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	<title>Norder Stadtgeschichte - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Liste_der_Eindeichungen&amp;diff=42933</id>
		<title>Liste der Eindeichungen</title>
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		<updated>2026-06-30T10:47:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Deiche Eindeichungen Polder Übersicht vor 1374 01.JPG|mini|Deichlinie vor der [[Erste Dionysiusflut|Ersten Dionysiusflut]] (1374) nach Niemeyer, Kaiser, Brandt und Glaser.]][[Datei:Deiche Eindeichungen Polder Übersicht vor 1425 01.JPG|mini|Deichlinie nach der [[Erste Dionysiusflut|Ersten Dionysiusflut]] (1374) und vor dem Bau des [[Udo-Focken-Deich|Udo-Focken-Deichs]] (1425) nach Niemeyer, Kaiser, Brandt und Glaser.]]Die &#039;&#039;&#039;Liste der Eindeichungen&#039;&#039;&#039; lässt den Prozess der Neulandgewinnung und des Küstenschutzes besser verstehen.&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die [[Stadt Norden]] liegt auf einer [[Norder Geestinsel|Geestinsel]], die erhaben aus dem Meer ragt. Die erhöhte Lage der [[Altstadt]] lässt sich besonders gut an der Straße [[Burggraben]] erkennen, wenn man diese von Süden her in Richtung [[Marktplatz]] befährt. Die Norder Innenstadt wurde daher bewusst als Stadtkern gewählt und man errichtete hier die beiden großen Kirchen ([[Andreaskirche]] und [[Ludgerikirche]]), die den Bewohnern auch Schutz bei Sturmfluten bieten sollte. Wann genau die ersten Deiche errichtet wurden, ist nicht bekannt, doch dürften diese bereits in der Zeit vor 1000 nach Christus gebaut worden sein. Sie waren jedoch in keiner Weise mit den heutigen Deichen vergleichbar, sondern vielmehr einfache Erdaufschüttungen, die bei schweren Sturmfluten oftmals brachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere das 14. ging als das Jahrhundert verheerender Sturmfluten in die Geschichte ein. Herausragend schwere Schäden richteten vor allem die [[Erste Dionysiusflut|Erste]] und die [[Zweite Dionysiusflut]] an. Unter anderem wurde das einst wohlhabende Dorf [[Westeel]] ans Meer verloren. Eine weitere, besonders schwere Sturmflut war die [[Weihnachtsflut|Weihnachtsflut im Jahre 1717]], in dessen Folge die Ortschaft [[Itzendorf]] aufgegeben werden musste. Diese nicht unerheblichen Gebietsverluste waren vermutlich darauf zurückzuführen, dass durch die Wassermassen vielfach Bereiche erodiert wurden, in denen Bodenmaterial wie beispielsweise Torf anstand, das weit weniger widerstandsfähig gegenüber den Einwirkungen bei Sturmfluten war als Klei in der [[Marsch]]. Das natürliche Gleichgewicht zwischen Land und Meer war nun derart gestört, dass eine nachhaltige Verlandung einsetzte, die die Menschen für sich nutzten und durch Baumaßnahmen weiter beschleunigten, um so das Land zurück zu gewinnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Niemeyer, H. D., R. Kaiser, G. Brandt &amp;amp; D. Glaser (2004): Überprüfung der Tnw-Abschätzung für das Leysiel, Norderney, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten bekannten Baumaßnahmen nach den verheerenden Sturmfluten waren jene für den Bau des [[Udo-Focken-Deich|Udo-Focken-Deichs]] ab 1425. Über 100 Jahre versuchte man immer wieder, die Küstenlinie mit Deichen vor ungehinderten Überflutungen zu stoppen, bis es 1539 schließlich gelang.&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Folgezeit wurden große Erfolge beim Landgewinn erzielt, so wurde das nun so genannte &#039;&#039;[[Süderneuland]]&#039;&#039; ab der Mitte des 16. Jahrhunderts dem Land entrissen. Zwar kam es auch danach immer wieder zu Deichbrüchen, doch überwog der Landgewinn den -verlusten bedeutend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf das [[Stadt Norden|Stadtgebiet]] bezogen erfolgte die letztmalige Eindeichung neuen bzw. verlorenen Landes von 1947 bis 1950 mit der Bedeichung des [[Leybuchtpolder (Polder)|Leybuchtpolders]], der heute den größten Teil des [[Leybuchtpolder|gleichnamigen Ortes]] einnimmt. Anschließend wurden, vor allem aus Umweltschutzgründen, lediglich Deichverstärkungsmaßnahmen ergriffen. Seitdem dienen Deiche nur noch dem Schutz, nicht mehr der Landgewinnung. Pläne, die gesamte [[Leybucht]] einzudeichen, wurden aus den genannten Gründen verworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unten aufgeführte Karte stellt einen Versuch dar, die Ausdehnung der [[Leybucht]] um das Jahr 1400 darzustellen. Der blau unterlegte Bereich stellt die Leybucht dar, während die roten Linien den Deich- bzw. Küstenverlauf veranschaulichen sollen. Dabei ist zu beachten, dass sich der genaue Verlauf nur grob veranschaulichen lässt und vom tatsächlichen Verlauf abweichen kann. Im Groben deckt sich die Kartenansicht jedoch mit den aktuellen Erkenntnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beginn des Deichbaus==&lt;br /&gt;
Anfangs bestanden [[Deich|Deiche]] lediglich aus aufgeworfener Erde, erst später wurde der Deichbau komplexer. Erste Innovationen bestanden darin, die Deichnarbe mit Strohschichten zu verstärken. Dabei legten die Deicharbeiter eine dünne Lage Stroh, die sogenannte &#039;&#039;Decke&#039;&#039;, auf den Deich und trieben sie dann mit einer großen Nadel 60 bis 80 Zentimeter tief in den schweren Kleiboden, aus dem der Deich üblicherweise bestand.&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 255&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann die [[Deichacht Norden|Deichacht]] schließlich mit der Verstärkung der Deiche durch Besteinigungen, sehr zum Missfallen der [[Badegesellschaft Norddeich|Norddeicher Badegesellschaft]], da der Weg in das Meer nun mit Steinen versehen war.&amp;lt;ref&amp;gt;Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Oberfläche des Deiches festzuhalten hat sich der Einsatz von Schafen bewährt. Ihre Hufen eignen sich hervorragend hierzu, Versuche mit anderen Tierarten brachten weniger Erfolg. Gleichzeitig fressen die Schafe das Gras und halten so die für die Festigkeit der Erde wichtige Grasnarbe dicht. Der Schäfer profitiert durch kostengünstige Weidefläche für seine Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tacitus und Cicoer (römische Gelehrte) berichten, dass die Friesen und Bataver die Kunst des Deichbaus von den Römern übernommen haben. Andere Forscher glauben, die Normannen hätten dies den Friesen gelehrt. Die heutige Wissenschaft vertritt die Ansicht, dass nicht einem einzigen Volke die Erfindung des Bauens von Deichanlagen zuzuschreiben ist, da jedes von Überschwemmungen bedrohte Volk selbständig die Wirkung von Erdwällen gegen Wasser erkannt haben kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Rack, Eberhard (1967): Besiedlung und Siedlung des Altkreises Norden, Münster, S. 56&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies ist auch deshalb naheliegend, dass die Ostfriesen bis zur christlichen Missionierung im 8. Jahrhundert ein heidnisches Volk waren, das an mehrere Götter glaubte. Die Christen jedoch sahen Überflutungen jedoch regelmäßig als unabwendbare Strafe Gottes und lehnten den Deichbau daher als unnötig ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neulandgewinnung==&lt;br /&gt;
Durch die Neulandgewinnung infolge der Deichbaumaßnahmen entstand mehrere [[Polder]], deren Auflistung sich nachfolgend findet. Da einige Poldernamen nicht bekannt sind, wir teilweise nur der maßgebliche Deich aufgeführt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Fertigstellung&lt;br /&gt;
!Name des Polders oder Deiches *&lt;br /&gt;
!Stadtteil&lt;br /&gt;
!Fläche&lt;br /&gt;
!Nr. auf Karte&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;13&amp;quot; |[[Datei:Deiche Eindeichungen Polder Übersicht 1969 01.JPG|mini|Zustand am Ende der wesentlichen Deichbaumaßnahmen nach H. Homeier (1955, 1969).|alternativtext=|zentriert|580x580px]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|um 1200&lt;br /&gt;
|[[Ostermarscher Altes Neuland]]&lt;br /&gt;
|[[Ostermarsch]]&lt;br /&gt;
|unbekannt&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|um 1450&lt;br /&gt;
|[[Ostermarscher Neuland]]&lt;br /&gt;
|[[Ostermarsch]]&lt;br /&gt;
|unbekannt&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1347&lt;br /&gt;
|[[Westermarscher Altland]]&lt;br /&gt;
|[[Westermarsch I]]&lt;br /&gt;
|unbekannt&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1430&lt;br /&gt;
|[[Udo-Focken-Deich]]&lt;br /&gt;
|[[Süderneuland II]]&lt;br /&gt;
|unbekannt&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1551&lt;br /&gt;
|[[Westermarscher Altes Neuland]]&lt;br /&gt;
|[[Westermarsch I]]&lt;br /&gt;
|578 Hektar&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1556&lt;br /&gt;
|[[Süderneuland]]&lt;br /&gt;
|[[Süderneuland I]]&lt;br /&gt;
|633 Hektar&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1576&lt;br /&gt;
|[[Ostermarscher Seedeich]]&lt;br /&gt;
|[[Ostermarsch]]&lt;br /&gt;
|unbekannt **&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1576&lt;br /&gt;
|[[Lintelermarscher Seedeich]]&lt;br /&gt;
|[[Norddeich]]&lt;br /&gt;
|unbekannt **&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1583&lt;br /&gt;
|[[Westermarscher Neuland]]&lt;br /&gt;
|[[Westermarsch I]]&lt;br /&gt;
|585 Hektar&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1596&lt;br /&gt;
|[[Addinggaster Neuland]]&lt;br /&gt;
|[[Süderneuland I]]&lt;br /&gt;
|229 Hektar&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1678&lt;br /&gt;
|[[Wester-Charlottenpolder]]&lt;br /&gt;
|[[Neuwesteel]]&lt;br /&gt;
|281 Hektar&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1678&lt;br /&gt;
|[[Süder-Charlottenpolder]]&lt;br /&gt;
|[[Neuwesteel]]&lt;br /&gt;
|285 Hektar&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1679&lt;br /&gt;
|[[Mandepolder]]&lt;br /&gt;
|[[Ostermarsch]]&lt;br /&gt;
|unbekannt&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;12&amp;quot; |[[Datei:Deiche Eindeichungen Polder Übersicht vor 1950 01.JPG|mini|450x450px|Zustand am Ende der wesentlichen Deichbaumaßnahmen nach E. Rack (1947).|alternativtext=|zentriert]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1715&lt;br /&gt;
|[[Addinggasterpolder]]&lt;br /&gt;
|[[Süderneuland I]]&lt;br /&gt;
|76 Hektar&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1769&lt;br /&gt;
|[[Leysanderpolder]]&lt;br /&gt;
|[[Neuwesteel]]&lt;br /&gt;
|145 Hektar&lt;br /&gt;
|9b&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1774&lt;br /&gt;
|[[Zuckerpolder]]&lt;br /&gt;
|[[Westermarsch I]]&lt;br /&gt;
|15 Hektar&lt;br /&gt;
|10a&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1775&lt;br /&gt;
|[[Buscherpolder]]&lt;br /&gt;
|[[Westermarsch I]]&lt;br /&gt;
|48 Hektar&lt;br /&gt;
|10b&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1781&lt;br /&gt;
|[[Schulenburgerpolder]]&lt;br /&gt;
|[[Neuwesteel]]&lt;br /&gt;
|241 Hektar&lt;br /&gt;
|10c&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1789&lt;br /&gt;
|[[Friederikenpolder]]&lt;br /&gt;
|[[Westermarsch I]]&lt;br /&gt;
|20 Hektar&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1789&lt;br /&gt;
|[[Lorenzpolder]]&lt;br /&gt;
|[[Westermarsch I]]&lt;br /&gt;
|40 Hektar&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1804&lt;br /&gt;
|[[Teltingspolder]]&lt;br /&gt;
|[[Neuwesteel]]&lt;br /&gt;
|28 Hektar&lt;br /&gt;
|12a&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1846&lt;br /&gt;
|[[Ernst-August-Polder]]&lt;br /&gt;
|[[Neuwesteel]]&lt;br /&gt;
|218 Hektar&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1929&lt;br /&gt;
|[[Neuwesteel]]&lt;br /&gt;
|[[Neuwesteel]]&lt;br /&gt;
|646 Hektar&lt;br /&gt;
|16b&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1950&lt;br /&gt;
|[[Leybuchtpolder (Polder)|Leybuchtpolder]]&lt;br /&gt;
|[[Leybuchtpolder]]&lt;br /&gt;
|1005 Hektar&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt; nicht alle Polder haben Namen, daher wird als Alternative der Hauptdeich angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;**&amp;lt;/nowiki&amp;gt; als Gesamtfläche werden (mit Einpolderungen in der Nachbargemeinde Hagermarsch) 1.000 Hektar angegeben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersicht der Eindeichungen ab 1425==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{{#display_map: height=800px | width=1200px | fullscreen=yes | zoom=12 | polygons=&lt;br /&gt;
{{Karte Polder}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Links==&lt;br /&gt;
*[http://www.flecken-hage.com/Hage-Home.htm Beschreibung des Deichbaus] auf Flecken-Hage.com&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Polder]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Auflistungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Begriffserläuterungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Liste_der_Eindeichungen&amp;diff=42932</id>
		<title>Liste der Eindeichungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Liste_der_Eindeichungen&amp;diff=42932"/>
		<updated>2026-06-30T10:45:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: /* Neulandgewinnung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Deiche Eindeichungen Polder Übersicht vor 1374 01.JPG|mini|Deichlinie vor der [[Erste Dionysiusflut|Ersten Dionysiusflut]] (1374) nach Niemeyer, Kaiser, Brandt und Glaser.]][[Datei:Deiche Eindeichungen Polder Übersicht vor 1425 01.JPG|mini|Deichlinie nach der [[Erste Dionysiusflut|Ersten Dionysiusflut]] (1374) und vor dem Bau des [[Udo-Focken-Deich|Udo-Focken-Deichs]] (1425) nach Niemeyer, Kaiser, Brandt und Glaser.]]Die &#039;&#039;&#039;Liste der Eindeichungen&#039;&#039;&#039; lässt den Prozess der Neulandgewinnung und des Küstenschutzes besser verstehen.&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die [[Stadt Norden]] liegt auf einer [[Norder Geestinsel|Geestinsel]], die erhaben aus dem Meer ragt. Die erhöhte Lage der [[Altstadt]] lässt sich besonders gut an der Straße [[Burggraben]] erkennen, wenn man diese von Süden her in Richtung [[Marktplatz]] befährt. Die Norder Innenstadt wurde daher bewusst als Stadtkern gewählt und man errichtete hier die beiden großen Kirchen ([[Andreaskirche]] und [[Ludgerikirche]]), die den Bewohnern auch Schutz bei Sturmfluten bieten sollte. Wann genau die ersten Deiche errichtet wurden, ist nicht bekannt, doch dürften diese bereits in der Zeit vor 1000 nach Christus gebaut worden sein. Sie waren jedoch in keiner Weise mit den heutigen Deichen vergleichbar, sondern vielmehr einfache Erdaufschüttungen, die bei schweren Sturmfluten oftmals brachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere das 14. ging als das Jahrhundert verheerender Sturmfluten in die Geschichte ein. Herausragend schwere Schäden richteten vor allem die [[Erste Dionysiusflut|Erste]] und die [[Zweite Dionysiusflut]] an. Unter anderem wurde das einst wohlhabende Dorf [[Westeel]] ans Meer verloren. Eine weitere, besonders schwere Sturmflut war die [[Weihnachtsflut|Weihnachtsflut im Jahre 1717]], in dessen Folge die Ortschaft [[Itzendorf]] aufgegeben werden musste. Diese nicht unerheblichen Gebietsverluste waren vermutlich darauf zurückzuführen, dass durch die Wassermassen vielfach Bereiche erodiert wurden, in denen Bodenmaterial wie beispielsweise Torf anstand, das weit weniger widerstandsfähig gegenüber den Einwirkungen bei Sturmfluten war als Klei in der [[Marsch]]. Das natürliche Gleichgewicht zwischen Land und Meer war nun derart gestört, dass eine nachhaltige Verlandung einsetzte, die die Menschen für sich nutzten und durch Baumaßnahmen weiter beschleunigten, um so das Land zurück zu gewinnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Niemeyer, H. D., R. Kaiser, G. Brandt &amp;amp; D. Glaser (2004): Überprüfung der Tnw-Abschätzung für das Leysiel, Norderney, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten bekannten Baumaßnahmen nach den verheerenden Sturmfluten waren jene für den Bau des [[Udo-Focken-Deich|Udo-Focken-Deichs]] ab 1425. Über 100 Jahre versuchte man immer wieder, die Küstenlinie mit Deichen vor ungehinderten Überflutungen zu stoppen, bis es 1539 schließlich gelang.&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Folgezeit wurden große Erfolge beim Landgewinn erzielt, so wurde das nun so genannte &#039;&#039;[[Süderneuland]]&#039;&#039; ab der Mitte des 16. Jahrhunderts dem Land entrissen. Zwar kam es auch danach immer wieder zu Deichbrüchen, doch überwog der Landgewinn den -verlusten bedeutend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf das [[Stadt Norden|Stadtgebiet]] bezogen erfolgte die letztmalige Eindeichung neuen bzw. verlorenen Landes von 1947 bis 1950 mit der Bedeichung des [[Leybuchtpolder (Polder)|Leybuchtpolders]], der heute den größten Teil des [[Leybuchtpolder|gleichnamigen Ortes]] einnimmt. Anschließend wurden, vor allem aus Umweltschutzgründen, lediglich Deichverstärkungsmaßnahmen ergriffen. Seitdem dienen Deiche nur noch dem Schutz, nicht mehr der Landgewinnung. Pläne, die gesamte [[Leybucht]] einzudeichen, wurden aus den genannten Gründen verworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unten aufgeführte Karte stellt einen Versuch dar, die Ausdehnung der [[Leybucht]] um das Jahr 1400 darzustellen. Der blau unterlegte Bereich stellt die Leybucht dar, während die roten Linien den Deich- bzw. Küstenverlauf veranschaulichen sollen. Dabei ist zu beachten, dass sich der genaue Verlauf nur grob veranschaulichen lässt und vom tatsächlichen Verlauf abweichen kann. Im Groben deckt sich die Kartenansicht jedoch mit den aktuellen Erkenntnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beginn des Deichbaus==&lt;br /&gt;
Anfangs bestanden [[Deich|Deiche]] lediglich aus aufgeworfener Erde, erst später wurde der Deichbau komplexer. Erste Innovationen bestanden darin, die Deichnarbe mit Strohschichten zu verstärken. Dabei legten die Deicharbeiter eine dünne Lage Stroh, die sogenannte &#039;&#039;Decke&#039;&#039;, auf den Deich und trieben sie dann mit einer großen Nadel 60 bis 80 Zentimeter tief in den schweren Kleiboden, aus dem der Deich üblicherweise bestand.&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 255&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann die [[Deichacht Norden|Deichacht]] schließlich mit der Verstärkung der Deiche durch Besteinigungen, sehr zum Missfallen der [[Badegesellschaft Norddeich|Norddeicher Badegesellschaft]], da der Weg in das Meer nun mit Steinen versehen war.&amp;lt;ref&amp;gt;Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Oberfläche des Deiches festzuhalten hat sich der Einsatz von Schafen bewährt. Ihre Hufen eignen sich hervorragend hierzu, Versuche mit anderen Tierarten brachten weniger Erfolg. Gleichzeitig fressen die Schafe das Gras und halten so die für die Festigkeit der Erde wichtige Grasnarbe dicht. Der Schäfer profitiert durch kostengünstige Weidefläche für seine Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tacitus und Cicoer (römische Gelehrte) berichten, dass die Friesen und Bataver die Kunst des Deichbaus von den Römern übernommen haben. Andere Forscher glauben, die Normannen hätten dies den Friesen gelehrt. Die heutige Wissenschaft vertritt die Ansicht, dass nicht einem einzigen Volke die Erfindung des Bauens von Deichanlagen zuzuschreiben ist, da jedes von Überschwemmungen bedrohte Volk selbständig die Wirkung von Erdwällen gegen Wasser erkannt haben kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Rack, Eberhard (1967): Besiedlung und Siedlung des Altkreises Norden, Münster, S. 56&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies ist auch deshalb naheliegend, dass die Ostfriesen bis zur christlichen Missionierung im 8. Jahrhundert ein heidnisches Volk waren, das an mehrere Götter glaubte. Die Christen jedoch sahen Überflutungen jedoch regelmäßig als unabwendbare Strafe Gottes und lehnten den Deichbau daher als unnötig ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neulandgewinnung==&lt;br /&gt;
Durch die Neulandgewinnung infolge der Deichbaumaßnahmen entstand mehrere [[Polder]], deren Auflistung sich nachfolgend findet. Da einige Poldernamen nicht bekannt sind, wir teilweise nur der maßgebliche Deich aufgeführt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Fertigstellung&lt;br /&gt;
!Name des Polders oder Deiches *&lt;br /&gt;
!Stadtteil&lt;br /&gt;
!Fläche&lt;br /&gt;
!Nr. auf Karte&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;13&amp;quot; |[[Datei:Deiche Eindeichungen Polder Übersicht 1969 01.JPG|mini|Zustand am Ende der wesentlichen Deichbaumaßnahmen nach H. Homeier (1955, 1969).|alternativtext=|zentriert|580x580px]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|um 1200&lt;br /&gt;
|[[Ostermarscher Altes Neuland]]&lt;br /&gt;
|[[Ostermarsch]]&lt;br /&gt;
|unbekannt&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|um 1450&lt;br /&gt;
|[[Ostermarscher Neuland]]&lt;br /&gt;
|[[Ostermarsch]]&lt;br /&gt;
|unbekannt&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1347&lt;br /&gt;
|[[Westermarscher Altland]]&lt;br /&gt;
|[[Westermarsch I]]&lt;br /&gt;
|unbekannt&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1430&lt;br /&gt;
|[[Udo-Focken-Deich]]&lt;br /&gt;
|[[Süderneuland II]]&lt;br /&gt;
|unbekannt&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1551&lt;br /&gt;
|[[Westermarscher Altes Neuland]]&lt;br /&gt;
|[[Westermarsch I]]&lt;br /&gt;
|578 Hektar&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1556&lt;br /&gt;
|[[Süderneuland]]&lt;br /&gt;
|[[Süderneuland I]]&lt;br /&gt;
|633 Hektar&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1576&lt;br /&gt;
|[[Ostermarscher Seedeich]]&lt;br /&gt;
|[[Ostermarsch]]&lt;br /&gt;
|unbekannt **&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1576&lt;br /&gt;
|[[Lintelermarscher Seedeich]]&lt;br /&gt;
|[[Norddeich]]&lt;br /&gt;
|unbekannt **&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1583&lt;br /&gt;
|[[Westermarscher Neuland]]&lt;br /&gt;
|[[Westermarsch I]]&lt;br /&gt;
|585 Hektar&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1596&lt;br /&gt;
|[[Addinggaster Neuland]]&lt;br /&gt;
|[[Süderneuland I]]&lt;br /&gt;
|229 Hektar&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1678&lt;br /&gt;
|[[Wester-Charlottenpolder]]&lt;br /&gt;
|[[Neuwesteel]]&lt;br /&gt;
|281 Hektar&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1678&lt;br /&gt;
|[[Süder-Charlottenpolder]]&lt;br /&gt;
|[[Neuwesteel]]&lt;br /&gt;
|285 Hektar&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1679&lt;br /&gt;
|[[Mandepolder]]&lt;br /&gt;
|[[Ostermarsch]]&lt;br /&gt;
|unbekannt&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;12&amp;quot; |[[Datei:Deiche Eindeichungen Polder Übersicht vor 1950 01.JPG|mini|450x450px|Zustand am Ende der wesentlichen Deichbaumaßnahmen nach E. Rack (1947).|alternativtext=|zentriert]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1715&lt;br /&gt;
|[[Addinggasterpolder]]&lt;br /&gt;
|[[Süderneuland I]]&lt;br /&gt;
|76 Hektar&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1769&lt;br /&gt;
|[[Leysanderpolder]]&lt;br /&gt;
|[[Neuwesteel]]&lt;br /&gt;
|145 Hektar&lt;br /&gt;
|9b&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1774&lt;br /&gt;
|[[Zuckerpolder]]&lt;br /&gt;
|[[Westermarsch I]]&lt;br /&gt;
|15 Hektar&lt;br /&gt;
|10a&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1775&lt;br /&gt;
|[[Buscherpolder]]&lt;br /&gt;
|[[Westermarsch I]]&lt;br /&gt;
|48 Hektar&lt;br /&gt;
|10b&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1781&lt;br /&gt;
|[[Schulenburgerpolder]]&lt;br /&gt;
|[[Neuwesteel]]&lt;br /&gt;
|241 Hektar&lt;br /&gt;
|10c&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1789&lt;br /&gt;
|[[Friederikenpolder]]&lt;br /&gt;
|[[Westermarsch I]]&lt;br /&gt;
|20 Hektar&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1789&lt;br /&gt;
|[[Lorenzpolder]]&lt;br /&gt;
|[[Westermarsch I]]&lt;br /&gt;
|40 Hektar&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1804&lt;br /&gt;
|[[Teltingspolder]]&lt;br /&gt;
|[[Neuwesteel]]&lt;br /&gt;
|28 Hektar&lt;br /&gt;
|12a&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1846&lt;br /&gt;
|[[Ernst-August-Polder]]&lt;br /&gt;
|[[Neuwesteel]]&lt;br /&gt;
|218 Hektar&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1929&lt;br /&gt;
|[[Neuwesteel]]&lt;br /&gt;
|[[Neuwesteel]]&lt;br /&gt;
|646 Hektar&lt;br /&gt;
|16b&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1950&lt;br /&gt;
|[[Leybuchtpolder (Polder)|Leybuchtpolder]]&lt;br /&gt;
|[[Leybuchtpolder]]&lt;br /&gt;
|1005 Hektar&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt; nicht alle Polder haben Namen, daher wird als Alternative der Hauptdeich angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;**&amp;lt;/nowiki&amp;gt; als Gesamtfläche werden (mit Einpolderungen in der Nachbargemeinde Hagermarsch) 1.000 Hektar angegeben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersicht der Eindeichungen ab 1425==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{{#display_map: height=800px | width=1200px | fullscreen=yes | zoom=12 | polygons=&lt;br /&gt;
{{Karte Polder}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Links==&lt;br /&gt;
*[http://www.flecken-hage.com/Hage-Home.htm Beschreibung des Deichbaus] auf Flecken-Hage.com&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Polder]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Auflistungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Begriffserläuterungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Freibad&amp;diff=42931</id>
		<title>Freibad</title>
