Georg Fegter: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Georg Fegter''' (* 11. Januar 1905 in Norden | '''Dr. jur. Georg Fegter''' (* 11. Januar 1905 in Norden; † 31. Juli 1961 in Norden) war ein Norder Unternehmer ([[Eisenhütte]]) und Heimatforscher. | ||
==Leben== | ==Leben== | ||
Georg Fegter wurde am 11. Januar 1905 als Sohn von [[Popke Fegter]] und dessen [[Maria Fegter|Frau Maria]] in Norden geboren. | Georg Fegter wurde am 11. Januar 1905 als Sohn von [[Popke Fegter]] und dessen [[Maria Fegter|Frau Maria]] in Norden geboren. Im Alter von 19 Jahren absolvierte er das Abitur auf dem [[Ulrichsgymnasium]] und studierte anschließend Jura in Hamburg. Nach den ersten beiden Semestern setzte er sein Studium in Münster fort, legte sein 1. Staatsexamen jedoch in Göttingen ab. Nach kurzem Aufenthalt in Berlin kehrte er nach Göttingen zurück, wo er 1930 seine Dissertation über die ''Grundlagen des materiellen ostfriesischen [[Siel|Sielrechts]]'' fertigte. 1931 ließ er diese vom [[Soltau Kurier Norden]] veröffentlichen.<ref name=":0">Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 24</ref> | ||
Neben seiner Tätigkeit im Unternehmertum verfasste Fegter mehrere Werke zur Heimat- und Regionalliteratur. Seine bekanntesten Werke sind wohl das 1946 erschienene Werk | Fortan assistierte Georg seinem Vater als Justitiar.<ref name=":0" /> Nachdem dieser durch die Nationalsozialisten 1936 der [[Eisenhütte]] enteignet wurde, übernahm er die Geschätsführung und führte die Firma durch die schwierigen Kriegsjahre. Ihm gelang es, die schwächelnde Eisenhütte noch einmal wieder hochbringen, da die Kriegsmarine gußeiserne Teile benötigte. Dann machte das Kriegsende auch dieser Produktion ein Ende und die Firma geriet in wirtschaftliche Not.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Fegter_Popke.pdf Personendatenbank] der Ostfriesischen Landschaft</ref> | ||
Neben seiner Tätigkeit im Unternehmertum verfasste Fegter mehrere Werke zur Heimat- und Regionalliteratur. Seine bekanntesten Werke sind wohl das 1946 erschienene Werk ''Überlegungen zum Rätsel von St. Ludgeri aus dem Bereich der Baubetrachtung'', veröffentlicht in ''Erinnerungsblätter an die 500-Jahr-Feier der Ludgerikirche zu Norden am 16. September 1945'', das vom [[Soltau Kurier Norden]] herausgegeben wurde sowie das Buch aus dem Jahr 1930. | |||
Fegter verstarb am 31. Juli 1961. Seine letzte Ruhestätte ist der Friedhof in Grimersum (Gemeinde Krummhörn), wo bereits seine Eltern bestattet wurden.<ref>[https://www.grabsteine-ostfriesland.de/grabstein/12703/Georg-Fegter--Grimersum Grabsteine Ostfriesland], abgerufen am 23. März 2021</ref> | Fegter verstarb am 31. Juli 1961. Seine letzte Ruhestätte ist der Friedhof in Grimersum (Gemeinde Krummhörn), wo bereits seine Eltern bestattet wurden.<ref>[https://www.grabsteine-ostfriesland.de/grabstein/12703/Georg-Fegter--Grimersum Grabsteine Ostfriesland], abgerufen am 23. März 2021</ref> | ||
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[[Kategorie:Bürger der Stadt Norden]] | [[Kategorie:Bürger der Stadt Norden]] | ||
Aktuelle Version vom 19. April 2022, 20:07 Uhr
Dr. jur. Georg Fegter (* 11. Januar 1905 in Norden; † 31. Juli 1961 in Norden) war ein Norder Unternehmer (Eisenhütte) und Heimatforscher.
Leben
Georg Fegter wurde am 11. Januar 1905 als Sohn von Popke Fegter und dessen Frau Maria in Norden geboren. Im Alter von 19 Jahren absolvierte er das Abitur auf dem Ulrichsgymnasium und studierte anschließend Jura in Hamburg. Nach den ersten beiden Semestern setzte er sein Studium in Münster fort, legte sein 1. Staatsexamen jedoch in Göttingen ab. Nach kurzem Aufenthalt in Berlin kehrte er nach Göttingen zurück, wo er 1930 seine Dissertation über die Grundlagen des materiellen ostfriesischen Sielrechts fertigte. 1931 ließ er diese vom Soltau Kurier Norden veröffentlichen.[1]
Fortan assistierte Georg seinem Vater als Justitiar.[1] Nachdem dieser durch die Nationalsozialisten 1936 der Eisenhütte enteignet wurde, übernahm er die Geschätsführung und führte die Firma durch die schwierigen Kriegsjahre. Ihm gelang es, die schwächelnde Eisenhütte noch einmal wieder hochbringen, da die Kriegsmarine gußeiserne Teile benötigte. Dann machte das Kriegsende auch dieser Produktion ein Ende und die Firma geriet in wirtschaftliche Not.[2]
Neben seiner Tätigkeit im Unternehmertum verfasste Fegter mehrere Werke zur Heimat- und Regionalliteratur. Seine bekanntesten Werke sind wohl das 1946 erschienene Werk Überlegungen zum Rätsel von St. Ludgeri aus dem Bereich der Baubetrachtung, veröffentlicht in Erinnerungsblätter an die 500-Jahr-Feier der Ludgerikirche zu Norden am 16. September 1945, das vom Soltau Kurier Norden herausgegeben wurde sowie das Buch aus dem Jahr 1930.
Fegter verstarb am 31. Juli 1961. Seine letzte Ruhestätte ist der Friedhof in Grimersum (Gemeinde Krummhörn), wo bereits seine Eltern bestattet wurden.[3]
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 24
- ↑ Personendatenbank der Ostfriesischen Landschaft
- ↑ Grabsteine Ostfriesland, abgerufen am 23. März 2021