Weinhaus
Weinhaus | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | vor 1539 | |||||||
| Erbauer | Ludgeri-Kirchengemeinde Norden | |||||||
| Bauweise | Ziegelsteinbau | |||||||
| Erhaltungszustand | erhalten | |||||||
| Genaue Lage | Am Markt 38
26506 Norden | |||||||
Das Weinhaus ist eine ehemalige Gaststätte am Norder Marktplatz. Nach einer Nutzung durch das Finanzamt ging es in die Nutzung der Polizei über, die bis heute Nutzer des Gebäudes ist.
Geschichte
Ursprünglich war das Weinhaus im Besitz der Kirche, die wohl auch Erbauer des Gebäudes ist. 1539 berichtet Ernst Friedrichs von Wicht von einem Unfall am Weinhaus ("ante oenopolium"). Eine Schank- und Gastwirtschaft wird hier zu dieser Zeit bereits betrieben. 1613 verleiht Graf Enno III. das Privilegium, dass alle "Kerzenverkäufe und Commissiones, Actus und Verrichtung", wie auch alle anderen bürgerlichen Zusammenkünfte nirgendwo anders als im Weinhaus abgehalten werden sollten. Auch war das Weinhaus im 16. Jahrhundert Versammlungsort der Theelacht. 1816 wird das Privileg der öffentlichen Verkäufe und Verheuerungen von der hannoverschen Regierung abgelehnt. 1919 wird ein Hotelbetrieb im Weinhaus genehmigt, aber schon einige Jahre später wieder aufgegeben. Das Weinhaus wird umgebaut und das Finanzamt fand dort seine Bleibe. 1992 enthält es Dienststellen der ev.-luth. Kirche und der Kriminalpolizei.[1]
Heute trägt ein Hotel in der Golfstraße ebenfalls diesen Namen. Es steht jedoch in keinem Zusammenhang mit dem ursprünglichen Weinhaus.
Einzelnachweise
- ↑ Schreiber, Gretje (1994): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 104-108