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		<updated>2026-06-30T10:16:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: Die Seite wurde neu angelegt: „Ein offizielles &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Freibad&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; hat es sowohl in Norddeich (Freibad Norddeich) als auch am Frisia See gegeben. Erstgenanntes wurde nach einer aufwendigen Sanierung wieder als solches hergerichtet.  Daneben wurden faktisch viele ehemalige Kieskuhlen in Norden zu Badezwecken genutzt. Mittlerweile ist das Baden vielerorts jedoch zu gefährlich geworden. Kategorie:Begriffsklärung“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein offizielles &#039;&#039;&#039;Freibad&#039;&#039;&#039; hat es sowohl in [[Norddeich]] ([[Freibad Norddeich]]) als auch am [[Frisia See]] gegeben. Erstgenanntes wurde nach einer aufwendigen Sanierung wieder als solches hergerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben wurden faktisch viele ehemalige Kieskuhlen in Norden zu Badezwecken genutzt. Mittlerweile ist das Baden vielerorts jedoch zu gefährlich geworden.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Begriffsklärung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Gro%C3%9Fe_Hinterlohne_7_A&amp;diff=42930</id>
		<title>Große Hinterlohne 7 A</title>
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		<updated>2026-06-30T10:09:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&lt;br /&gt;
==Große Hinterlohne 7 A==&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |{{#display_map:&lt;br /&gt;
| Title = Große Hinterlohne 7 A&lt;br /&gt;
| Text = Gebäude in Norden&lt;br /&gt;
| center = 53.59493043048755, 7.2107752741037&lt;br /&gt;
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| zoom = 18&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Basisdaten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit&lt;br /&gt;
|um 1870&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erbauer&lt;br /&gt;
|unbekannt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bauweise&lt;br /&gt;
|Packhaus&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
|erhalten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Genaue Lage&lt;br /&gt;
|[[Große Hinterlohne]] 7 A&lt;br /&gt;
26506 Norden&lt;br /&gt;
|} __NOTOC__&lt;br /&gt;
An der &#039;&#039;&#039;Großen Hinterlohne 7 A&#039;&#039;&#039; befindet sich ein denkmalgeschützte Packhaus (Lagerhaus) aus der Zeit um 1870.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 10. November 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Über viele Jahre wurde es vom [[Haus Schramm|Sanitätshaus Schramm]] genutzt, ist jedoch seit ca. 2022 zu Wohnzwecken umgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Galerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Große Hinterlohne 8 - 21 05 2006.jpg|Große Hinterlohne 7 A - Aufnahme vom 21. Mai 2006.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Große Hinterlohne 7]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Hotel_Reichshof&amp;diff=42929</id>
		<title>Hotel Reichshof</title>
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		<updated>2026-06-30T09:49:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&lt;br /&gt;
==Hotel Reichshof==&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |{{#display_map:&lt;br /&gt;
| Title = Hotel Reichshof&lt;br /&gt;
| Text = Hotel in Norden&lt;br /&gt;
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| width = 300px&lt;br /&gt;
| height = 300px&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Basisdaten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit&lt;br /&gt;
|um 1937 (um 1606, 1785)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erbauer&lt;br /&gt;
|[[Karl Zicke]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bauweise&lt;br /&gt;
|Hotel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
|erhalten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Genaue Lage&lt;br /&gt;
|[[Neuer Weg]] 52-54&lt;br /&gt;
26506 Norden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel Reichshof&#039;&#039;&#039; (Eigenschreibweise: &#039;&#039;Romantik Hotel Reichshof&#039;&#039;; kurz: &#039;&#039;Reichshof&#039;&#039;) ist ein Vier-Sterne-Superior-Hotel mit Sitz am südlichen [[Neuer Weg|Neuen Weg]]. Der altehrwürdige Name des Hotels wurde 2026 in &#039;&#039;Tides Boutique Hotel&#039;&#039; umgewandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;Reichshof&#039;&#039; ist nicht nur das am längsten bestehende Hotel in der [[Stadt Norden]], sondern auch das letzte seiner Art am Neuen Weg. In seiner über 400 Jahre nachweisbaren Geschichte hat es zahlreiche wechselvolle Wendungen erlebt und beherbergte von 1918 bis 1963 sogar ein eigenes Kino (&#039;&#039;[[Norder Lichtspiele]]&#039;&#039;), das sich im späteren großen Saal befand. Auch der ehemalige, denkmalgeschützte &#039;&#039;Lagerspeicher Amsterdam&#039;&#039; der Firma [[Doornkaat]] aus der Zeit um 1900 gehört zum Hotelensemble und beherbergt unter anderem die Rezeption.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der große Festsaal im ehemaligen Kino ist seit jeher einer der wichtigsten Veranstaltungs- und Versammlungsorte der Stadt. Viele traditionsreiche Vereine und andere Körperschaften nutzen oder nutzten die Räumlichkeiten des Reichshof für ihre Zusammenkünfte, so etwa die [[Leegemoorgesellschaft]] oder die [[Feuerwehr Norden]]. In naher Zukunft soll der traditionsreiche Saal jedoch ebenfalls zugunsten weiterer Hotelzimmer umgebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Erstmalig erwähnt wurde ein Hotel am Standort des heutigen Reichshofs im Jahr 1606 als Brauerei &#039;&#039;Rode Peerd&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 101&amp;lt;/ref&amp;gt; Über einhundert Jahre später, im Jahre 1710, wurde das Gebäude als &#039;&#039;Ausspannwirtschaft&#039;&#039; beschrieben. So bezeichnete man seinerzeit Gastwirtschaften entlang von Reiserouten, wo die Pferde aus- bzw. abgespannt wurden und die Reiter bzw. Reisenden einkehren konnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://www.reichshof-norden.de/ Geschichte des Reichshof auf der hoteleigenen Seite], abgerufen am 7. April 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bezeichnung &#039;&#039;Hotel&#039;&#039; war seinerzeit noch nicht geläufig. Nur wenige Jahre später fand die Gastwirtschaft erneut Erwähnung im Zusammenhang mit der [[Weihnachtsflut|Weihnachtsflut von 1717]], als die Fluten hier so hoch gestanden haben sollen, dass man  mit dem Boot fahren konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 72&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass dies keine überdramatisierte Übertreibung ist, zeigen weitere Berichte und die Tatsache, dass diese Flut zum Bruch der Deichlinie vielerorts führte. Die bei [[Norddeich]] gelegene Siedlung [[Itzendorf]] musste gar aufgegeben und ausgedeicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1784 wurde an der heutigen Lohne [[Hooge Thun|&#039;&#039;Hooge Thun&#039;&#039;]] das [[Spritzenhaus (Neuer Weg)|erste Spritzenhaus]] der Stadt errichtet und am 15. Juli des Jahres eingeweiht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.feuerwehr-norden.de/2013/03/20/vom-spritzenhaus-zum-hilfeleistungszentrum-seite-1-2/ Archiv der Freiwilligen Feuerwehr Norden], abgerufen am 7. April 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Jahr später wurde in den Aufzeichnungen der südliche (rechte) Teil des Gebäudes &#039;&#039;Gasthof&#039;&#039; &#039;&#039;Zum Zeichen des Bremer Schlüssel&#039;&#039; genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 128&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Gasthof gehörten demnach ein Brau- und Malzhaus sowie eine Brennerei und eine [[Zichorienfabrik]], die Kaffee-Ersatzprodukte herstellte. In dieser Zeit wurde wohl auch ein Anbau fertiggestellt, das sogenannte &#039;&#039;Mittelhaus&#039;&#039;, das jedoch nicht mit der [[Mittelhaus|gleichnamigen Gaststätte]] zu verwechseln ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts tauchte für den Gasthof noch die Bezeichnung &#039;&#039;Zum Zeichen des Schwarzen Pferdes&#039;&#039; auf, als Eigentümer wird ein [[Uve Siemons Uven]] genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt; 1806 wurde das angrenzende Spritzenhaus wieder abgerissen und an der [[Spritzenhaus (Dammstraße)|Dammstraße]] neu errichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1875 wurde der Reichshof als &#039;&#039;Garbe&#039;s Hotel&#039;&#039; erwähnt, betrieben vom Namensgeber [[Carl Garbe]], der zuvor die Gastwirtschaft im &#039;&#039;[[Vossenhus]]&#039;&#039; betrieb. Nach der Erweiterung der [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole|Bahnstrecke]] bis zum Fähranleger ab 1892 pachtete Garbe die dortige Bahnhofsgaststätte und verkaufte sein Hotel am Neuen Weg schließlich an [[Hayo Folkerts]] , der es ab 1900 als &#039;&#039;Hotel Frisia&#039;&#039; weiterführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt; Zu dieser Zeit war bereits ein Saal vorhanden, in dem viele Norder Vereine tagten und auch Musterungen potentieller Rekruten für die kaiserliche Armee durchgeführt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden (1973): Chronik. 70 Jahre Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden, Norden, S. 37&amp;lt;/ref&amp;gt; Es war wohl auch Folkerts, der das linke der beiden späteren Hauptgebäude (heute Neuer Weg 53) erwarb und den Hotelbetrieb hierher ausdehnte. In diesem Gebäude befand sich bis dahin eine Papierwarenhandlung.&amp;lt;ref&amp;gt;Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1906 wurde das Hotel an [[Wilhelm Bay]] verkauft, der das östliche (hintere) Grundstück erwarb und hier einen Saal mit Bühne errichtete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 129&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahre 1918 erwarb [[Hans Röhr]] das Anwesen, welcher in dem genannten Saal ein Kino ([[Norder Lichtspiele|&#039;&#039;Norder Lichtspiele&#039;&#039;]]) einrichtete. 1921 erfolgte eine Umbenennung in den bis heute geläufigen Namen &#039;&#039;Hotel Reichshof&#039;&#039;, nachdem [[Karl Zicke]] das Hotel erworben hatte. Es wurde nachfolgend noch zwei mal verpachtet und erhielt in den späten 1930er Jahren wohl sein im Wesentlichen heutiges Aussehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 30&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. September 1956 erwarben [[Wilhelm Franke|Wilhelm &amp;quot;Willi&amp;quot; Franke]] und seine Ehefrau [[Martha Franke]] den Reichshof mit seinen damals 20 Betten und einem Restaurant.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden (1973): Chronik. 70 Jahre Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden, Norden, S. 39&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Ehepaar sorgte von da an für eine kontinuierliche Qualität und einen guten Ruf. 1975 übergaben sie die Hotelgeschäfte in die Hände ihres Sohnes [[Hans-Jürgen Franke]] und seiner [[Dorothea Franke|Ehefrau Dorothea]]. Mit gutem Geschmack und viel Fleiß bauten sie den guten Namen des Hauses weiter aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Der Kinosaal wurde zu dieser Zeit nicht mehr als solcher genutzt und bereits 1963 an die Firma &#039;&#039;[[Doornkaat]]&#039;&#039; verkauft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:13&amp;quot;&amp;gt;[http://www.allekinos.com/NORDENLichtspiele.htm Informationen zu den Norder Lichtspielen], abgerufen am 17. Juni 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; 1984 bis 1985 erfolgte der Umbau des ehemaligen Kinosaals im hinteren Teil des Gebäudes zu einem großen Festsaal, nachdem dieser von &#039;&#039;Doornkaat&#039;&#039; zurückgekauft wurde. Die Bühne mitsamt Vorhang lässt bis heute auf die ehemalige Nutzung als Kino schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 bis 1993 wurde der Hotelbereich durch neun weitere Zimmer im kleinen und großen Gästehaus erweitert. 2001 entstand der Wellnessbereichs &#039;&#039;Meer und Moor&#039;&#039; am [[Neuer Weg 52|Neuen Weg 52]] (ehemals &#039;&#039;Elektrofachgeschäft Döpke&#039;&#039;), zudem wurde der Hotelbereich um fünf weitere Zimmer erweitert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; 2004 wurde die ehemalige Kornkammer (&#039;&#039;Speicher Amsterdam&#039;&#039;) der Firma [[Doornkaat]] umgebaut, die sich nördlich des Hauptgebäudes befindet. Heute verbindet die Lohne [[Hooge Thun]] die beiden Gebäude, im alten Speicher befindet sich seither die Rezeption. Es entstanden dort ferner 16 Gästezimmer, ein separater Frühstücksraum sowie eine Hausbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. Dezember 2005 kam es zu einem Brand im Restaurantbereich. Durch schnelles Eingreifen der um 02:28 Uhr alarmierten [[Feuerwehr Norden|Norder Feuerwehr]] konnte der Brandschaden auf diesen Bereich begrenzt werden. Nach dreimonatigen Renovierungsarbeiten konnte das Restaurant im Frühjahr 2006 wieder öffnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 wurde der Parkbereich um Flächen der ehemaligen [[Holzhandlung Wieben]] an der [[Brückstraße]] 6 erweitert. Hier wurde auch eine alte Lagerhalle der Firma zu einer gemütlich-rustikalen Scheune hergerichtet. Eine Holzbrücke verbindet diesen Bereich seitdem mit der [[Doornkaatlohne]] und dem Hotel. Ein Jahr später wurde der Wellnessbereich durch eine eigene Rezeption und Behandlungsräume erweitert. Zudem trat das Hotel dem Verbund der sogenannten &#039;&#039;Romantik Hotels&#039;&#039; bei. Im Frühjahr 2009 eröffnete der Reichshof das &#039;&#039;Schlossparkcafé Lütetsburg&#039;&#039; am Schlosspark in Lütetsburg. 2010 wurde die Küche des Restaurants erweitert. Es entstanden ein Wintergarten sowie - durch Ankauf eines [[Haus Wolbergs|südlichen Nebengebäudes]] - die Bar-Lounge &#039;&#039;Wolbergs&#039;&#039; sowie zwei Wellness-Lofts.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2012 stehen [[Martina Haver-Franke]] und [[Björn Haver]] dem Familienbetrieb vor und führen die Geschicke des Hauses in 3. Generation fort. Unter ihrer Leitung wurde das Restaurant bis 2017 weiter umgebaut und fortan unter dem Namen &#039;&#039;Heimisch&#039;&#039; betrieben. Anfang 2018 endete eine mehrjährige Umbau- und Renovierungsphase. Während dieser Zeit wurde der Großteil aller Zimmer saniert und modernisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
Das Hotel umfasst 55 Zimmer, Junior-Suiten und Lofts. Zum Hotelangebot gehört auch ein &#039;&#039;Meer &amp;amp; Moor Spa-Bereich&#039;&#039;. Auf mehreren Ebenen spiegeln sich dabei Ostfriesland und die Nordsee in den verschiedenen Saunen, Ruhebereichen sowie dem Indoor-Schwimmbad wider. Zwei großzügige Lofts laden zur Entspannung ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zum Hotel gehörende &#039;&#039;Restaurant Heimisch&#039;&#039; sorgt für das leibliche Wohl der Gäste. Auch hotelfremde Besucher können hier speisen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trivia==&lt;br /&gt;
Am 23. Januar 1911 soll im Saal des Hotels ein öffentliches Frauen-Turnen stattgefunden haben, was für damalige Zeiten außergewöhnlich war.&amp;lt;ref&amp;gt;Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 35&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Galerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Neuer Weg Reichshof Garbes Hotel 1882.JPG|Bildnis aus dem Jahr 1882.&lt;br /&gt;
Datei:Neuer Weg Hotel Frisia Reichshof 1903.jpg|Aufnahme von 1903.&lt;br /&gt;
Datei:Neuer Weg Reichshof Hotel Frisia Inhaber Bay um 1910 01.jpg|Aufnahme in der Zeit um 1910.&lt;br /&gt;
Datei:Neuer Weg Reichshof Hotel Frisia Inhaber Bay um 1910 02.jpg|Innenansicht (großer Saal) um 1910.&lt;br /&gt;
Datei:Neuer Weg Reichshof Hotel Frisia Inhaber Bay um 1910 03.jpg|Innenansicht (kleiner Saal) um 1910.&lt;br /&gt;
Datei:Neuer Weg Reichshof Hotel Frisia Inhaber Bay um 1910 04.jpg|Innenansicht (Veranda Saal) um 1910.&lt;br /&gt;
Datei:Neuer Weg Hindenburgstraße unbekanntes Datum 01.jpg|Eventuell um 1930.&lt;br /&gt;
Datei:Neuer Weg Hotel Reichshof um 1960 01.jpg|Der südliche Neue Weg mit dem Reichshof (um 1960).&lt;br /&gt;
Datei:Neuer Weg Hotel Reichshof um 1965 01.jpg|Haupteingang zum Reichshof (um 1965).&lt;br /&gt;
Datei:Neuer Weg Hotel Reichshof 1986 01.jpg|Frontansicht des Reichshofs im Jahr 1986.&lt;br /&gt;
Datei:Neuer Weg 53 - 16032003.jpg|Aufnahme vom 16. März 2003.&lt;br /&gt;
Datei:Hotel Reichshof Brand 12122005 01.jpg|Brand im Restaurantbereich am 12. Dezember 2005.&lt;br /&gt;
Datei:Neuer Weg 54 - 270202016.jpg|Aufnahme vom 27. Februar 2016.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Deutsches Haus]]&lt;br /&gt;
*[[Liste der Häuser am Neuen Weg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gastwirtschaften im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
	</entry>
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		<title>The Tides</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: Weiterleitung nach Hotel Reichshof erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Hotel Reichshof]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
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		<title>Tides Boutique Hotel</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: Weiterleitung nach Hotel Reichshof erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Hotel Reichshof]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
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		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Datei:Deiche_Eindeichungen_Polder_%C3%9Cbersicht_1969_01.JPG&amp;diff=42926</id>
		<title>Datei:Deiche Eindeichungen Polder Übersicht 1969 01.JPG</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Quelle: Niemeyer, H. D., R. Kaiser, G. Brandt &amp;amp; D. Glaser (2004): Überprüfung der Tnw-Abschätzung für das Leysiel, Norderney, S. 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Link: https://www.researchgate.net/profile/Hanz_Niemeyer/publication/305215546_Uberprufung_der_Tnw-Abschatzung_fur_das_Leysiel/links/5784fede08aef321de2a8984/Ueberpruefung-der-Tnw-Abschaetzung-fuer-das-Leysiel.pdf&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
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		<title>Addinggaste</title>
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		<updated>2026-06-30T05:36:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&lt;br /&gt;
==Addinggaste==&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |{{#display_map:&lt;br /&gt;
| Title = Addinggaste&lt;br /&gt;
| Text = Ort in Süderneuland I&lt;br /&gt;
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|Kategorie&lt;br /&gt;
|[[:Kategorie:Orte in Süderneuland I|Orte in Süderneuland I]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stadtteil/-viertel&lt;br /&gt;
|[[Süderneuland I]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Baubeginn&lt;br /&gt;
|1556&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Fertigstellung&lt;br /&gt;
|1558&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Addinggaste&#039;&#039;&#039; (auch: &#039;&#039;Addinggaster Land&#039;&#039;) nimmt heute den größten Teil des Gebiets von [[Süderneuland I]] ein. Es handelt sich in seiner heutigen Form um einen etwa 633 Hektar großen [[Polder]], der Mitte des 16. Jahrhunderts aus der [[Leybucht]] gewonnen wurde. Mit ihm begann die (Wieder-)Besiedlung des [[Süderneuland|Süderneulands]]. &lt;br /&gt;
__NOTOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
*siehe auch: [[Süderneuland I#Geschichte|Geschichte von Süderneuland I]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Deiche Eindeichungen Polder Übersicht vor 1425 01.JPG|mini|Die Addinggaste und [[Westeel]] ragen nach der [[Erste Dionysiusflut|Ersten Dionysiusflut]] (1374) aus den Fluten hervor.]]&lt;br /&gt;
Die Addinggaste war seit Jahrhunderten ein erhöht auf einem natürlichen [[Geest|Geesthügel]] liegendes, besiedeltes Gebiet, das infolge schwerer Sturmfluten im 14. Jahrhundert, insbesondere der [[Erste Dionysiusflut|Ersten Dionysiusflut]] überflutet und aufgegeben werden musste. Lange Zeit war das Land nun ein Teil der [[Leybucht]], die durch die Sturmfluten ihre größte Ausdehnung erhielt. Norden erhielt hierdurch erstmals offenen Zugang zur See, der [[Norder Hafen]] entstand, doch viel Land war an das Meer verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Aufgabe des Ortes lag die Addinggaste im Herrschaftsgebiet des Geschlechts der [[Addinga]], die ihre Sitz auf der [[Addingaburg]] hatten. Der Name geht wohl auf einen Ahnherren mit Namen &#039;&#039;Addo&#039;&#039; zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Ramm, Heinz (1991): Addinga-Burg bei Norden vermutlich gefunden, in: Ostfreesland 74, S. 156ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Endung &#039;&#039;-nga&#039;&#039; bedeutet soviel wie &#039;&#039;aus der Sippe des&#039;&#039;. Noch heute findet sich diese aus der friesischen Sprache stammende Endung in vielen ostfriesischen Namen (Poppinga, Hayenga, Nanninga, ...). Der Begriffsbestandteil &#039;&#039;Gaste&#039;&#039; weist darauf hin, dass das Gebiet hier einen [[Geest|Geestboden]] aufwies. Sinngemäß bedeutet Addinggaste also &#039;&#039;Gaste der Addinga&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1425 begann mit dem [[Udo-Focken-Deich]] die Wiedergewinnung des in den Folgejahren wegen seiner südlichen Lage von Nordens befindlichen &#039;&#039;Süderneulands&#039;&#039;. Dieser lag nördlich der Addinggaste und bildet dessen nördliche Grenze. Die westliche Grenze zum [[Norder Tief]] bildet der [[Moordeich]], die östliche der [[Wurzeldeich]] und die südliche das [[Addinggaster Neuland]].&amp;lt;ref&amp;gt;Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Folgejahren wurde das Land urbar gemacht und besiedelt. Das Meer führte dabei zu einer Verbesserung der Bodenqualität, ähnlich jener in der [[Marsch]], sodass die hier befindlichen Höfe äußerst ertragreich waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2011): Die Höfe in Süderneuland, in: Heim und Herd, 12. März 2011, Beilage zum Ostfriesischen Kurier, Nr. 4, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Suederneuland_I_und_II.pdf Beschreibung von Süderneuland I und II] in der Historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Entwässerung wurden Siele gebaut, die das Land in das [[Norder Tief]] entwässerten. Aus diesen zunächst hölzernen Sielen wurde 1775 das steinerne [[Fridericussiel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Jahrhunderte war die Addinggaste, wie das gesamte Süderneuland, äußerst spärlich besiedelt. Dies änderte sich erst mit dem Bau der [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole|Bahnstrecke]] sowie des [[Alter Bahnhof Norden|Bahnhofs]], als sich hier um die Jahrhundertwende (um 1900) nach und nach immer mehr wohlhabende Bauern einen Altersruhesitz an der neu entstandenen [[Bahnhofstraße]] errichteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Liste der Eindeichungen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polder im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orte in Süderneuland I]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Süderneuland I]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Hotel_Henschen&amp;diff=42920</id>
		<title>Hotel Henschen</title>
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		<updated>2026-06-09T06:55:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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==Henschen&#039;s Hotel==&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |{{#display_map:&lt;br /&gt;
| Title = Henschen&#039;s Hotel&lt;br /&gt;
| Text = Hotel in Norden&lt;br /&gt;
| center = 53.59653776901325, 7.209163205431335&lt;br /&gt;
| circles = 53.59653776901325, 7.209163205431335 :20&lt;br /&gt;
| zoom = 17&lt;br /&gt;
| width = 300px&lt;br /&gt;
| height = 300px&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Basisdaten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit&lt;br /&gt;
|1924&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erbauer&lt;br /&gt;
|[[Carl Schaper]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bauweise&lt;br /&gt;
|Hotel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
|erhalten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Genaue Lage&lt;br /&gt;
|[[Osterstraße]] 144&lt;br /&gt;
