Krankenhaus Norden: Unterschied zwischen den Versionen
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Der im sogenannten [[Gasthaus]] ansässige [[Armenverband Norden]] errichtete das Krankenhaus im | Der im sogenannten [[Gasthaus]] ansässige [[Armenverband Norden]] errichtete das Krankenhaus im Jahre 1913 in der [[Feldstraße]] 10.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 90</ref> Ziel war eine bessere Gesundheitsversorgung der Armen und Kranken in der Stadt zu ermöglichen.<ref name=":0" /> Zuvor befanden sich hier Felder, die namensgebend für die Feldstraße sind und entweder im Eigentum von Anwohnern der [[Norddeicher Straße]] lagen oder dem Armenverband gehörten. Spätestens seit 1899 gab es jedoch bereits eine medizinische Versorgung durch den Armenverband. So sind ein Arzt namens Dr. Harms sowie eine Kapazität von 58 Betten belegt. Es sollen 15 männliche und 18 weibliche Kranke zwischen 32 bis 99 Tagen gepflegt worden sein. Ein Mann und neun Frauen sollen während ihres Aufenthaltes im Hospital verstorben sein.<ref name=":0">Guttstadt, Albert (1900): Krankenhaus-Lexikon für das Deutsche Reich, Berlin, S. 380</ref> | ||
1899 sind ein Arzt namens Dr. Harms sowie eine Kapazität von 58 Betten belegt. Es sollen 15 männliche und 18 weibliche Kranke zwischen 32 bis 99 Tagen gepflegt worden sein. Ein Mann und neun Frauen sollen während ihres Aufenthaltes verstorben sein.<ref name=":0">Guttstadt, Albert (1900): Krankenhaus-Lexikon für das Deutsche Reich, Berlin, S. 380</ref> | |||
Durch einen besonders strengen Winter im Jahr 1929 kommt es zu einer Grippewelle in und um Norden, in deren Folge viele, vor allem ältere Menschen, starben. Das Norder Krankenhaus geriet schnell über seine Kapazitätsgrenzen.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 64</ref> | Durch einen besonders strengen Winter im Jahr 1929 kommt es zu einer Grippewelle in und um Norden, in deren Folge viele, vor allem ältere Menschen, starben. Das Norder Krankenhaus geriet schnell über seine Kapazitätsgrenzen.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 64</ref> | ||
Version vom 2. Juni 2021, 14:46 Uhr
Krankenhaus Norden | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | 1913 | |||||||
| Erbauer | Armenverband Norden | |||||||
| Bauweise | Krankenhaus | |||||||
| Erhaltungszustand | erhalten | |||||||
| Genaue Lage | Feldstraße 10
26506 Norden | |||||||
Das städtische Krankenhaus wurde im 19. Jahrhundert vom Armenverband Norden errichtet und wurde lange Zeit parallel zum Kreiskrankenhaus Norden, damals noch in Hage, betrieben. Heute befindet sich in dem Gebäude der Sitz der Stadtwerke Norden.
Geschichte
Der im sogenannten Gasthaus ansässige Armenverband Norden errichtete das Krankenhaus im Jahre 1913 in der Feldstraße 10.[1] Ziel war eine bessere Gesundheitsversorgung der Armen und Kranken in der Stadt zu ermöglichen.[2] Zuvor befanden sich hier Felder, die namensgebend für die Feldstraße sind und entweder im Eigentum von Anwohnern der Norddeicher Straße lagen oder dem Armenverband gehörten. Spätestens seit 1899 gab es jedoch bereits eine medizinische Versorgung durch den Armenverband. So sind ein Arzt namens Dr. Harms sowie eine Kapazität von 58 Betten belegt. Es sollen 15 männliche und 18 weibliche Kranke zwischen 32 bis 99 Tagen gepflegt worden sein. Ein Mann und neun Frauen sollen während ihres Aufenthaltes im Hospital verstorben sein.[2]
Durch einen besonders strengen Winter im Jahr 1929 kommt es zu einer Grippewelle in und um Norden, in deren Folge viele, vor allem ältere Menschen, starben. Das Norder Krankenhaus geriet schnell über seine Kapazitätsgrenzen.[3]
Nach der Fertigstellung des Kreiskrankenhauses in der Osterstraße 110 im Jahr 1966 wurde das Krankenhaus geschlossen und das Gebäude an die Stadtwerke Norden übergeben, die hier seitdem ihren Hauptsitz haben. In einem im 20. Jahrhundert erbauten (östlichen) Nebenflügel hat das NLWKN einen Nebensitz.
Zuvor gab es im Landkreis Norden einige Zeit zwei parallel arbeitende Krankenhäuser: Ein städtisches und ein kreiseigenes Krankenhaus. Das vorherige Kreiskrankenhaus befand sich in Hage. Hier hat heute ein Alten- und Pflegeheim (Helenenstift) seinen Sitz, eine Außenstelle befand sich auf dem ehemaligen Zeppelin- bzw. Kasernengelände nahe der Stettiner Straße in Hage.