Peter Conerus: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Peter Friedrich Conerus''' (* 1769<ref | '''Peter Friedrich Conerus''' (* 16. Dezember 1769 in Weene; † 19. Juni 1861 in Norden)<ref>Cremer, Ufke (1934): Die Einwohner der Stadt Norden im Jahre 1811, Norden, S. 17</ref><ref name=":0" /> war ein wohlhabender Kaufmann, [[Ratsherr]] und von 1815 bis 1853 [[Liste der Bürgermeister der Stadt Norden|Bürgermeister von Norden]]. Er ist zugleich Begründer der ersten [[Conerus-Schule|Gewerbeschule]] in Norden, die später nach ihm benannt auf den Namen ''[[Conerus-Schule]]'' getauft wurde. Nach ihm sind zudem die ''[[Coneruslohne]]'' und der ''[[Conerusspeicher]]'' benannt. Weiterhin war er spätestens seit 1820 Amtspatron der hiesigen [[Malerzunft]] und der [[Glaserzunft]].<ref name=":1">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 76</ref> | ||
Sein (Ur-)Großvater [[Hermannus Conerus]] war ebenfalls Bürgermeister von Norden.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 60</ref> | Sein (Ur-)Großvater [[Hermannus Conerus]] war ebenfalls Bürgermeister von Norden.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 60</ref> | ||
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Conerus wurde 1769 in Weene, einem Ortsteil der Gemeinde Ihlow, als Sohn von Engelbert Conerus und Anna Catharina Conerus geboren.<ref name=":1" /><ref name=":0">[https://www.geni.com/people/Peter-Conerus/6000000024166650291 Ahnentafel des Peter Conerus], abgerufen am 6. März 2021</ref> | Conerus wurde 1769 in Weene, einem Ortsteil der Gemeinde Ihlow, als Sohn von Engelbert Conerus und Anna Catharina Conerus geboren.<ref name=":1" /><ref name=":0">[https://www.geni.com/people/Peter-Conerus/6000000024166650291 Ahnentafel des Peter Conerus], abgerufen am 6. März 2021</ref> | ||
Wann genau er nach Norden kam und wie er in das Amt als Bürgermeister gelangte, ist nicht bekannt. Sicher ist hingegen, dass er n der Zeit seiner Bürgermeisterschaft die erste berufsbildende Schule im damaligen Königreich Hannover gründete, zu dem Ostfriesland seinerzeit gehörte. 1816 wurden die Heimkehrer des Ostfriesischen Landwehrregiments nach dem Sieg über Napoleon bei der Schlacht von Waterloo von Conerus im [[Vossenhus]] die sogenannte | Wann genau er nach Norden kam und wie er in das Amt als Bürgermeister gelangte, ist nicht bekannt. Sicher ist hingegen, dass er n der Zeit seiner Bürgermeisterschaft die erste berufsbildende Schule im damaligen Königreich Hannover gründete, zu dem Ostfriesland seinerzeit gehörte. 1816 wurden die Heimkehrer des Ostfriesischen Landwehrregiments nach dem Sieg über Napoleon bei der Schlacht von Waterloo von Conerus im [[Vossenhus]] die sogenannte ''Ligny-Fahne'', benannt nach der Schlacht bei Ligny sowie einen symbolischen Lorbeerenkranz für ihren Sieg, überreicht. Die Inschrift lautete ''"Ligny-Waterloo. Den tapferen Söhnen des Vaterlandes zum herzlichen Willkommen"''.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 58</ref> | ||
Im Jahr 1829 wurde diese Schule für die gewerbetreibende Jugend eröffnet. Die Berufsbildende Schule in Norden als Nachfolger dieser Gewerbeschule ist damit eine der ältesten Berufsschulen überhaupt. Im Jahre 2008 wurde die BBS Norden durch den Kreistag des Landkreises Aurich mit dem Namen Conerus-Schule benannt. Auch der denkmalgeschützte [[Conerusspeicher]] an der [[Heringstraße]], ein dreigeschossiges Speichergebäude aus Backsteinen mit originalen Holzbalkendecke, wurde 1808 von ihm erbaut und nach ihm benannt. Die [[Coneruslohne|anliegende Lohne]] wurde später ebenfalls ihm zu Ehren benannt.<ref>[https://www.bbsnorden.de/ Internetseite der BBS Norden], abgerufen am 6. März 2021</ref> | Im Jahr 1829 wurde diese Schule für die gewerbetreibende Jugend eröffnet. Die Berufsbildende Schule in Norden als Nachfolger dieser Gewerbeschule ist damit eine der ältesten Berufsschulen überhaupt. Im Jahre 2008 wurde die BBS Norden durch den Kreistag des Landkreises Aurich mit dem Namen Conerus-Schule benannt. Auch der denkmalgeschützte [[Conerusspeicher]] an der [[Heringstraße]], ein dreigeschossiges Speichergebäude aus Backsteinen mit originalen Holzbalkendecke, wurde 1808 von ihm erbaut und nach ihm benannt. Die [[Coneruslohne|anliegende Lohne]] wurde später ebenfalls ihm zu Ehren benannt.<ref>[https://www.bbsnorden.de/ Internetseite der BBS Norden], abgerufen am 6. März 2021</ref> Er selbst wohnte zudem nur unweit der Lohne am [[Neuer Weg 88|Neuen Weg 88]].<ref>Cremer, Ufke (1938): Die Hausnummern Nordens im Jahre 1812, Norden, S. 1</ref> | ||
