Zichorienfabrik: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 1: Zeile 1:
'''Zichorienfabriken''' stellten einen Ersatzkaffee aus der Zichorie, einer bis zu 1,25 Meter hochwachsenden Gemüsepflanze her. Noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts war dieses Surrogat ein vor allem bei den ärmeren Bevölkerungsschichten beliebtes Getränk, da viele sich den teureren, echten Kaffee nicht leisten konnten. Teilweise wurde nur ''Kaffee'' aus Zichorien getrunken, teilweise wurde dieser damit gestreckt.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 235</ref>
'''Zichorienfabriken''' stellten einen Ersatzkaffee aus der Zichorie, einer bis zu 1,25 Meter hochwachsenden Gemüsepflanze her. Noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts war dieses Surrogat ein vor allem bei den ärmeren Bevölkerungsschichten beliebtes Getränk, da viele sich den teureren, echten Kaffee nicht leisten konnten. Teilweise wurde nur ''Kaffee'' aus Zichorien getrunken, teilweise wurde dieser damit gestreckt.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 235</ref>
Derartige Fabriken hat es in Norden einige gegeben:
* [[Zichorienfabrik Huhn]]
*[[Zichorienfabrik Koch]]
*[[Zichorienfabrik Meints & Gerdes]]
*[[Zichorienfabrik Otten]]
Auch an der [[Klosterstraße]] soll es eine Zichorienfabrik gegeben haben. Hier wurde 1936 das [[Altes Feuerwehrhaus|(alte) Feuerwehrhaus]] errichtet.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 287</ref>


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
Zeile 5: Zeile 14:
== Siehe auch ==
== Siehe auch ==


* [[Zichorienfabrik Huhn]]
* [[Ekeler Gaste]]
* [[Zichorienfabrik Koch]]
* [[Zichorienfabrik Meints & Gerdes]]
 
* [[Zichorienfabrik Otten]]


[[Kategorie:Begriffserläuterungen]]
[[Kategorie:Begriffserläuterungen]]

Version vom 15. Juli 2021, 21:14 Uhr

Zichorienfabriken stellten einen Ersatzkaffee aus der Zichorie, einer bis zu 1,25 Meter hochwachsenden Gemüsepflanze her. Noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts war dieses Surrogat ein vor allem bei den ärmeren Bevölkerungsschichten beliebtes Getränk, da viele sich den teureren, echten Kaffee nicht leisten konnten. Teilweise wurde nur Kaffee aus Zichorien getrunken, teilweise wurde dieser damit gestreckt.[1]

Derartige Fabriken hat es in Norden einige gegeben:

Auch an der Klosterstraße soll es eine Zichorienfabrik gegeben haben. Hier wurde 1936 das (alte) Feuerwehrhaus errichtet.[2]

Einzelnachweise

  1. Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 235
  2. Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 287

Siehe auch