Neuer Weg 109: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 16: Zeile 16:
|-
|-
|Entstehungszeit
|Entstehungszeit
|um 1900
|1906
|-
|-
|Erbauer
|Erbauer
Zeile 31: Zeile 31:
26506 Norden
26506 Norden
|}__NOTOC__
|}__NOTOC__
Am '''Neuen Weg 109''' befindet sich ein denkmalgeschütztes Wohn- und Geschäftshaus aus der Zeit um 1900.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 11. November 2021</ref><ref name=":0">Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 50</ref> Seit 1938 wird das Gebäude gewerblich genutzt und erfuhr verschiedenste Nutzungen. Im genannten Jahr wurde erstmals in der linken Achse ein Schaufenster eingebaut, 1953 auch im rechten Teil. Der heutige Zustand wurde im Wesentlichen im Jahr 1984 hergestellt.<ref name=":0" />
Am '''Neuen Weg 109''' befindet sich ein denkmalgeschütztes Wohn- und Geschäftshaus aus dem Jahr 1906.<ref name=":1">Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 65</ref> Seit 1938 wurde das Gebäude gewerblich genutzt und erfuhr verschiedenste Nutzungen. Im genannten Jahr wurde erstmals in der linken Achse ein Schaufenster eingebaut, 1953 auch im rechten Teil. Der heutige Zustand wurde im Wesentlichen im Jahr 1984 hergestellt.<ref name=":0">Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 50</ref>
 
Ursprünglich gehörte das lange Zeit unbebaute Grundstück 109, wie auch [[Neuer Weg 108|108]], dem jüdischen Kaufmann [[Jacob Joseph Bargerbuhr]], der es 1804 an die [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdische Gemeinde]] veräußerte. Die Familie Bargerbuhr war seit 1752 im Besitz dieses Grundstücks.<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 64</ref> Der Kauf des Grundstücks ermöglichte 1804 den Bau der [[Synagoge]] im rückwärtigen Bereich des Hauses 109, doch schon 1811 oder 1818 wurde das Gebäude an einen Norder Geschäftsmann veräußert. Dieser verkaufte es offenbar an den jüdischen Arzt [[Eduard Pauls|Dr. Eduard Pauls]], der es wiederum 1890 an [[Onno Behrends]] verkaufte.<ref name=":1" /><ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 63</ref>
 
1906 wurde das Grundstück schließlich erstmalig bebaut und auf ihm das bis heute bestehende Gebäude errichtet.<ref name=":1" />


==Galerie==
==Galerie==

Version vom 28. April 2022, 19:41 Uhr

Neuer Weg 109

{{#multimaps: Title = Neuer Weg 109 Text = Gebäude in Norden center = 53.59491097974007, 7.209152640027857 circle = 53.59491097974007, 7.209152640027857 : 10 zoom = 18 width = 300px height = 300px

}}

Basisdaten
Entstehungszeit 1906
Erbauer unbekannt
Bauweise Ziegelsteinbau
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Neuer Weg 109

26506 Norden

Am Neuen Weg 109 befindet sich ein denkmalgeschütztes Wohn- und Geschäftshaus aus dem Jahr 1906.[1] Seit 1938 wurde das Gebäude gewerblich genutzt und erfuhr verschiedenste Nutzungen. Im genannten Jahr wurde erstmals in der linken Achse ein Schaufenster eingebaut, 1953 auch im rechten Teil. Der heutige Zustand wurde im Wesentlichen im Jahr 1984 hergestellt.[2]

Ursprünglich gehörte das lange Zeit unbebaute Grundstück 109, wie auch 108, dem jüdischen Kaufmann Jacob Joseph Bargerbuhr, der es 1804 an die jüdische Gemeinde veräußerte. Die Familie Bargerbuhr war seit 1752 im Besitz dieses Grundstücks.[3] Der Kauf des Grundstücks ermöglichte 1804 den Bau der Synagoge im rückwärtigen Bereich des Hauses 109, doch schon 1811 oder 1818 wurde das Gebäude an einen Norder Geschäftsmann veräußert. Dieser verkaufte es offenbar an den jüdischen Arzt Dr. Eduard Pauls, der es wiederum 1890 an Onno Behrends verkaufte.[1][4]

1906 wurde das Grundstück schließlich erstmalig bebaut und auf ihm das bis heute bestehende Gebäude errichtet.[1]

Galerie

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 65
  2. Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 50
  3. Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 64
  4. Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 63

Siehe auch