Armenplatz: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K Textersetzung - „circlessss“ durch „circles“
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
Zeile 7: Zeile 7:
| Text = Gebäude in Norddeich
| Text = Gebäude in Norddeich
| center = 53.61171666952571, 7.175427603598445
| center = 53.61171666952571, 7.175427603598445
| circles = 53.61171666952571, 7.175427603598445 : 70
| circles = 53.61171666952571, 7.175427603598445 :70
| zoom = 16
| zoom = 16
| width = 300px
| width = 300px
Zeile 31: Zeile 31:
26506 Norden
26506 Norden
|}
|}
__NOTOC__
Der '''Armenplatz''' (auch: ''[[Gasthaus]] Armenplatz'' bzw. ''Armenplaats'') ist ein heute noch bestehender Hof, der ursprünglich ein [[Vorwerk]] des Norder [[Kloster Marienthal|Klosters Marienthal]] war und maßgeblich der Förderung der Armenpflege diente.
Der '''Armenplatz''' (auch: ''[[Gasthaus]] Armenplatz'' bzw. ''Armenplaats'') ist ein heute noch bestehender Hof, der ursprünglich ein [[Vorwerk]] des Norder [[Kloster Marienthal|Klosters Marienthal]] war und maßgeblich der Förderung der Armenpflege diente.
 
__TOC__
== Geschichte ==
==Geschichte==
Der Hof befand sich im Besitz des [[Kloster Marienthal|Klosters Marienthal]] und entstammt vermutlich einer Schenkung von Grundbesitzern an das Kloster. Dies war in früheren Jahren nicht unüblich. Die Schenkenden erhofften sich dadurch ein besseres Seelenheil nach ihrem Tode. Zum Hof gehörte ein Grundbesitz von etwa 53,75 [[Diemat]], was etwa 306.000 qm entspricht.<ref name=":0" />
Der Hof befand sich im Besitz des [[Kloster Marienthal|Klosters Marienthal]] und entstammt vermutlich einer Schenkung von Grundbesitzern an das Kloster. Dies war in früheren Jahren nicht unüblich. Die Schenkenden erhofften sich dadurch ein besseres Seelenheil nach ihrem Tode. Zum Hof gehörte ein Grundbesitz von etwa 53,75 [[Diemat]], was etwa 306.000 qm entspricht.<ref name=":0" />


Zeile 42: Zeile 41:


Über einen Weg ist der Armenplatz mit dem [[Hof Hattermann]] verbunden. Möglicherweise gehörten beide Höfe in früheren Zeiten zusammen.
Über einen Weg ist der Armenplatz mit dem [[Hof Hattermann]] verbunden. Möglicherweise gehörten beide Höfe in früheren Zeiten zusammen.
==Galerie==
<gallery>
Datei:Kolkpadd Armenplatz 26 06 2022.jpg|Blick vom [[Kolkpadd]] - Aufnahme vom 26. Juni 2022.
</gallery>


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Aktuelle Version vom 28. Juni 2022, 20:19 Uhr

Armenplatz

Die Karte wird geladen …
Basisdaten
Entstehungszeit unbekannt (vor 1527)
Erbauer unbekannt
Bauweise Gulfhof
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Kolkpadd 1

26506 Norden

Der Armenplatz (auch: Gasthaus Armenplatz bzw. Armenplaats) ist ein heute noch bestehender Hof, der ursprünglich ein Vorwerk des Norder Klosters Marienthal war und maßgeblich der Förderung der Armenpflege diente.

Geschichte

Der Hof befand sich im Besitz des Klosters Marienthal und entstammt vermutlich einer Schenkung von Grundbesitzern an das Kloster. Dies war in früheren Jahren nicht unüblich. Die Schenkenden erhofften sich dadurch ein besseres Seelenheil nach ihrem Tode. Zum Hof gehörte ein Grundbesitz von etwa 53,75 Diemat, was etwa 306.000 qm entspricht.[1]

Nachdem das Kloster im Zuge der auch in Norden einkehrenden Reformation säkularisiert (verweltlicht; aufgelöst) wurde, gelangte es in den Besitz des von Gräfin Anna geförderten Gasthauses, das der Armenpflege diente. Aus den Erträgen aus Pacht und Landwirtschaft wurde daher auch weiterhin die Armenpflege finanziert.

Um 1880 gelangte der Hof in Privatbesitz und besteht bis heute in einem weitestgehend ursprünglichen Zustand.[1] Das umliegende Land heißt nach wie vor Armenland. An den Hof erinnert auch heute noch der Straßenname Am Armenplatz, wobei Platz hier nicht im hochdeutschen Sinne für einen Platz im heutigen Sinne gemeint ist, sondern von Plaats, dem niederdeutschen Wort für Hof, abgeleitet wird. Der Hof fällt postalisch jedoch nicht mehr unter diese Anschrift, sondern ist über den Kolkpadd zu erreichen, wo er die Hausnummer 1 trägt.

Über einen Weg ist der Armenplatz mit dem Hof Hattermann verbunden. Möglicherweise gehörten beide Höfe in früheren Zeiten zusammen.

Galerie

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Schreiber, Gretje (2008): Die Höfe in der Lintelermarsch, in: Heim und Herd, Beilage des Ostfriesischen Kurier, Nr. 11, S. 42

Siehe auch