Eselspfad: Unterschied zwischen den Versionen

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Vor dem Friedhof ist eine [[Gemeindestraße]] in Norden und liegt im Stadtviertel [[Ostlintel]]. Sie grenzt nordwestlich an die [[Linteler Straße]] und südwestlich an [[Am Zingel]], wo sich auch die Zufahrt zum [[Neuer Friedhof | städtischen Friedhof]] befindet, welche auch [[Samson-Allee]] genannt wird.
Der '''Eselspfad''' ist eine [[Gemeindestraße]] in [[Ostlintel]]. Sie grenzt nordwestlich an die [[Linteler Straße]] und südwestlich an [[Am Zingel]], wo sich auch die Zufahrt zum [[Neuer Friedhof |städtischen Friedhof]] befindet, welche auch [[Samson-Allee]] genannt wird. Der Eselspfad ist für den allgemeinen Kraftfahrzeug beidseitig gesperrt, nur Fahrräder und Anlieger dürfen ihn befahren.


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==Geschichte==
=== Herkunft des Namens===
Der Name rührt daher, dass die Norder Bäcker ihre Eselkarren über diesen Pfad zur [[Linteler Mühle]] trieben, um ihr Getreide mahlen zu lassen.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 182</ref> Im Falle der Linteler Mühle wurden diese Esel in der Nähe der Mühle gehalten, was dem Müller Ärger einbrachte, da sich seine Berufskollegen wohl über diesen ''besonderen Service'' ärgerten. So beschwerten sich 1746 die städtischen Müller, dass [[Abraham Huberts]] auf seiner Linteler Mühle drei Esel hielt, auf welchen er bei den Norder Bürgern das Korn aus ihren Häusern abholte und dann wieder hinbrachte.<ref>StAA, Rep. 6, Nr. 3399</ref> Der genaue Ablauf war seinerzeit streng von den [[Bäckerzunft|Zünften]] geregelt, Abweichungen von Reglement wurden nicht toleriert und konnten zum Ausschluss aus der Zunft führen, was dem faktischen Ende der eigenen Erwerbstätigkeit gleich kam, die die Zünfte den Markt und die Preise beherrschten.


== Geschichte ==
===Entwicklung===
Der Straßenverlauf hat sich seit etwa 1895 nicht geändert, wie die preußische Grundkarte aus dieser Zeit veranschaulicht.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref>


=== Herkunft des Namens ===
Noch bis mindestens 1915 befand sich zwischen dem Eselspfad und dem Friedhof ein Entwässerungsgraben, der nicht umfriedet und besonders bei Dunkelheit schwer zu erkennen war. Dadurch kam es dort zu mehreren Unfällen, bei denen Menschen in den Graben fielen. So berichtet der [[Ostfriesischer Kurier|Ostfriesische Kurier]] am 13. Oktober 1915, dass dort abermals eine junge Dame in den Graben gefallen sei und diese nur durch fremde Hilfe gerettet werden konnte.<ref>Ostfriesischer Kurier vom 13. Oktober 1915, S. 3</ref>
1746 beschwerten sich die Müller Nordens, dass sich der Müller Abraham Huberts auf seiner [[Linteler Mühle]] drei Esel hielt, auf welchen er bei den Norder Bürgern das Korn aus ihren Häusern abholte und dann wieder hinbrachte. Aufgrund dieser Esel erhielt die Straße dann ihren Namen.<ref>StAA, Rep. 6, Nr. 3399</ref>


=== Entwicklung ===
==Gebäude und Plätze==
Der Straßenverlauf hat sich seit etwa 1895 nicht geändert, wie die preußische Grundkarte aus dieser Zeit veranschaulicht.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref>
Die Straße besteht ausschließlich aus Wohnhäusern.


== Gebäude und Plätze ==
==Galerie==
Die Straße besteht ausschließlich aus Wohnhäusern.
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Datei:Eselspfad 15052021 01.jpg|Straßenansicht aus Höhe der [[Samson-Allee]].
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== Einzelnachweise ==
==Einzelnachweise==
<references/>
<references />


== Siehe auch ==
==Siehe auch==


*[[Liste der Straßen in Norden]]
*[[Liste der Straßen in Norden]]

Aktuelle Version vom 3. Dezember 2022, 14:00 Uhr

Eselspfad

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Basisdaten
Stadtteil/-viertel Ostlintel
Erschließungsjahr vor 1746
Namensgebung nach 1746
Historische Namen unbekannt

Der Eselspfad ist eine Gemeindestraße in Ostlintel. Sie grenzt nordwestlich an die Linteler Straße und südwestlich an Am Zingel, wo sich auch die Zufahrt zum städtischen Friedhof befindet, welche auch Samson-Allee genannt wird. Der Eselspfad ist für den allgemeinen Kraftfahrzeug beidseitig gesperrt, nur Fahrräder und Anlieger dürfen ihn befahren.

Geschichte

Herkunft des Namens

Der Name rührt daher, dass die Norder Bäcker ihre Eselkarren über diesen Pfad zur Linteler Mühle trieben, um ihr Getreide mahlen zu lassen.[1] Im Falle der Linteler Mühle wurden diese Esel in der Nähe der Mühle gehalten, was dem Müller Ärger einbrachte, da sich seine Berufskollegen wohl über diesen besonderen Service ärgerten. So beschwerten sich 1746 die städtischen Müller, dass Abraham Huberts auf seiner Linteler Mühle drei Esel hielt, auf welchen er bei den Norder Bürgern das Korn aus ihren Häusern abholte und dann wieder hinbrachte.[2] Der genaue Ablauf war seinerzeit streng von den Zünften geregelt, Abweichungen von Reglement wurden nicht toleriert und konnten zum Ausschluss aus der Zunft führen, was dem faktischen Ende der eigenen Erwerbstätigkeit gleich kam, die die Zünfte den Markt und die Preise beherrschten.

Entwicklung

Der Straßenverlauf hat sich seit etwa 1895 nicht geändert, wie die preußische Grundkarte aus dieser Zeit veranschaulicht.[3]

Noch bis mindestens 1915 befand sich zwischen dem Eselspfad und dem Friedhof ein Entwässerungsgraben, der nicht umfriedet und besonders bei Dunkelheit schwer zu erkennen war. Dadurch kam es dort zu mehreren Unfällen, bei denen Menschen in den Graben fielen. So berichtet der Ostfriesische Kurier am 13. Oktober 1915, dass dort abermals eine junge Dame in den Graben gefallen sei und diese nur durch fremde Hilfe gerettet werden konnte.[4]

Gebäude und Plätze

Die Straße besteht ausschließlich aus Wohnhäusern.

Galerie

Einzelnachweise

  1. Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 182
  2. StAA, Rep. 6, Nr. 3399
  3. Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)
  4. Ostfriesischer Kurier vom 13. Oktober 1915, S. 3

Siehe auch