Haus Löwenstein
Haus Löwenstein | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Entstehungszeit | um 1890 |
| Erbauer | unbekannt |
| Bauweise | verputzer Ziegelsteinbau |
| Erhaltungszustand | erhalten |
| Genaue Lage | Schlachthausstraße 1
26506 Norden |
Das Haus Löwenstein ist ein großes Wohngebäude aus der Zeit um 1890. Wer genau das Gebäude erbaute, ist unklar. Auf einer Postkarte des Hauses, die augenscheinlich um die Jahrhundertwende entstanden ist, ist zu erkennen, dass sich zu dieser Zeit hier das Restaurant Germania des Alb. H. Friedewold
in dem sich bis zu ihrer Ermordung durch die Nationalsozialisten die Schlachterei der jüdischen Familie Löwenstein befand. Zuletzt wurde diese (seit spätestens 1926)[1] von Julius Löwenstein betrieben. An die Familie erinnern heute noch Stolpersteine vor dem Haus.[2]
Damals hatte das Gebäude noch die Hausnummer 18 (oder 19).[3] Mit dem Ausbau des Burggrabens und dem Bau der Neuen Mühlenbrücke änderten sich die Hausnummern. Die damalige Schlachthausstraße 1 wurde nun zum Burggraben 32.
Nach dem Zweiten Weltkrieg waren hier unter anderem die Schlachtereien Schmidt und Klein ansässig. Zudem haben sich hier zeitweise ein Imbiss, ein Restaurant sowie ein Antiquitätenhandel befunden.
In den 1970er Jahren wurde das Gebäude zum Geschensort eines Tötungsdeliktes. Ein Mann erschlug hier einen anderen Mann sowie eine Frau mit einer Axt. Er wurde für seine Tat zu 13 Jahren Haft verurteilt.
Galerie
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Undatierte Aufnahme mit dem Restaurant Germania (wahrscheinlich um 1900).
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Undatierte Aufnahme, eventuell um 1920.
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Aufnahme vom 22. April 1979.
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Aufnahme vom 15. August 2021.
Einzelnachweise
- ↑ Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 363
- ↑ Stolperstein vor seinem ehemaligen Wohnhaus, abgerufen am 11. Februar 2022
- ↑ Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 339