Uldinga

Aus Norder Stadtgeschichte
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Uldinga

Basisdaten
Ersterwähnung 1520
Einflussbereich Ekel
Stammsitz Uldingaburg

Die Uldinga waren ein einflussreiches Norder Häuptlingsgeschlecht, die für das 15. und 16. Jahrhundert nachgewiesen sind.

Geschichte

Im Vergleich mit anderen ostfriesischen Häutplingsgeschlechtern ist die Quellenlage zu den Uldinga sehr dürftig. Als gesichert gilt, dass sie die Uldingaburg im heutigen Stadtteil Ekel errichtet haben und dieser Ort zu ihrem Herrschaftsbereich zählte. Der erste namentlich erwähnte Uldinga ist Bener Uldinga, der 1520 starb.

Wie alle in Norden ansässigen Häutplingsgeschlechter waren auch die Uldinga mit den anderen Geschlechtern verwandt oder verschwägert. Dies sollte vor allem den Frieden wahren. Weitere Verwandtschaftsverhältnisse bestanden mindestens zur Familie "von Jemgum" aus dem gleichnamigen Ort im Landkreis Leer. Für das 16. Jahrhundert ist die Ehe zwischen einer Tochter aus dem Hause Uldinga und einem Sohn der Familie von Jemgum belegt. Die von Jemgum verlegten ihren Familiensitz daraufhin um 1556 auf die Uldingaburg. Daher ist zu vermuten, dass das Geschlecht der Uldinga zu dieser Zeit bereits im Mannesstamm erloschen war.

Bis dahin hatten mehrere Generationen dieser Familie eine führende Stellung in der Norder Kirchengemeinde inne, worauf ihr Sternwappen auf einem Schlussstein des Chors der Ludgerikirche angebracht.[1]

Stammvater der Uldinga dürfte eine Person mit dem Namen "Ulde" oder vergleichbar gewesen sein. Gemäß alter (ost-)friesischer Namensgebung bedeutet die Endung "-nga" (Idzinga, Manninga, ...) soviel wie "aus der Sippe des".

Einzelnachweise

  1. Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 32

Quellenverzeichnis

Siehe auch