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Wie genau der Name entstanden ist, ist ungewiss.<ref name=":0">Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 69</ref> Sicher ist, dass der Name Kugel für die Warft, auf der das Kugelhaus errichtet wurde, gebraucht wurde. Die am meisten verbreitete Vermutung rührt vom Fund einer Kugel in diesem Bereich, deren Ursprung sich die Bewohner nicht erklären konnten.<ref>Schreiber, Gretje (2010): Höfe in der Westermarsch, in: Heim und Herd 18. September 2010, Beilage Ostfriesischer Kurier Nr. 10, S. 39</ref> Denkbar ist | Wie genau der Name entstanden ist, ist ungewiss.<ref name=":0">Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 69</ref> Sicher ist, dass der Name ''Kugel'' für die Warft, auf der das Kugelhaus errichtet wurde, gebraucht wurde. Die am meisten verbreitete Vermutung rührt vom Fund einer Kugel in diesem Bereich, deren Ursprung sich die Bewohner nicht erklären konnten oder die sich krönend auf dem Dach des Hauses befand.<ref>Schreiber, Gretje (2010): Höfe in der Westermarsch, in: Heim und Herd 18. September 2010, Beilage Ostfriesischer Kurier Nr. 10, S. 39</ref> Diese Kugel soll angeblich in das [[Heimat- und Teemuseum]] verbracht worden sein, doch gibt es hierfür keine Belege. Denkbar - und wesentlich naheliegender - ist, dass die Form der Warft an eine Kugel erinnerte. Die Kugelwarft gehört in jedem Fall zu den ältesten Warften der [[Westermarsch]]. | ||
Der zuletzt als ''Kugelhaus'' bezeichnete, kleine Gulfhof wurde in den 1970er Jahren wegen Baufälligkeit abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.<ref name=":0" /> Das Gebäude wird heute umgangssprachlich auch noch als ''Kugelhaus'' bezeichnet, wenngleich es sich um keinen Hof, sondern ein reines Wohnhaus handelt. | Der zuletzt als ''Kugelhaus'' bezeichnete, kleine Gulfhof wurde in den 1970er Jahren wegen Baufälligkeit abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.<ref name=":0" /> Das Gebäude wird heute umgangssprachlich auch noch als ''Kugelhaus'' bezeichnet, wenngleich es sich um keinen Hof, sondern ein reines Wohnhaus handelt. | ||
Version vom 22. September 2021, 12:34 Uhr
Kugelhaus | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | unbekannt | |||||||
| Erbauer | unbekannt | |||||||
| Bauweise | Gulfhof | |||||||
| Erhaltungszustand | um 1975 abgebrochen | |||||||
| Genaue Lage | Kugelweg 2
26506 Norden | |||||||
Kugelhaus (auch: Kugelhuus) war der Name eines kleinen Gulfhofes auf der Kugelwarft, einer kleinen Warft an der Einmündung zwischen Kugelweg und Neuseedeicher Weg.
Geschichte
Wie genau der Name entstanden ist, ist ungewiss.[1] Sicher ist, dass der Name Kugel für die Warft, auf der das Kugelhaus errichtet wurde, gebraucht wurde. Die am meisten verbreitete Vermutung rührt vom Fund einer Kugel in diesem Bereich, deren Ursprung sich die Bewohner nicht erklären konnten oder die sich krönend auf dem Dach des Hauses befand.[2] Diese Kugel soll angeblich in das Heimat- und Teemuseum verbracht worden sein, doch gibt es hierfür keine Belege. Denkbar - und wesentlich naheliegender - ist, dass die Form der Warft an eine Kugel erinnerte. Die Kugelwarft gehört in jedem Fall zu den ältesten Warften der Westermarsch.
Der zuletzt als Kugelhaus bezeichnete, kleine Gulfhof wurde in den 1970er Jahren wegen Baufälligkeit abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.[1] Das Gebäude wird heute umgangssprachlich auch noch als Kugelhaus bezeichnet, wenngleich es sich um keinen Hof, sondern ein reines Wohnhaus handelt.
Westlich des Kugelhauses gibt es ein unter Naturschutz stehendes Feuchtbiotop, das - entsprechend seiner Lage am Kugelweg bzw. in der Nähe des Kugelhauses - Feuchtbiotop Kugel genannt wird.
Trivia
An der Großen Neustraße 14 gibt es ein kleines Künstleratelier, das auch als Kugelhaus bezeichnet wird, jedoch in keiner Verbindung zum eigentlichen Kugelhaus steht.