Haus Hasbargen: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Das '''Haus Hasbargen''' wurde 1937 vom Buchhändler [[Focko Hasbargen]] errichtet. Bis heute befindet sich hier eine Buchhandlung mit diesem Namen.  
Das '''Haus Hasbargen''' besteht aus zwei 1937 und 1970 errichteten Gebäuden an der südlichen [[Osterstraße]]. Bekannt ist es (bis) heute vor allem als Sitz der ''Buchhandlung Focko Hasbargen.''


==Geschichte==
==Geschichte==
Vor der Errichtung des heutigen Gebäudes im Jahre 1937 durch Gründer [[Focko Hasbargen]] befand sich hier das Wohnhaus des [[Gerhard Müntinga]], der in Norden und in Ochtersum (Landkreis Leer) Windmühlen betrieb, unter anderem die [[Müntinga'sche Mühle]] am [[Neuer Weg|Neuen Weg]].<ref>[http://www.muehlenland-niedersachsen.de/fileadmin/Muehlenland/Downloads/M%C3%BChlst._51-11.pdf Geschichte der Ochtersumer Turmmühle], abgerufen am 14. Juni 2021</ref><ref>Mühlenbrand-Societät für Ostfriesland und Harlingerland: Nachweisung der bei der Mühlenbrandsocietät versicherten Mühlen und Gebäude, aufgestellt im Oktober 1906</ref> Auch eine Senffabrik, möglicherweise von [[Ubbo Otten]], befand sich hier.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 181</ref><ref>Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0114006.jpg)</ref> Hasbargen hatte bereits 1904 eine Buch-, Kunst-, Musikalien- und Papierhandlung an der [[Osterstraße 152]] gegründet.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 181</ref> Sein Vater [[Gerhard Hasbargen]], ein Optiker, hatte das Haus dort errichtet.<ref>Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 14</ref>
Der heute zusammengehörende Gebäudekomplex gehörte, wie sich auch noch deutlich an der Architektur erkennen lässt, aus zwei voneinander unabhängigen Gebäuden. Das linke, die Nummer 155, war ursprünglich eine [[Zichorienfabrik|Senf- und Zichorienfabrik]] im Besitz von H. Otten.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 181</ref><ref>Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0114006.jpg)</ref> Das einst stattliche Bürgerhaus kam 1937 in den Besitz von [[Focko Hasbargen]], der es abbrechen und neu errichten ließ.<ref name=":1">Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 73</ref> Hasbargen hatte bereits 1904 eine Buch-, Kunst-, Musikalien- und Papierhandlung an der [[Osterstraße 152]] gegründet.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 181</ref> Sein Vater [[Gerhard Hasbargen]], ein Optiker, hatte das Haus dort errichtet.<ref>Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 14</ref>


Die Buchhandlung entwickelte sich schnell zum Hauptanlaufstelle für literarisch Interessierte. Unmittelbar nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] übernahm sein Sohn [[Edzard Hasbargen]] die Buchhandlung bis er diese 1986 an seinen früheren Mitarbeiter [[Heinz Edzards]] in Erbpacht übergab.<ref name=":0" /> Trotz großer Konkurrenz durch das Internet und neue Medien konnte sich die Buchhandlung Hasbargen (zwischenzeitlich Teil der ''LeseZeichen''-Gruppe) bis heute halten.
Das rechte Gebäude war früher das Wohnhaus des Müllers [[Gerhard Müntinga]], der in Norden und in Ochtersum (Landkreis Leer) Windmühlen betrieb, unter anderem die [[Müntinga'sche Mühle]] am [[Neuer Weg|Neuen Weg]].<ref>[http://www.muehlenland-niedersachsen.de/fileadmin/Muehlenland/Downloads/M%C3%BChlst._51-11.pdf Geschichte der Ochtersumer Turmmühle], abgerufen am 14. Juni 2021</ref><ref>Mühlenbrand-Societät für Ostfriesland und Harlingerland: Nachweisung der bei der Mühlenbrandsocietät versicherten Mühlen und Gebäude, aufgestellt im Oktober 1906</ref> Es wurde 1970 von Edzards [[Edzard Hasbargen|Sohn Edzard]] erworben und neu aufgebaut.<ref name=":1" />
 
Die ''Buchhandlung Focko Hasbargen'' entwickelte sich schnell zum Hauptanlaufstelle für literarisch Interessierte. Unmittelbar nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] übernahm sein Sohn [[Edzard Hasbargen]] die Buchhandlung bis er diese 1986 an seinen früheren Mitarbeiter [[Heinz Edzards]] in Erbpacht übergab.<ref name=":0" /> Trotz großer Konkurrenz durch das Internet und neue Medien konnte sich die Buchhandlung Hasbargen (zwischenzeitlich Teil der ''LeseZeichen''-Gruppe) bis heute halten.


==Galerie==
==Galerie==

Version vom 10. Februar 2022, 14:02 Uhr

Haus Hasbargen

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Basisdaten
Entstehungszeit 1937 (links) 1970 (rechts)
Erbauer Focko Hasbargen
Bauweise Ziegelsteinbau u.a.
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Osterstraße 155-156

26506 Norden

Das Haus Hasbargen besteht aus zwei 1937 und 1970 errichteten Gebäuden an der südlichen Osterstraße. Bekannt ist es (bis) heute vor allem als Sitz der Buchhandlung Focko Hasbargen.

Geschichte

Der heute zusammengehörende Gebäudekomplex gehörte, wie sich auch noch deutlich an der Architektur erkennen lässt, aus zwei voneinander unabhängigen Gebäuden. Das linke, die Nummer 155, war ursprünglich eine Senf- und Zichorienfabrik im Besitz von H. Otten.[1][2] Das einst stattliche Bürgerhaus kam 1937 in den Besitz von Focko Hasbargen, der es abbrechen und neu errichten ließ.[3] Hasbargen hatte bereits 1904 eine Buch-, Kunst-, Musikalien- und Papierhandlung an der Osterstraße 152 gegründet.[4] Sein Vater Gerhard Hasbargen, ein Optiker, hatte das Haus dort errichtet.[5]

Das rechte Gebäude war früher das Wohnhaus des Müllers Gerhard Müntinga, der in Norden und in Ochtersum (Landkreis Leer) Windmühlen betrieb, unter anderem die Müntinga'sche Mühle am Neuen Weg.[6][7] Es wurde 1970 von Edzards Sohn Edzard erworben und neu aufgebaut.[3]

Die Buchhandlung Focko Hasbargen entwickelte sich schnell zum Hauptanlaufstelle für literarisch Interessierte. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm sein Sohn Edzard Hasbargen die Buchhandlung bis er diese 1986 an seinen früheren Mitarbeiter Heinz Edzards in Erbpacht übergab.[4] Trotz großer Konkurrenz durch das Internet und neue Medien konnte sich die Buchhandlung Hasbargen (zwischenzeitlich Teil der LeseZeichen-Gruppe) bis heute halten.

Galerie

Einzelnachweise

  1. Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 181
  2. Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0114006.jpg)
  3. 3,0 3,1 Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 73
  4. 4,0 4,1 Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 181
  5. Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 14
  6. Geschichte der Ochtersumer Turmmühle, abgerufen am 14. Juni 2021
  7. Mühlenbrand-Societät für Ostfriesland und Harlingerland: Nachweisung der bei der Mühlenbrandsocietät versicherten Mühlen und Gebäude, aufgestellt im Oktober 1906

Siehe auch