Horst: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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'''Horst''' ist der Name eines Ortes bzw. [[Flurstück|Flurstückes]] in [[Süderneuland II]]. 1755 wird ein 15 [[Diemat]] großes Grundstück östlich vom [[Norder Tief]] "die große Horst" im Gegensatz zu zwei weiteren Flurstücken "die Kleine Horst" (7 bzw. 5 Diemat) genannt. Die Ländereien waren einst im Besitz des Osterhauses.<ref>StAA, Rep. 237, Bd. 1386, Nr. 4 u. 14</ref> Spätestens ab dem 16. Jahrhundert gehörten sie zur Kirche.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 45</ref>
'''Horst''' ist der Name eines Ortes bzw. [[Flurstück|Flurstückes]] in [[Süderneuland II]]. 1755 wird ein 15 [[Diemat]] großes Grundstück östlich vom [[Norder Tief]] als ''die große Horst'' im Gegensatz zu zwei weiteren Flurstücken mit der Bezeichnung ''die Kleine Horst''" (5 bzw. 7 [[Diemat]]) genannt. Die Ländereien waren einst im Besitz der [[Osterburg]].<ref>StAA, Rep. 237, Bd. 1386, Nr. 4 u. 14</ref> Spätestens ab dem 16. Jahrhundert gehörten sie der Kirche.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 45</ref> Ursprünglich wurden sie als [[Gemeinweide]] genutzt, nachdem der südliche [[Neuer Weg|Neue Weg]] mit seinem [[Hammerk]] wegen der zunehmenden Bebauung nicht mehr zur Verfügung stand.<ref>Rack, Eberhard (1967): Besiedlung und Siedlung des Altkreises Norden, Münster, S. 40f.</ref>


Mit Horst wurden früher in den ostfriesischen Geestgebieten kleine Bodenerhebungen bezeichnet, die nicht selten von Feuchtigkeitsgebieten, wie Mooren, Senken oder Wasserläufen umgeben und mit Bäumen und Gebüsch oder nur mit Buschwerk bestanden waren.<ref>Remmers, Arend (2004): Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Die Siedlungssnamen zwischen Dollart und Jade, Leer, S. 263</ref> Diese einstigen Moorgebiete sind noch heute gut im Landschaftsbild östlich der [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole|Bahnstrecke]] zu erkennen.  
Mit ''Horst'' wurden früher in den ostfriesischen Geestgebieten kleine Bodenerhebungen bezeichnet, die nicht selten von Feuchtigkeitsgebieten, wie Mooren, Senken oder Wasserläufen umgeben und mit Bäumen und Gebüsch oder nur mit Buschwerk bestanden waren.<ref>Remmers, Arend (2004): Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Die Siedlungssnamen zwischen Dollart und Jade, Leer, S. 263</ref> Das urtypische Landschaftsbild ist noch heute gut im Landschaftsbild östlich der [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole|Bahnstrecke]] bei [[Im Horst]] zu erkennen.  


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Version vom 18. Oktober 2021, 13:01 Uhr

Horst

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Basisdaten
Stadtteil/-viertel Süderneuland II
Genaue Lage Im Horst

26506 Norden

Horst ist der Name eines Ortes bzw. Flurstückes in Süderneuland II. 1755 wird ein 15 Diemat großes Grundstück östlich vom Norder Tief als die große Horst im Gegensatz zu zwei weiteren Flurstücken mit der Bezeichnung die Kleine Horst" (5 bzw. 7 Diemat) genannt. Die Ländereien waren einst im Besitz der Osterburg.[1] Spätestens ab dem 16. Jahrhundert gehörten sie der Kirche.[2] Ursprünglich wurden sie als Gemeinweide genutzt, nachdem der südliche Neue Weg mit seinem Hammerk wegen der zunehmenden Bebauung nicht mehr zur Verfügung stand.[3]

Mit Horst wurden früher in den ostfriesischen Geestgebieten kleine Bodenerhebungen bezeichnet, die nicht selten von Feuchtigkeitsgebieten, wie Mooren, Senken oder Wasserläufen umgeben und mit Bäumen und Gebüsch oder nur mit Buschwerk bestanden waren.[4] Das urtypische Landschaftsbild ist noch heute gut im Landschaftsbild östlich der Bahnstrecke bei Im Horst zu erkennen.

Einzelnachweise

  1. StAA, Rep. 237, Bd. 1386, Nr. 4 u. 14
  2. Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 45
  3. Rack, Eberhard (1967): Besiedlung und Siedlung des Altkreises Norden, Münster, S. 40f.
  4. Remmers, Arend (2004): Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Die Siedlungssnamen zwischen Dollart und Jade, Leer, S. 263

Siehe auch