Ackerbauschule
Ackerbauschule | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | 1875 (1879) | |||||||
| Erbauer | Stadt Norden | |||||||
| Bauweise | Ziegelsteinbau u.a. | |||||||
| Entwidmung | 1970 | |||||||
| Erhaltungszustand | erhalten | |||||||
| Genaue Lage | Am Markt 19
26506 Norden | |||||||
Die Ackerbauschule war eine von 1875 bis 1970 bestehende Landwirtschaftsschule. Heute befindet sich in dem 1879 errichteten Gebäude das Standesamt.
Geschichte
Laut Gründungsunterlagen wurde die Schule 1875 als "Landwirtschaftliche Winterschule" gegründet, der Volksmund taufte sie jedoch schon bald in "Ackerbauschule" um. Schon um 1850 hatte die Landdrostei in Aurich die Notwendigkeit zur Errichtung einer Fortbildungsschule für Jugendliche in landwirtschaftlichen Berufen erkannt. Sogar beim Innenministerium in Hannover (Ostfriesland gehörte seinerzeit zum Königreich Hannover) erkannte man an, dass eine solche Notwendigkeit besteht und bevorzugte Norden als Standort einer solchen Schule, denn "Norden liege auf der Geest nahe der fruchtbaren Marsch und der Sandboden um Norden werde so ausgezeichnet mit Spaten und Pflug bearbeitet wie sonst nirgends im Königreich Hannover". Ein weiterer Punkt war die Lage nahe der (damals noch wesentlich ausgedehnteren) Heide- und Moorlandschaften, sodass alle wichtigen, heimischen Bodentypen abgedeckt waren.[1]
Sehr für den Aufbau der Schule setzte sich auch Bürgermeister Johann Hillern Taaks ein, der beim Ministerium auch darauf hinwies, dass Norden mit einem Gymnasium und einer Höheren Töchterschule über genügend studierte Lehrkräfte verfügte. Dazu kämen weitere vorgebildete Lehrkräfte der Gewerbeschule.[1] Natürlich gab es auch weitere Schulen, doch waren die Lehrer dort in der Regel nicht akademisch, sondern höchstens in Semiaren vorgebildet. Diese Lehrer bezeichnete man als "Schulmeister".
Am 1. Oktober 1875 begann für die "Landwirtschaftliche Winterschule" schließlich der Schulbetrieb. Mangels eigener Räumlichkeiten fand der Unterricht in den ersten Jahren noch im Ulrichsgymnasium statt. Ab 1879 verfügte die Schule schließlich über ein eigenes Gebäude, nachdem Jan ten Doornkaat Koolman III. gemeinsam mit Bürgermeister Taaks und weiteren Norder Persönlichkeiten das ehemals fürstliche Haus Zur Blauen Pforte erwarb und das bis dahin freistehende Grundstücks links davon der Schule vermachte. Nachfolgend wurde hier für 37.100 Mark das bis heute bestehende Gebäude errichtet.[1] Im Wintersemester 1886 unterrichteten bereits sieben Lehrkräfte an der Schule, davon sechs in Teilzeit. Sie haben wohl hauptberuflich an einer anderen Schule im Stadtgebiet gelehrt.[2]
1899 konnte das Schulgelände durch Ankauf des Reformierten Armenhauses erheblich erweitert werden.
Beschreibung
Schuldirektoren
| Zeitraum | Vollständiger Name |
|---|---|
Schülerzahlen
| Schuljahr | Anzahl |
|---|---|
| 1877 | 28 * |
* davon zwei aus den Niederlanden
Literatur
- Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 128-129