26506 Norden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Datei:Schaper Kino Apollo Programm 12 1912.jpg|mini|Kinoprogramm von Dezember 1912.]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel Henschen&#039;&#039;&#039; (auch: &#039;&#039;Henschen&#039;s Hotel&#039;&#039;; früher: &#039;&#039;Schapers Theatersaal&#039;&#039;) befand sich an der [[Osterstraße]] 144. Das bis heute bestehende Gebäude beherbergte in weiten Teilen seiner Geschichte das Fahrradfachgeschäft &#039;&#039;Zweirad Thedinga&#039;&#039;, das hier von 1979 bis Ende 2014 ansässig war. Seit dessen Auszug wurde das Gebäude zu einem Mehrparteienhaus umgebaut und bis heute als solches genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Monate nach der Fertigstellung wurde an der westlichen Fassade der Schriftzug &#039;&#039;Haus Thedinga&#039;&#039; angebracht, welcher an die langjährige Nutzung erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Schon vor dem Bau des bis heute bestehenden Gebäudes wurde das Grundstück gastwirtschaftlich genutzt. Um 1882 befand sich hier der &#039;&#039;Harm&#039;sche Saal&#039;&#039;, der vom [[Norder Turnverein]] seinerzeit auch als Übungsort genutzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heutige Gebäude wurde schließlich 1924 von [[Carl Schaper]] als Hotel errichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Es firmierte zu Beginn unter dem Namen &#039;&#039;Hotel Schaper&#039;&#039;, auch der Vorgängerbau, der schlicht &#039;&#039;Schapers Theatersaal&#039;&#039; genannt wurde, gehörte ihm und beherbergte das erste Kino der Stadt, die sogenannten &#039;&#039;Apollo-Lichtspiele&#039;&#039;. Die Erstaufführung datiert auf den 12. Dezember 1912, gezeigt wurde ein dreiaktiges Drama mit dem Titel &#039;&#039;Offiziers- und Rennreiterleben&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 10&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Hotelbetrieb gehörten auch eine Schankwirtschaft und eine Kegelbahn.&amp;lt;ref&amp;gt;NLA AU Dep. 60 Nr. 1848&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1929 ging der Hotelbetrieb jedoch im Zuge der Weltwirtschaftskrise bankrott, Gebäude und Grundstück wurden zwangsversteigert. [[Brauerei Beck|Brauereibesitzer]] [[Georg Beck]] erhielt den Zuschlag und verpachtete das Hotel an [[Wilhelm Henschen]], der den Hotelbetrieb noch einige Jahre fortführen konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 188&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1973 bis Ende 1976 befand sich in dem Gebäude das &#039;&#039;Nordsee-Hotel&#039;&#039; sowie die &#039;&#039;Nordland GmbH&#039;&#039; (Agentur großer Marken) der Firma [[U. Groenefeld|&#039;&#039;U. Groenefeld&#039;&#039;]].&amp;lt;ref&amp;gt;Schriftliche Auskunft von Claus Herlyn, mitgeteilt am 22. November 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1979 befand sich hier das Zweiradgeschäft &#039;&#039;Thedinga&#039;&#039;. Dieses war bereits 1921 als Fachhandel für Leder, Automobile und Fahrräder in Aurich gegründet worden. Dort wurde der Stammsitz bis 1983 betrieben. Erst später wurde der Schwerpunkt auf das reine Zweiradgeschäft gelegt. Eine Filiale in Norden gab es bereits seit 1975, zunächst an der [[Klosterstraße]] und seit 1979 schließlich an der Osterstraße 144. Bis zum Jahr 1983 wurden beide Standorte parallel betrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;[https://www.zweirad-thedinga.de/ueberUns1.html Zur Geschichte von Zweirad Thedinga], abgerufen am 16. Oktober 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014 zog &#039;&#039;Thedinga&#039;&#039; im Zuge von Umbauarbeiten aus dem Gebäude aus und ließ sich ab Januar 2015 vorübergehend in dem ehemaligen Bürogebäude der &#039;&#039;[[Raiffeisengenossenschaft]]&#039;&#039; nieder. Da sich der Standort offenbar als deutlich verkaufsfördernder erwies, veräußerte man den bisherigen Standort und errichte 2018 einen Neubau nahe des [[Norder Tor|&#039;&#039;Norder Tors&#039;&#039;]], in das man Anfang 2019 einzog. Im Standort an der Osterstraße entstanden unter Federführung von &#039;&#039;[[Claashen Immobilien]]&#039;&#039; bis 2021 mehrere Wohnungen, der hintere Teil wurde 2015 bis zum Stammgebäude abgebrochen. Ende November 2022 wurden das renovierte bzw. sanierte Gebäude erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute trägt ein Hotel an der [[Norddeicher Straße]] ebenfalls den Namen &#039;&#039;Henschen&#039;s Hotel&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Galerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Osterstraße Hotel Henschen 1906 01.jpg|Der Vorgängerbau (rechts) im Jahre 1906.&lt;br /&gt;
Datei:Osterstraße Hotel Henschen 1927 01.jpg|Der Neubau im Jahre 1927.&lt;br /&gt;
Datei:Osterstraße Hotel Henschen Werbung um 1930 01.jpg|Werbung aus der Zeit um 1930.&lt;br /&gt;
Datei:Osterstraße Hotel Henschen Thedinga Sirtaki 1988 (0270784) MZ.jpg|Aufnahme von 1988.&lt;br /&gt;
Datei:Osterstraße 144 - Thedinga - 30 03 2003.jpg|&#039;&#039;Zweirad Thedinga&#039;&#039; - Aufnahme vom 30. März 2003.&lt;br /&gt;
Datei:Osterstraße 144 - 08 03 2014 01.jpg|Seitliche Aufnahme - 8. März 2014.&lt;br /&gt;
Datei:Osterstraße 144 - 31 07 2021.jpg|Das Gebäude nach Abschluss des Gros der Renovierungsarbeiten - Aufnahme vom 31. Juli 2021.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Hotel Heeren-Logement]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gastwirtschaften im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Liste_der_Bunker&amp;diff=42919</id>
		<title>Liste der Bunker</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Liste_der_Bunker&amp;diff=42919"/>
		<updated>2026-06-09T06:06:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Liste der Bunker&#039;&#039;&#039; gibt eine Übersicht über die zahlreichen, über das Stadtgebiet verteilten (und bekannten) Bunker, die während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] sowie des Kalten Kriegs errichtet wurden. Dabei handelte es sich in den meisten Fällen um keine Bunker im engeren Sinne, sondern zumeist um (betonierte) Deckungsgräben, also Erdgräben, die mit Stahlbeton ummantelt waren. Sie boten Schutz vor Tieffliegern und Beschuss, jedoch kaum bis gar nicht vor regulären Luftbomben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige, richtige Bunker befindet sich seit den frühen 1970er Jahren unter dem [[Jan-ten-Doornkaat-Koolman-Platz]]. Es handelt sich um einen [[Tiefbunker]], der unter dem Eindruck des sich verschärfenden Kalten Krieges und der erhöhten Wahrscheinlichkeit eines nuklearen Angriffs durch die Sowjetunion errichtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Ab dem 6. September 1940 gab es regelmäßig Nachtangriffe alliierter Bomber auf Berlin, die am 24. September 1940 bei einem Volltreffer auf ein Gasometer in Berlin 22 Tote und 83 verletzte Personen zur Folge hatten. Zwei Tage später traf sich Hitler mit Wilhelm Keitel (Chef des Oberkommandos der Wehrmacht) und seinem Rüstungsminister Fritz Todt (zugleich Leiter der &#039;&#039;Organisation Todt&#039;&#039;) zu einer Besprechung in der &#039;&#039;Neuen Reichskanzlei&#039;&#039;, bei der die Auswirkungen der Bombardierungen auf die Moral der Zivilbevölkerung im Vordergrund stand. Hitler verlangte den Bau von Luftschutzräumen in großem Umfang. Am 27. September leitete Todt das Protokoll der Sitzung zusammen mit einer eigenhändigen Skizze Hitlers zu einem neuen Normbunkertyp an Albert Speer weiter. Diese Art von großen Luftschutzbunkern wurde jedoch vor allem in großen bzw. kriegsbedeutenden Städten, darunter Emden, gebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:02&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BChrer-Sofortprogramm Wikipedia-Artikel zum Führer-Sofortprogramm], abgerufen am 19. Juni 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Schulstraße Bunker um 1945 01.jpg|mini|Ehemaliger [[Bunker (Schulstraße)|Bunker]] an der [[Schulstraße]] (heute Gelände der [[Conerus-Schule]]).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Bauphase ===&lt;br /&gt;
In Norden hatte die &#039;&#039;Organisation Todt&#039;&#039; bereits zu Beginn des Krieges mehrere Grundstücke und Hallen in Norden beschlagnahmt, so etwa beim [[Ekeler Vorwerk]]. Hier wurden die Gerätschaften und das benötigte Material gelagert, das auch beim Bau der [[Liste der Flakstellungen|Flakstellungen]] zum Einsatz kam.&amp;lt;ref&amp;gt;Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinzelt wurden in und um Norden einzelne kleinere Luftschutzbunker bzw. betonierte Deckungsgräben gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Bauphase ===&lt;br /&gt;
In einem dritten Zusatzprogramm der Reichsregierung wurde 1943 der Bau von &#039;&#039;Luftschutzstollen&#039;&#039; bzw. betonierten Deckungsgräben befohlen, wodurch Material und Arbeiter gespart wurden. Die Aufteilung der öffentlichen Luftschutzstollen glich oft einem Gittergrundriss, in dem mindestens zwei parallel zueinander verlaufende Hauptstollen durch rechtwinklig aufgefahrene Querstollen miteinander verbunden waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:02&amp;quot; /&amp;gt; Dieser Bautyp entspricht weitestgehend den Bunkern, die im Norder Bereich errichtet wurden. Sie wurden oberirdisch angelegt und konnten maximal eine einstellige Anzahl an Personen aufnehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt; Die Berechnungen für die Anforderungen kamen von der Technischen Universität Braunschweig. Die Arbeiten wurden zumeist von der &#039;&#039;Organisation Todt&#039;&#039;, vereinzelt auch mithilfe von lokalen Bauunternehmen durchgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Zeitzeugenbefragung vom 14. Dezember 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die staatlichen Bauwerke bestanden aus Stahlbeton, manchmal wurden aber auch von Privatleuten einfache Erdlöcher ausgehoben und mit Holz verstärkt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 39&amp;lt;/ref&amp;gt; Zugänglich waren alle Bunker von Anfang nur für &#039;&#039;arische&#039;&#039; Mitbürger, den [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdischen Gemeinden]] im Deutschen Reich wurde bereits im September 1939 von den Gemeindeverwaltungen im Auftrag der Geheimen Staatspolizei mitgeteilt, sich eigene Luftschutzbunker zu bauen.&amp;lt;ref&amp;gt;Forster, Hans / Schwickert, Günther (1988): Norden. Eine Kreisstadt unterm Hakenkreuz, Norden, S. 185&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Hauptbauphase der Bunker gab es jedoch ohnehin praktisch keine Juden mehr im öffentlichen Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dritte Bauphase ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Norddeich Badestraße Lintelermarsch Seedeich Deich Utkiek Bunker 29 05 2003.jpg|mini|Einer der wenigen erhaltenen Bunker, heute ein Restaurant am [[Lintelermarscher Seedeich]].]]&lt;br /&gt;
Am 28. August 1944 erteilte Hitler den Befehl, die deutsche Nordseeküste von der niederländischen Grenze bis nach Dänemark zu befestigen. Für den - propagandistisch wirksam - sogenannten &#039;&#039;Friesenwall&#039;&#039; entstanden Panzergräben von fünf Metern Breite und vier Metern Tiefe sowie zum Teil verbunkerte Stellungen. Der &#039;&#039;Friesenwall&#039;&#039; sollte aus Schützengräben und Unterständen direkt am Seedeich bestehen und durch zwei Panzergräben weiter im Binnenland sowie durch sogenannte Riegelstellungen parallel zur deutsch-dänischen Grenze ergänzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Friesenwall_(Zweiter_Weltkrieg) Wikipedia-Artikel zum Friesenwall], abgerufen am 19. Juni 2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit wollte die Reichsregierung einem befürchteten alliierten Angriff an der deutschen Nordseeküste begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bau wurden 16.000 Kriegsgefangene herangezogen, darunter etwa 2.000 Häftlinge aus dem zum KZ Neuengamme gehörenden KZ Engerhafe (Gemeinde Südbrookmerland). Die Häftlinge stammten aus ganz Europa und wurden aus verschiedensten Gründen ins KZ Neuengamme eingeliefert. Über die Hälfte der Zwangsarbeiter waren Niederländer; weitere große Gruppen stammten aus Frankreich, Dänemark und Polen. Dazu kam ein Aufgebot aus Volksdeutschen: Hitlerjungen, ältere Männer, Angehörige der Wehrmacht und der Organisation Todt. Teilweise verfrachtete die deutsche Führung ganze Schulklassen an die Küste, um die Arbeiten zu leisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Häftlinge arbeiteten sieben Tage die Woche je zwölf Stunden unter unmenschlichen Bedingungen. Neben mangelnder Versorgung und Unterbringungen forderte auch die harte Arbeit mit primitivsten Geräten hunderte Todesopfer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Für sie wurde beispielsweise in Aurich eine Mahnstätte errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegenwärtiger Zustand ===&lt;br /&gt;
Der größte, bis heute noch erhaltene Bunker in Norden - unter dem [[Jan-ten-Doornkaat-Koolman-Platz]] - stammt indes nicht aus dem Zweiten Weltkrieg. Es handelt sich um einen [[Tiefbunker]], der unter dem Eindruck des sich verschärfenden Kalten Krieges und der erhöhten Wahrscheinlichkeit eines nuklearen Angriffs durch die Sowjetunion in den 1960er bis 1970er Jahren im Zuge der [[Altstadtsanierung]] errichtet wurde. Von den zahlreichen kleinen Bunkern aus den 1940er Jahren ist heute nur noch eine recht geringe Anzahl vorhanden. Sie befinden sich alle in einem eher schlechten Zustand und sind naturgemäß nicht mehr für ihre ursprünglichen Zwecke zu gebrauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übersicht ==&lt;br /&gt;
Die nachfolgende Liste ist nicht abschließend. Insbesondere die genaue Anzahl privat errichteter Bunker bzw. Luftschutzkeller lässt sich kaum mehr beziffern. Hinzu kommt eine nicht mehr näher definierbare, aber mindestens zweistellige Anzahl von MG-Posten und kleineren Bunkern entlang der Seedeiche, die ab 1944 im Rahmen des &#039;&#039;Friesenwall&#039;&#039;-Projektes (siehe oben) erbaut wurden.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Stadtviertel&lt;br /&gt;
!Straße&lt;br /&gt;
!Baujahr&lt;br /&gt;
!Erläuterung&lt;br /&gt;
!Erhaltungszustand und ggf. Nachnutzung&lt;br /&gt;
!Hauptartikel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bargebur]]&lt;br /&gt;
|[[Alter Postweg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Östlich der Hausnummer 11 am Wegesrand zur &#039;&#039;Kleemannbrücke&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
|Erhalten. Wird als Refugium für Fledermäuse genutzt.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Alter Postweg)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bargebur]]&lt;br /&gt;
|[[Alter Postweg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Ungefähr im Bereich [[Poggenpoller]].&lt;br /&gt;
|Nach 1945 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Alter Postweg)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bargebur]]&lt;br /&gt;
|[[Ölmühlenweg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf der rechten Straßenseite, von der [[Heerstraße]] aus gesehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|1978 beim Bau des Hauses Ölmühlenweg 15 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Ölmühlenweg)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ekel]]&lt;br /&gt;
|[[Am Galgenberg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|In den [[Galgenberg]] gegraben.&lt;br /&gt;
|Teilweise erhalten. Nutzung und Zustand unbekannt.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Am Galgenberg)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ekel]]&lt;br /&gt;
|[[Ekeler Weg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf dem Grund der heutigen Versicherungsagentur.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Zeitzeugenbefragung vom 8. November 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Nach 1945 durch Sprengung abgebrochen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Ekeler Weg)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ekel]]&lt;br /&gt;
|[[Ekeler Weg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Beim heutigen Beton- und Kieswerk (OTB). Insgesamt 6 Stück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;[http://www.luftschutzbunker-wilhelmshaven.de/umkreis/Listefrie.html Auflistung von Bunkern] auf &#039;&#039;Luftschutzbunker Wilhelmshaven&#039;&#039;, abgerufen am 19. Juni 2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer davon am [[Porghamerdrift]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 44&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Mit [[Liste der Flakstellungen|Flakstellung]]. Nach Krieg kurzzeitig Behelfswohnung. Um 1950 abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.luftschutzbunker-wilhelmshaven.de/umkreis/Listefrie.html Auflistung von Bunkern] auf &#039;&#039;Luftschutzbunker Wilhelmshaven&#039;&#039;, abgerufen am 19. Juni 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Ekeler Weg)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ekel]]&lt;br /&gt;
|[[Kampweg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf dem Grundstück des Kampweg 30 (früheres [[Gemeindehaus (Kampweg)|Gemeindehaus]]).&lt;br /&gt;
|Bis mindestens 1949 existent.&amp;lt;ref&amp;gt;Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Kampweg)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ekel]]&lt;br /&gt;
|[[Langer Pfad]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Im Winkel zum [[Heitsweg]] (heute [[Langer Pfad]] 32).&lt;br /&gt;
|Um 1970 für den Bau eines Wohngebäudes abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Langer Pfad)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ekel]]&lt;br /&gt;
|[[Rosenweg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|An der Einmündung zum [[Buchenweg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zeitzeugenbefragung vom 16. November 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Behelfserdbunker.&lt;br /&gt;
|Nach 1945 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Rosenweg)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Leybuchtpolder]]&lt;br /&gt;
|[[Alter Damm]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Im alten Seedeich an der Grenze zum Schoonorther Sommerpolder (Krummhörn).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Nach 2013 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Alter Damm)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Nadörst]]&lt;br /&gt;
|[[Hohe Vier]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf einem Privatgrundstück am Anfang der Straße.&lt;br /&gt;
|Erhalten.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Hohe Vier)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Neustadt]]&lt;br /&gt;
|[[Fischerspfad]]&lt;br /&gt;
|1943 / 1944&lt;br /&gt;
|Im Winkel zur [[Königsberger Straße]] (im heutigen [[Mühlenpark]]).&lt;br /&gt;
|Um 1970 bei der Erweiterung des Fischerspfads abgebrochen&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Fischerspfad)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Neustadt]]&lt;br /&gt;
|[[In der Wildbahn]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf dem Grund des heutigen [[Schulzentrum Wildbahn]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Kurz nach Kriegsende abgebrochen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Bunker (In der Wildbahn)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norddeich]]&lt;br /&gt;
|[[Tunnelstraße]]&lt;br /&gt;
|1944&lt;br /&gt;
|An den [[Lintelermarscher Seedeich]] gebaut. Mit [[Liste der Flakstellungen|Flakstellung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Zeitzeugenbefragung vom 17. Januar 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Erhalten. Wurde überbaut und seitdem als Restaurant (&#039;&#039;Utkiek&#039;&#039;) genutzt.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Badestraße)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norddeich]]&lt;br /&gt;
|[[Am Fischereihafen]]&lt;br /&gt;
|1944&lt;br /&gt;
|An den [[Lintelermarscher Seedeich]] gebaut. Mit [[Liste der Flakstellungen|Flakstellung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Um 1950 abgebrochen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Tunnelstraße)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Am Alten Siel]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Im Umfeld der [[Sielschule|Alten Sielschule]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Nach 1945 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Am Alten Siel)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Am Markt]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Im Winkel zur [[Norddeicher Straße]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Vermutlich nordwestlicher Markt.&lt;br /&gt;
|1945 gesprengt und abgebrochen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Am Markt)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Am Markt]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Verstärkung des Kellers des [[Haus Vienna]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Verbunkerung nicht mehr erkennbar.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Am Markt)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Am Sportplatz]]&lt;br /&gt;
|1943&lt;br /&gt;
|In den Kellern der Doppelhäuser 20-22.&amp;lt;ref&amp;gt;Immobilieninserat auf Immowelt.de, abgerufen am 16. September 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Keller aufgrund damals geltender Vorgaben verbunkert.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Am Sportplatz)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Bleicherslohne]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf dem Grund der heutigen Hausnummer 25.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Zeitzeugenbefragung vom 12. Oktober 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Um 1950 abgebrochen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Zeitzeugenbefragung vom 23. Oktober 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Bleicherslohne)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Burggraben]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Schräg gegenüber des heutigen [[SPD-Heim|SPD-Heims]].&amp;lt;ref&amp;gt;Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 1102190.jpg)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Zeitzeugenbefragung vom 23. Oktober 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Nach 1945 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Burggraben)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Fabriciusstraße]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf dem heutigen Parkplatz der Anschrift [[Burggraben 41]].&lt;br /&gt;
|Nach 1945 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Fabriciusstraße)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Große Lohne]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Im Winkel zur [[Sielstraße]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Nach 1945 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Große Lohne)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Große Mühlenstraße]]&lt;br /&gt;
|1970er Jahre&lt;br /&gt;
|Im Gebäude der [[Seekabelendstelle]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Erhalten.&lt;br /&gt;
|[[Seekabelendstelle]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Hollander Weg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Unbekannt.&lt;br /&gt;
|Nach 1945 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Hollander Weg)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Im Spiet]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Ungefähr in Höhe der Kreuzung [[Hollander Weg]] / [[Im Dullert]] / [[Mahnland]].&lt;br /&gt;
|Erhalten.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Im Spiet)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Jan-ten-Doornkaat-Koolman-Platz]]&lt;br /&gt;
|1968&lt;br /&gt;
|Unterhalb des [[Jan-ten-Doornkaat-Koolman-Platz|Jan-ten-Doornkaat-Koolman-Platzes]].&lt;br /&gt;
|Erhalten. Wird hauptsächlich als Tiefgarage benutzt.&lt;br /&gt;
|[[Tiefbunker]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Kleine Mühlenstraße]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Gelände der ehemaligen [[Zichorien-, Kaffeemehl- und Senffabrik Koch]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zeitzeugenbefragung vom 29. Oktober 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Nach 1945 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Kleine Mühlenstraße)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Knyphausenstraße]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|In einem Gebüsch im Winkel der [[Knyphausenstraße|Knyphausen-]] und [[Manningastraße]].&lt;br /&gt;
|Erhalten. Keine Nachnutzung.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Knyphausenstraße)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Mackeriege]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf einem bis zum Abbruch freistehenden Grundstück (Hausnummer 6).&lt;br /&gt;
|Im März 2014 abgebrochen. Dort steht heute ein Bungalow.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Mackeriege)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Molkereilohne]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf dem Grund der heutigen Firma [[Everwien]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Nach 1945 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Molkereilohne)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Norddeicher Straße]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Im Winkel der [[Parkstraße]] (ehemalige [[Aldersnaburg|Burgstelle]]).&lt;br /&gt;
|Unterirdischer Teil vermutlich in Hauskeller eingebunden, Rest abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Parkstraße)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Schulstraße]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Etwa mittig des Kurvenbereichs vor dem [[Conerus-Schule|Schulgelände]].&amp;lt;ref&amp;gt;Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0115175.jpg)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zwischen 1950 und 1958 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Schulstraße)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Schützenwiese]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf dem Gelände des (ehemaligen) Steinmetzes Suerbier.&lt;br /&gt;
|Abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Schützenwiese)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Süderneuland I]]&lt;br /&gt;
|[[Addinggaster Weg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf dem Grund der heutigen Hausnummer 12.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Unbekannt.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Addinggaster Weg)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Süderneuland I]]&lt;br /&gt;
|[[Am Fridericussiel]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf dem Grund der heutigen Hausnummern 2 A bis 4 B.&lt;br /&gt;
|Bei Bauarbeiten der vorgenannten Hausnummern im Frühjahr 2007 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Am Fridericussiel)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Süderneuland I]]&lt;br /&gt;
