Neuer Weg 73: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 31: Zeile 31:
26506 Norden
26506 Norden
|} __NOTOC__
|} __NOTOC__
Das '''Haus Neuer Weg 73''' wurde 1938 von [[Heike Hinrichs]] erworben. Gemeinsam mit dem [[Neuer Weg 72|Neuen Weg 72]] befand sich hier bis 1969 das ''Bettenhaus van Stipriaan'', bis 1978 ein Schreibwarengeschäft mit einer Lottostelle.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 172</ref>
Das '''Haus Neuer Weg 73''' wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut, stammt im Kern aber, wie die meisten [[Liste der Häuser am Neuen Weg|Häuser am Neuen Weg]], bereits aus dem 16. Jahrhundert. Ursprünglich handelte es sich um ein typisches eingeschossiges Kaufmannshaus, das in Norden typisch für diese Zeit war, das im 19. Jahrhundert im Vorderbereich zu seiner neuen Fassade und einem weiteren Stockwerk kam.


Erbaut wurde das Gebäude wohl in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, stammt im Kern aber bereits aus dem 16. Jahrhundert. Im Jahre 2000 wurde es grundlegend saniert, nachdem vor allem die Fassade 1959 vollständig verändert wurde. 1996 beauftragte die [[Sparkasse Aurich-Norden]] einen Architekten mit einer historisch gerechteren Umgestaltung, die im Frühjahr 2000 vollendet wurde.<ref>Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 37</ref> Seitdem steht das Gebäude wegen seiner historischen Bedeutung unter Denkmalschutz.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 11. November 2021</ref>
Das sich bis dahin in [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdischem]] Besitz befindliche Gebäude wurde 1938 von [[Heike Hinrichs]] erworben und geschäftlich genutzt. Gemeinsam mit dem [[Neuer Weg 72|Neuen Weg 72]] befand sich hier bis 1969 das ''Bettenhaus van Stipriaan'', bis 1978 ein Schreibwarengeschäft mit einer Lottostelle.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 172</ref>
 
Im Jahre 2000 wurde das Gebäude grundlegend saniert, nachdem vor allem die Fassade 1959 vollständig verändert und denkmalpflegerisch partiell entwertet wurde wurde. 1996 beauftragte die [[Sparkasse Aurich-Norden]] einen Architekten mit einer historisch gerechteren Umgestaltung, die im Frühjahr 2000 vollendet wurde.<ref>Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 37</ref> Seitdem steht das Gebäude wegen seiner historischen Bedeutung unter Denkmalschutz.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 11. November 2021</ref> Bei den Bauarbeiten wurden im Erdgeschoss noch die tyischen Überreste einer Mikwa, einem traditionell-rituellen, jüdischem Bad, gefunden.<ref name=":0">Ostfriesischer Kurier vom 22. Januar 2022, S. 6</ref>
 
Im Januar 2022 wurde bekannt, dass das Gebäude nach einiger Zeit des Stillstands als neuer Geschäftssitz für den Fahrradhandel ''De Fietsenmoaker'' dienen soll, der bis dahin im linken Teil der ''[[Drei Schwestern]]'' ansässig war.<ref name=":0" />


== Galerie ==
== Galerie ==

Version vom 23. Januar 2022, 13:52 Uhr

Neuer Weg 73

{{#multimaps: Title = Neuer Weg 73 Text = Gebäude in Norden center = 53.59229145727837, 7.211792985339963 circle = 53.59229145727837, 7.211792985339963 : 10 zoom = 18 width = 300px height = 300px

}}

Basisdaten
Entstehungszeit um 1825 (16. Jhdt.)
Erbauer unbekannt
Bauweise Ziegelsteinbau u.a.
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Neuer Weg 73

26506 Norden

Das Haus Neuer Weg 73 wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut, stammt im Kern aber, wie die meisten Häuser am Neuen Weg, bereits aus dem 16. Jahrhundert. Ursprünglich handelte es sich um ein typisches eingeschossiges Kaufmannshaus, das in Norden typisch für diese Zeit war, das im 19. Jahrhundert im Vorderbereich zu seiner neuen Fassade und einem weiteren Stockwerk kam.

Das sich bis dahin in jüdischem Besitz befindliche Gebäude wurde 1938 von Heike Hinrichs erworben und geschäftlich genutzt. Gemeinsam mit dem Neuen Weg 72 befand sich hier bis 1969 das Bettenhaus van Stipriaan, bis 1978 ein Schreibwarengeschäft mit einer Lottostelle.[1]

Im Jahre 2000 wurde das Gebäude grundlegend saniert, nachdem vor allem die Fassade 1959 vollständig verändert und denkmalpflegerisch partiell entwertet wurde wurde. 1996 beauftragte die Sparkasse Aurich-Norden einen Architekten mit einer historisch gerechteren Umgestaltung, die im Frühjahr 2000 vollendet wurde.[2] Seitdem steht das Gebäude wegen seiner historischen Bedeutung unter Denkmalschutz.[3] Bei den Bauarbeiten wurden im Erdgeschoss noch die tyischen Überreste einer Mikwa, einem traditionell-rituellen, jüdischem Bad, gefunden.[4]

Im Januar 2022 wurde bekannt, dass das Gebäude nach einiger Zeit des Stillstands als neuer Geschäftssitz für den Fahrradhandel De Fietsenmoaker dienen soll, der bis dahin im linken Teil der Drei Schwestern ansässig war.[4]

Galerie

Einzelnachweise

  1. Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 172
  2. Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 37
  3. Liste der Baudenkmale in Norden, abgerufen am 11. November 2021
  4. 4,0 4,1 Ostfriesischer Kurier vom 22. Januar 2022, S. 6

Siehe auch