Jan ten Doornkaat Koolman (1850): Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 5: Zeile 5:
== Leben==
== Leben==
Jan ten Doornkaat Koolman wurde als Sohn von [[Fiepko ten Doornkaat Koolman (1817)|Fiepko ten Doornkaat Koolman]] und [[Friederike ten Doornkaat Koolman|Friederike Caroline Hitjer]] in Norden geboren. Gemeinsam mit seinem Vetter [[Hildebrand ten Doornkaat Koolman]] übernahm er die Geschäftsführung des Familienunternehmens.<ref>[http://www.familie-herlyn.de/webtrees/individual.php?pid=I10610&ged=familie_herlyn.ged Stammbaum der Familie Herlyn], abgerufen am 22. März 2021</ref> Er war verheiratet mit [[Marie ten Doornkaat Koolman|Marie Margarethe Berends]], mit der er zwei Söhne hatte. Der älteste Sohn, [[Fiepko Jans ten Doornkaat Koolman]], trat 1897 in den Familienbetrieb ein.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 77</ref>
Jan ten Doornkaat Koolman wurde als Sohn von [[Fiepko ten Doornkaat Koolman (1817)|Fiepko ten Doornkaat Koolman]] und [[Friederike ten Doornkaat Koolman|Friederike Caroline Hitjer]] in Norden geboren. Gemeinsam mit seinem Vetter [[Hildebrand ten Doornkaat Koolman]] übernahm er die Geschäftsführung des Familienunternehmens.<ref>[http://www.familie-herlyn.de/webtrees/individual.php?pid=I10610&ged=familie_herlyn.ged Stammbaum der Familie Herlyn], abgerufen am 22. März 2021</ref> Er war verheiratet mit [[Marie ten Doornkaat Koolman|Marie Margarethe Berends]], mit der er zwei Söhne hatte. Der älteste Sohn, [[Fiepko Jans ten Doornkaat Koolman]], trat 1897 in den Familienbetrieb ein.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 77</ref>
1879 setzte er sich gemeinsam mit Bürgermeister [[Johann Taaks|Johann Hillern Taaks]] dafür ein, dass die [[Ackerbauschule]] (heute Standesamt) ein eigenes Gebäude bekommt. Hierfür schenkte er ein östlich (links) vom ehemals fürstlichen Haus [[Blaue Pforte|''Blaue Pforte'']] befindliche Grundstück.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 128</ref> Doornkaat hatte das Gebäude nebst Grundstück am 25. Dezember 1877 erworben.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden, Handel und Wandel, Norden, S. 248</ref> Der angrenzende [[Jan-ten-Doornkaat-Koolman-Platz]] wurde später nach ihm benannt.


Nach dem Brand der [[Frisiamühle]] im Jahr 1886, dessen Augenzeuge der amtierende [[Johannes König|Bürgermeister König]] wurde, wurde er als angesehener Bürger der Stadt von diesem mit der Aufstellung einer Feuerwehr beauftragt.<ref name=":0" /> Neben seinem Engagement im Feuerlöschwesen setzte er sich in herausragendem Maße für das Gemeinwohl ein, weshalb ihm der Ehrentitel [[Kommerzienrat]] verliehen wurde.<ref name=":1" /> So erbaute er auch 1894 - anlässlich einer Gewerbeschau - einen Pavillon auf dem [[Blücherplatz]], den er später der Stadt stiftete. Er wurde vor allem als ''[[Musikpavillon]]'' genutzt und als solcher bekannt.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 20f.</ref>
Nach dem Brand der [[Frisiamühle]] im Jahr 1886, dessen Augenzeuge der amtierende [[Johannes König|Bürgermeister König]] wurde, wurde er als angesehener Bürger der Stadt von diesem mit der Aufstellung einer Feuerwehr beauftragt.<ref name=":0" /> Neben seinem Engagement im Feuerlöschwesen setzte er sich in herausragendem Maße für das Gemeinwohl ein, weshalb ihm der Ehrentitel [[Kommerzienrat]] verliehen wurde.<ref name=":1" /> So erbaute er auch 1894 - anlässlich einer Gewerbeschau - einen Pavillon auf dem [[Blücherplatz]], den er später der Stadt stiftete. Er wurde vor allem als ''[[Musikpavillon]]'' genutzt und als solcher bekannt.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 20f.</ref>

Version vom 30. März 2022, 23:42 Uhr

Jan ten Doornkaat Koolman III. in der Uniform des Feuerwehrhauptmanns (1911).
Mit seiner Ehefrau Marie ten Doornkaat Koolman (um 1900).

Jan ten Doornkaat Koolman III. (* 12. November 1850 in Norden; † 29. November 1913 ebenda) war Mitinhaber und Geschäftsführer der Firma Doornkaat sowie Diakon der Norder Mennonitengemeinde. Weiterhin war er von 1886 bis 1912 erster Hauptmann der Norder Feuerwehr.[1] Auch sein Großvater, sein Onkel sowie ein älterer Vetter trugen gemäß der Familientradition bereits diesen Namen. Zur Abgrenzung wird der hier beschriebene Jan in Büchern und Schriften zumeist als Jan III. betitelt, wenngleich er eigentlich der vierte dieses Namen war.

Leben

Jan ten Doornkaat Koolman wurde als Sohn von Fiepko ten Doornkaat Koolman und Friederike Caroline Hitjer in Norden geboren. Gemeinsam mit seinem Vetter Hildebrand ten Doornkaat Koolman übernahm er die Geschäftsführung des Familienunternehmens.[2] Er war verheiratet mit Marie Margarethe Berends, mit der er zwei Söhne hatte. Der älteste Sohn, Fiepko Jans ten Doornkaat Koolman, trat 1897 in den Familienbetrieb ein.[3]

Nach dem Brand der Frisiamühle im Jahr 1886, dessen Augenzeuge der amtierende Bürgermeister König wurde, wurde er als angesehener Bürger der Stadt von diesem mit der Aufstellung einer Feuerwehr beauftragt.[1] Neben seinem Engagement im Feuerlöschwesen setzte er sich in herausragendem Maße für das Gemeinwohl ein, weshalb ihm der Ehrentitel Kommerzienrat verliehen wurde.[4] So erbaute er auch 1894 - anlässlich einer Gewerbeschau - einen Pavillon auf dem Blücherplatz, den er später der Stadt stiftete. Er wurde vor allem als Musikpavillon genutzt und als solcher bekannt.[5]

Auch politisch war ten Doornkaat Koolman aktiv und war über mehrere Jahre Senator.[4] Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde er zudem in den Reichstag gewählt. In dieser Zeit entstand der Spruch Vivat Doornkaat.[6]

Ten Doornkaat Koolman verstarb am 29. November 1913. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem städtischen Friedhof.[4]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Archiv der Feuerwehr Norden, abgerufen am 22. März 2021
  2. Stammbaum der Familie Herlyn, abgerufen am 22. März 2021
  3. Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 77
  4. 4,0 4,1 4,2 Grabsteine Ostfriesland, abgerufen am 22. März 2021
  5. Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 20f.
  6. Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 146

Siehe auch