|[[Gartenweg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Im Umfeld der [[Schmiedestraße]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Unbekannt.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Gartenweg)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Süderneuland I]]&lt;br /&gt;
|[[Wurzeldeicher Straße]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Nordöstlich der [[Grundschule Süderneuland]].&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 137&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute Hausnummer 24 A.&lt;br /&gt;
|Erhalten. Wird als Lagerkeller genutzt.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Wurzeldeicher Straße)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Süderneuland II]]&lt;br /&gt;
|[[Bahnhofsweg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf dem Grund der späteren Autowerkstatt &#039;&#039;Beninga &amp;amp; Schmehl&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
|Nach 1945 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Bahnhofsweg)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Süderneuland II]]&lt;br /&gt;
|[[Bundesstraße]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Westlich des [[Hof Gerdes]] (Hausnummer 22).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://docplayer.org/189104401-2oo-jahre-ortsteil-nado-rst.html Gerdes, Ute (2018): 200 Jahre Orsteil Nadörst (Online-Veröffentlichung)], abgerufen am 15. April 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|1945 oder 1946 gesprengt, die Überreste wurden später abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Bundesstraße)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Süderneuland II]]&lt;br /&gt;
|[[Waldstraße]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf dem Grundstück der ehemaligen [[Alte Schule Süderneuland II|Schule von Süderneuland II]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;Schriftliche Mitteilung von Martin Bogena (E-Mail vom 13. Oktober 2022)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Noch in den 1960er Jahren erhalten und als Rodelpiste genutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt; Mittlerweile abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Waldstraße)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Tidofeld]]&lt;br /&gt;
|[[Rheinstraße 10]]&lt;br /&gt;
|1938 oder 1939&lt;br /&gt;
|Im Keller der heutigen [[Rheinstraße 10]].&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben eines ehemaligen Bewohners (persönlich mitgeteilt am 31. Juli 2022)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Erhalten.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Rheinstraße)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Utlandshörn]]&lt;br /&gt;
|[[Utlandshörn (Straße)|Utlandshörn]]&lt;br /&gt;
|zw. 1935 und 1945&lt;br /&gt;
|Im Umfeld von [[Norddeich Radio]]. Diverse Bunker. Mit mehreren [[Liste der Flakstellungen|Flakstellungen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Eventuell noch teilweise erhalten.&lt;br /&gt;
|[[Norddeich Radio]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Westgaste]]&lt;br /&gt;
|[[Brauhausstraße]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf dem Grundstück der Brauhausstraße 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben von Ingo Rose (Kommentar zum facebook-Artikel vom 13. September 2022)&amp;lt;/ref&amp;gt; Ecke [[Alleestraße]].&lt;br /&gt;
|Abgebrochen. Letztes bekanntes Foto aus April 1975.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Brauhausstraße)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Westermarsch I]]&lt;br /&gt;
|[[Westermarscher Straße]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Im Waldstück zwischen [[Westermarscher Straße]] und [[Langhauser Weg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Unbekannt. Wahrscheinlich erhalten (Hochbunker).&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Westermarscher Straße)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Westermarsch I]]&lt;br /&gt;
|[[Polderweg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Sogenannter &#039;&#039;Tobrukstand&#039;&#039;. Auf einer Weide westlich des [[Polderweg|Polderwegs]] bzw. [[Lorenzweg|Lorenzwegs]]. Getarnt als Tränke.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Erhalten.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Polderweg)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Westermarsch I]]&lt;br /&gt;
|[[Polderweg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Sogenannter &#039;&#039;Tobrukstand&#039;&#039;. Auf einer Weide westlich des [[Polderweg|Polderwegs]] bzw. [[Lorenzweg|Lorenzwegs]]. Getarnt als Tränke.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Erhalten.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Polderweg)]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Interaktive Karte|Kartografische Übersicht]]==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable center&amp;quot; style=&amp;quot;width: 99.4%; float:center; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{{#display_map: height=800px |&lt;br /&gt;
{{Karte Bunker}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Liste der Barackenlager]]&lt;br /&gt;
*[[Liste der Flakstellungen]]&lt;br /&gt;
*[[Liste der Motorsirenen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bunker im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orte im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Auflistungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Liste_der_Bunker&amp;diff=42918</id>
		<title>Liste der Bunker</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Liste_der_Bunker&amp;diff=42918"/>
		<updated>2026-06-09T06:05:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Liste der Bunker&#039;&#039;&#039; gibt eine Übersicht über die zahlreichen, über das Stadtgebiet verteilten (und bekannten) Bunker, die während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] sowie des Kalten Kriegs errichtet wurden. Dabei handelte es sich in den meisten Fällen um keine Bunker im engeren Sinne, sondern zumeist um (betonierte) Deckungsgräben, also Erdgräben, die mit Stahlbeton ummantelt waren. Sie boten Schutz vor Tieffliegern und Beschuss, jedoch kaum bis gar nicht vor regulären Luftbomben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige, richtige Bunker befindet sich seit den frühen 1970er Jahren unter dem [[Jan-ten-Doornkaat-Koolman-Platz]]. Es handelt sich um einen [[Tiefbunker]], der unter dem Eindruck des sich verschärfenden Kalten Krieges und der erhöhten Wahrscheinlichkeit eines nuklearen Angriffs durch die Sowjetunion errichtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Ab dem 6. September 1940 gab es regelmäßig Nachtangriffe alliierter Bomber auf Berlin, die am 24. September 1940 bei einem Volltreffer auf ein Gasometer in Berlin 22 Tote und 83 verletzte Personen zur Folge hatten. Zwei Tage später traf sich Hitler mit Wilhelm Keitel (Chef des Oberkommandos der Wehrmacht) und seinem Rüstungsminister Fritz Todt (zugleich Leiter der &#039;&#039;Organisation Todt&#039;&#039;) zu einer Besprechung in der &#039;&#039;Neuen Reichskanzlei&#039;&#039;, bei der die Auswirkungen der Bombardierungen auf die Moral der Zivilbevölkerung im Vordergrund stand. Hitler verlangte den Bau von Luftschutzräumen in großem Umfang. Am 27. September leitete Todt das Protokoll der Sitzung zusammen mit einer eigenhändigen Skizze Hitlers zu einem neuen Normbunkertyp an Albert Speer weiter. Diese Art von großen Luftschutzbunkern wurde jedoch vor allem in großen bzw. kriegsbedeutenden Städten, darunter Emden, gebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:02&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BChrer-Sofortprogramm Wikipedia-Artikel zum Führer-Sofortprogramm], abgerufen am 19. Juni 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Schulstraße Bunker um 1945 01.jpg|mini|Ehemaliger [[Bunker (Schulstraße)|Bunker]] an der [[Schulstraße]] (heute Gelände der [[Conerus-Schule]]).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Bauphase ===&lt;br /&gt;
In Norden hatte die &#039;&#039;Organisation Todt&#039;&#039; bereits zu Beginn des Krieges mehrere Grundstücke und Hallen in Norden beschlagnahmt, so etwa beim [[Ekeler Vorwerk]]. Hier wurden die Gerätschaften und das benötigte Material gelagert, das auch beim Bau der [[Liste der Flakstellungen|Flakstellungen]] zum Einsatz kam.&amp;lt;ref&amp;gt;Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinzelt wurden in und um Norden einzelne kleinere Luftschutzbunker bzw. betonierte Deckungsgräben gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Bauphase ===&lt;br /&gt;
In einem dritten Zusatzprogramm der Reichsregierung wurde 1943 der Bau von &#039;&#039;Luftschutzstollen&#039;&#039; bzw. betonierten Deckungsgräben befohlen, wodurch Material und Arbeiter gespart wurden. Die Aufteilung der öffentlichen Luftschutzstollen glich oft einem Gittergrundriss, in dem mindestens zwei parallel zueinander verlaufende Hauptstollen durch rechtwinklig aufgefahrene Querstollen miteinander verbunden waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:02&amp;quot; /&amp;gt; Dieser Bautyp entspricht weitestgehend den Bunkern, die im Norder Bereich errichtet wurden. Sie wurden oberirdisch angelegt und konnten maximal eine einstellige Anzahl an Personen aufnehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt; Die Berechnungen für die Anforderungen kamen von der Technischen Universität Braunschweig. Die Arbeiten wurden zumeist von der &#039;&#039;Organisation Todt&#039;&#039;, vereinzelt auch mithilfe von lokalen Bauunternehmen durchgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Zeitzeugenbefragung vom 14. Dezember 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die staatlichen Bauwerke bestanden aus Stahlbeton, manchmal wurden aber auch von Privatleuten einfache Erdlöcher ausgehoben und mit Holz verstärkt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 39&amp;lt;/ref&amp;gt; Zugänglich waren alle Bunker von Anfang nur für &#039;&#039;arische&#039;&#039; Mitbürger, den [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdischen Gemeinden]] im Deutschen Reich wurde bereits im September 1939 von den Gemeindeverwaltungen im Auftrag der Geheimen Staatspolizei mitgeteilt, sich eigene Luftschutzbunker zu bauen.&amp;lt;ref&amp;gt;Forster, Hans / Schwickert, Günther (1988): Norden. Eine Kreisstadt unterm Hakenkreuz, Norden, S. 185&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Hauptbauphase der Bunker gab es jedoch ohnehin praktisch keine Juden mehr im öffentlichen Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dritte Bauphase ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Norddeich Badestraße Lintelermarsch Seedeich Deich Utkiek Bunker 29 05 2003.jpg|mini|Einer der wenigen erhaltenen Bunker, heute ein Restaurant am [[Lintelermarscher Seedeich]].]]&lt;br /&gt;
Am 28. August 1944 erteilte Hitler den Befehl, die deutsche Nordseeküste von der niederländischen Grenze bis nach Dänemark zu befestigen. Für den - propagandistisch wirksam - sogenannten &#039;&#039;Friesenwall&#039;&#039; entstanden Panzergräben von fünf Metern Breite und vier Metern Tiefe sowie zum Teil verbunkerte Stellungen. Der &#039;&#039;Friesenwall&#039;&#039; sollte aus Schützengräben und Unterständen direkt am Seedeich bestehen und durch zwei Panzergräben weiter im Binnenland sowie durch sogenannte Riegelstellungen parallel zur deutsch-dänischen Grenze ergänzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Friesenwall_(Zweiter_Weltkrieg) Wikipedia-Artikel zum Friesenwall], abgerufen am 19. Juni 2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit wollte die Reichsregierung einem befürchteten alliierten Angriff an der deutschen Nordseeküste begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bau wurden 16.000 Kriegsgefangene herangezogen, darunter etwa 2.000 Häftlinge aus dem zum KZ Neuengamme gehörenden KZ Engerhafe (Gemeinde Südbrookmerland). Die Häftlinge stammten aus ganz Europa und wurden aus verschiedensten Gründen ins KZ Neuengamme eingeliefert. Über die Hälfte der Zwangsarbeiter waren Niederländer; weitere große Gruppen stammten aus Frankreich, Dänemark und Polen. Dazu kam ein Aufgebot aus Volksdeutschen: Hitlerjungen, ältere Männer, Angehörige der Wehrmacht und der Organisation Todt. Teilweise verfrachtete die deutsche Führung ganze Schulklassen an die Küste, um die Arbeiten zu leisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Häftlinge arbeiteten sieben Tage die Woche je zwölf Stunden unter unmenschlichen Bedingungen. Neben mangelnder Versorgung und Unterbringungen forderte auch die harte Arbeit mit primitivsten Geräten hunderte Todesopfer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Für sie wurde beispielsweise in Aurich eine Mahnstätte errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegenwärtiger Zustand ===&lt;br /&gt;
Der größte, bis heute noch erhaltene Bunker in Norden - unter dem [[Jan-ten-Doornkaat-Koolman-Platz]] - stammt indes nicht aus dem Zweiten Weltkrieg. Es handelt sich um einen [[Tiefbunker]], der unter dem Eindruck des sich verschärfenden Kalten Krieges und der erhöhten Wahrscheinlichkeit eines nuklearen Angriffs durch die Sowjetunion in den 1960er bis 1970er Jahren im Zuge der [[Altstadtsanierung]] errichtet wurde. Von den zahlreichen kleinen Bunkern aus den 1940er Jahren ist heute nur noch eine recht geringe Anzahl vorhanden. Sie befinden sich alle in einem eher schlechten Zustand und sind naturgemäß nicht mehr für ihre ursprünglichen Zwecke zu gebrauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übersicht ==&lt;br /&gt;
Die nachfolgende Liste ist nicht abschließend. Insbesondere die genaue Anzahl privat errichteter Bunker bzw. Luftschutzkeller lässt sich kaum mehr beziffern. Hinzu kommt eine nicht mehr näher definierbare, aber mindestens zweistellige Anzahl von MG-Posten und kleineren Bunkern entlang der Seedeiche, die ab 1944 im Rahmen des &#039;&#039;Friesenwall&#039;&#039;-Projektes (siehe oben) erbaut wurden.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Stadtviertel&lt;br /&gt;
!Straße&lt;br /&gt;
!Baujahr&lt;br /&gt;
!Erläuterung&lt;br /&gt;
!Erhaltungszustand und ggf. Nachnutzung&lt;br /&gt;
!Hauptartikel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bargebur]]&lt;br /&gt;
|[[Alter Postweg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Östlich der Hausnummer 11 am Wegesrand zur &#039;&#039;Kleemannbrücke&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
|Erhalten. Wird als Refugium für Fledermäuse genutzt.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Alter Postweg)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bargebur]]&lt;br /&gt;
|[[Alter Postweg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Ungefähr im Bereich [[Poggenpoller]].&lt;br /&gt;
|Nach 1945 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Alter Postweg)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bargebur]]&lt;br /&gt;
|[[Ölmühlenweg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf der rechten Straßenseite, von der [[Heerstraße]] aus gesehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|1978 beim Bau des Hauses Ölmühlenweg 15 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Ölmühlenweg)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ekel]]&lt;br /&gt;
|[[Am Galgenberg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|In den [[Galgenberg]] gegraben.&lt;br /&gt;
|Teilweise erhalten. Nutzung und Zustand unbekannt.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Am Galgenberg)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ekel]]&lt;br /&gt;
|[[Ekeler Weg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf dem Grund der heutigen Versicherungsagentur.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Zeitzeugenbefragung vom 8. November 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Nach 1945 durch Sprengung abgebrochen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Ekeler Weg)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ekel]]&lt;br /&gt;
|[[Ekeler Weg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Beim heutigen Beton- und Kieswerk (OTB). Insgesamt 6 Stück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;[http://www.luftschutzbunker-wilhelmshaven.de/umkreis/Listefrie.html Auflistung von Bunkern] auf &#039;&#039;Luftschutzbunker Wilhelmshaven&#039;&#039;, abgerufen am 19. Juni 2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer davon am [[Porghamerdrift]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 44&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Mit [[Liste der Flakstellungen|Flakstellung]]. Nach Krieg kurzzeitig Behelfswohnung. Um 1950 abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.luftschutzbunker-wilhelmshaven.de/umkreis/Listefrie.html Auflistung von Bunkern] auf &#039;&#039;Luftschutzbunker Wilhelmshaven&#039;&#039;, abgerufen am 19. Juni 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Ekeler Weg)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ekel]]&lt;br /&gt;
|[[Kampweg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf dem Grundstück des Kampweg 30 (früheres [[Gemeindehaus (Kampweg)|Gemeindehaus]]).&lt;br /&gt;
|Bis mindestens 1949 existent.&amp;lt;ref&amp;gt;Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Kampweg)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ekel]]&lt;br /&gt;
|[[Langer Pfad]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Im Winkel zum [[Heitsweg]] (heute [[Langer Pfad]] 32).&lt;br /&gt;
|Um 1970 für den Bau eines Wohngebäudes abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Langer Pfad)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ekel]]&lt;br /&gt;
|[[Rosenweg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|An der Einmündung zum [[Buchenweg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zeitzeugenbefragung vom 16. November 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Behelfserdbunker.&lt;br /&gt;
|Nach 1945 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Rosenweg)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Leybuchtpolder]]&lt;br /&gt;
|[[Alter Damm]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Im alten Seedeich an der Grenze zum Schoonorther Sommerpolder (Krummhörn).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Nach 2013 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Alter Damm)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Nadörst]]&lt;br /&gt;
|[[Hohe Vier]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf einem Privatgrundstück am Anfang der Straße.&lt;br /&gt;
|Erhalten.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Hohe Vier)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Neustadt]]&lt;br /&gt;
|[[Fischerspfad]]&lt;br /&gt;
|1943 / 1944&lt;br /&gt;
|Im Winkel zur [[Königsberger Straße]] (im heutigen [[Mühlenpark]]).&lt;br /&gt;
|Um 1970 bei der Erweiterung des Fischerspfads abgebrochen&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Fischerspfad)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Neustadt]]&lt;br /&gt;
|[[In der Wildbahn]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf dem Grund des heutigen [[Schulzentrum Wildbahn]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Kurz nach Kriegsende abgebrochen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Bunker (In der Wildbahn)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norddeich]]&lt;br /&gt;
|[[Tunnelstraße]]&lt;br /&gt;
|1944&lt;br /&gt;
|An den [[Lintelermarscher Seedeich]] gebaut. Mit [[Liste der Flakstellungen|Flakstellung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Zeitzeugenbefragung vom 17. Januar 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Erhalten. Wurde überbaut und seitdem als Restaurant (&#039;&#039;Utkiek&#039;&#039;) genutzt.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Badestraße)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norddeich]]&lt;br /&gt;
|[[Am Fischereihafen]]&lt;br /&gt;
|1944&lt;br /&gt;
|An den [[Lintelermarscher Seedeich]] gebaut. Mit [[Liste der Flakstellungen|Flakstellung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Um 1950 abgebrochen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Tunnelstraße)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Am Alten Siel]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Im Umfeld der [[Sielschule|Alten Sielschule]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Nach 1945 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Am Alten Siel)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Am Markt]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Im Winkel zur [[Norddeicher Straße]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Vermutlich nordwestlicher Markt.&lt;br /&gt;
|1945 gesprengt und abgebrochen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Am Markt)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Am Markt]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Verstärkung des Kellers des [[Haus Vienna]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Verbunkerung nicht mehr erkennbar.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Am Markt)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Am Sportplatz]]&lt;br /&gt;
|1943&lt;br /&gt;
|In den Kellern der Doppelhäuser 20-22.&amp;lt;ref&amp;gt;Immobilieninserat auf Immowelt.de, abgerufen am 16. September 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Keller aufgrund damals geltender Vorgaben verbunkert.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Bleicherslohne]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf dem Grund der heutigen Hausnummer 25.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Zeitzeugenbefragung vom 12. Oktober 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Um 1950 abgebrochen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Zeitzeugenbefragung vom 23. Oktober 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Bleicherslohne)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Burggraben]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Schräg gegenüber des heutigen [[SPD-Heim|SPD-Heims]].&amp;lt;ref&amp;gt;Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 1102190.jpg)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Zeitzeugenbefragung vom 23. Oktober 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Nach 1945 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Burggraben)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Fabriciusstraße]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf dem heutigen Parkplatz der Anschrift [[Burggraben 41]].&lt;br /&gt;
|Nach 1945 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Fabriciusstraße)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Große Lohne]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Im Winkel zur [[Sielstraße]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Nach 1945 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Große Lohne)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Große Mühlenstraße]]&lt;br /&gt;
|1970er Jahre&lt;br /&gt;
|Im Gebäude der [[Seekabelendstelle]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Erhalten.&lt;br /&gt;
|[[Seekabelendstelle]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Hollander Weg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Unbekannt.&lt;br /&gt;
|Nach 1945 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Hollander Weg)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Im Spiet]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Ungefähr in Höhe der Kreuzung [[Hollander Weg]] / [[Im Dullert]] / [[Mahnland]].&lt;br /&gt;
|Erhalten.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Im Spiet)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Jan-ten-Doornkaat-Koolman-Platz]]&lt;br /&gt;
|1968&lt;br /&gt;
|Unterhalb des [[Jan-ten-Doornkaat-Koolman-Platz|Jan-ten-Doornkaat-Koolman-Platzes]].&lt;br /&gt;
|Erhalten. Wird hauptsächlich als Tiefgarage benutzt.&lt;br /&gt;
|[[Tiefbunker]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Kleine Mühlenstraße]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Gelände der ehemaligen [[Zichorien-, Kaffeemehl- und Senffabrik Koch]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zeitzeugenbefragung vom 29. Oktober 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Nach 1945 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Kleine Mühlenstraße)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Knyphausenstraße]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|In einem Gebüsch im Winkel der [[Knyphausenstraße|Knyphausen-]] und [[Manningastraße]].&lt;br /&gt;
|Erhalten. Keine Nachnutzung.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Knyphausenstraße)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Mackeriege]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf einem bis zum Abbruch freistehenden Grundstück (Hausnummer 6).&lt;br /&gt;
|Im März 2014 abgebrochen. Dort steht heute ein Bungalow.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Mackeriege)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Molkereilohne]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf dem Grund der heutigen Firma [[Everwien]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Nach 1945 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Molkereilohne)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Norddeicher Straße]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Im Winkel der [[Parkstraße]] (ehemalige [[Aldersnaburg|Burgstelle]]).&lt;br /&gt;
