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Das '''Haus Spykerboor''' wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts im Stile des Neoklassizismus errichtet. Zuvor befand sich hier ein kleines Giebelhaus, das im Volksmund auch ''Spykerboor'' genannt wurde, da sich an der Frontseite die Abbildung eines Handbohrers befand.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 186</ref> Der Handbohrer war das Zeichen der Tischler und Schlosser. Das heutige Haus ist somit eigentlich nicht mehr der ursprüngliche Spykerboor, wird aber im Volksmund auch weiterhin so genannt. | Das '''Haus Spykerboor''' wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts im Stile des Neoklassizismus errichtet. Zuvor befand sich hier ein kleines Giebelhaus, das im Volksmund auch ''Spykerboor'' genannt wurde, da sich an der Frontseite die Abbildung eines Handbohrers befand.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 186</ref> Der Handbohrer war das Zeichen der Tischler und Schlosser. Das heutige Haus ist somit eigentlich nicht mehr der ursprüngliche Spykerboor, wird aber im Volksmund auch weiterhin so genannt. | ||
1880 erwarb der aus dem Rheiderland stammende [[Ulfert Groenfeld]] den ''Spykerboor'' und gründete hier zunächst eine Getreide-, später eine Wein- und Spirituosenhandlung. | 1880 erwarb der aus dem Rheiderland stammende [[Ulfert Groenfeld]] den ''Spykerboor'' und gründete hier zunächst eine Getreide-, später eine Wein- und Spirituosenhandlung, die er nach sich selbst ''[[U. Groenefeld]]'' benannte. Die Dachgauben mit Flaschenzug erinnern noch heute daran, dass der Großteil der Waren auf dem Dachboden gelagert wurden. Das Unternehmen trug als Markenzeichen einen Handbohrer und die drei goldenen Sporenräder aus dem [[Stadtwappen]].<ref name=":0" /> | ||
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Version vom 14. Juni 2021, 19:10 Uhr
Spykerboor | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | um 1895 | |||||||
| Erbauer | unbekannt | |||||||
| Bauweise | Neoklassizistischer Steinbau | |||||||
| Erhaltungszustand | erhalten | |||||||
| Genaue Lage | Neuer Weg 1
26506 Norden | |||||||
Das Haus Spykerboor wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts im Stile des Neoklassizismus errichtet. Zuvor befand sich hier ein kleines Giebelhaus, das im Volksmund auch Spykerboor genannt wurde, da sich an der Frontseite die Abbildung eines Handbohrers befand.[1] Der Handbohrer war das Zeichen der Tischler und Schlosser. Das heutige Haus ist somit eigentlich nicht mehr der ursprüngliche Spykerboor, wird aber im Volksmund auch weiterhin so genannt.
1880 erwarb der aus dem Rheiderland stammende Ulfert Groenfeld den Spykerboor und gründete hier zunächst eine Getreide-, später eine Wein- und Spirituosenhandlung, die er nach sich selbst U. Groenefeld benannte. Die Dachgauben mit Flaschenzug erinnern noch heute daran, dass der Großteil der Waren auf dem Dachboden gelagert wurden. Das Unternehmen trug als Markenzeichen einen Handbohrer und die drei goldenen Sporenräder aus dem Stadtwappen.[1]
1978 wurde der Unternehmenssitz in das Gewerbegebiet Leegemoor verlagert. Bis 1989 befand sich hier dann das Porzellan- und Kunstgewerbegeschäft Helmut Wysgol. Anschließend befand sich hier der Sitz eines Teegeschäftes.[1] Nach einer umfangreichen Renovierung zog hier ein Bekleidungsgeschäft an.