zum Unterhalt der Straße verpflichtet.<ref>Schreiber, Gretje (2000): Die Bewohner der Höfe in der Oster-, Hagermarsch und Theener, in: Heim und Herd 11. November 2000, Beilage zum Ostfriesischen Kurier Nr. 9, S. 33 f.</ref> | ||
Mitte 2020 wurde der Steinweg zusammen mit dem Wester Wischer weitestgehend neu gepflastert und befestigt. Zuletzt war die Pflasterung brüchig und der Straßenzustand allgemein schlecht, was vor allem auf den landwirtschaftlichen Verkehr und immer schwerer werdende Ackerschlepper zurückzuführen war. | Mitte 2020 wurde der Steinweg zusammen mit dem Wester Wischer weitestgehend neu gepflastert und befestigt. Zuletzt war die Pflasterung brüchig und der Straßenzustand allgemein schlecht, was vor allem auf den landwirtschaftlichen Verkehr und immer schwerer werdende Ackerschlepper (''Trecker'') und deren nicht minder schweren Anhänger zurückzuführen war. | ||
== Gebäude und Plätze == | == Gebäude und Plätze == | ||
Die Straße besteht aus Gehöften und einigen vereinzelten Häusern. Ansonsten bestimmen landwirtschaftliche Nutzfläche, Stallungen und Windenergieanlagen das Stadtbild. | Die Straße besteht aus Gehöften und einigen vereinzelten Häusern. Ansonsten bestimmen landwirtschaftliche Nutzfläche, Stallungen und Windenergieanlagen das Stadtbild. An der Einmündung zum [[Wester Wischer]] befindet sich ein kleines Wetterschutzhaus, das vor allem von Spaziergängern und Fahrradfahrern genutzt wird. | ||
Neben den noch erhaltenen Höfen befand sich im Winkel zum [[Wester Wischer]] früher die [[Falkenburg]]. Weitere bedeutende Höfe waren [[Groß Kloster]], [[Klein Kloster]], das [[Hof Süderhaus|Süderhaus]] sowie das damit nicht zu verwechselnde [[Süder-Hauß]]. | |||
== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == | ||
Aktuelle Version vom 27. August 2022, 13:34 Uhr
Steinweg | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Stadtteil/-viertel | Ostermarsch |
| Erschließungsjahr | vor 1806 |
| Namensgebung | vor 1806 |
| Historische Namen | unbekannt |
Der Steinweg ist eine Gemeindestraße in Ostermarsch. Die Straße grenzt nordwestlich an die Landstraße und südöstlich an den Wester Wischer. Eine inoffizielle Nebenstraße ist der Lütjeweg. Weitestgehend parallel zum Steinweg verläuft der Schiffsschloot, ein Entwässerungs- und ehemaliger Transportgraben.
Geschichte
Herkunft des Namens
Der Name lässt auf eine vergleichsweise frühe Befestigung mit Steinen schließen, wobei es sich hierbei vermutlich um Kopfsteinpflaster oder einfache, in die Erde gelegte Steine gehandelt haben dürfte. Befestigte Straßen waren noch bis in das frühe 20. Jahrhundert und teilweise sogar noch bis in die 1970er Jahre eine Seltenheit in vielen Gegenden Ostfrieslands, da es schlichtweg an Geld und natürlichen Vorkommen hierfür mangelte. Befestigt waren nur außerordentlich wichtige Wege, die in erster Linie der Verlegung von Truppen dienten und auch diese waren meist mehr schlecht als recht befestigt. Der Transport von Waren erfolgte deshalb weitestgehend über die unzähligen, das Land durchkreuzende Entwässerungsgräben.
Entwicklung
Auf der deutschen Grundkarte von 1806 ist der Steinweg bereits verzeichnet, weshalb eine wesentlich frühere Erschließung naheliegend ist. In früheren Jahren waren die Bewohner des 4. Rotts der Ostermarsch zum Unterhalt der Straße verpflichtet.[1]
Mitte 2020 wurde der Steinweg zusammen mit dem Wester Wischer weitestgehend neu gepflastert und befestigt. Zuletzt war die Pflasterung brüchig und der Straßenzustand allgemein schlecht, was vor allem auf den landwirtschaftlichen Verkehr und immer schwerer werdende Ackerschlepper (Trecker) und deren nicht minder schweren Anhänger zurückzuführen war.
Gebäude und Plätze
Die Straße besteht aus Gehöften und einigen vereinzelten Häusern. Ansonsten bestimmen landwirtschaftliche Nutzfläche, Stallungen und Windenergieanlagen das Stadtbild. An der Einmündung zum Wester Wischer befindet sich ein kleines Wetterschutzhaus, das vor allem von Spaziergängern und Fahrradfahrern genutzt wird.
Neben den noch erhaltenen Höfen befand sich im Winkel zum Wester Wischer früher die Falkenburg. Weitere bedeutende Höfe waren Groß Kloster, Klein Kloster, das Süderhaus sowie das damit nicht zu verwechselnde Süder-Hauß.
Einzelnachweise
- ↑ Schreiber, Gretje (2000): Die Bewohner der Höfe in der Oster-, Hagermarsch und Theener, in: Heim und Herd 11. November 2000, Beilage zum Ostfriesischen Kurier Nr. 9, S. 33 f.