|Unterirdischer Teil vermutlich in Hauskeller eingebunden, Rest abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Parkstraße)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Schulstraße]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Etwa mittig des Kurvenbereichs vor dem [[Conerus-Schule|Schulgelände]].&amp;lt;ref&amp;gt;Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0115175.jpg)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zwischen 1950 und 1958 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Schulstraße)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil)|Norden]]&lt;br /&gt;
|[[Schützenwiese]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf dem Gelände des (ehemaligen) Steinmetzes Suerbier.&lt;br /&gt;
|Abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Schützenwiese)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Süderneuland I]]&lt;br /&gt;
|[[Addinggaster Weg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf dem Grund der heutigen Hausnummer 12.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Unbekannt.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Addinggaster Weg)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Süderneuland I]]&lt;br /&gt;
|[[Am Fridericussiel]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf dem Grund der heutigen Hausnummern 2 A bis 4 B.&lt;br /&gt;
|Bei Bauarbeiten der vorgenannten Hausnummern im Frühjahr 2007 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Am Fridericussiel)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Süderneuland I]]&lt;br /&gt;
|[[Gartenweg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Im Umfeld der [[Schmiedestraße]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Unbekannt.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Gartenweg)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Süderneuland I]]&lt;br /&gt;
|[[Wurzeldeicher Straße]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Nordöstlich der [[Grundschule Süderneuland]].&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 137&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute Hausnummer 24 A.&lt;br /&gt;
|Erhalten. Wird als Lagerkeller genutzt.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Wurzeldeicher Straße)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Süderneuland II]]&lt;br /&gt;
|[[Bahnhofsweg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf dem Grund der späteren Autowerkstatt &#039;&#039;Beninga &amp;amp; Schmehl&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
|Nach 1945 abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Bahnhofsweg)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Süderneuland II]]&lt;br /&gt;
|[[Bundesstraße]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Westlich des [[Hof Gerdes]] (Hausnummer 22).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://docplayer.org/189104401-2oo-jahre-ortsteil-nado-rst.html Gerdes, Ute (2018): 200 Jahre Orsteil Nadörst (Online-Veröffentlichung)], abgerufen am 15. April 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|1945 oder 1946 gesprengt, die Überreste wurden später abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Bundesstraße)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Süderneuland II]]&lt;br /&gt;
|[[Waldstraße]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf dem Grundstück der ehemaligen [[Alte Schule Süderneuland II|Schule von Süderneuland II]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;Schriftliche Mitteilung von Martin Bogena (E-Mail vom 13. Oktober 2022)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Noch in den 1960er Jahren erhalten und als Rodelpiste genutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt; Mittlerweile abgebrochen.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Waldstraße)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Tidofeld]]&lt;br /&gt;
|[[Rheinstraße 10]]&lt;br /&gt;
|1938 oder 1939&lt;br /&gt;
|Im Keller der heutigen [[Rheinstraße 10]].&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben eines ehemaligen Bewohners (persönlich mitgeteilt am 31. Juli 2022)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Erhalten.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Rheinstraße)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Utlandshörn]]&lt;br /&gt;
|[[Utlandshörn (Straße)|Utlandshörn]]&lt;br /&gt;
|zw. 1935 und 1945&lt;br /&gt;
|Im Umfeld von [[Norddeich Radio]]. Diverse Bunker. Mit mehreren [[Liste der Flakstellungen|Flakstellungen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Eventuell noch teilweise erhalten.&lt;br /&gt;
|[[Norddeich Radio]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Westgaste]]&lt;br /&gt;
|[[Brauhausstraße]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Auf dem Grundstück der Brauhausstraße 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben von Ingo Rose (Kommentar zum facebook-Artikel vom 13. September 2022)&amp;lt;/ref&amp;gt; Ecke [[Alleestraße]].&lt;br /&gt;
|Abgebrochen. Letztes bekanntes Foto aus April 1975.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Brauhausstraße)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Westermarsch I]]&lt;br /&gt;
|[[Westermarscher Straße]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Im Waldstück zwischen [[Westermarscher Straße]] und [[Langhauser Weg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Unbekannt. Wahrscheinlich erhalten (Hochbunker).&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Westermarscher Straße)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Westermarsch I]]&lt;br /&gt;
|[[Polderweg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Sogenannter &#039;&#039;Tobrukstand&#039;&#039;. Auf einer Weide westlich des [[Polderweg|Polderwegs]] bzw. [[Lorenzweg|Lorenzwegs]]. Getarnt als Tränke.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Erhalten.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Polderweg)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Westermarsch I]]&lt;br /&gt;
|[[Polderweg]]&lt;br /&gt;
|zw. 1941 und 1944&lt;br /&gt;
|Sogenannter &#039;&#039;Tobrukstand&#039;&#039;. Auf einer Weide westlich des [[Polderweg|Polderwegs]] bzw. [[Lorenzweg|Lorenzwegs]]. Getarnt als Tränke.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Erhalten.&lt;br /&gt;
|[[Bunker (Polderweg)]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Interaktive Karte|Kartografische Übersicht]]==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable center&amp;quot; style=&amp;quot;width: 99.4%; float:center; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{{#display_map: height=800px |&lt;br /&gt;
{{Karte Bunker}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Liste der Barackenlager]]&lt;br /&gt;
*[[Liste der Flakstellungen]]&lt;br /&gt;
*[[Liste der Motorsirenen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bunker im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orte im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Auflistungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Bunker_(Am_Sportplatz)&amp;diff=42917</id>
		<title>Bunker (Am Sportplatz)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Bunker_(Am_Sportplatz)&amp;diff=42917"/>
		<updated>2026-06-09T06:05:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: Weiterleitung nach Am Sportplatz#Gebäude und Plätze erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Am_Sportplatz#Gebäude und Plätze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Hoog_Ses&amp;diff=42916</id>
		<title>Hoog Ses</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Hoog_Ses&amp;diff=42916"/>
		<updated>2026-06-09T05:59:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&lt;br /&gt;
==Hoog Ses==&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |{{#display_map:&lt;br /&gt;
| Title = Hoog Ses&lt;br /&gt;
| Text = Ort in Ekel&lt;br /&gt;
| center = 53.60767220352479, 7.212954806333562&lt;br /&gt;
| circles = 53.60767220352479, 7.212954806333562 :175&lt;br /&gt;
| zoom = 15&lt;br /&gt;
| width = 300px&lt;br /&gt;
| height = 300px&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Basisdaten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stadtteil/-viertel&lt;br /&gt;
|[[Ekel]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Genaue Lage&lt;br /&gt;
|nördlich bis nordwestlich&lt;br /&gt;
des [[Ekeler Weg|Ekeler Wegs]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hoog Ses&#039;&#039;&#039; ist der Name eines [[Flurstück|Flurstücks]] in [[Ekel]] und bedeutet aus dem Niederdeutschen übersetzt &#039;&#039;Hohe Sechs&#039;&#039;. Der Name bezieht sich auf die Größe des Flurstücks von gut sechs [[Diemat]], das im Außenrand der erhöht liegenden [[Norder Geestinsel]] liegt. Dem Gebiet liegt eine ehemalige Nutzung als Mülldeponie zugrunde, die ursprünglich ein beliebter Badesee (&#039;&#039;Planschbecken&#039;&#039;) war.&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Das Gebiet um Hoog Ses wurde in früheren Jahren vor allem landwirtschaftlich genutzt und gehörte zur Bauerschaft [[Ekel]] in der früher selbstständigen [[Sandbauerschaft|Gemeinde Sandbauerschaft]]. Etwa in den 1930er Jahren begann man, hier Kies und Sand abzubauen. Aus dieser Kies- bzw. Sandkuhle wurde später ein beliebter Badesee, der im Volksmund auch &#039;&#039;Planschbecken&#039;&#039; genannt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Zeitzeugenbefragung vom 20. Februar 2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Einen Badesee mit diesem Namen gab es jedoch auch zwischen dem [[Rosenweg]] und dem [[Neuer Friedhof|Neuen Friedhof]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit ungefähr 1960 bis etwa 1978 wurde der See - sowohl von der städtischen Mülldeponie als auch von Privatleuten - als Mülldeponie (zunächst vermutlich ohne Reglementierung durch einen Müllwärter, später mit) genutzt. Nach heutigen Maßstäben unvorstellbar wurde dort jedweder erdenkliche Abfall entsorgt, ohne dass man hierbei Rücksicht auf eventuelle Umweltschäden oder einer möglichen Wiederverwertung nahm. Sogar Tierkadaver wurden einfach in das Gewässer geworfen. Im Laufe der Jahre wurde das Gebiet daher regelrecht kontaminiert und der Abfall wuchs zu einem &#039;&#039;Müllberg&#039;&#039; heran. Noch heute wird das Gebiet umgangssprachlich so genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Zeitzeugenbefragung vom 17. Januar 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Einsetzen eines erhöhten Umweltbewusstseins und dem Gedanken einer Weiternutzung entsorgter Gegenstände (&#039;&#039;Recycling&#039;&#039;) entschloss man sich zur Schließung der Deponie. Wohl umd Geld für eine fachgerechte Entsorgung zu sparen, aber auch den Ort einer sinnvollen Nachnutzung zuzuführen, ließ die Stadtverwaltung den gesamten Bereich mit Mutterboden überschütten, bepflanzte das Gebiet und richtete einen Grillplatz mit Unterstand und Bänken ein. Später folgte auch ein Aussichtsturm, der auf einem aufgeschütteten Berg in etwa der Mitte des &#039;&#039;Müllbergs&#039;&#039; errichtet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Sanders, Adolf (1988): Unsere Stadt hinterm Deich, Norden, S. 25&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Turm wurde etwa Mitte der 1990er Jahre wegen Baufälligkeit und Schäden durch Vandalismus abgebrochen. Die Grillplätze (einer davon mit Hütte) gingen wenig später ebenfalls ein, da auch sie regelmäßig Ziel von Vandalismus wurden. In den Folgejahren verwilderte das Gebiet infolge mangelnder Pflege durch die Stadt immer mehr. Mittlerweile ist selbst ein Schlittenfahren nicht mehr möglich, da kaum mehr Freiflächen zum Rodeln vorhanden sind. Aus dem einstigen Naherholungsgebiet ist mangels Pflege ein verwilderter Wald geworden, der nur noch mehr schlecht als recht über die oft engen Wege zu durchwandern ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren entschloss man sich, ein Neubaugebiet in unmittelbarer Nähe zu errichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Anwohnerbefragung vom 20. Februar 2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Rahmen der Bauarbeiten in den Jahren 1996 bis 1997 brachten von der Archäologischen Forschungsstelle der Ostfriesischen Landschaft begleitete Grabungen neue Erkenntnisse über die dortige Siedlungsgeschichte hervor. Auf einer in den [[Süder Hooker]] vorspringenden [[Geest|Geestnase]] wurden mehrere Brunnen und Pfostenspuren von bäuerlichen Wirtschaftsgebäuden aus dem frühen bis späten Mittelalter gefunden. Hinzu kamen Tonscherben von Gefäßen, die in das 10. Jahrhundert datiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2000): Norden/Norddeich - Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 32&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neubaugebiet==&lt;br /&gt;
In der Norder Umgangssprache wird das ab 1996 erschlossene Baugebiet im Westen der ehemaligen Deponie auch als &#039;&#039;Hoog Ses&#039;&#039; bezeichnet. Die [[Hoog Ses (Straße)|Zufahrtsstraße]] vom [[Ekeler Weg]] trägt ebenfalls diesen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Galerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Ekel Hoog Ses Planschbecken 1938 01.jpg|Blick auf den späteren &#039;&#039;Müllberg&#039;&#039;. Der abgebildete Baggersee wurde im Volksmund &#039;&#039;Planschbecken&#039;&#039; genannt (1938).&lt;br /&gt;
Datei:Hoog Ses - Alt.jpg|Aufnahme der landwirtschaftlichen Nutzung der Umgebung (um 1940).&lt;br /&gt;
Datei:Ekel Müllberg Müllplatz Hoog Ses 03 1978 (0268969) MZ.jpg|Aufnahme aus dem März 1978.&lt;br /&gt;
Datei:Ekel Müllberg Müllplatz Hoog Ses 23 07 1978 (0268974) MZ.jpg|Aufnahme vom 23. Juli 1978.&lt;br /&gt;
Datei:Müllberg 15032021 01.jpg|Der Wanderweg am 15. März 2021.&lt;br /&gt;
Datei:Müllberg 15032021 02.jpg|Der Wanderweg am 15. März 2021.&lt;br /&gt;
Datei:Hoog Ses Muellberg 18042021 01.jpg|Blick auf dem Müllberg von der [[Judasbrücke]] - Aufnahme vom 18. April 2021.&lt;br /&gt;
Datei:Hoog Ses Muellberg 18042021 02.jpg|Haupteingang zum ehemaligen Müllberg - Aufnahme vom 18. April 2021.&lt;br /&gt;
Datei:Hoog Ses Muellberg 18042021 04.jpg|Der Wanderweg - Aufnahme vom 18. April 2021.&lt;br /&gt;
Datei:Hoog Ses Muellberg 18042021 03.jpg|Der Wanderweg - Aufnahme vom 18. April 2021.&lt;br /&gt;
Datei:Hoog Ses Muellberg 18042021 06.jpg|Der Wanderweg - Aufnahme vom 18. April 2021.&lt;br /&gt;
Datei:Hoog Ses Muellberg 18042021 07.jpg|Der Wanderweg - Aufnahme vom 18. April 2021.&lt;br /&gt;
Datei:Hoog Ses Muellberg 18042021 08.jpg|Der Wanderweg - Aufnahme vom 18. April 2021.&lt;br /&gt;
Datei:Hoog Ses Muellberg 18042021 09.jpg|Blick auf den Standort des alten Aussichtsturms - Aufnahme vom 18. April 2021.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Schwanenteich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orte im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orte in Norden (Stadtteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ekel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Vereinsheim_(Kastanienallee)&amp;diff=42915</id>
		<title>Vereinsheim (Kastanienallee)</title>
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		<updated>2026-06-09T05:40:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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==Vereinsheim==&lt;br /&gt;
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| Title = Vereinsheim&lt;br /&gt;
| Text = Gebäude in Norden&lt;br /&gt;
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|Entstehungszeit&lt;br /&gt;
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|Kaiserliche Marine&lt;br /&gt;
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|Bauweise&lt;br /&gt;
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|Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
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|Genaue Lage&lt;br /&gt;
|[[Kastanienallee]] 3&lt;br /&gt;
26506 Norden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Vereinsheim an der [[Kastanienallee]]&#039;&#039;&#039; (auch: &#039;&#039;Gartenhaus; Jugendheim&#039;&#039;) ist eine ehemalige Lazarett- bzw. Krankenhausbaracke und dient heute mehreren Vereinen als Heimat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
__NOTOC__&lt;br /&gt;
Das Gebäude wurde im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] von der Kaiserlichen Marine als &#039;&#039;Reservelazarett&#039;&#039; (Bezeichnung für Lazarette abseits der Front) errichtet. Der Standort wurde gewählt, da er sich in mittelbarer Nähe zum [[Krankenhaus Norden|damaligen Krankenhaus]] befand. Nach Kriegsende wurde das Gebäude als Jugendheim genutzt, hier trieben beispielsweise die Kinder der [[Pestalozzischule]] ihren Schulsportunterricht. Ab Oktober 1938 wurde das Gebäude auch als Lagerstätte für Korn genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 141&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde die Baracke dann wieder für ihren ursprünglichen Zweck genutzt und zum Schutz vor Luftangriffen auf dem Dach mit einem roten Kreuz als Schutzzeichen gemäß der Genfer Konventionen versehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zeitzeugenbefragung vom 17. Januar 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wurde die Baracke als Nebenstelle für das Krankenhaus genutzt. Von 1947 bis 1950 hat sich hier - oder in einer der anderen [[Barackenlager (Jahnplatz)|Baracken]] am [[Jahnplatz]] - offenbar auch eine Suppenküche (&#039;&#039;Volksküche&#039;&#039;) befunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt; Die heutige Vereinsbaracke ist die letzte von vielen weiteren Baracken, die sich im Umkreis des Jahnplatzes befanden und noch lange nach dem Krieg mehreren Menschen ein Dach über dem Kopf boten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit um 1950 wurde die Nebenstelle von Chefarzt Dr. med Plassmann geleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch von 1950/1951, S. 22&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach 1959 (spätestens mit Fertigstellung des [[Kreiskrankenhaus Norden|Kreiskrankenhauses]] im Jahre 1966) wurde die Baracke als Vereinsheim umgewidmet und zuerst vom 1945 gegründeten [[FC Norden]] genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Zeitzeugenbefragung am 30. Juli 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1983 hat auch der [[PSV Norden]] hier seinen Vereinssitz.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.psv-norden.de/Verein/Chronik/chronik.html Chronik des] [[PSV Norden]], abgerufen am 18. März 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1983 hat auch der [[PSV Norden]] hier seinen Vereinssitz, später auch die [[Nörder Danzkoppel]]. Ebenso war [[Concordia Norden-Neustadt]] Nutzer des Gebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Galerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kastanienallee Baracke Lazarett Gartenhaus Vereinsheim FC-Heim PSV-Heim Danzkoppel 23042021 01.jpg|Das Vereinsheim am 23. April 2021.&lt;br /&gt;
Datei:Kastanienallee Baracke Lazarett Gartenhaus Vereinsheim FC-Heim PSV-Heim Danzkoppel 23042021 02.jpg|Das Vereinsheim am 23. April 2021.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Gut Lintel]]&lt;br /&gt;
*[[Heimstätten]]&lt;br /&gt;
*[[Hitlerjugend-Heim]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
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		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Vereinsheim_(Kastanienallee)&amp;diff=42914</id>
		<title>Vereinsheim (Kastanienallee)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
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==Vereinsheim==&lt;br /&gt;
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|Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
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|[[Kastanienallee]] 3&lt;br /&gt;
26506 Norden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Vereinsheim an der [[Kastanienallee]]&#039;&#039;&#039; (auch: &#039;&#039;Gartenhaus; Jugendheim&#039;&#039;) ist eine ehemalige Lazarett- bzw. Krankenhausbaracke und dient heute mehreren Vereinen als Heimat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
__NOTOC__&lt;br /&gt;
Das Gebäude wurde im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] von der Kaiserlichen Marine als &#039;&#039;Reservelazarett&#039;&#039; (Bezeichnung für Lazarette abseits der Front) errichtet. Der Standort wurde gewählt, da er sich in mittelbarer Nähe zum [[Krankenhaus Norden|damaligen Krankenhaus]] befand. Nach Kriegsende wurde das Gebäude als Jugendheim genutzt, hier trieben beispielsweise die Kinder der [[Pestalozzischule]] ihren Schulsportunterricht. Ab Oktober 1938 wurde das Gebäude auch als Lagerstätte für Korn genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 141&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde die Baracke dann wieder für ihren ursprünglichen Zweck genutzt und zum Schutz vor Luftangriffen auf dem Dach mit einem roten Kreuz als Schutzzeichen gemäß der Genfer Konventionen versehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zeitzeugenbefragung vom 17. Januar 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wurde die Baracke als Nebenstelle für das Krankenhaus genutzt. Von 1947 bis 1950 hat sich hier - oder in einer der anderen [[Barackenlager (Jahnplatz)|Baracken]] am [[Jahnplatz]] - offenbar auch eine Suppenküche (&#039;&#039;Volksküche&#039;&#039;) befunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt; Die heutige Vereinsbaracke ist die letzte von vielen weiteren Baracken, die sich im Umkreis des Jahnplatzes befanden und noch lange nach dem Krieg mehreren Menschen ein Dach über dem Kopf boten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit um 1950 wurde die Nebenstelle von Chefarzt Dr. med Plassmann geleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch von 1950/1951, S. 22&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach 1959 (spätestens mit Fertigstellung des [[Kreiskrankenhaus Norden|Kreiskrankenhauses]] im Jahre 1966) wurde die Baracke als Vereinsheim umgewidmet und zuerst vom 1945 gegründeten [[FC Norden]] genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Zeitzeugenbefragung am 30. Juli 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1983 hat auch der [[PSV Norden]] hier seinen Vereinssitz.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.psv-norden.de/Verein/Chronik/chronik.html Chronik des] [[PSV Norden]], abgerufen am 18. März 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben diesem haben auch [[Nörder Danzkoppel]] sowie [[Concordia Norden-Neustadt]] hier ihre Heimat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Galerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kastanienallee Baracke Lazarett Gartenhaus Vereinsheim FC-Heim PSV-Heim Danzkoppel 23042021 01.jpg|Das Vereinsheim am 23. April 2021.&lt;br /&gt;
Datei:Kastanienallee Baracke Lazarett Gartenhaus Vereinsheim FC-Heim PSV-Heim Danzkoppel 23042021 02.jpg|Das Vereinsheim am 23. April 2021.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Gut Lintel]]&lt;br /&gt;
*[[Heimstätten]]&lt;br /&gt;
*[[Hitlerjugend-Heim]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Andreaskirche&amp;diff=42913</id>
		<title>Andreaskirche</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: /* Galerie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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==Andreaskirche==&lt;br /&gt;
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| Title = Andreaskirche&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Basisdaten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit&lt;br /&gt;
|ca. 1275-1288 (um 900; 12. Jhdt.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erbauer&lt;br /&gt;
|[[Stadt Norden]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bauweise&lt;br /&gt;
|Ziegel- und Tuffsteinbau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
|1531 zerstört; bis 1756 abgetragen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Genaue Lage&lt;br /&gt;