Als König Georg V. von Hannover im September 1857 mit seiner Gemahlin zu Besuch in Norden war, ehrte dieser auch Conerus mit seinem Besuch. Den hochbetagten Conerus, so heißt es, habe der Besuch zu Tränen gerührt.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 122</ref> | Als König Georg V. von Hannover im September 1857 mit seiner Gemahlin zu Besuch in Norden war, ehrte dieser auch Conerus mit seinem Besuch. Den hochbetagten Conerus, so heißt es, habe der Besuch zu Tränen gerührt.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 122</ref> | ||
Aktuelle Version vom 22. Dezember 2021, 13:47 Uhr
Peter Friedrich Conerus (* 16. Dezember 1769 in Weene; † 19. Juni 1861 in Norden)[1][2] war ein wohlhabender Kaufmann, Ratsherr und von 1815 bis 1853 Bürgermeister von Norden. Er ist zugleich Begründer der ersten Gewerbeschule in Norden, die später nach ihm benannt auf den Namen Conerus-Schule getauft wurde. Nach ihm sind zudem die Coneruslohne und der Conerusspeicher benannt. Weiterhin war er spätestens seit 1820 Amtspatron der hiesigen Malerzunft und der Glaserzunft.[3]
Sein (Ur-)Großvater Hermannus Conerus war ebenfalls Bürgermeister von Norden.[4]
Leben
Conerus wurde 1769 in Weene, einem Ortsteil der Gemeinde Ihlow, als Sohn von Engelbert Conerus und Anna Catharina Conerus geboren.[3][2]
Wann genau er nach Norden kam und wie er in das Amt als Bürgermeister gelangte, ist nicht bekannt. Sicher ist hingegen, dass er n der Zeit seiner Bürgermeisterschaft die erste berufsbildende Schule im damaligen Königreich Hannover gründete, zu dem Ostfriesland seinerzeit gehörte. 1816 wurden die Heimkehrer des Ostfriesischen Landwehrregiments nach dem Sieg über Napoleon bei der Schlacht von Waterloo von Conerus im Vossenhus die sogenannte Ligny-Fahne, benannt nach der Schlacht bei Ligny sowie einen symbolischen Lorbeerenkranz für ihren Sieg, überreicht. Die Inschrift lautete "Ligny-Waterloo. Den tapferen Söhnen des Vaterlandes zum herzlichen Willkommen".[5]
Im Jahr 1829 wurde diese Schule für die gewerbetreibende Jugend eröffnet. Die Berufsbildende Schule in Norden als Nachfolger dieser Gewerbeschule ist damit eine der ältesten Berufsschulen überhaupt. Im Jahre 2008 wurde die BBS Norden durch den Kreistag des Landkreises Aurich mit dem Namen Conerus-Schule benannt. Auch der denkmalgeschützte Conerusspeicher an der Heringstraße, ein dreigeschossiges Speichergebäude aus Backsteinen mit originalen Holzbalkendecke, wurde 1808 von ihm erbaut und nach ihm benannt. Die anliegende Lohne wurde später ebenfalls ihm zu Ehren benannt.[6] Er selbst wohnte zudem nur unweit der Lohne am Neuen Weg 88.[7]
Als König Georg V. von Hannover im September 1857 mit seiner Gemahlin zu Besuch in Norden war, ehrte dieser auch Conerus mit seinem Besuch. Den hochbetagten Conerus, so heißt es, habe der Besuch zu Tränen gerührt.[8]
Einzelnachweise
- ↑ Cremer, Ufke (1934): Die Einwohner der Stadt Norden im Jahre 1811, Norden, S. 17
- ↑ 2,0 2,1 Ahnentafel des Peter Conerus, abgerufen am 6. März 2021
- ↑ 3,0 3,1 Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 76
- ↑ Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 60
- ↑ Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 58
- ↑ Internetseite der BBS Norden, abgerufen am 6. März 2021
- ↑ Cremer, Ufke (1938): Die Hausnummern Nordens im Jahre 1812, Norden, S. 1
- ↑ Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 122