Haus Eilers: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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==Haus Eilers==
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Das '''Haus Eilers''' befindet sich in der [[Osterstraße]] 12-13 und wurde 1982 auf dem Grund zweier älterer Vorgängerbauten errichtet. Bekannt ist es als Sitz des Juweliers und Uhrmachers ''Eilers''.
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Das '''Haus Eilers''' befindet sich in der [[Osterstraße]] 12. Seit 1971 befindet sich hier der Juwelier und Uhrmacher ''Eilers''. Zuvor war das Gebäude unter dem Namen ''Haus Tjaden'' bekannt.
==Geschichte==
Ursprünglich war die Uhrmacherei von [[Karl Eilers]] an der [[Uffenstraße]] 34 ansässig. Dieses Gebäude und die dazugehörige Hausnummer existieren seit der [[Altstadtsanierung]] jedoch nicht mehr. Kurz nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft nahm Eilers den Betrieb am 20. August 1947 wieder auf.<ref>Amtliches Mitteilungsblatt für den Landkreis Norden vom 15. August 1947</ref><ref name=":3">Aussage des Sohns Karl-Heinz Eilers unter dem vorgenannten facebook-Post</ref> Unmittelbar nach der Eröffnung standen zahlreiche Menschen vor seinem Geschäft Schlange, um ihre Uhren reparieren zu lassen.<ref name=":3" />
 
1949 erwarb Eilers das Gebäude an der [[Osterstraße]] 13 von der Witwe des [[Sanitätsrat|Sanitätsrats]] Dr. Köppen. In dem Haus befand sich seinerzeit ein Nervenarzt, ein Augenarzt, ein Schneider sowie der Chemiker Köppen.<ref name=":2">Schriftliche Angaben von Karl-Heinz Eilers (30. Juni 2022)</ref> 1971 erwarb er auch das benachbarte Gebäude mit der Hausnummer 12.<ref name=":2" /><ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 183</ref> Dieses Gebäude hatte während seiner bekannten Geschichte viele Besitzer. Erstmals ist hier um 1870 ein Blaufärber namens Engels nachweisbar. Wenig später befand sich hier die ''Bierhandlung Schmidt''. Dessen Witwe wiederum verpachtete das Gebäude an die Gebrüder Luttmann, die hier eine Papierwarenhandlung betrieben (zuvor am [[Neuer Weg 4|Neuen Weg 4]]).<ref name=":0" /><ref>Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 59</ref> Kurze Zeit befand sich hier dann noch die ''Fischhandlung Findeisen'', ehe der Polsterer [[Jan Tjaden]] das Haus 1909 mitsamt Grundstück erwarb. Den Erfordernissen der Zeit entsprechend ließ er zur Straßenseite ein Schaufenster einbauen. Neben seiner Arbeit als Polsterer bot er hier auch Textilien wie Teppiche und Gardinen sowie Lederwaren an.<ref name=":0" />
 
Eilers' Sohn [[Karl-Heinz Eilers|Karl-Heinz]] ließ beide Gebäude nach seiner Geschäftsübernahme (1972) im Jahre 1982 abreißen und ein modernes, zeitgemäßes Geschäft errichten. Neben Uhren wurden bald auch Schmuck, Brillen und Hörgeräte angeboten.<ref name=":0" /> Seit 1954 existierte bereits eine Filiale in Marienhafe, welche Karl-Heinz Eilers leitete, kurze Zeit auch eine in Emden und Leer.<ref name=":2" /><ref name=":0" /><ref name=":1">[https://eilers24-norden.de/geschichte Geschichte des Unternehmens], abgerufen am 14. Juni 2021</ref>


==Geschichte==
Seit 1989 wird das Geschäft schließlich in der nunmehr dritten Generation geführt.<ref name=":1" />
Das Gebäude hatte während seiner bekannten Geschichte viele Besitzer. Erstmals ist hier um 1870 ein Blaufärber namens Engels nachweisbar. Wenig später befand sich hier die ''Bierhandlung Schmidt''. Dessen Witwe wiederum verpachtete das Gebäude an die Gebrüder Luttmann, die hier eine Papierwarenhandlung betrieben. Kurze Zeit befand sich dann noch die Fischhandlung Findeisen, ehe der Polsterer [[Jan Tjaden]] es 1909 mitsamt Grundstück erwarb. Den Erfordernissen der Zeit entsprechend ließ er zur Straßenseite ein Schaufenster einbauen. Neben seiner Arbeit als Polsterer bot er hier auch Textilien wie Teppiche und Gardinen sowie Lederwaren an.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 183</ref>


