Posthalterschaft: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Das '''Posthalterschaft''' war viele Jahre das einzige an der nach ihr benannten [[Posthalterslohne]].
Das '''Posthalterschaft''' war viele Jahre das einzige Gebäude an der nach ihr benannten [[Posthalterslohne]]. Wie der Name bereits erkennen lässt, handelte es sich um eine Posthalterei.


==Geschichte==
==Geschichte==
Die Bewohner des Hauses [[Fräuleinshof 8]] hatten 1821 die Posthalterschaft gekauft, zu der man durch diese Lohne von der [[Westerstraße]] aus von hinten auf den Hof dieses Hauses fahren konnte, an dessen Nordseite ein weiterer Weg direkt auf den Fräuleinshof führte.<ref>Schreiber, Gretje (2000): Norder Häuser, Bewohner Fräuleinshof, Ruthörn und Norddeicher Straße (II), in: Ostfriesischer Kurier 7. Oktober 2000, S. 29</ref> Der Beruf des Posthalters entstammt der Zeit, als es noch keine motorisierte Post gab. Posthalter hielten Postpferde, später auch Kutschen und stellten diese nach vertraglichen Vereinbarungen der Post zum Pferde- und Wagenwechsel zur Verfügung.
Die Bewohner des Hauses [[Fräuleinshof 8]] hatten 1821 die Posthalterschaft gekauft, zu der man durch diese Lohne von der [[Westerstraße]] aus von hinten auf den Hof dieses Hauses fahren konnte, an dessen Nordseite ein weiterer Weg direkt auf den Fräuleinshof führte.<ref>Schreiber, Gretje (2000): Norder Häuser, Bewohner Fräuleinshof, Ruthörn und Norddeicher Straße (II), in: Ostfriesischer Kurier 7. Oktober 2000, S. 29</ref> Der Beruf des Posthalters entstammt der Zeit, als es noch keine motorisierte Post gab. Posthalter hielten Postpferde, später auch Kutschen und stellten diese nach vertraglichen Vereinbarungen der Post zum Pferde- und Wagenwechsel zur Verfügung.
In enger Zusammenarbeit mit dem [[Postamt]] sorgten die Betreiber dafür, dass stets frische Pferde für die Postkutschen nach Georgsheil und Esens zur Verfügung standen, wo die Post jeweils umgeschlagen wurde.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 42</ref> Mit dem Aufkommen des Kraftfahrzeugverkehrs und der Verwendung von motorisierten Postfahrzeugen schlug wahrscheinlich auch das Ende der Posthalterschaft. Ab dem 1. August 1926 wurden die bisherigen einspännigen Kutschen erstmals durch Kraftfahrzeuge ersetzt.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 168</ref><ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 9</ref>


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Version vom 15. September 2021, 18:37 Uhr

Posthalterschaft

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Basisdaten
Entstehungszeit vor 1821
Erbauer unbekannt
Bauweise unbekannt
Erhaltungszustand nach 1926 abgebrochen
Genaue Lage Posthalterslohne 1

26506 Norden

Das Posthalterschaft war viele Jahre das einzige Gebäude an der nach ihr benannten Posthalterslohne. Wie der Name bereits erkennen lässt, handelte es sich um eine Posthalterei.

Geschichte

Die Bewohner des Hauses Fräuleinshof 8 hatten 1821 die Posthalterschaft gekauft, zu der man durch diese Lohne von der Westerstraße aus von hinten auf den Hof dieses Hauses fahren konnte, an dessen Nordseite ein weiterer Weg direkt auf den Fräuleinshof führte.[1] Der Beruf des Posthalters entstammt der Zeit, als es noch keine motorisierte Post gab. Posthalter hielten Postpferde, später auch Kutschen und stellten diese nach vertraglichen Vereinbarungen der Post zum Pferde- und Wagenwechsel zur Verfügung.

In enger Zusammenarbeit mit dem Postamt sorgten die Betreiber dafür, dass stets frische Pferde für die Postkutschen nach Georgsheil und Esens zur Verfügung standen, wo die Post jeweils umgeschlagen wurde.[2] Mit dem Aufkommen des Kraftfahrzeugverkehrs und der Verwendung von motorisierten Postfahrzeugen schlug wahrscheinlich auch das Ende der Posthalterschaft. Ab dem 1. August 1926 wurden die bisherigen einspännigen Kutschen erstmals durch Kraftfahrzeuge ersetzt.[3][4]

Einzelnachweise

  1. Schreiber, Gretje (2000): Norder Häuser, Bewohner Fräuleinshof, Ruthörn und Norddeicher Straße (II), in: Ostfriesischer Kurier 7. Oktober 2000, S. 29
  2. Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 42
  3. Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 168
  4. Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 9

Siehe auch