Ufke Cremer: Unterschied zwischen den Versionen
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Nach seiner Pensionierung fasste Cremer seine zahlreichen Forschungen zusammen und veröffentlichte sie, womit er sich selbst ein Denkmal setzte. Die Ostfriesische Landschaft schreibt ihm zu, dass er zu einem Schlag Menschen gehört, "die aus Bescheidenheit ihr Licht unter den Scheffel stellen und eines Anstoßes bedürfen, um ihr Wissen nicht mit sich sterben zu lassen.". | Nach seiner Pensionierung fasste Cremer seine zahlreichen Forschungen zusammen und veröffentlichte sie, womit er sich selbst ein Denkmal setzte. Die Ostfriesische Landschaft schreibt ihm zu, dass er zu einem Schlag Menschen gehört, "die aus Bescheidenheit ihr Licht unter den Scheffel stellen und eines Anstoßes bedürfen, um ihr Wissen nicht mit sich sterben zu lassen.". | ||
Anlässlich der [[700-Jahr-Feier]] der Stadt Norden im Jahre 1955 fasste Cremer seine unzähligen Werke in dem Buch "Norden im Wandel der Zeiten" konzentriert zusammen. Es war sein erstes und einziges Buch, der restliche Teil seiner Ausarbeitungen wurden vor allem in Zeitungen veröffentlicht. Das Buch gilt bis heute als unentbehrliches Standardwerk für die Norder Stadtgeschichte.<ref>Canzler, Gerhard (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, Vorwort</ref> | |||
Cremer wurde auf dem [[Neuer Friedhof|Parkfriedhof]] in [[Ostlintel]] bestattet. An er selben Grabstätte ruhen auch seine Familienmitglieder.<ref>[https://www.grabsteine-ostfriesland.de/grabstein/27814/Ufke-Cremer--Norden-neuer+Friedhof Grab des Ufke Cremer] auf Grabsteine Ostfriesland, abgerufen am 12. April 2021</ref> | Cremer wurde auf dem [[Neuer Friedhof|Parkfriedhof]] in [[Ostlintel]] bestattet. An er selben Grabstätte ruhen auch seine Familienmitglieder.<ref>[https://www.grabsteine-ostfriesland.de/grabstein/27814/Ufke-Cremer--Norden-neuer+Friedhof Grab des Ufke Cremer] auf Grabsteine Ostfriesland, abgerufen am 12. April 2021</ref> | ||
Version vom 24. Mai 2021, 11:34 Uhr
Ufke Cremer (* 30. September 1887 in Timmel; † 16. Oktober 1958 in Norden) war der bedeutendste Heimatforscher unserer Stadt. Seinen jahrzehntelangen Forschungen ist ein großer Teil des Wissens über die Norder Stadtgeschichte zu verdanken. Ihm zu Ehren wurde die Ufke-Cremer-Straße benannt.
Leben
Ufke Cremer wurde als Sohn eines Lehrers in Timmel geboren. Schon bald nach der Geburt zog die Familie jedoch nach Norden, wo Cremer aufwuchs und sein Leben lang bleiben sollte. Nach dem Abitur am Ulrichsgymnasium studierte er Lehramt und wurde 1918 selbst Lehrer an seiner alten Schule. Hier unterrichtete er Geschichte, Latein und Griechisch sowie zu Beginn seiner Laufbahn auch Musik und Geografie.
In den 1920er Jahren begann er, die Norder Geschichte herauszuarbeiten. Seine Stellung als Gymnasiallehrer (Studienrat) ermöglichte es ihm, sich umfangreiche Materialien aus dem Staatsarchiv in Aurich zu leihen. Sein Vorbild war Friedrich Sundermann, der Jahre vor ihm bereits umfangreiche Werke zur Regionalgeschichte verfasste. In den 1930er Jahren war er er unter anderem an der Veröffentlichung des "Ostfriesenwart", des Mitteilungsblattes der ostfriesischen Heimatvereine, beteiligt. Von 1943 bis 1945 war er Mitglied der Ostfriesischen Landschaft.
Gemeinsam mit seiner Frau Lina Cremer hatte er zwei Söhne: Ufke Cremer und Ludwig Cremer. Während sein gleichnamiger Sohn bereits im zweiten Monat des Zweiten Weltkriegs starb, erlag sein jüngerer Sohn im Oktober 1945 an den Folgen einer Kriegsverwundung.
Nach seiner Pensionierung fasste Cremer seine zahlreichen Forschungen zusammen und veröffentlichte sie, womit er sich selbst ein Denkmal setzte. Die Ostfriesische Landschaft schreibt ihm zu, dass er zu einem Schlag Menschen gehört, "die aus Bescheidenheit ihr Licht unter den Scheffel stellen und eines Anstoßes bedürfen, um ihr Wissen nicht mit sich sterben zu lassen.".
Anlässlich der 700-Jahr-Feier der Stadt Norden im Jahre 1955 fasste Cremer seine unzähligen Werke in dem Buch "Norden im Wandel der Zeiten" konzentriert zusammen. Es war sein erstes und einziges Buch, der restliche Teil seiner Ausarbeitungen wurden vor allem in Zeitungen veröffentlicht. Das Buch gilt bis heute als unentbehrliches Standardwerk für die Norder Stadtgeschichte.[1]
Cremer wurde auf dem Parkfriedhof in Ostlintel bestattet. An er selben Grabstätte ruhen auch seine Familienmitglieder.[2]
Einzelnachweise
- ↑ Canzler, Gerhard (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, Vorwort
- ↑ Grab des Ufke Cremer auf Grabsteine Ostfriesland, abgerufen am 12. April 2021
Quellenverzeichnis
- Deeters, Walter (1993): Ostfriesische Landschaft. Biographie des Ufke Cremer, Aurich (Link)