1971 ging das Gebäude an [[Karl Eilers]] über, der 1949 bereits das danebenliegende Gebäude erworben hatte und dort bereits ein Fachgeschäft für Uhren betrieb. Das Grundstück bestand damals noch aus zwei Gebäuden, die Neunummerierung der Norder Straßen nach dem bis heute geltenden Schema erfolgt erst später.
==Galerie==
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Datei:Uhren Eilers Osterstraße 13 (1949).jpg|Aufnahme aus dem Jahre 1949.
Datei:Uffenstraße Uhren Eilers undatierte Aufnahme.jpg|Das frühere Geschäftsgebäude an der [[Uffenstraße]] (undatierte Aufnahme).
Datei:Haus Eilers - 11072021.jpg|Haus Eilers - Aufnahme vom 11. Juli 2021.
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Eilers' Sohn [[Karl-Heinz Eilers|Karl-Heinz]] ließ beide Gebäude nach seiner Geschäftsübernahme im Jahr 1972 abreißen und ein modernes, zeitgemäßes Geschäft errichten. Neben Uhren wurden bald auch Schmuck, Brillen und Hörgeräte angeboten.<ref name=":0" /> Seit 1954 existierte eine Filiale in Marienhafe, kurze Zeit auch in Emden und Leer.<ref name=":0" /><ref name=":1">[https://eilers24-norden.de/geschichte Geschichte des Unternehmens], abgerufen am 14. Juni 2021</ref> Seit 1989 wird das Geschäft in dritter Generation von [[Ralf Eilers]] geführt.<ref name=":1" />
==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==
<references />
<references />

Aktuelle Version vom 1. Februar 2024, 10:40 Uhr

Haus Eilers

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Basisdaten
Entstehungszeit 1982
Erbauer Karl-Heinz Eilers
Bauweise Ziegelsteinbau u.a.
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Osterstraße 12-13

26506 Norden

Das Haus Eilers befindet sich in der Osterstraße 12-13 und wurde 1982 auf dem Grund zweier älterer Vorgängerbauten errichtet. Bekannt ist es als Sitz des Juweliers und Uhrmachers Eilers.

Geschichte

Ursprünglich war die Uhrmacherei von Karl Eilers an der Uffenstraße 34 ansässig. Dieses Gebäude und die dazugehörige Hausnummer existieren seit der Altstadtsanierung jedoch nicht mehr. Kurz nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft nahm Eilers den Betrieb am 20. August 1947 wieder auf.[1][2] Unmittelbar nach der Eröffnung standen zahlreiche Menschen vor seinem Geschäft Schlange, um ihre Uhren reparieren zu lassen.[2]

1949 erwarb Eilers das Gebäude an der Osterstraße 13 von der Witwe des Sanitätsrats Dr. Köppen. In dem Haus befand sich seinerzeit ein Nervenarzt, ein Augenarzt, ein Schneider sowie der Chemiker Köppen.[3] 1971 erwarb er auch das benachbarte Gebäude mit der Hausnummer 12.[3][4] Dieses Gebäude hatte während seiner bekannten Geschichte viele Besitzer. Erstmals ist hier um 1870 ein Blaufärber namens Engels nachweisbar. Wenig später befand sich hier die Bierhandlung Schmidt. Dessen Witwe wiederum verpachtete das Gebäude an die Gebrüder Luttmann, die hier eine Papierwarenhandlung betrieben (zuvor am Neuen Weg 4).[4][5] Kurze Zeit befand sich hier dann noch die Fischhandlung Findeisen, ehe der Polsterer Jan Tjaden das Haus 1909 mitsamt Grundstück erwarb. Den Erfordernissen der Zeit entsprechend ließ er zur Straßenseite ein Schaufenster einbauen. Neben seiner Arbeit als Polsterer bot er hier auch Textilien wie Teppiche und Gardinen sowie Lederwaren an.[4]

Eilers' Sohn Karl-Heinz ließ beide Gebäude nach seiner Geschäftsübernahme (1972) im Jahre 1982 abreißen und ein modernes, zeitgemäßes Geschäft errichten. Neben Uhren wurden bald auch Schmuck, Brillen und Hörgeräte angeboten.[4] Seit 1954 existierte bereits eine Filiale in Marienhafe, welche Karl-Heinz Eilers leitete, kurze Zeit auch eine in Emden und Leer.[3][4][6]

Seit 1989 wird das Geschäft schließlich in der nunmehr dritten Generation geführt.[6]

Galerie

Einzelnachweise

  1. Amtliches Mitteilungsblatt für den Landkreis Norden vom 15. August 1947
  2. 2,0 2,1 Aussage des Sohns Karl-Heinz Eilers unter dem vorgenannten facebook-Post
  3. 3,0 3,1 3,2 Schriftliche Angaben von Karl-Heinz Eilers (30. Juni 2022)
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 183
  5. Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 59
  6. 6,0 6,1 Geschichte des Unternehmens, abgerufen am 14. Juni 2021

Siehe auch