Linteler Mühle
Linteler Mühle | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | vor 1530 | |||||||
| Erbauer | Kloster Marienthal | |||||||
| Bauweise | Bockwindmühle | |||||||
| Erhaltungszustand | 1938 abgebrochen | |||||||
| Genaue Lage | Linteler Straße 42
26506 Norden | |||||||
Die Linteler Mühle war eine Bockwindmühle in Ostlintel. Der Name bezieht sich auf die dortige Lage.
Geschichte
Die Linteler Mühle wurde wahrscheinlich vom Kloster Marienthal als hölzerne Bockwindmühle errichtet. Nach der Säkularisierung (Verweltlichung) des Klosters im Zuge der Reformation fiel die Mühle in den Besitz des Gasthauses, an das der Pächter der Mühle eine jährliche Erbpacht zahlen musste.[1] Zum 14. Januar 1568 vermachte Gräfin Anna die Linteler Mühle dem Ulrichsgymnasium, damit sich die Schule mit den Einkünften aus dem Betrieb der Mühle finanzieren kann.[2] Die Mühle kam durch die Beschlagnahme der Klöstergüter durch Graf Enno II. in den Besitz der Cirksenas.

Nach der Übernahme durch die Schule wurde die Mühle verpachtet, der Erlös kam der Schule lange Zeit zugute.[2] Durch diese Maßnahme wird die Linteler Mühle, im Gegensatz zu den anderen Kornmühlen der Stadt, die ab dem 17. Jahrhundert dem Grafenhaus unmittelbar gehörten, eine Privatmühle.[3] 1720 wurde die Mühle an die Eheleute Cirk Janssen und Bauke Lübben verkauft. Die mit dem Kauf übernommenen Mühlenlasten (Steuern u.a.) von jährlich 29 Gulden und 9 Stübern ließ man dem dem Gasthaus zukommen.[2]
Nach dem Brand der Ständermühle im Jahre 1908 wird die Mühle als Holländerwindmühle mit Windrose und Jalousie wieder aufgebaut. Die Höhe des Mauerwerkes beträgt von der untersten Türschwelle bis zur Oberkante Galerie 9,90 Meter und die Länge der Mühlenflügel 22 Meter.[4] Der Müller Schipper, seit 1911 Besitzer, hat 1925 eine Dieselanlage zur aushilfsweisen Unterstützung des Triebwerkes der Mühle angelegt.1930 kann Schipper den Betrieb aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter führen, sodass die Mühle 1932 zwangsversteigert werden muss und letztlich 1938 abgebrochen wird.[5] Eine Versicherung für Mühle bestand bis zum 1. Juli 1937 fort.[6] Die Teile erwarb ein Müller aus Leer, der damit in seiner Stadt eine neue Mühle errichtete.[7]
Noch viele Jahrzehnte nach der Schließung bestand eine Gaststätte im alten Müllerhaus fort, das ebenfalls den Namen "Linteler Mühle" trug.
Einzelnachweise
- ↑ StAA, Rep. 15, Nr. 9793
- ↑ 2,0 2,1 2,2 Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 16f.
- ↑ StAA, Rep. 6, Nr. 3161 und Rep. 6, Nr. 454
- ↑ StAA, Dep. 71, Nr. 51
- ↑ StAA, Dep. 71, Nr. 51, Dep. 71, Nr. 9, S. 80
- ↑ StAA, Dep. 71, Nr. 387
- ↑ Schreiber, Gretje (2012): Mühlengeschichten in und um Norden, Manuskript