|[[Alter Friedhof]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Andreaskirche&#039;&#039;&#039; war der erste steinerne [[Liste der Sakralbauten|Sakralbau]] in Norden. Sie befand sich auf dem heutigen [[Alter Friedhof|Alten Friedhof]] in unmittelbarer Nähe zum [[Marktplatz]]. Die für den Bau errichtete [[Warft]] auf der höchsten Stelle der [[Norder Geestinsel|Geestinsel]] ist noch heute deutlich zu erkennen. Nach der Brandschatzung der Kirche 1531 durch [[Balthasar von Esens]] verfiel sie und wurde bis 1756 vollends abgetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Andreaskirche, die nicht mit dem Gemeindezentrum der erst 1996 gegründeten [[Andreasgemeinde Norden|Andreasgemeinde]] verwechselt werden darf, diente dem sich entwickelnden städtischen Gemeinwesen als Gotteshaus. Dies wird unter anderem damit erklärt, dass die Kirche dem Heiligen Andreas geweiht war. Er war der Schutzpatron der Stadt und wird noch heute als Schildhalter des [[Stadtwappen|Norder Stadtwappens]] dargestellt. Ihr gegenüber stand die [[Ludgerikirche]], die das Gotteshaus der [[Norder Umlandgemeinden]] war.&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der heute gemeinhin als &#039;&#039;Andreaskirche&#039;&#039; bezeichneten, hochmittelalterlichen Steinkirche geht mutmaßlich ein hölzerner Bau voran, der möglicherweise bereits auf den Beginn der christlichen Missionierung Ostfrieslands im 8. Jahrhundert zurückgeht. Nachdem Friesland ab 734 vom Frankenkönig Karl Martell erobert wurde und Karl der Große die fränkische Herrschaft hierzulande festigte, begann unter Bischof Willehad die christliche Missionierung der bis dahin heidnischen Friesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt; Wahrscheinlich stand dieser erste hölzerne Bau bereits auf der [[Warft]] des heute so bezeichneten [[Alter Friedhof|Alten Friedhofs]], jedoch ist nicht eindeutig, ob zu diesem Zeitpunkt diese Warft bereits existierte oder erst später für den steinernen Nachfolgebau angehäuft wurde. Im 12. Jahrhundert wurde an besagter Stelle jedenfalls eine rechteckige &#039;&#039;Einraumkirche&#039;&#039; aus Tuffstein als erster steinerner Kirchenbau des Ortes errichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Infotafel im Ostfriesischen Heimatmuseum&amp;lt;/ref&amp;gt; Ansonsten ist die Quellenlage insbesondere aus dem Frühmittelalter insgesamt sehr schlecht, sodass viele Angaben ungesichert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Viertel des 13. Jahrhunderts wurde der Vorgängerbau nach einem Erdbeben niedergerissen und anschließend wesentlich vergrößert aus Backstein als dreischiffige Pfeilerbasilika mit gewölbtem Querhaus und quadratischem Chor wiedererrichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Bärenfänger, Rolf (1999): Die Andreaskirche in Norden, Stuttgart, S. 187f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Initiative dazu ging wohl vom Bistum Bremen aus, zu dem Norden seinerzeit gehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;van Lengen, Hajo (2003): Die Friesische Freiheit des Mittelalters – Leben und Legende, Aurich, S. 77&amp;lt;/ref&amp;gt; Möglicherweise stand der Neubau im Zusammenhang mit dem Besuch des Bremer Erzbischofs Hildebold von Wunstorf, der die Stadt im Jahre 1271 besuchte, im [[Dominikanerkloster]] verweilte und dort auch eine Messe abgehalten haben soll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;Möhlmann, Günther (1959): Norder Annalen. Aufzeichnungen aus dem Dominikanerkloster in Norden, Aurich, S. 31&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Fertigstellung der nun nach dem Heiligen Andreas benannten &#039;&#039;Andreaskirche&#039;&#039; im Jahre 1288 hatte der Bau eine Länge von 65 Meter und war etwa 22 Meter breit. Sein 65 Meter hoher Westturm diente Seefahrern über mehrere Jahrhunderte als Seezeichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Ruge, Reinhard (2000):: Die Ludgerikirche zu Norden, Norden, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Verein für hansische Geschichte (1910): Hansische Geschichtsblätter. Band XVI, Leipzig, S. 520&amp;lt;/ref&amp;gt; Die beiden östlichen Türme an den Chorflanken wurden später hinzugefügt und von zwei &#039;&#039;&amp;quot;vornehmen Jungfrauen&amp;quot;&#039;&#039;, möglicherweise Schwestern oder Cousinen aus dem Norder Häuptlingsgeschlecht [[Idzinga]], gestiftet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Foraita, Heinz (1985): Dein sind die Zeiten, Herr. Die Geschichte der Katholischen Gemeinde Norden. Herausgegeben zur 100-Jahr-Feier der St.-Ludgerus-Kirche zu Norden, Norden, S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Namen werden mit &#039;&#039;Jeva Idzing&#039;&#039; und &#039;&#039;Djure Idzing&#039;&#039; angegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Cremer, Ufke (1995): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in Ostfriesland seltenen Chorflankentürme wurden vermutlich nach dem Vorbild der Kirche von Bunde errichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Im Allgemeinen wies die Andreaskirche jedoch deutliche Ähnlichkeiten mit der heute noch bestehenden Kirche &#039;&#039;St. Clemens&#039;&#039; zu Wissel (Niederrhein) auf, wenngleich diese nicht über den markanten, besonders hohen Westturm verfügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach der Baufertigstellung im Jahre 1288 wurde der umliegende Friedhof seiner Bestimmung übergeben, die offizielle Weihung soll jedoch erst nach dem Eintreffen des Bischofs vollzogen worden sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt; Die spätere Weihe der Andreaskirche am 3. Mai 1314, die Erzbischof Johann I. von Bremen vollzog, hing vermutlich mit dem Wiederaufbau nach erneuten Zerstörungen durch ein starkes Unwetter zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kirchengemeindelexikon.de/einzelgemeinde/norden-st-ludgeri/ Beschreibung der Kirchengemeinde Norden], abgerufen am 9. November 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Möhlmann, Günther (1959): Norder Annalen. Aufzeichnungen aus dem Dominikanerkloster in Norden, Aurich, S. 87&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Stadt Norden Wappen Stadtwappen Heiliger Andreas 01.JPG|mini|295x295px|Der Heilige Andreas im [[Stadtwappen]] als Namensgeber der Andreaskirche.]]&lt;br /&gt;
Schon vor den einsetzenden Wirren durch die Reformation ab 1517 stand es denkbar schlecht um den Zustand der Andreaskirche. Stürme und Überflutungen, wie die [[Erste Dionysiusflut]], hatten dem Bauwerk im 13. und 14. Jahrhundert stark zugesetzt. Wohl ein heftiger Sturm brachte den mächtigen Westturm im Jahre 1411 vollkommen zum Einsturz.&amp;lt;ref&amp;gt;Möhlmann, Günther (1959): Norder Annalen. Aufzeichnungen aus dem Dominikanerkloster in Norden, Aurich, S. 39&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde offenbar rasch wieder aufgebaut, da er als Seezeichen benötigt wurde. Der endgültige Todesstoß wurde der Kirche jedoch erst 120 Jahre später versetzt. Im Jahr 1531 verwüstete ein Heerhaufen des Häuptlings [[Balthasar von Esens]] im Zuge der [[Geldrische Fehde|Geldrischen Fehde]] die unbefestigte Stadt, die nur über einige umliegende [[Liste der Burgen und Wehrhäuser|Wehrhäuser]], aber keine Stadtmauer verfügte. Den Brandschatzungen fielen sowohl die Andreaskirche als auch weitere bedeutende Bauten, wie der Vorgängerbau des [[Altes Rathaus|Alten Rathauses,]] zum Opfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balthasars Zerstörungswut ging soweit, dass er, als er eigentlich die Stadt schon wieder verlassen hatte und sah, dass der große Westturm entgegen seiner Absicht noch nicht in Brand geraten war, in Rage geriet. So befahl er einigen seiner Männern, zurückzukehren und den Dachstuhl des Turmes in Brand zu setzen. Diese wurden bei ihrer Rückkehr von einigen Norder Frauen wüst beschimpft. Die Soldaten fanden schließlich in den Flammen ihren Tod, als sie die Stufen, über die sie den Turm zu dessen Brandschatzung bestiegen hatten, aufgrund des dichten Rauches nicht mehr wiederfinden konnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versuche, die Andreaskirche nach diesen Zerstörungen wieder aufzubauen, schlugen augenscheinlich fehl, so etwa im Jahre 1545. Nicht einmal der große Turm, an dem seit 1567 eine Uhr angebracht war (&#039;&#039;Uhrwarkstoorn&#039;&#039;), konnte gerettet werden. Ein im Jahre 1617&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt; oder 1627&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt; begonnenes Unterfangen hierzu scheiterte. Der Niedergang der Andreaskirche, insbesondere das Fehlen der als Seezeichen genutzten Türme, beschäftigte sogar den Rat der Stadt Hamburg, die (vergebens) einen Wiederaufbau forderte.&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 103&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude blieb eine Ruine, die allmählich einstürzte und letztlich den Norder Bürgern nur noch als Steinbruch diente.Steine waren zu jener Zeit in Angesichts fehlender natürlicher Vorkommen ein knappes Gut. 1631 wurde ein Großteil der Steine für den Aufbau der [[Ulrichsgymnasium|Lateinschule]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt; 1723 verschwanden die letzten Überbleibsel des Turmes, der Rest der Kirche wurde bis 1756 abgetragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2001): Norden-Norddeich. Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Ort für Gottesdienste stand seit der Zerstörung die unbeschädigte, ausreichend große Ludgerikirche direkt nebenan zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Verschwinden der Andreaskirche wurde somit schließlich die [[Ludgerikirche]] zur Gesamtkirche für die Stadt und das Umland. Bis dahin diente erstere als städtische Kirche, während die Ludgerikirche nur die Kirche der [[Norder Umlandgemeinden]] war. Dorthin scheinen auch einige wertvolle, nicht verlorengegangene Bildwerke verbracht worden zu sein. Auch einige der historisch kostbaren Sandsteinfiguren aus der Andreaskirche finden sich heute im Chorumgang der Ludgerikirche.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt; Von der Andreaskirche selber finden sich heute keine aufgehenden Gebäudeteile mehr. Das Areal, auf dem sie stand, nimmt der [[Alter Friedhof|Alte Friedhof]] der Stadt ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996 wurde der genaue Standort der Andreaskirche durch Bohruntersuchungen wiederentdeckt bzw. bestätigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersuchungen der Ostfriesischen Landschaft im Keller der [[Alte Backstube|Alten Backstube]] ergaben unter anderem, dass der Kellerboden im 18. Jahrhundert mit Trümmerresten der Andreaskirche aufgefüllt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:12&amp;quot;&amp;gt;[https://www.noz.de/lokales/ostfriesland/norden/artikel/alte-backstube-wird-saniert-gewoelbekeller-wohl-aus-dem-14-jahrhundert-50559863?utm_content=Link&amp;amp;utm_medium=Social&amp;amp;utm_source=Facebook&amp;amp;fbclid=IwY2xjawRbKdRleHRuA2FlbQIxMQBicmlkETBJUXB0NGkwRmR4bXdXUDJnc3J0YwZhcHBfaWQQMjIyMDM5MTc4ODIwMDg5MgABHv1aedtbECr6Lti0e46HwQXsxgeWAElL6RCy7s-_uozBxysMWazkA9CYdQpz_aem_4HRKhrGDt3Sr3h7xvg9LRQ#Echobox=1777208839 Online-Bericht zu den archäologischen Untersuchungen im Keller durch die Ostfriesische Landschaft], Neue Osnabrücker Zeitung vom 26. April 2026, abgerufen am 28. April 2026&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kreuzbasilika Wissel.jpg|mini|Ungeachtet des fehlenden Westturms weist die St. Clemens Kirche zu Wissel deutliche Ähnlichkeiten mit der Andreaskirche auf.]]Über den hölzernen Bau der Andreaskirche ist nichts bekannt. Der erste steinerne Bau soll hingegen eine Länge von etwa 37 Metern sowie möglicherweise eine halbrunde Apsis (halb-zylinderförmiger Anbau) gehabt haben. Später soll noch ein quadratischer Westturm angefügt worden sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank der Überlieferungen des [[Ubbo Emmius]] und den sogenannten [[Norder Annalen]] des Mönches [[Gerrit van Norden]] ist eine vergleichsweise gute Beschreibung der (letzten) steinernen Andreaskirche möglich. Er nennt die Kirche ein &#039;&#039;&amp;quot;hervorragendes Werk mit drei ausgezeichneten und hochragenden Türmen&amp;quot;&#039;&#039;, die bereits von Weitem sichtbar waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der westliche Turm soll der größte aller Türme gewesen sein, an ihm wurde 1567 eine Uhr angebracht, sodass dieser auch als &#039;&#039;Uhrwarkstoorn&#039;&#039; (Uhrenturm) bezeichnet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt; Dieser wurde bis zum Beginn des Giebels der Kirche aus Tuffstein errichtet. Von hier aus überragte er weiter mit einem hochragenden Giebel, der sich zu einer kegelförmigen Spitze erhob, der noch einmal so groß gewesen sein soll, wie der untere Bau des Turms selbst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt; Dieser hohe Turm war über Jahrhunderte ein wichtiges Seezeichen für den Schiffsverkehr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Angeblich soll er den Seefahrern bis an die Elbmündung erkennbar gewesen sein. Das Fehlen dieses Seezeichens hatte letztlich den Bau eines Leuchtturms auf Borkum durch die Stadt Emden zur Folge.&amp;lt;ref&amp;gt;Cremer, Ufke (1995): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden anderen Türme waren schmaler und aus Ziegelstein errichtet. Sie stiegen mit geraden Seiten hoch und waren mit einem vergleichsweise kleinen Giebel abgeschlossen. Der Volksmund nannte die beiden gleichartigen Türme auch &#039;&#039;Basen&#039;&#039; (Cousinen).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Galerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Andreaskirche um 1530.jpg|Die Andreaskirche kurz vor ihrer Zerstörung, nach einer Zeichnung der Ostfriesischen Landschaft im &#039;&#039;Emder Jahrbuch&#039;&#039; von 1992.&lt;br /&gt;
Datei:Andreaskirche Marktplatz Am Markt Innenansicht 1618 01.jpg|Innenansicht der Kirchenruine im Jahre 1618.&lt;br /&gt;
Datei:Andreaskirche Marktplatz Am Markt Westturm 1618 01.jpg|Der abgängige Westturm im Jahre 1618.&lt;br /&gt;
Datei:Andreaskirche Stahlstich 1940 (0702001) MZ.jpg|Abfotografierter Stahlstich der Andreaskirche aus der Zeit um 1940.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Ludgerikirche]]&lt;br /&gt;
*[[Ludgeruskirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sakralbauten im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=42912</id>
		<title>Hauptseite</title>
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		<updated>2026-06-09T05:15:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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===Artikel des Jahres===&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Norddeicher Straße Ulrichsgymnasium 1909 01.jpg|zentriert|350x310px]]&lt;br /&gt;
|Das &#039;&#039;&#039;[[Ulrichsgymnasium|Ulrichsgymnasium Norden]]&#039;&#039;&#039; (kurz: &#039;&#039;UGN&#039;&#039;) wurde im Jahr 1567 als [[Lateinschule]] gegründet und erstmalig 1631 zum &#039;&#039;Paedagogium illustre&#039;&#039; (Gymnasium) erhoben. Es ist eines der ältesten Gymnasien in Deutschland und das älteste in Ostfriesland. Namensgeber ist [[Ulrich II. Cirksena|Graf Ulrich II.]]&lt;br /&gt;
Die Schule wurde, wie auch der [[Fräuleinshof]], auf dem Grund des ehemaligen [[Kloster Norden|Dominikanerklosters]] errichtet, welches im Zuge der Reformation säkularisiert (verweltlicht) und aufgegeben wurde. Als ihr unmittelbarer Vorgänger kann die [[Lateinschule]], untergebracht im [[Altes Rathaus|Alten Rathaus]] angesehen werden, die bereits mindestens seit Anfang des 16. Jahrhunderts existierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1529 machte [[Enno II. Cirksena|Graf Enno II.]] kurz nach seinem Regierungsantritt die Absicht bekannt, in Norden und in Emden eine Lateinschule zu errichten. Es dauerte allerdings noch weitere 30 Jahre bis Graf Edzard II. 1567 diese Pläne verwirklichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Ulrich II. Cirksena|Graf Ulrich II.]] wurde die Schule 1631 dann zu einem &#039;&#039;Paedagogium illustre&#039;&#039; erhoben und erhielt den Namen &#039;&#039;Schola Ulriciana&#039;&#039; (Ulrichsschule). Sie wurde damit zu einem Vollgymnasium, einem &#039;&#039;echten&#039;&#039; Gymnasium. Ab sofort war hier der Erwerb der Hochschulreife (Abitur) möglich. Ab diesem Zeitpunkt hatte die Schule acht Klassen und acht Lehrer. Gleichzeitig ließ er das zwischenzeitlich durch Kriege und Naturgewalten stark heruntergekommene Gebäude grundlegend erneuern und finanzierte es aus einem von ihm geschaffenen Stiftungsvermögen. Die auf Dauer angelegte und sehr größzügige Unterstützung bildete den Grundstock für die weitere Entwicklung der &#039;&#039;Ulrichsschule&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute zählt die Einrichtung als &#039;&#039;Europaschule&#039;&#039; zu den führenden Bildungsinstitutionen in Ostfriesland und wird von einer weit über 1.000 Schülerinnen und Schülern besucht.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 38%; float:right; text-align:justify; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
=== Schon gewusst?===&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Während heute praktisch nur noch der [[Ostfriesischer Kurier|Ostfriesische Kurier]] als Hauptzeitung für den [[Altkreis Norden]] sowie die [[Stadt Norden]] gilt, gab es in früheren Jahren noch zwei weitere regionale Tageszeitungen: Das [[Norder Stadtblatt]] und [[Der Telegraph]].&lt;br /&gt;
*Die [[Feuerwehr Norden]] wurde 1886, vor 140 Jahren, nach einem Großbrand der [[Gnurremühle]] gegründet und stellt bis heute den Brandschutz (neben weiteren Aufgaben) in der Stadt sicher.&lt;br /&gt;
*Über Jahrhunderte prägten zwei bedeutende Kirchen nebeneinander das Norder Stadtbild: Die bis heute erhaltene [[Ludgerikirche]] sowie die auf dem [[Alter Friedhof|Alten Friedhof]] gelegene [[Andreaskirche]].&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 38%; float:right; text-align:justify; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&lt;br /&gt;
===Person des Jahres===&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Onno Behrends Portrait 01.jpg|345x345px|Porträtaufnahme.]]&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;[[Onno Behrends|Onno Georg Behrends]]&#039;&#039;&#039;  war ein Norder Kaufmann, Teeimporteur und Begründer der nach ihm benannten Teemanufaktur [[Onno Behrends Tee|&#039;&#039;Onno Behrends&#039;&#039;]]. Auch war er Begründer des [[Kaufmännischer Verein|Kaufmännisches Vereins]].&lt;br /&gt;
Am 25. Oktober 1888 eröffnete er an der [[Große Neustraße|Großen Neustraße]] ein &#039;&#039;Special-Thee-Geschäft&#039;&#039;. Später verlegte er den Firmensitz in die [[Synagogenweg|Judenlohne]] und schließlich an den heutigen Standort [[Am Fridericussiel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Tätigkeit als Unternehmer war Behrends im [[Norder Männergesangverein]] tätig, dem er seit dem 3. Oktober 1893 als &#039;&#039;Liedervater&#039;&#039; vorstand. Dem Verein schenkte er auch eine Fahne aus wertvoller, chinesischer Seide, die 1907 feierlich geweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Norden 1898 einen Anschluss an das [[Fernsprechnetz]] bekam, gehörte Behrends zu den ersten 25 Anschlussinhabern und hatte die Nummer 11. Er wohnte in der von ihm erbauten &#039;&#039;[[Villa Wadi Kisan]]&#039;&#039; und war zeitweise auch Eigentümer der Tabakmanufaktur [[Steinbömer &amp;amp; Lubinus|&#039;&#039;Steinbömer &amp;amp; Lubinus&#039;&#039;]].&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 60%; float:left; text-align:justify; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
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===Wie kann ich das Projekt unterstützen?===&lt;br /&gt;
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===Interessante Artikel und Listen===&lt;br /&gt;
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|&#039;&#039;&#039;Beliebte Artikel&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Interessante Auflistungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Interessante Auflistungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Politische Listen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*[[:Kategorie:Ereignisse|Übersicht über die wichtigsten Ereignisse]]&lt;br /&gt;
*[[Stadt Norden|Geschichte der Stadt Norden]] / [[Stadtchronik]]&lt;br /&gt;
*[[Sächsische Fehde]]&lt;br /&gt;
*[[Geldrische Fehde]]&lt;br /&gt;
*[[Dreißigjähriger Krieg]]&lt;br /&gt;
*[[Appell-Krieg]]&lt;br /&gt;
*[[Französische Besatzungszeit]]&lt;br /&gt;
*[[Erster Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
*[[Zweiter Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
*[[700-Jahrfeier]]&lt;br /&gt;
*[[750-Jahrfeier]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* [[Molkerei (Norden)|Alte Molkerei Norden]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole]]&lt;br /&gt;
* [[Eisenhütte]]&lt;br /&gt;
* [[Steinbömer &amp;amp; Lubinus]]&lt;br /&gt;
* [[Brauerei Beck]]&lt;br /&gt;
* [[Brauerei Doornkaat]]&lt;br /&gt;
* [[Doornkaat|Brennerei Doornkaat]]&lt;br /&gt;
* [[Ludgerikirche]]&lt;br /&gt;
* [[Metropol-Theater]]&lt;br /&gt;
* [[Vertriebenenlager Tidofeld]]&lt;br /&gt;
* [[Zichorien-, Kaffeemehl- und Senffabrik Koch|Zichorienfabrik Koch]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* [[Liste der Bunker]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Burgen und Wehrhäuser]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Eindeichungen]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Flakstellungen]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Religionsgemeinschaften]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Sakralbauten]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Schulen im Stadtgebiet|Liste der Schulen]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Siele]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Spritzenhäuser]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Häuser Am Markt]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Häuser am Neuen Weg]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* [[Liste der Häuser nach alter Adressierung]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Häuser an der Brückstraße]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Häuser an der Uffenstraße|Liste der Häuser an der Uffen- und Heringstr.]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Häuser an der Kirchstraße]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Häuser an der Sielstraße]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Häuser an der Norddeicher Straße]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Häuser an der Osterstraße]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Häuser an der Westerstraße]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Mühlen im Stadtgebiet|Liste der Mühlen]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Motorsirenen]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Straßen in Norden|Liste der Straßen]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* [[Liste der Bürgermeister der Stadt Norden]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Landräte im Landkreis Norden]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Landräte im Landkreis Norden|Liste der Gemeindevorsteher von Ostermarsch]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Landräte im Landkreis Norden|Liste der Gemeindevorsteher von Süderneuland I]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Landräte im Landkreis Norden|Liste der Gemeindevorsteher von Süderneuland II]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Landräte im Landkreis Norden|Liste der Gemeindevorsteher von Westermarsch I]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Landräte im Landkreis Norden|Liste der Gemeindevorsteher von Westermarsch II]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeindevorsteher der Sandbauerschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeindevorsteher von Leybuchtpolder]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeindevorsteher von Lintelermarsch]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeindevorsteher von Neuwesteel]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable center&amp;quot; style=&amp;quot;width: 99.4%; float:center; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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!&lt;br /&gt;
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===[[Interaktive Karte]]===&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{{Gesamtkarte}}&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Ostfriesische_Rundschau&amp;diff=42911</id>
		<title>Ostfriesische Rundschau</title>
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		<updated>2026-06-09T05:12:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: Weiterleitung nach Frerich Hokema erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Frerich Hokema]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
	</entry>
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		<title>Frerich Hokema</title>
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		<updated>2026-06-09T05:12:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Frerich &amp;quot;Freerk&amp;quot; Hokema&#039;&#039;&#039; (* 17. Juni 1897 in Norden; † 6. November 1984 ebenda)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Leiner, Karl (1978): Frerich Hokema. Lachendes Leben, Norden, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.grabsteine-ostfriesland.de/grabstein/28227/Frerich-Hokema--Norden-neuer+Friedhof Grabstein des Frerich Hokema] auf Grabsteine Ostfriesland, abgerufen am 22. Oktober 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein Dichter ostfriesischer bzw. niederdeutscher (plattdeutscher) Texte, Komödiant und Sänger.&lt;br /&gt;
