Peter Bourdeaux

Aus Norder Stadtgeschichte
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Peter Bourdeaux (* 1. März 1818 in Emden; † unbekannt) war ein Norder Postbeamter und bediente als solcher die erste Telegraphenstation in Norden.

Leben

Die Familie Bourdeaux stammt, wie der Name bereits erkennen lässt, ursprünglich aus Frankreich. 1687 flohen sie - wie so viele Protestanten (Hugenotten) - aus ihrem Heimatort Soubise, südlich von La Rochelle (Westfrankreich) nach Emden, um der staatlichen Verfolgung und Unterdrückung in ihrem Heimatland zu entgehen. In Emden wurde 1818 schließlich auch Peter Bourdeaux als jüngster Sohn seines gleichnamigen Vaters, einem Krämer und dessen Ehefrau Harme Gerds Gossen oder Gossing geboren. Sein Vater hatte sein Geschäft ursprünglich in Loppersum, war zumindest 1806 als Packhofmeister tätig und konnte sich nach Erlangung des Bürgerrechts von Emden am 23. September 1819 in der blühenden Seehandelsstadt gewerblichen niederlassen.

In Emden wohnte Peter mit seinen Eltern an der Großen Brückstraße, wo sein Vater bald ein Geschäft mit sechs bis zehn Gesellen nebst Lehrlingen führte. In alten Unterlagen findet sich im Jahre 1846 dann jedoch der Hinweis, dass der Vater als Holzstapler tätig war. Ob sein Geschäft in den Konkurs ging, bleibt unklar, liegt aber nahe. Jedenfalls findet sich im Januar 1850 der Hinweis, dass die Familie sich nun in Norden als Manufakturwarenhändler niedergelassen hatte.

Hier verlobte sich Peter mit der Kaufmannstochter Meta Janssen. Aus der Ehe gingen acht Kinder hervor. In Norden erwarb Peter dann auch am 29. November 1850 das Bürgerrecht und ließ sich im Dreyerschen Haus (Neuer Weg/Dammstraße) nieder.

Quellenverzeichnis

  • Bourdeaux, Jürgen (2020): Peter Bourdeaux. Kaufmann und Telegrafist in Norden, Bad Mergentheim (Eigenverlag)

Siehe auch