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Das '''Haus Spykerboor''' (auch: ''De Spiekerboor'') wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts im Stile des Neoklassizismus errichtet. Zuvor befand sich hier ein kleines Giebelhaus aus dem Jahr 1744, das im Volksmund auch ''(Großer) Spykerboor'' genannt wurde, da sich an der Frontseite die Abbildung eines Handbohrers befand.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 186</ref><ref name=":1">Sanders, Adolf (1988): Unsere Stadt hinterm Deich, Norden, S. 18</ref> Der Handbohrer war seinerzeit das Zeichen der Tischler und Schlosser, das Gebäude wurde jedoch von einem Eisenwarenhändler erbaut.<ref name=":1" /> Das heutige Haus ist somit eigentlich nicht mehr der ursprüngliche ''Spykerboor'', wird aber im Volksmund auch weiterhin so genannt. Es steht unter Denkmalschutz.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 11. November 2021</ref> | |||
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==Geschichte== | |||
1880 erwarb der aus dem Rheiderland stammende [[Ulfert Groenefeld]] den ''Spykerboor'' und gründete hier zunächst eine Getreide-, später eine Wein- und Spirituosenhandlung, die er nach sich selbst ''[[U. Groenefeld]]'' benannte. Die Dachgauben mit Flaschenzug erinnern noch heute daran, dass der Großteil der Waren auf dem Dachboden gelagert wurden. Das Unternehmen trug als Markenzeichen einen Handbohrer und die drei goldenen Sporenräder aus dem [[Stadtwappen]].<ref name=":0" /> Gegen Ende des 19. Jahrhunderts ließ er den Bestandsbau abbrechen und von Bauunternehmer [[Johann Wilken]] neu errichten.<ref>Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 17</ref> | |||
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==Trivia== | |||
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==Galerie== | |||
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Datei:Neuer Weg 1 Spykerboor Groenefeld 1934 01.jpg|Innenansicht (1934). | |||
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Datei:Osterstraße Neuer Weg 1 Spykerboor um 1955 01.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1955. | |||
Datei:Neuer Weg 1 - 09032003.jpg|Neuer Weg 1 - Tee-Handels-Haus - Aufnahme vom 9. März 2003. | |||
Datei:Neuer Weg 1 - 26042009.jpg|Neuer Weg 1 - Tee-Handels-Haus - Aufnahme vom 26. April 2009. | |||
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Datei:Neuer Weg 1 - 18092010.jpg|Neuer Weg 1 - Street One - Gesamtansicht - Aufnahme vom 18. September 2010. | |||
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==Einzelnachweise== | |||
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==Siehe auch== | |||
*[[Liste der Häuser am Neuen Weg]] | |||
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]] | |||
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]] | |||
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]] | |||
Aktuelle Version vom 30. August 2022, 18:52 Uhr
Spykerboor | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Entstehungszeit | um 1880 (1744) |
| Erbauer | Ulfert Groenefeld (unbekannt) |
| Bauweise | Neoklassizistischer Steinbau |
| Erhaltungszustand | erhalten |
| Genaue Lage | Neuer Weg 1
26506 Norden |
Das Haus Spykerboor (auch: De Spiekerboor) wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts im Stile des Neoklassizismus errichtet. Zuvor befand sich hier ein kleines Giebelhaus aus dem Jahr 1744, das im Volksmund auch (Großer) Spykerboor genannt wurde, da sich an der Frontseite die Abbildung eines Handbohrers befand.[1][2] Der Handbohrer war seinerzeit das Zeichen der Tischler und Schlosser, das Gebäude wurde jedoch von einem Eisenwarenhändler erbaut.[2] Das heutige Haus ist somit eigentlich nicht mehr der ursprüngliche Spykerboor, wird aber im Volksmund auch weiterhin so genannt. Es steht unter Denkmalschutz.[3]
Geschichte
1880 erwarb der aus dem Rheiderland stammende Ulfert Groenefeld den Spykerboor und gründete hier zunächst eine Getreide-, später eine Wein- und Spirituosenhandlung, die er nach sich selbst U. Groenefeld benannte. Die Dachgauben mit Flaschenzug erinnern noch heute daran, dass der Großteil der Waren auf dem Dachboden gelagert wurden. Das Unternehmen trug als Markenzeichen einen Handbohrer und die drei goldenen Sporenräder aus dem Stadtwappen.[1] Gegen Ende des 19. Jahrhunderts ließ er den Bestandsbau abbrechen und von Bauunternehmer Johann Wilken neu errichten.[4]
1978 wurde der Unternehmenssitz in das Gewerbegebiet Leegemoor verlagert. Bis 1989 befand sich hier dann das Porzellan- und Kunstgewerbegeschäft Helmut Wysgol. Anschließend befand sich hier der Sitz eines Teegeschäftes.[1] Nach einer umfangreichen Renovierung zog hier ein Bekleidungsgeschäft an.
Trivia
Nach alter Hausnummerierung trug das Gebäude ursprünglich die Nr. 60.[5]
Galerie
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Undatierte Aufnahme, eventuell um 1920.
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Innenansicht (1934).
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Blick in den Neuen Weg von der Osterstraße (vermutlich um 1930).
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Aufnahme aus der Zeit um 1955.
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Neuer Weg 1 - Tee-Handels-Haus - Aufnahme vom 9. März 2003.
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Neuer Weg 1 - Tee-Handels-Haus - Aufnahme vom 26. April 2009.
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Neuer Weg 1 - Street One - Seitenansicht - Aufnahme vom 13. Juni 2010.
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Neuer Weg 1 - Street One - Gesamtansicht - Aufnahme vom 18. September 2010.
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 186
- ↑ 2,0 2,1 Sanders, Adolf (1988): Unsere Stadt hinterm Deich, Norden, S. 18
- ↑ Liste der Baudenkmale in Norden, abgerufen am 11. November 2021
- ↑ Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 17
- ↑ Cremer, Ufke (1938): Kontrollverzeichnis der Stadt Norden von 1812, Norden, S. 1