__NOTOC__&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Hokema wurde am 17. Juni 1897 als Sohn des Bäckermeisters [[Peter Hokema]] und dessen Ehefrau Tomma, geborene Poppen in Norden geboren. Er wuchs gemeinsam mit [[Karl Leiner]] auf, der in unmittelbarer Nachbarschaft wohnte und mit dem er viel Zeit verbrachte. Nach dem Besuch der Volksschule besuchte er das [[Ulrichsgymnasium]] und beabsichtigte, später eine Schauspielschule zu besuchen. Da er jedoch den väterlichen Betrieb übernehmen sollte und dort bereits früh aushelfen musste, blieb ihm dieser Wunsch verwehrt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]], 1916, wurde er zum Kriegsdienst einberufen und kämpfte in der Schlacht bei Verdun. Glück im Unglück ereilte ihn, als er an einer schweren Krankheit erkrankte, die er jedoch in späteren Jahren in Davos in der Schweiz auskurieren konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Leiner, Karl (1978): Frerich Hokema. Lachendes Leben, Norden, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr verpachtete er den elterlichen Bäckerbetrieb und wandte sich unter anderem der christlichen Seefahrt zu. Als Kochsmaat heuerte Hokema auf dem der Emder Reederei &#039;&#039;Schulte &amp;amp; Bruns&#039;&#039; gehörenden 7.000-Tonnen-Erzfrachter &#039;&#039;Carl Julius&#039;&#039; an, der die Route Holland-Norwege-Schweden-Wladiwostok-Murmans befuhr. Auf einer der Fahrten kollidierte das Schiff mit dem russischen Dampfer &#039;&#039;Irthish&#039;&#039;. Das Erlebnis wurde später von Hokema verschriftet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück in der Heimat verdingte sich Hokema zehn Jahre in der freien Wirtschaft, ehe er die Lokalredaktion der &#039;&#039;Ostfriesischen Rundschau&#039;&#039; (Verlagsort: Wilhelmshaven) übernahm. Später betrieb er - bis ins hohe Alter - mit seiner Frau Magda den [[Hevemeyer-Kiosk|Kiosk am Markt]] (später &#039;&#039;Hevemeyer-Kiosk&#039;&#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein persönliches Können und musikalisches Talent fand unter anderem in der Kirchenmusik Verwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Leiner, Karl (1978): Frerich Hokema. Lachendes Leben, Norden, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; So ist es nicht verwunderlich, dass er über 50 Jahre Mitglied im [[Norder Männergesangverein|&#039;&#039;Norder Männergesangverein&#039;&#039;]] war, wo er Anteil an der Komposition von Gesängen hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.maennergesangverein-norden.de/chronik-1.html Chronik des Norder Männergesangverein], abgerufen am 22. Oktober 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso war er bei der [[Niederdeutsche Bühne|&#039;&#039;Niederdeutschen Bühne&#039;&#039;]] aktives Mitglied und spielte in Stücken der &#039;&#039;Ostfriesischen Landesbühne Niedersachsen&#039;&#039; aus Wilhelmshaven sowie vereinzelt auf anderen Bühnen mit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Weitere Bekanntheit erlangte er durch sein Mitwirken in dem hauptsächlich in Norden gedrehten Film &#039;&#039;[[Tamara]]&#039;&#039; von [[Hansjörg Martin]], in dem er den Gastwirt &#039;&#039;Kaspar Boltendiek&#039;&#039; spielte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Leiner, Karl (1978): Frerich Hokema. Lachendes Leben, Norden, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Höhepunkt in seinem Leben war die in plattdeutscher Sprache gehaltene Tonband-Besprechung für den Sprachwissenschaftlicher Dr. Yoshiho Tanaka von der Universität San Diego in Kalifornien. Sein literarisches Lebenswerk wurde schließlich durch seinen Jugendfreund [[Karl Leiner]] in dem Buch &#039;&#039;Frerich Hokema - Lachendes Leben. Heiteres und Besinnliches&#039;&#039; verschriftet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Peter Hokema]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürger der Stadt Norden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Ostfriesischer_Kurier&amp;diff=42909</id>
		<title>Ostfriesischer Kurier</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Ostfriesischer_Kurier&amp;diff=42909"/>
		<updated>2026-06-09T05:06:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Ostfriesische Kurier&#039;&#039;&#039; (auch: &#039;&#039;Kurier&#039;&#039;; kurz: &#039;&#039;OK;&#039;&#039; alte Schreibweise: &#039;&#039;Ostfriesischer Courier&#039;&#039;; kurzzeitig auch: &#039;&#039;Norder Kurier&#039;&#039;) ist die traditionelle Tageszeitung des [[Landkreis Norden|Altkreises Norden]]. Sie erscheint von Montag bis Samstag im sogenannten Berliner Format.&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Soltau_Kurier_Norden#Geschichte|Geschichte des Soltau Kurier Norden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Soltau Kurier Norden]] wurde 1861 von [[Diedrich Gerhard Soltau]] in [[Norden (Stadtteil)|Norden]] als redaktionell konservativ geprägte Tageszeitung (&#039;&#039;Ostfriesischer Courier;&#039;&#039; Schreibweise bis 1914) gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Soltau.pdf Basse-Soltau, Ursula (2007): Biographie des Diedrich Gerhard Soltau], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 2. Juli 1867 wurde die erste Ausgabe des Kuriers herausgebracht. Der (erste) Unternehmenssitz befand sich im [[Gräfliches Haus|Gräflichen Haus]], später im [[Elefantenhaus]] und seit den 1980er Jahren im [[Gewerbegebiet Leegemoor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum 2. Juli 1904 erschien die Zeitung drei Mal täglich, ab dann (fast) alltäglich. Nur montags wird keine Ausgabe verteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Oktober 1915 betrug die Auflagenstärke 8.000 tägliche Exemplare.&amp;lt;ref&amp;gt;tfriesischer Kurier vom 13. Oktober 1915, S. 3s&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der Inflation in den 1920er Jahren kostete die Zeitung vorübergehend 500 Milliarden (!) Reichsmark, bevor im Dezember 1923 wieder die Normalität einkehrte und sie dann wieder 65 Pfennig kostete.&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 116&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der Nähe des Kuriers zur NSDAP wurde der Kurier am 10. Mai 1945 von der britischen Militärregierung verboten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 78&amp;lt;/ref&amp;gt; Anstelle des Kuriers erschien ab dem 8. Januar 1946 zweimal wöchentlich das [[Norder Wochenblatt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 245&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst mit der Lockerung der Zensur durch den sogenannten Lizenzzwang der westlichen Besatzungsmächte konnte die Zeitung zum 1. September 1949 erstmals wieder erscheinen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Bei Betrachtung der Ausgaben des Ostfriesischen Kuriers während der Zeit des Nationalsozialismus wird der Grund für das Verbot deutlich: Zwar beteiligt sich die Zeitung nicht oder nur rudimentär an der nationalsozialistischen Hetze, doch wurde auch hier in propagandistischer Weise über (vermeintliche) Erfolge und ähnliches des Regimes geschrieben. Dies war jedoch vor allem auch der &#039;&#039;Gleichschaltung&#039;&#039; der Presse geschuldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Neustart der Tageszeitung erfolgte dennoch unter dem Namen &#039;&#039;Norder Kurier&#039;&#039;. Ab dem 1. September 1950 titelte man wieder als &#039;&#039;Ostfriesischer Kurier&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ostfriesischer-kurier.de/images/OK_150Jahre.pdf Festschrift zum 150-jährigen Firmenbestehen], abgerufen am 20. Oktober 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Seither - und mit Ausnahme der genannten vier Jahre, erscheint der Kurier ununterbrochen, wenngleich die Absatzzahlen infolge der Veränderung der Medienlandschaft stetig sinken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ostfriesischer-kurier.de/ Internetseite des Soltau Kurier Norden], abgerufen am 23. März 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 44&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Heimatforschung==&lt;br /&gt;
Der Ostfriesische Kurier ist per se und insbesondere durch seine &#039;&#039;Heim und Herd&#039;&#039;-Beigaben ein unverzichtbares Element der regionalen Heimatforschung, da praktisch alle wichtigen Ereignisse in Stadt und Landkreis Norden hier publiziert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Norder Stadtblatt]]&lt;br /&gt;
*[[Der Telegraph]]&lt;br /&gt;
*[[Ostfriesische Rundschau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bücher und Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Norder_Stadtblatt&amp;diff=42908</id>
		<title>Norder Stadtblatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Norder_Stadtblatt&amp;diff=42908"/>
		<updated>2026-06-09T05:06:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Norder Stadtblatt&#039;&#039;&#039; (Untertitel: &#039;&#039;Zeitung für Stadt und Land&#039;&#039;) war eine von [[Johann Friedrich Schmidt]] herausgebrachte, liberal ausgerichtete Tageszeitung, die erstmalig am 27. Mai 1848 erschien und deren Druck im Juli 1890 eingestellt wurde. Sie erschien jede Woche jeweils mittwochs und samstags.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Schon 1844 hatte Schmidt die Genehmigung zum Druck beantragt, doch wurde sie ihm erst nach der Revolution 1848 und der dadurch gewonnenen Pressefreiheit gewährt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 86&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Auflage umfasste zu Beginn einen Umfang von 750 Zeitungen und erschien zwei Mal wöchentlich (mittwochs und samstags)&amp;lt;ref&amp;gt;Norder Stadtblatt vom 4. Januar 1865, S. 1&amp;lt;/ref&amp;gt;, später offenbar zu keinen festgelegte Tagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Norder Stadtblatt vom 27. Mai 1848, S. 1&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Soltau.pdf Basse-Soltau, Ursula (2007): Biographie des Diedrich Gerhard Soltau], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erste Ausgabe rief entsprechend des revolutionärischen Geises dazu auf, die Pressefreiheit zu nutzen, um Missstände anzuprangern, aber dieses Privileg zugleich nicht zu missbrauchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Behrends, Berend-Heiko (1969): Zwei Jahrhunderte Steinbömer Tabak, Norden, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Stadtblatt war indes nur ein kurzes Leben beschert, bereits im Juli 1890 ging der Verlag nach 43 Ausgabejahrgängen ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2000): Norden/Norddeich - Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 45&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Gründe lässt sich nur mutmaßen, vermutlich sympathisierten die meisten Leser mit dem [[Ostfriesischer Kurier|Ostfriesischen Kurier]], der eher konservativ denn sozialdemokratisch ausgerichtet war, was der politischen Orientierung der meisten Norden Bürger in dieser Zeit entsprach. Zudem befasste sich das Norder Stadtblatt zu einem Großteil mit auswärtigen oder gar internationalen Themen und weniger mit dem regionalen Geschehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 brachte Schmidt als Nachfolgezeitung die &#039;&#039;Ostfriesischen Neusten Nachrichten&#039;&#039; und 1907 die &#039;&#039;Norder Zeitung&#039;&#039; heraus, denen jedoch ebenfalls nur ein kurzes Leben beschieden war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Spottgedicht über Ostfriesland==&lt;br /&gt;
1853 erschien im Norder Stadtblatt ein Gedicht eines hannoverschen Offiziers, der mit seiner 50 Mann starken Wachtruppe von Osnabrück nach Aurich abkommandiert wurde, was seinerzeit von manchen als Strafe erachtet wurde. Für sich zum Trost und zur Erheiterung seiner Kameraden in Osnabrück verfasste er zum Silvesterabend ein längeres &#039;&#039;Spottgedicht&#039;&#039; über Ostfriesland. Die aus Ostfriesland stammende Frau eines Osnabrücker Regimentskameraden schrieb das Gedicht ab und schickte es vermutlich zu ihrer Verwandtschaft nach Norden, und hier wurde es schon am 27. Januar im Norder Stadtblatt veröffentlicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;[https://ostfrhist.hypotheses.org/203#more-203 Blog für ostfriesische Geschichte], abgerufen am 31. Mai 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gedicht beginnt und endet folgendermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Wer kennt das Land nicht, wo der Torf die Erde.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und arger Nebel stets den Himmel deckt?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wer kennt das Land nicht, das bei deinem ‚Werde!‘&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Herrgott selber erst zuletzt entdeckt?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wer kennt das Volk nicht, das bei seinen Rindern&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Selbst ochsenartig aufgewachsen ist?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wer kennt das Volk nicht, das den kleinen Kindern&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Statt Milch den Fusel in den Rachen gießt?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein Kamm ist eine Fabel; man betrachtet Seife&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Als Sage einer unbekannten Welt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Von fremden Sachen hat sich nur die Pfeife&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und der Schnaps zum Friesenvolk gesellt.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Veröffentlichung im Norder Stadtblatt löste das Spottgedicht in ganz Ostfriesland eine Welle der Entrüstung aus. Die Ostfriesische Zeitung kommentierte das Gedicht am 29. Januar 1853 als &amp;quot;aberwitzigen Erguß einer taumelnden Muse&amp;quot;. Der öffentliche Aufruhr machte das Gedicht zu einem Politikum, und der Leutnant wurde umgehend von Aurich nach Osnabrück zurückbeordert. Von Düring erwartete ein Verfahren „wegen Abfassung eines Spottgedichts auf die Provinz Ostfriesland“, aber mit Arrest bestraft wurde schließlich der Offizier, dessen Frau das Gedicht nach Ostfriesland weitergeleitet hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Galerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Norder Stadtblatt 04 02 1865 01.jpg|Ausgabe vom 4. Februar 1865.&lt;br /&gt;
Datei:Norder Stadtblatt 04 02 1865 02.jpg|Ausgabe vom 4. Februar 1865.&lt;br /&gt;
Datei:Norder Stadtblatt 04 02 1865 03.jpg|Ausgabe vom 4. Februar 1865.&lt;br /&gt;
Datei:Norder Stadtblatt 04 02 1865 04.jpg|Ausgabe vom 4. Februar 1865.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Ostfriesischer Kurier]]&lt;br /&gt;
*[[Der Telegraph]]&lt;br /&gt;
*[[Ostfriesische Rundschau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bücher und Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
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		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Der_Telegraph&amp;diff=42907</id>
		<title>Der Telegraph</title>
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		<updated>2026-06-09T05:06:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Der Telegraph&#039;&#039;&#039; war eine 1863 von [[Heinrich von Bloh|Heinrich (Hans) E. G. von Bloh]] gegründete Tageszeitung, die sich durch eine dem Königshauser Hannover loyale Ausrichtung auszeichnete.&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 115&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Soltau.pdf Basse-Soltau, Ursula (2007): Biographie des Diedrich Gerhard Soltau], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft&amp;lt;/ref&amp;gt; 1864 erschien das erste Exemplar, drei Jahre später ging die Zeitung jedoch bereits wieder ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 86&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Firmensitz befand sich im [[Lammertsches Haus|Lammertschen Haus]] auf dem [[Neuer Weg|Neuen Weg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 130&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Ostfriesischer Kurier]]&lt;br /&gt;
*[[Norder Stadtblatt]]&lt;br /&gt;
*[[Ostfriesische Rundschau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bücher und Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
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		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Moin-M%C3%A4nnchen&amp;diff=42906</id>
		<title>Moin-Männchen</title>
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		<updated>2026-06-09T05:01:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: Weiterleitung nach Bahnhofstraße#Galerie erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Bahnhofstraße#Galerie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orte im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orte in Süderneuland I]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Süderneuland I]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
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		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Tj%C3%BCs-M%C3%A4nnchen&amp;diff=42905</id>
		<title>Tjüs-Männchen</title>
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		<updated>2026-06-09T05:01:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: Weiterleitung nach Bahnhofstraße#Galerie erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Bahnhofstraße#Galerie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orte im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orte in Süderneuland I]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Süderneuland I]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
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		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Westerstra%C3%9Fe_2&amp;diff=42904</id>
		<title>Westerstraße 2</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Gebäude&lt;br /&gt;
|center=53.59459481564518, 7.202238612413271&lt;br /&gt;
|circles=53.59459481564518, 7.202238612413271 :10&lt;br /&gt;
|zoom=17&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit=um 1600 (um 1900)&lt;br /&gt;
|Erbauer=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bauweise=(verputzter) Ziegelsteinbau&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand=erhalten&lt;br /&gt;
|Genaue Lage=[[Westerstraße]] 2&lt;br /&gt;
26506 Norden&lt;br /&gt;
}} __NOTOC__&lt;br /&gt;
An der &#039;&#039;&#039;Westerstraße 2&#039;&#039;&#039; befindet sich ein denkmalgeschütztes&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 12. November 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Gebäude, das typisch für Häuser des 16. Jahrhunderts in Norden sind. Vermutlich wurde es jedoch in seiner heutigen Form erst im 18. Jahrhundert errichtet. Namentlich sind die Besitzer seit dem Jahre 1719 bekannt. In dieser Zeit hatte hier ein Schmied seine Wohn- und Arbeitsstätte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://teemuseum.de/das-gebaeude-der-westerstrasse-2 Zur Geschichte der Westerstraße 2], abgerufen am 19. Oktober 2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1879 hatte [[Raumausstattung Kröger|&#039;&#039;Raumausstattung Kröger&#039;&#039;]] hier seinen ersten Sitz, ehe es in die [[Westerstraße 79]] verlegte.&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 206&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1901 wurde das Haus von dem Schuhmacher Janssen erworben. Dieser ließ die Fassade des Hauses grundlegend umgestalten, um wahrscheinlich die eigenen Waren besser präsentieren zu können. Dafür ließ er ein großes Schaufenster in die alten Blockrahmenfenster im Erdgeschoss einbauen. Weiterhin ließ er die Fenster im Obergeschoss sowie die Eingangstür umbauen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Wahrscheinlich wurde die Fassade in dieser Zeit auch verputzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 wurde das Gebäude nach Süden hin um einen quadratischen Anbau erweitert, in dessen Folge der Abort in einem separaten Häuschen auf dem Hinterhof platziert wurde. Neben der zusätzlichen Erweiterung um einen Giebel wurde im gleichen Jahr noch eine größere Treppe eingefügt. Bei einer weiteren Veränderung um 1939 wurde interessanterweise diese Treppe vom linken an den rechten Rand des Flurs versetzt, wo sie sich heute noch befindet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Jahr 1950 erwarb der Buchbindemeister [[Friedrich Lindemann]] das Grundstück. Nach seinem Tod führte seine Ehefrau das Geschäft weiter. Frau Lindemann übertrug dem Heimatverein das Haus, wodurch der Heimatverein auch die letzte Lücke zwischen dem 1986 erworbenen Grundstück [[Westerstraße 1]] und dem seit ca. 1999 hinzugekommenen Komplex [[Westerstraße 3]] / [[Westerstraße 4]] schließen konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Umgestaltung des Museums in den Jahren 2013/14 musste das Haus grundlegend saniert werden. Heute befinden sich in diesen Räumlichkeiten die Ausstellungsbereiche Porzellan und Teezubehör.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Galerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Westerstraße um 1975 01.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1975 (3. von links).&lt;br /&gt;
Datei:Westerstraße 2 13042003.jpg|Westerstraße 2 - Aufnahme vom 13. April 2003.&lt;br /&gt;
Datei:Westerstraße 2 - Teemuseum - 09 10 2021.jpg|Westerstraße 2 - Aufnahme vom 9. Oktober 2021.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Westerstraße 1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Norder_Hafen&amp;diff=42903</id>
		<title>Norder Hafen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Norder_Hafen&amp;diff=42903"/>
		<updated>2026-06-08T11:06:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&lt;br /&gt;
==Norder Hafen==&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |{{#display_map:&lt;br /&gt;
| Title = Norder Hafen&lt;br /&gt;
| Text = Ort in Norden&lt;br /&gt;
| center = 53.589875525813056, 7.211987794889475&lt;br /&gt;
| circles = 53.589875525813056, 7.211987794889475 :100&lt;br /&gt;
| zoom = 16&lt;br /&gt;
| width = 300px&lt;br /&gt;
| height = 300px&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Basisdaten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kategorie&lt;br /&gt;
|[[:Kategorie:Orte in Norden (Stadtteil)|Orte in Norden]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stadtteil/-viertel&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil) |Norden]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Genaue Lage&lt;br /&gt;
|[[Am Hafen]]&lt;br /&gt;
26506 Norden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Norder Hafen&#039;&#039;&#039; befindet sich am südlichen Stadtrand von [[Norden (Stadtteil)|Norden]]. Möglich wurde der Bau nach mehreren verheerenden Sturmfluten im 14. Jahrhundert, die eine Ausweitung der [[Leybucht]] begünstigten, wodurch der Marktort Norden zu einem Hafenort mit eigenem Seehafen wurde. Infolge der zunehmenden Verlandung des [[Norder Tief|Norder Tiefs]] sowie zahlreicher [[Liste der Eindeichungen|Eindeichungen]] rund um die [[Leybucht]] entwickelte sich der um 1376 bzw. um 1570 errichtete Norder Hafen im Laufe der Zeit zu einem Binnenhafen ohne direkten Zugang zum Meer, dessen endgültiges Ende als Seehafen mit dem Bau des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]] im Jahre 1929 besiegelt wurde. Nachfolgend erlangte er noch einige Bedeutung als Binnenhafen, insbesondere durch Torfkähne der [[Norder Fehngesellschaft]], bis diese jedoch auch in den 1960er Jahren abnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Bereits vor den Entstehung eines &#039;&#039;richtigen&#039;&#039; Norder Hafens gab es vereinzelte Anlegestellen in und um Norden, insbesondere an [[Siel|Sielen]]. Diese wurden auch als &#039;&#039;Sielhafen&#039;&#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 36&amp;lt;/ref&amp;gt; Daneben hat es offenbar auch einen kleinen Hafen in der Nähe der [[Ennenburg]] gegeben, von wo aus die [[Attena]] die Piraterie unterstützten, weshalb ihre Burg 1408 von den Hamburgern zerstört wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Pühl, Eberhard (2007): Flurnamenforschung. Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland, Oldenburg, S. 37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere in den [[Marsch|Marschgebieten]] hatten die einzelnen Höfe ihre eigenen Anlegestellen, mit denen sie die Verbindung zu den anderen Höfen und Orten hielten. Seinerzeit gab es noch keine befestigten Straßen und bedingt durch den schweren Marschboden, den damals sehr hohen Grundwasserspiegel und unzureichende Entwässerungssysteme standen die Ländereien insbesondere in den Wintermonaten oftmals unter Wasser und waren damit unpassierbar. Die unzähligen Kanäle und Tiefs dienten somit nicht nur der Entwässerung, sondern auch als Wasser- und Handelsstraße, über die noch bis ins 19. Jahrhundert ein Großteil der von der Landwirtschaft erzeugten Waren ihren Weg zum [[Marktplatz]] fanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 37f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beginn und Aufstieg===&lt;br /&gt;
