Eisenhütte: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 18. Februar 2021, 11:56 Uhr
Eisenhütte | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | 1848 | |||||||
| Erbauer | Julius Meyer | |||||||
| Bauweise | Industriebetrieb | |||||||
| Erhaltungszustand | 1969 abgebrochen | |||||||
| Genaue Lage | Osterstraße 135
26506 Norden | |||||||
Die Eisenhütte war ein überregional bekanntes Norder Eisenwerk mit Sitz in der Osterstraße. Es wurde auf dem Gelände der alten Osterburg gebaut, welche in den Baukomplex mit eingeschlossen wurde. Nach dem Abriss der Eisenhütte und der Osterburg entstand auf dem Gelände ein Bürogebäude und ein Verbrauchermarkt.
Der Begriff "Eisenhütte" ist ein allgemeiner, historischer Begriff für ein Eisenwerk und hat keine Verbindung zu der heute gängigen Definition für "Hütte".
Geschichte
1848 erwarb die Firma Julius Meyer & Co. die Osterburg samt Grundstück und gründete hier die Eisenhütte. Schon bald wurde der Betrieb im Ofen- und Kachelofenbau eine der führenden Eisenwerke Deutschlands und verkaufte ihre Waren auch ins Ausland. Die Norder Eisenhütte war hierbei insbesondere für ihre qualitativ hochwertige und besonders detailreiche Arbeit bekannt. Noch heute werden alte Werke in Museen ausgestellt, da die Produkte der Norder Eisenhütte zu den "Exoten" unter den historischen Gusseisenöfen gehören.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts produzierte die Eisenhütte vor allem Ofentüren, Wärmeröhrentüren und Vorstellplatten, um offene Feuerstellen effizienter bzw. Ofenanlagen für langflammige Brennstoffe auch für den Kohlebrand tauglich zu machen. Seinerzeit wurde vor allem das wesentlich erschwinglichere und leicht verfügbare, aber auch weniger effizientere Torf verheizt.
In einer Versteigerung übernahmen die Norder Senatoren Popke Fegter und Carl Stegmann sowie der Betriebsdirektor Landmann im Jahr 1927 die Eisenhütte.
In den 1960er Jahren ging das Unternehmen nach längeren wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Konkurs und wurde schließlich 1969 abgerissen. Beim Abbruch der Eisenhütte wurde die Osterburg mit abgerissen, da dem Denkmalschutz seinerzeit leider noch keine Bedeutung zugemessen wurde. Heute stehen auf dem alten Betriebsgelände ein Bürogebäude bzw. Mehrparteienhaus sowie ein Verbrauchermarkt.
Quellenverzeichnis
- Internetseite des Deutschen Eisenofenmuseums, abgerufen am 18. Februar 2021
- Jubiläumsausgabe des Ostfriesischen Kuriers (Online-Ausgabe) vom 1. Juli 2017
- Ramm, Heinz / Fegter, Popke (1989): Sein Leben und Wirken im Norderland, Norden, S. 95 - 124
- Auszug aus dem Wirtschaftsarchiv Nord-West-Niedersachsen, abgerufen am 18. Februar 2021