Elefantenhaus: Unterschied zwischen den Versionen
Die Seite wurde neu angelegt: „{| class="wikitable" style="float:right; margin-left: 10px;" ! colspan="2" | ==Elefantenhaus== |- | colspan="2" |{{#multimaps: | Title = Elefantenhaus | Text =…“ |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 16: | Zeile 16: | ||
|- | |- | ||
|Entstehungszeit | |Entstehungszeit | ||
|vor 1595 | |1777 (vor 1595) | ||
|- | |- | ||
|Erbauer | |Erbauer | ||
| | |[[Hermann Jacob Walther]] | ||
|- | |- | ||
|Bauweise | |Bauweise | ||
| | |Ziegelsteinbau | ||
|- | |- | ||
|Erhaltungszustand | |Erhaltungszustand | ||
| Zeile 34: | Zeile 34: | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Erstmals wird das Gebäude im Jahre 1595 urkundlich erwähnt, wenngleich die Bausubstanz wesentlich älter sein dürfte. Das Gebäude war zunächst ein einfaches Ziegelsteinhaus mit zwei Stockwerken. Nach vermutlich anfänger Nutzung als Wohngebäude beherbergte es am 1785 die | Erstmals wird das Gebäude im Jahre 1595 urkundlich erwähnt, wenngleich die Bausubstanz wesentlich älter sein dürfte. Das Gebäude war zunächst ein einfaches Ziegelsteinhaus mit zwei Stockwerken. Nach vermutlich anfänger Nutzung als Wohngebäude beherbergte es am 1785 die Gastwirtschaft ''Zum Elephanten''.<ref name=":0">Pühl, Eberhard (2007): Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland. Backsteinbauten des 15. bis 19. Jahrhunderts, Oldenburg, S. 168</ref> Das an solche genutzte Gebäude wurde 1777 von dem Goldschmied [[Hermann Jacob Walther]] errichtet. Dieser verkaufte das Haus, um aus dem Erlös seinen Lebensabend zu bestreiten.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 95</ref> | ||
1922 erwarb Druckereibesitzer [[Heinrich Soltau]] das Gebäude und ließ es um ein zweites Obergeschoss mit Mansarddach erweitern. Im ersten Obergeschoss ließ er einen Erker anfügen. Am obersten Giebel ließ er einen goldenen Elefanten anbringen, der an die ehemalige Gastwirtschaft erinnern soll.<ref name=":0" /> | 1922 erwarb Druckereibesitzer [[Heinrich Soltau]] das Gebäude und ließ es um ein zweites Obergeschoss mit Mansarddach erweitern. Im ersten Obergeschoss ließ er einen Erker anfügen. Am obersten Giebel ließ er einen goldenen Elefanten anbringen, der an die ehemalige Gastwirtschaft erinnern soll.<ref name=":0" /> | ||
Nach dem Umzug des [[Soltau Kurier Norden]] in das [[Gewerbegebiet Leegemoor]] dient das Gebäude seit 1992 als Apotheke ( | Nach dem Umzug des [[Soltau Kurier Norden]] in das [[Gewerbegebiet Leegemoor]] dient das Gebäude seit 1992 als Apotheke (''Markt-Apotheke''). Die neuen Eigner entfernten die historische, ansehnliche Tür und ersetzten sie durch eine schmucklose, unpassende Glas-/Metalltür.<ref name=":0" /> Im Obergeschoss befinden sich Ferienwohnungen.<ref>[https://www.ferienwohnungen-am-markt-norden.de/ Internetseite der "Ferienwohnungen Am Markt"], abgerufen am 10. Mai 2021</ref> | ||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||
Version vom 2. Juni 2021, 15:10 Uhr
Elefantenhaus | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| {{#multimaps: | Title = Elefantenhaus | Text = Gebäude in Norden | center = 53.594126053130985, 7.204408447816964 | circle = 53.594126053130985, 7.204408447816964 : 15 | zoom = 17 | width = 300px | height = 300px
}} | |
| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | 1777 (vor 1595) | |||||||
| Erbauer | Hermann Jacob Walther | |||||||
| Bauweise | Ziegelsteinbau | |||||||
| Erhaltungszustand | erhalten | |||||||
| Genaue Lage | Am Markt 21
26506 Norden | |||||||
Das Elefantenhaus ist ein denkmalgeschütztes Gebäude am südlichen Marktplatz. Der Name leitet sich von einer ehemaligen Gastwirtschaft ab, an die heute noch ein Elefant am Giebel erinnert.
Geschichte
Erstmals wird das Gebäude im Jahre 1595 urkundlich erwähnt, wenngleich die Bausubstanz wesentlich älter sein dürfte. Das Gebäude war zunächst ein einfaches Ziegelsteinhaus mit zwei Stockwerken. Nach vermutlich anfänger Nutzung als Wohngebäude beherbergte es am 1785 die Gastwirtschaft Zum Elephanten.[1] Das an solche genutzte Gebäude wurde 1777 von dem Goldschmied Hermann Jacob Walther errichtet. Dieser verkaufte das Haus, um aus dem Erlös seinen Lebensabend zu bestreiten.[2]
1922 erwarb Druckereibesitzer Heinrich Soltau das Gebäude und ließ es um ein zweites Obergeschoss mit Mansarddach erweitern. Im ersten Obergeschoss ließ er einen Erker anfügen. Am obersten Giebel ließ er einen goldenen Elefanten anbringen, der an die ehemalige Gastwirtschaft erinnern soll.[1]
Nach dem Umzug des Soltau Kurier Norden in das Gewerbegebiet Leegemoor dient das Gebäude seit 1992 als Apotheke (Markt-Apotheke). Die neuen Eigner entfernten die historische, ansehnliche Tür und ersetzten sie durch eine schmucklose, unpassende Glas-/Metalltür.[1] Im Obergeschoss befinden sich Ferienwohnungen.[3]