Kronenburg: Unterschied zwischen den Versionen

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26506 Norden
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Die '''Kronenburg''' war ein Gehöft oder zumindest ein steinernes Gebäude am südlichen Ende der [[Kleine Hinterlohne|Kleinen Hinterlohne]]. Die genaue Bedeutung des Namens ist ungewiss, bezieht sich jedoch möglicherweise auf früher hier siedelnde Kraniche (mittelniederdeutsch: ''kraane, kraan, krôn, kraaneke''; neuniederdeutsch: ''Kroon, Kraneke'').<ref>[https://flurnamen-ostfriesland.de/flurnamenkarte#7.211905111961577/53.594923068332974/18 Schreiber, Gretje (2012): Flurnamensammlung der Ostfriesichen Landschaft], abgerufen am 21. März 2022</ref> Als ''Burg'' bezeichnete man früher nicht nur Burgen im eigentlichen Sinne, sondern auch ganz allgemein befestigte bzw. steinerne Gebäude, die sich von den zumeist ärmlichen Behausungen durch ihre Bauart abhoben.
Die '''Kronenburg''' war ein Gehöft oder zumindest ein steinernes Gebäude an der [[Kleine Hinterlohne|Kleinen Hinterlohne]] 9. Die genaue Bedeutung des Namens ist ungewiss, bezieht sich jedoch möglicherweise auf früher hier siedelnde Kraniche (mittelniederdeutsch: ''kraane, kraan, krôn, kraaneke''; neuniederdeutsch: ''Kroon, Kraneke'').<ref>[https://flurnamen-ostfriesland.de/flurnamenkarte#7.211905111961577/53.594923068332974/18 Schreiber, Gretje (2012): Flurnamensammlung der Ostfriesichen Landschaft], abgerufen am 21. März 2022</ref> Als ''Burg'' bezeichnete man früher nicht nur Burgen im eigentlichen Sinne, sondern auch ganz allgemein befestigte bzw. steinerne Gebäude, die sich von den zumeist ärmlichen Behausungen durch ihre Bauart abhoben.


Die Bezeichnung ''Kronenburg'' taucht erstmalig im Jahre 1686 als [[Flurstück|Flurname]] auf.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeit, Norden, S. 101</ref> 1722 wird ein [[Dirck Harems]] als Steuerpflichtiger genannt.<ref>StAA, Rep. 6, Nr. 602</ref>
Die Bezeichnung ''Kronenburg'' taucht erstmalig im Jahre 1686 als [[Flurstück|Flurname]] auf.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeit, Norden, S. 101</ref> 1722 wird ein [[Dirck Harems]] als Steuerpflichtiger genannt.<ref>StAA, Rep. 6, Nr. 602</ref> Am 17. November 1827 wurde der südliche Teil des Gartens des Anwesens, seinerzeit im Besitz von [[Hinrich Huenerssen]], von der Firma [[Doornkaat]] erworben. Das Grundstück umfasste eine Fläche von 34 x 34 Metern und bereitete die Expansion der seinerzeit noch ausschließlich am [[Neuer Weg|Neuen Weg]] ansässigen Brennerei vor.<ref>Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 25</ref>
 
Zwischen 1827 und 1835 wurde dann auch der Rest des Grundstücks sowie das Gebäude selbst an Doornkaat veräußert. Im letztgenannten Jahr wurde die Kronenburg abgebrochen, auf ihrem Grund sowie in dem südlichen und nördlichen Garten entstanden für 360 Goldtaler eine Arbeiterwohnung, mehrere Lagerräume sowie Viehstallungen, in denen die beim Brennen anfallende Schlempe verfüttert werden konnte.<ref>Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 26</ref> Im Herbst 1879 wurden die restlichen Ländereien der alten Kronenburg, die seinerzeit einem [[Sebastian Müller]] gehört haben sollen, von [[Jan ten Doornkaat Koolman (1850)|Jan ten Doornkaat Koolman III.]] und [[Hildebrand ten Doornkaat Koolman]] erworben. Jan bekam die nördliche Hälfte, Hildebrand die südliche. Letzterer errichtete neben der alten Kronenburg einen stattlichen Pavillon.<ref>Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 51</ref>


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Aktuelle Version vom 22. Mai 2022, 17:02 Uhr

Kronenburg

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Basisdaten
Entstehungszeit vor 1686
Erbauer unbekannt
Bauweise unbekannt
Erhaltungszustand 1835 abgebrochen
Genaue Lage Kleine Hinterlohne 9

26506 Norden

Die Kronenburg war ein Gehöft oder zumindest ein steinernes Gebäude an der Kleinen Hinterlohne 9. Die genaue Bedeutung des Namens ist ungewiss, bezieht sich jedoch möglicherweise auf früher hier siedelnde Kraniche (mittelniederdeutsch: kraane, kraan, krôn, kraaneke; neuniederdeutsch: Kroon, Kraneke).[1] Als Burg bezeichnete man früher nicht nur Burgen im eigentlichen Sinne, sondern auch ganz allgemein befestigte bzw. steinerne Gebäude, die sich von den zumeist ärmlichen Behausungen durch ihre Bauart abhoben.

Die Bezeichnung Kronenburg taucht erstmalig im Jahre 1686 als Flurname auf.[2] 1722 wird ein Dirck Harems als Steuerpflichtiger genannt.[3] Am 17. November 1827 wurde der südliche Teil des Gartens des Anwesens, seinerzeit im Besitz von Hinrich Huenerssen, von der Firma Doornkaat erworben. Das Grundstück umfasste eine Fläche von 34 x 34 Metern und bereitete die Expansion der seinerzeit noch ausschließlich am Neuen Weg ansässigen Brennerei vor.[4]

Zwischen 1827 und 1835 wurde dann auch der Rest des Grundstücks sowie das Gebäude selbst an Doornkaat veräußert. Im letztgenannten Jahr wurde die Kronenburg abgebrochen, auf ihrem Grund sowie in dem südlichen und nördlichen Garten entstanden für 360 Goldtaler eine Arbeiterwohnung, mehrere Lagerräume sowie Viehstallungen, in denen die beim Brennen anfallende Schlempe verfüttert werden konnte.[5] Im Herbst 1879 wurden die restlichen Ländereien der alten Kronenburg, die seinerzeit einem Sebastian Müller gehört haben sollen, von Jan ten Doornkaat Koolman III. und Hildebrand ten Doornkaat Koolman erworben. Jan bekam die nördliche Hälfte, Hildebrand die südliche. Letzterer errichtete neben der alten Kronenburg einen stattlichen Pavillon.[6]

Einzelnachweise

  1. Schreiber, Gretje (2012): Flurnamensammlung der Ostfriesichen Landschaft, abgerufen am 21. März 2022
  2. Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeit, Norden, S. 101
  3. StAA, Rep. 6, Nr. 602
  4. Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 25
  5. Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 26
  6. Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 51

Siehe auch