Fremouthswarf: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Fremouthswarf''' ist der Name einer [[Warft]] in [[Westgaste]]. Der Name setzt sich aus einem Familiennamen (Fremouth) und dem Zusatz -warf für Warft zusammen. Eine Warft ist eine künstlich angelegte Erhöhung zum Schutze vor Sturmfluten. Fälschlicherweise taucht vereinzelt auch der Name "Fremouthswart" auf.


Die '''Fremouthswarf''' ist der Name eines historischen Flurstücks bzw. einer Warft in [[Hollande]]. Der Name setzt sich aus einem Familiennamen und dem Zusatz -warf für Warft, also eine künstlich angelegte Erhöhung zum Schutze vor Sturmfluten, auf der eine Bebauung stattgefunden hat.
==Geschichte==
Im Hypothekenbuch von ca. 1750 wird die [[Warft]] noch ''Freters Warf'' genannt, zu dessen Haus auch viereinhalb [[Diemat]] Land gehört haben soll.<ref>StAA, Rep. 234, Bd. 1377, Nr. 15</ref> Dies entspricht etwa 26.650 Quadratmeter. Der Begriff ''Fremouthswarf'' ist seit 1897 überliefert und seit 1930 als ''[[Westgaste]]-Fremouthswarf'' urkundlich belegt und erfasst. Spätestens seit 1978 ist die Alleinbezeichnung ''Fremouthswarf'' nachgewiesen. Auf der preußischen Grundkarte von ca. 1895 wird die Warft auch als ''Westgaste-Fremouthswarf'' genannt.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Der Name kommt offensichtlich von den früheren Haus- und Warftbewohner, die Fremouth hießen. Die unterschiedliche Schreibweise lässt sich dadurch erklären, dass die Kartografen und Urkundsbeamten die ihnen mündlich zugetragenen Namen in früheren Zeiten so niederschrieben, wie sie es für richtig erachteten.


Im Hypothekenbuch von ca. 1750 wird die Warft noch "Freters Warf" genannt, die neben Haus und Garten auch 4,5 Diemat Land umfasst haben soll. Ein Diemat ist eine alte ostfriesische Flächenbezeichnung. Ein Diemat ist die Fläche, die ein guter Landarbeiter an einem Tag mit der Sense mähen konnte und entspricht etwa 5700 m². Das Land der Freters Warf umfasste somit gut 25.650 m².
Die Fremouthswarf ist bis heute bewohnt, hier befindet sich ein Einfamilienhaus. Die Zufahrt erfolgt von [[Bedmor]], etwa mittig links neben dem dort befindlichen Spielplatz. Die Warft ist gut zu erkennen, da die Zufahrt eine deutliche Steigung aufweist.<ref>Remmers, Arend (2011): Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online-Veröffentlichung, Aurich, S. 26</ref> Neben der Fremouthswarf führt ein Weg zu einem Zugschloot, also einem künstlich angelegten Wassergraben, der der Entwässerung dient. Dieser wird auch [[Freterswarfer Zugschloot]] genannt.
 
Der Begriff "Fremouthswarf" ist seit 1897 überliefert und seit 1930 als Westgaste-Fremouthswarf urkundlich belegt und erfasst. Spätestens seit 1978 ist die Bezeichnung "Fremouthswarf" nachgewiesen.
 
Neben der Fremouthswarf führt ein Weg zu einem Zugschloot, also einem künstlich angelegten Wassergraben, der der Entwässerung dient. Dieser wird auch "Freterswarfer Zugschloot" genannt.
 
Die Warft ist noch heute bebaut. Hier befindet sich ein Einfamilienhaus. Die Zufahrt erfolgt von Bedmor, etwa mittig links neben dem dort befindlichen Spielplatz. Die Warft ist gut zu erkennen, da die Zufahrt eine deutliche Steigung aufweist.<ref>Remmers, Arend (2011): Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online-Veröffentlichung, Aurich, S. 26</ref><ref>Scheuermann, Ulrich (1995): Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle, S. 120</ref>


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==
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==Siehe auch==
==Siehe auch==
*[[Bedomor]]
*[[Westgaste]]
*[[Zur Fremouthswarf]]
*[[Zur Fremouthswarf]]


[[Kategorie:Flurstücke in Norden]]
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]
[[Kategorie:Hollande]]
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]
[[Kategorie:Orte im Stadtgebiet]]
[[Kategorie:Orte in Norden (Stadtteil)]]
[[Kategorie:Westgaste]]

Aktuelle Version vom 22. Mai 2022, 11:13 Uhr

Fremouthswarf

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Basisdaten
Stadtteil/-viertel Westgaste
Genaue Lage Bedmor 20

26506 Norden

Die Fremouthswarf ist der Name einer Warft in Westgaste. Der Name setzt sich aus einem Familiennamen (Fremouth) und dem Zusatz -warf für Warft zusammen. Eine Warft ist eine künstlich angelegte Erhöhung zum Schutze vor Sturmfluten. Fälschlicherweise taucht vereinzelt auch der Name "Fremouthswart" auf.

Geschichte

Im Hypothekenbuch von ca. 1750 wird die Warft noch Freters Warf genannt, zu dessen Haus auch viereinhalb Diemat Land gehört haben soll.[1] Dies entspricht etwa 26.650 Quadratmeter. Der Begriff Fremouthswarf ist seit 1897 überliefert und seit 1930 als Westgaste-Fremouthswarf urkundlich belegt und erfasst. Spätestens seit 1978 ist die Alleinbezeichnung Fremouthswarf nachgewiesen. Auf der preußischen Grundkarte von ca. 1895 wird die Warft auch als Westgaste-Fremouthswarf genannt.[2] Der Name kommt offensichtlich von den früheren Haus- und Warftbewohner, die Fremouth hießen. Die unterschiedliche Schreibweise lässt sich dadurch erklären, dass die Kartografen und Urkundsbeamten die ihnen mündlich zugetragenen Namen in früheren Zeiten so niederschrieben, wie sie es für richtig erachteten.

Die Fremouthswarf ist bis heute bewohnt, hier befindet sich ein Einfamilienhaus. Die Zufahrt erfolgt von Bedmor, etwa mittig links neben dem dort befindlichen Spielplatz. Die Warft ist gut zu erkennen, da die Zufahrt eine deutliche Steigung aufweist.[3] Neben der Fremouthswarf führt ein Weg zu einem Zugschloot, also einem künstlich angelegten Wassergraben, der der Entwässerung dient. Dieser wird auch Freterswarfer Zugschloot genannt.

Einzelnachweise

  1. StAA, Rep. 234, Bd. 1377, Nr. 15
  2. Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)
  3. Remmers, Arend (2011): Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online-Veröffentlichung, Aurich, S. 26

Siehe auch