Neuer Weg 96: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 19: Zeile 19:
|-
|-
|Erbauer
|Erbauer
|unbekannt
|vermutlich [[Abraham Samson]]
|-
|-
|Bauweise
|Bauweise
Zeile 31: Zeile 31:
26506 Norden
26506 Norden
|} __NOTOC__
|} __NOTOC__
Am '''Neuen Weg 96''' betrieb [[Wilhelm Poppinga]] bereits im 19. Jahrhundert eine Kolonialwarenhandlung.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 273</ref> Um 1900 begann er auch mit Kunstdünger zu handeln. Hierzu ließ er an der [[Große Hinterlohne|Großen Hinterlohne]] einen Schuppen errichten, der später in das Eigentum der Firma [[Doornkaat]] überging. 1931 fusionierte Poppinga mit seinem Schwager [[Rudolf Mennenga]]; der Landwarenhandel [[Mennenga & Poppinga]] war geboren. Als sich 1935 die [[Schokoladenmanufaktur Heddinga]] auflöste, ergab sich die Gelegenheit zum Erwerb des Betriebsgebäudes in unmittelbarer Nähe zum [[Marktplatz]].<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 274</ref>
Am '''Neuen Weg 96''' befand sich bis mindestens 1897 die Getreide- und Viehhandlung von [[Abraham Samson]].<ref name=":0">Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 46</ref> Dieser verkaufte das Gebäude wenig später offenbar an [[Wilhelm Poppinga]], der hier eine Kolonialwarenhandlung betrieb.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 273</ref> Nach dem Verkauf des Gebäudes ließ sich Samson offenbar am [[Neuer Weg 25|Neuen Weg 25]] nieder und richtete dort eine Schlachterei ein.<ref name=":0" />
 
Um 1900 begann Poppinga auch mit Kunstdünger zu handeln. Hierzu ließ er an der [[Große Hinterlohne|Großen Hinterlohne]] einen Schuppen errichten, der später in das Eigentum der Firma [[Doornkaat]] überging. 1931 fusionierte Poppinga mit seinem Schwager [[Rudolf Mennenga]]; der Landwarenhandel [[Mennenga & Poppinga]] war geboren. Als sich 1935 die [[Schokoladenmanufaktur Heddinga]] auflöste, ergab sich die Gelegenheit zum Erwerb des Betriebsgebäudes in unmittelbarer Nähe zum [[Marktplatz]].<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 274</ref>


Das Gebäude stammt im Kern noch aus der Zeit um 1600 und wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts um(ge)baut.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 11. November 2021</ref><ref>Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 45</ref>
Das Gebäude stammt im Kern noch aus der Zeit um 1600 und wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts um(ge)baut.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 11. November 2021</ref><ref>Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 45</ref>

Version vom 28. April 2022, 18:49 Uhr

Neuer Weg 96

{{#multimaps: Title = Neuer Weg 96 Text = Gebäude in Norden center = 53.593900707325005, 7.210146284970853 circle = 53.593900707325005, 7.210146284970853 : 10 zoom = 18 width = 300px height = 300px

}}

Basisdaten
Entstehungszeit um 1875 (um 1600)
Erbauer vermutlich Abraham Samson
Bauweise (verputzter) Ziegelsteinbau
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Neuer Weg 96

26506 Norden

Am Neuen Weg 96 befand sich bis mindestens 1897 die Getreide- und Viehhandlung von Abraham Samson.[1] Dieser verkaufte das Gebäude wenig später offenbar an Wilhelm Poppinga, der hier eine Kolonialwarenhandlung betrieb.[2] Nach dem Verkauf des Gebäudes ließ sich Samson offenbar am Neuen Weg 25 nieder und richtete dort eine Schlachterei ein.[1]

Um 1900 begann Poppinga auch mit Kunstdünger zu handeln. Hierzu ließ er an der Großen Hinterlohne einen Schuppen errichten, der später in das Eigentum der Firma Doornkaat überging. 1931 fusionierte Poppinga mit seinem Schwager Rudolf Mennenga; der Landwarenhandel Mennenga & Poppinga war geboren. Als sich 1935 die Schokoladenmanufaktur Heddinga auflöste, ergab sich die Gelegenheit zum Erwerb des Betriebsgebäudes in unmittelbarer Nähe zum Marktplatz.[3]

Das Gebäude stammt im Kern noch aus der Zeit um 1600 und wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts um(ge)baut.[4][5]

Galerie

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 46
  2. Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 273
  3. Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 274
  4. Liste der Baudenkmale in Norden, abgerufen am 11. November 2021
  5. Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 45

Siehe auch