Nach mehreren verheerenden Sturmfluten im 14. Jahrhunderten, insbesondere der [[Zweite Marcellusflut|Zweiten Marcellusflut]] und der [[Erste Dionysiusflut|Ersten Dionysiusflut]] erreichte die [[Leybucht]] ihre größte Ausdehnung. Rund um die [[Stadt Norden]] kam es zu Überschwemmungen und Landverlusten. Zahlreiche Menschen starben in den Fluten oder verloren ihre Habe an die Wassermassen, welche sogar bis nach Lütetsburg reichten. Dort zeugen noch immer einige [[Kolk|Kolke]] im Umfeld der heutigen [[Umgehungsstraße]] von der massiven Überschwemmung. Das heutige [[Süderneuland]] wurde vollends überschwemmt und (vorerst) musste dem Meer überlassen werden. Erst ab 1425 begannen mit dem Bau des [[Udo-Focken-Deich|Udo-Focken-Deichs]] Maßnahmen zur Sicherung und schließlich ab 1556 auch solche zur Landgewinnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vergrößerung der Leybucht führte jedoch auch dazu, dass Norden, welches auf einer erhöhten [[Norder Geestinsel|Geestinsel]] liegt und dessen Kernstadt daher weitestgehend verschont blieb, nun über einen direkten Zugang zum Meer verfügte. Brachten die Fluten noch so viel Unheil mit sich, wussten die Norder die neuen Umstände zu ihrem Vorteil zu Nutzen und errichteten 1376 einen Seehafen an der südlichen Stadtgrenze, die sich damals noch in etwa in Höhe [[Am Alten Siel]] befand.&amp;lt;ref&amp;gt;Sanders, Adolf (1988): Unsere Stadt hinterm Deich, Norden, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglich ist, dass Norden schon vor dem Bau eines &#039;&#039;richtigen&#039;&#039; Hafens einen regen Schiffshandel führte. In einer Urkunde vom 7. September 1310, unterzeichnet unter anderem von [[Hunno dictus Onnenga]], wird die Sicherheit des Schiffsverkehrs zwischen dem [[Norderland]] und der Stadt Bremen vertraglich geregelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cartago.nl/nl/oorkonde/oub0044.xml Digitalisierter Vertrag zwischen dem Norderland und Bremen], abgerufen am 30. März 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Vertrag könnte sich jedoch auch darauf bezogen haben, die Piraterie zum Nachteil der Hanseatischen Schiffe zu unterbinden. Aber auch die Norder Schiffe wurden Opfer der Piraterie durch direkte oder indirekte Beteiligung mit der Stadt verfeindeter [[Ostfriesische Häuptlinge|Häuptlinge]]. So wird im Jahre 1494 der Häuptling Edo Wiemken (Östringen, Rüstringen) von [[Edzard Cirksena|Graf Edzard]] vor einem Bremer Gericht verklagt, da dieser elf Norder Schiffe beschädigt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Unterstützung der Piraterie durch die [[tom Brook]] führte gar zur Zerstörung der [[Ennenburg]] durch Soldaten der Hansestadt Hamburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Pühl, Eberhard (2007): Flurnamenforschung. Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland, Oldenburg, S. 37&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der [[Norder Vertrag]] von 1255 sowie weitere Verträge von 1269 und 1367 regelten Handelsbeziehungen zwischen Norden und Bremen. Vor allem versprachen die Verträge den Händlern freies Geleit und Schutz vor Piraterie.&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 32f.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Datei:Norder Hafen historische Karte.jpg|mini|Der Norder Hafen auf einer historischen Karte.]]Die Norder schafften es relativ schnell, ihre Randlage für den Aufbau einer Handelsflotte zu nutzen und da ihnen ein unwegsames Hochmoor die Verbindung mit dem Hinterland im Süden stark erschwerte und kein Fluss ihnen die binnenländischen Gebiete öffnete, versuchten sie erfolgreich den Seehandel bis nach Lübeck, Geldern und Flandern.&amp;lt;ref&amp;gt;Rack, Eberhard (1967): Besiedlung und Siedlung des Altkreises Norden, Münster, S. 44&amp;lt;/ref&amp;gt; Später kamen noch weiter entfernte Ziele wie Riga (Lettland), Nowgorod (Russland) und Danzig (Westpreußen, seit 1945 zu Polen) hinzu.&amp;lt;ref&amp;gt;Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2000): Norden/Norddeich - Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt; Regelmäßige Verbindungen bestanden nach Amsterdam, Groningen, Hamburg und Bremen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon bald verlieh die Landesherrschaft der Stadt eine eigene Handelsflagge, unter der die Schiffe andere Häfen ansteuerten. Als Schiffseigentümer traten vor allem weltliche, aber auch kirchliche Herren in Erscheinung, so etwa der Abt des [[Kloster Marienthal|Klosters Marienthal]].&amp;lt;ref&amp;gt;Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2000): Norden/Norddeich - Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar stand die Norder Handelsflotte der Emdens stets nach, doch bescherte sie der Stadt lange Zeit eine wirtschaftliche Blüte. In einem Dokument aus dem Jahre 1530 wurden die Norder Ausfuhrgüter gerühmt. So wurden in dieser Zeit offenbar vor allem &#039;&#039;&amp;quot;vorzügliche Pferde, große und fette Rinder, Butter, Käse, Bohnen und andere Hülsenfrüchte, Seefische, Wolle und Hanf, Honig und Flachs&#039;&#039;&amp;quot; ausgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Weitere wichtige Exportgüter waren Salz, gewonnen aus Salztorf (abgestorbenes, mit Salzwasser vollgesogenes Moor), das in zahlreichen Siedereien in der Umgebung gewonnen wurde sowie Kalk, das man in [[Kalkmühle|Kalkmühlen]] aus Muscheln herstellte und das seinerzeit ein verbreiteter Baustoff war.&amp;lt;ref&amp;gt;Verein für hansische Geschichte (1910): Hansische Geschichtsblätter. Band XVI, Leipzig, S. 280&amp;lt;/ref&amp;gt; Eingeführt wurden vor allem Weizen, Roggen, Obst, Zwiebeln, Wein, Tuche und das begehrte &#039;&#039;Hamburger Bier&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 42&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Landgewinnungsmaßnahmen ab 1556 zur Rückgewinnung des [[Süderneuland|Süderneulandes]] wurde das [[Großes Norder Siel|Große Norder Siel]] errichtet und der Hafen um 1570 an seine heutige Stelle verlagert.&amp;lt;ref&amp;gt;Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt; In Anbetracht der Tatsache, dass das [[Süderneuland]] ab 1556 zurückgewonnen wurde, ist der Bau des heutigen Hafens in der Zeit zwischen 1556 (Beginn der Eindeichungen) und 1583 (Fertigstellung des [[Neuer Süderdeich|Neuen Süderdeichs]]) zu suchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Norder Hafen wurde auf beiden Seiten mit Deichen geschützt. Um 1585 wurden die Hafenmauer (&#039;&#039;Kajung&#039;&#039;) und die Zuwegungen befestigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch bis in das späte 16. Jahrhundert, insbesondere auch wegen des Krieges zwischen den Niederlanden und Spanien, nutzten niederländische Freibeuter, die sogenannten &#039;&#039;Geusen&#039;&#039;, den Norder Hafen als Umschlagplatz für ihre Waren und Liegeplatz. Trotz gräflichen Verbotes wurde dies lange Zeit durch die Norder stillschweigend geduldet, da diese oftmals selbst von erbeuteter Waren profitierten. Erst als Freibeuter drei Frauen aus dem Groningerland nach Norden verschleppten, rottete sich ein wütender Mob zusammen und brachte die Frauen im [[Altes Rathaus|Alten Rathaus]] in Sicherheit. Die Freibeuter planten daraufhin, das Gebäude zu stürmen, woraufhin die Norder zu den Waffen griffen und die Freibeuter vertrieben. Ihre beiden Kapitäne wurden vor dem [[Stadtgericht Norden|Stadtgericht]] angeklagt und nach kurzer Haft hingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 47f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der amtierende Bürgermeister [[Bernhard von Münster]] wurde wegen Kollaboration mit den Freibeutern aus seinem Amt entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 49&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Blütezeit===&lt;br /&gt;
In den Folgejahren gedieh der Handel im Hafen fortwährend, was unter anderem auch darauf zurückzuführen war, dass die benachbarten Niederlande immer wieder in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt war oder mit Embargos anderer Staaten belegt wurde. Dadurch wurde es beispielsweise schwer, unter niederländischer Fahne einige Seewege passieren zu dürfen oder aber es wurden Kaperbriefe für Freibeuter ausgeschrieben, die sich schadlos an den niederländischen Schiffen hielten. Daher suchten viele Kaufleute den Schutz der neutralen ostfriesischen Handelsfahnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 61&amp;lt;/ref&amp;gt; Davon profitierte insbesondere die Stadt Emden, aber auch Norden. Seit dem 17. Jahrhundert befuhren Norder Schiffe das Meer sogar bis nach Spanien.&amp;lt;ref&amp;gt;Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahre 1610 erstellte der [[Magistrat]] eine erste Hafenordnung, in der genau geregelt wurde, wer welche Aufgaben bzw. Rechte im Hafen wahrnehmen und welchen Anteil am Handelsaufkommen einbehalten durfte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 24&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese sehr begehrten &#039;&#039;Hafenrechte&#039;&#039; wurden jährlich im [[Weinhaus]] versteigert.&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Überwachung der rechtmäßigen Auslieferung von Getreide und Brenntorf an die Bewohner wurden von der Stadt entsprechend beauftragte Korn- und Torfmesser bestellt, die die Menge der Ware feststellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 144&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die unmittelbare Abfertigung des Warenumschlags sorgten Sielfuhrleute, Schauerleute (Hafenarbeiter), Zähler und Anschreiber. Letztere hielten die von den &#039;&#039;Messern&#039;&#039; festgestellten Mengen akribisch schriftlich fest.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt; Daneben gab es noch die Bakenstecher, die für die Schiffbarkeit der Fahrrinnen zuständig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 96&amp;lt;/ref&amp;gt; Vorgesetzter aller am Hafen arbeitenden bzw. tätigen Personen war der sogenannte [[Kajemeister]], der zugleich auch für die Sicherheit, insbesondere im Bereich des Brandschutzes, zu sorgen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 143&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Datei:Norder Hafen unbekanntes Datum 01.jpg|mini|Der Norder Hafen um die Jahrhundertwende.]]Nach der [[Petriflut]] im Jahre 1651 musste die Kajung erneuert werden, da zum einen die Flut selbst große Schäden angerichtet hatte und sich zwischenzeitlich Holzwürmer am Holzwerk zu schaffen gemacht hatten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 85&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Norder Seeflotte muss seinerzeit eine beachtliche Größe gehabt haben. Der wichtigste Handelspartner waren weiterhin die Niederlande. Dies blieb auch in der Folgezeit so. Auch der Umstand, dass Ostfriesland nach dem Tod von [[Carl Edzard Cirksena|Graf Carl Edzard]] 1744 an Preußen fiel, schien dem Seehandel keine Nachteile verschafft zu haben. Enge Beziehungen wurden seinerzeit auch mit der Hansestadt Bremen unterhalten, allein 1772 bis 1790 sollen pro Jahr rund 50 Norder Handelsschiffe nach Bremen ausgelaufen sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 141&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen erneuten Zuwachs erlangte die Norder Handelsflotte während des bald folgenden US-amerikanischen Unabhängigkeitskrieges (1776-1783). Zahlreiche niederländische Kaufleute beantragten für Norden das [[Bürgerrecht]], um ihre Waren so unter neutraler Flagge in alle Welt zu verschiffen. Allein vom 30. März bis 10. Juli 1795 erlangten 111 niederländische Schiffer das Norder Bürgerrecht.&amp;lt;ref&amp;gt;Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 78&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Zeit, nämlich 1787 wurden die sogenannten &#039;&#039;Beurtfahrten&#039;&#039; (sprich: &#039;&#039;Börtfahrten&#039;&#039;) in die Niederlanden dann auch vertraglich festgehalten. Diese Fahrten kann man sich als regelmäßiger Pendelverkehr zwischen den Niederlanden und Norden vorstellen, bei denen in der Regel die immer wiederkehrenden Artikel des täglichen Bedarfs transportiert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 142&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einhergehend mit der Gründung der [[Norder Fehngesellschaft]] im Jahr 1794 entstand der [[Berumerfehnkanal]], der von [[Norderfehn]] (heute Berumerfehn) bis in den Hafen führte. So wurde der Hafen fortan auch von Torfkähnen angesteuert und stellte die Versorgung der Stadt mit dem damals wichtigsten Brennmaterial sicher, das bis dahin umständlich und kostenintensiv aus den Niederlanden und dem Saterland beschafft werden musste. Überschüssiger Torf wurde exportiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem [[Neuer Süderdeich|Deich]] entlang des heutigen Straßenzugs [[Am Norder Tief]] wurden in späterer Zeit Bahnschienen zum Transport von Waren erbaut. Vermutlich führten diese Schienen bis zur auf dem [[Zuckerpolder]] gelegenen [[Ziegelei (Vierzig Diemat)|Ziegelei]]. Auch wurde an diesem Deich die überregional bekannte [[Schiffswerft Herlyn]] gegründet. Im alten Werftgebäude befindet sich heute der [[Norder Ruderclub]]. An die alten Deichlinien erinnert heute noch der Name (der) [[Deichmühle]]. Auch die [[Raiffeisenstraße]] hieß noch bis etwa Mitte des 20. Jahrhunderts &#039;&#039;Deichweg&#039;&#039;, da sie hier entlang des sogenannten [[Moordeich|Moordeichs]] verlief.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Norden hin reichte der Deich bis an das südliche Ende der [[Sielstraße]], wo sich der Wendehammer und die alte Gaststätte [[Kehre wieder|&#039;&#039;Kehre wieder&#039;&#039;]] befinden. Von dort, etwa wo seit den 1970er Jahren der [[Burggraben]] verläuft, befand sich ein kleiner Damm entlang des dortigen [[Zweites Siel|Großen Siels]], dessen Überreste sich entlang der [[Neue Mühlenbrücke|Neuen Mühlenbrücke]] befinden. Die für das Siel notwendigen Tore wurden im benachbarten [[Sieltorhaus|Dörenhuus]] eingelagert. Später wurde dieses Gebäude als Obdachlosenunterkunft genutzt und erst nach 1933 zur Hafenmeisterdienstwohnung umgebaut. Auf der anderen Seite des Ufers, auf dem sogenannten [[Eilandje]], befand sich die [[Sägemühle Frericks|Sägemühle]] der [[Holzhandlung Frericks]].&amp;lt;ref&amp;gt;Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 44&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Norder Hafen um 1920 01.jpg|mini|Ansicht aus der Zeit um 1920.]]&lt;br /&gt;
1806 kaperten die Engländer und die Franzosen einen Großteil der Norder Handelsflotte, was der Wirtschaft einen schweren Schlag verpasste.&amp;lt;ref&amp;gt;Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt; Im gleichen Jahr fiel Ostfriesland nach dem Sieg Napoleons über die Preußen unter [[Französische Besatzungszeit|französische Herrschaft]], die bis 1815 andauerte. Auch die von Napoleon über England verhängte Kontinentalsperre ab 1810 versetzte dem Norder Seehandel einen schweren Schlag.&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Kontrolle und der Verhinderung von Schmuggel wurden mehrere Wachthäuser errichtet. Es entstanden ein [[Zollhaus (Westermarsch I)|Zollhaus in Westermarsch]] sowie ein [[Zollhaus (Westermarsch II)|Zollhaus in Utlandshörn]], die beide den einfahrenden Schiffsverkehr. Während das erste vor allem den Seeweg entlang des [[Norder Tief|Norder Tiefs]] überwachen sollte, hatte das andere in erster Linie den [[Westermarscher Seedeich]] zu überwachen. Doch da die Ostfriesen das Watt und ihr Land besser als die Franzosen kannte, war es für sie trotzdem möglich, erfolgreich Schmuggel zu betreiben. In die andere Richtung des Norder Tiefs wurde der Schiffsverkehr durch das [[Kleines Zollhaus|Kleine Zollhaus]] an der [[Brückstraße]] kontrolliert.&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens ab der Mitte des 19. Jahrhunderts verfügte der Norder Hafen über gute Schiffsanbindungen von und nach England, was vermutlich auf die verwandtschaftlichen Beziehungen zum Königreich Hannover, zu dem Ostfriesland seinerzeit gehörte, zurückzuführen ist. Dieser Umstand begünstigte die Gründung der [[Eisenhütte|Norder Eisenhütte]] durch den westfälischen Kaufmann [[Julius Meyer]]. England war seinerzeit eine internationale Eisen- und Stahlhochburg.&amp;lt;ref&amp;gt;WirtA NW WAN F 19&amp;lt;/ref&amp;gt; 1857 wurde das, natürlich erst später so genannte, [[Altes Zollhaus|Alte Zollhaus]] errichtet. Es zeugt mit seinem außergewöhnlichen Detailreichtum vom einstigen Wohlstand der Stadt. Im Zollhaus entstanden, wie früher allgemein üblich, auch Möglichkeiten zur Beherbergung und Bewirtung der Seefahrer und Reisenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Niedergang===&lt;br /&gt;
Bis weit in das 19. Jahrhundert hatte der Hafen eine herausragende Bedeutung für die wirtschaftliche Blüte der Stadt, noch 1817 liefen jährlich über 80 Schiffe ein und aus, 1862 sogar 559.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; 1900 waren es nur 172.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 25&amp;lt;/ref&amp;gt; 1911 liefen bereits wieder 278 Schiffe ein und 279 aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Durch zunehmende Verlandung des [[Norder Tief|Norder Tiefs]] infolge natürlicher Verschlickung sowie zahlreicher [[Liste der Eindeichungen|Eindeichungen]] rund um die [[Leybucht]] entwickelte sich der Norder Hafen im 20. Jahrhundert jedoch schließlich zu einem Binnenhafen ohne direkten Zugang zum Meer. Der Niedergang vollzog sich langsam, war aber schon früh abzusehen. Bereits 1840 waren nur noch 12 seetüchtige Segelschiffe in Norden beheimatet. Nachfolgend wurden diese durch Dampfschiffe verdrängt. Die alte Kajung wurde letztmalig 1894 ausgebessert und 1933 bis 1934 durch die Anlage einer Eisenspundwand erneuert. Zugleich wurde die Wand tiefergelegt als die alte Hafenmauer, da der Hafen nun nicht mehr den unregulierten Fluten der Nordsee ausgesetzt war.&amp;lt;ref&amp;gt;Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 88&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass der Norder Hafen wegen der Verschlickung nicht mehr zu retten war, erkannte auch die königliche Regierung in Hannover, an die sich die Stadt Anfang 1897 mit der Bitte um finanzielle Unterstützung beim Ausbaggern des Tiefs gewandt hatte. Vielmehr legte man der Stadt nahe, den Hafenbetrieb nach [[Norddeich]] zu verlegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 273f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]] im Jahr 1929 verlor der Hafen endgültig seine Bedeutung als Seehafen, da der Zugang zum Meer nun durch diese Schleuse unmittelbar eingeschränkt war und diese nur von kleinen Schiffen passiert werden kann. Auch das Zollhaus verlor seine Bedeutung als solches und wurde bis zu ihrer Restaurierung um die Jahrtausendwende dem Verfall überlassen. Die letzte Flut lief am 25. Juli 1929 im Norder Hafen ein, das letzte größere Schiff, der Dreimastschoner &#039;&#039;Antje&#039;&#039; verließ den Norder Hafen im Jahre 1932.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 25&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Jahr wurde das sogenannte [[Zweites Siel|Zweite Siel]] abgerissen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2011): Das Norder Hafengebiet und seine beiden Häfen im 16. Jahrhundert, Manuskript&amp;lt;/ref&amp;gt; Nur noch der steinerne Oberbau blieb erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] kamen in den Jahren 1942 und 1943 mehrere Schiffsladungen mit größtenteils wertvollen Ladungen aus den Niederlanden im Hafen an. Ihre einstigen Besitzer wurden von den Nationalsozialisten in Vernichtungslager deportiert, ihre Habseligkeiten geplündert. Die Ladung wurde von größtenteils russischen Kriegsgefangenen gelöscht und in dem &#039;&#039;Parteilokal&#039;&#039; der Norder NSDAP, dem [[Gasthof Zur Börse]] gelagert. Die Partei versprach, die Gegenstände für ausgebombte Emder Familien aufzuwenden, doch einige besonders hochwertige Antikmöbel verschwanden im Sumpf der Bürokratie des nationalsozialistisch dominierten [[Landratsamt|Landratsamtes]].&amp;lt;ref&amp;gt;Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch über 30 Jahre nach dem Bau des Leybuchtsiels hatte der Hafen noch einige Bedeutung als Binnenhafen, vor allem durch den von der [[Norder Fehngesellschaft]] eingeführten Torf. Seit den 1960er Jahren fahren nur noch kleine Schiffe den Hafen gewerblich an, ehe auch dies 1962 ein Ende fand, nachdem das Schöpfwerk am Leybuchtsiel in Betrieb genommen wurde und die Fehngesellschaft ihren Betrieb einstellte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gegenwart===&lt;br /&gt;
Mit der Eingemeindung von [[Norddeich]], damals noch Teil der selbstständigen Landgemeinde [[Lintelermarsch]], gelangte Norden wieder in den Besitz eines Seehafens. Bis heute ist der [[Norddeicher Hafen|Hafen von Norddeich]] der einzige Seehafen der Stadt und als solcher einer der größten Personenhäfen Deutschlands sowie der größte in Niedersachsen. Der alte Norder Hafen verkümmerte weiter, bis er schließlich von Spätherbst 1994 bis Sommer 1995 einer Erneuerung unterzogen wurde. Im Juli des Jahres weihte Bürgermeister [[Fritz Fuchs]] den neuen Hafen ein. Die Kosten der Baumaßnahmen beliefen sich auf 1,5 Millionen DM.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2008 wurde eine neue Steganlage eingerichtet, in 2009 folgte die Reparatur des alten Signalmastes, an dem seitdem wieder die alte Norder Hafenflagge weht. Heute legen nur noch kleine Schiffe und Boote am Hafen an, die vorwiegend der Freizeitaktivität, vereinzelt aber auch für Rundfahrten genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Förderverein==&lt;br /&gt;
Für den Erhalt des Norder Hafens setzt sich der &#039;&#039;Förderverein Norder Hafen e.V.&#039;&#039; ein. Er wurde am 12. Mai 2009 gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://openregister.de/company/DE-VR-P3101-200227 Öffentlicher Vereinsregisterauszug], abgerufen am 8. Juni 2026&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter anderem finanzierte der Verein das [[Stadtrelief]], das die Stadt Norden um 1880 zeigt und am [[Popke-Fegter-Platz]] zu finden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Galerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen um 1900 01.jpg|Der Norder Hafen in der Zeit um 1900.&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen um 1900 02.jpg|Eine weitere Aufnahme aus der Zeit um 1900.&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen auslaufende Schiffe um 1900.jpg|Auslaufende Schiffe in der Zeit um 1900.&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen Zollamt um 1900.jpg|Der Hafen mit dem anliegenden [[Altes Zollhaus|Zollhaus]] um 1900.&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen um 1905 01.jpg|Eventuell um 1905.&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen Altes Siel um 1920 01.jpg|Das [[Zweites Siel|Große Norder Siel]], dahinter das [[Altes Zollhaus|Alte Zollhaus]] (um 1920).&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen Schiffswerft Herlyn um 1920 01.jpg|Die [[Schiffswerft Herlyn]] am Hafen (um 1920).&lt;br /&gt;
Datei:Am Hafen Siel Brücke Deichmühle Hof Carls um 1930 01.jpg|Bauarbeiten am Hafen, im Hintergrund der [[Hof Carls]] und die [[Deichmühle]] (um 1930).&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen Altes Zollhaus 1930 01.jpg|Blick von der [[Heringstraße]] auf das [[Altes Zollhaus|Alte Zollhaus]] (1930).&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen Hafenhaus Schiffswerft Herlyn um 1930 01.jpg|Das &#039;&#039;Hafenhaus&#039;&#039; bei der [[Schiffswerft Herlyn]] (um 1930).&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen Sägemühle Frericks Deichmühle um 1935 01.jpg|Blick von der [[Schiffswerft Herlyn]] in Richtung [[Eilandje]] mit der [[Sägemühle Frericks]] (um 1935).&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen um 1930 01.jpg|Der Norder Hafen in der Zeit um 1935.&lt;br /&gt;
Datei:Am Hafen Kajung Boote Kornhaus Weerda unbekanntes Datum 01.jpg|Mit Blick zum heutigen [[Burggraben]], rechts im Hintergrund das [[Kornhaus Weerda]] (um 1935).&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen um 1939.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1939.&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen Luftaufnahme 1943 01.jpg|Luftaufnahme von 1943.&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen Eilandje Deichmühle Sägemühle Frericks Berumerfehnkanal um 1950 01.jpg|Die [[Schiffswerft der Fehngesellschaft]] auf dem [[Eilandje]] mit Blick in Richtung [[Deichmühle]] (um 1950).&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen Luftaufnahme um 1950 01.jpg|Luftaufnahme aus der Zeit um 1950.&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen Winter 1958 01.jpg|Der Hafen im Winter 1958.&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen 1958 01.jpg|Blick vom  [[Zweites Siel|ehemaligen Siel] auf das  [[Altes Zollhaus|Alte Zollhaus]] (1958).&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen Deichabbruch Deich abgetragen Kanalisation Bau 08 06 1960 01.JPG|Der [[Alter Süderdeich|Alte Süderdeich]] wird abgetragen und die [[Kanalisation]] erbaut, hier aufgenommen am 8. Juni 1960.&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen Deichabbruch Deich abgetragen Kanalisation Bau 08 06 1960 02.JPG|Der [[Alter Süderdeich|Alte Süderdeich]] wird abgetragen und die [[Kanalisation]] erbaut, hier aufgenommen am 8. Juni 1960.&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen altes Schiff April 1962.JPG|Ein altes Schiff im Hafen (1962).&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen Schnee Winter Räumung 16 01 1963 0.JPG|Der Hafen im Winter, aufgenommen am 16. Januar 1963.&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen Schnee Winter Räumung 16 01 1963 01.JPG|Der Hafen im Winter, aufgenommen am 16. Januar 1963.&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen Schnee Winter Räumung 16 01 1963 03.JPG|Der Hafen im Winter, aufgenommen am 16. Januar 1963.&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen Schnee Winter Räumung 15 02 1963 01.JPG|Der Hafen im Winter, aufgenommen am 15. Februar 1963.&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen Schnee Winter Räumung 15 02 1963 02.JPG|Der Hafen im Winter, aufgenommen am 15. Februar 1963.&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen Schnee Winter Räumung 15 02 1963 03.JPG|Der Hafen im Winter, aufgenommen am 15. Februar 1963.&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen Schnee Winter Räumung 15 02 1963 04.JPG|Der Hafen im Winter, aufgenommen am 15. Februar 1963.&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen Altes Zollhaus 22 09 1965.JPG|Das [[Altes Zollhaus|Alte Zollhaus]] am 22. September 1965.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Norddeicher Hafen]]&lt;br /&gt;
*[[Zollhaus (Westermarsch I)]]&lt;br /&gt;
*[[Zollhaus (Westermarsch II)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orte im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orte in Norden (Stadtteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Stadtrelief&amp;diff=42902</id>
		<title>Stadtrelief</title>
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		<updated>2026-06-08T11:06:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Stadtrelief&#039;&#039;&#039; ist eine Bronzeskulptur, die auf dem heutigen [[Popke-Fegter-Platz]] an den ehemaligen Tide- und Torfhafen am heutigen Norder Südeingang in seinem Zustand von 1880 erinnert und ihn sichtbar und erfahrbar machen soll. Die Skulptur wurde vom [[Förderverein Norder Hafen]] verwirklicht. Der ausführende Künstler ist H.-C. Petersen aus Esens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dargestellte Szenerie ==&lt;br /&gt;
Anders als der Name &#039;&#039;Stadtrelief&#039;&#039; vermuten lässt, zeigt die Skulptur nur einen sehr kleinen Teil des historischen Norden. Der Ausschnitt wird südlich begrenzt durch das [[Außentief]] auf Höhe des [[Fridericussiel|Fridericussiels]], westlich zeigt das Relief die [[Sielstraße]] und [[Heringstraße]] etwa bis zur Höhe der damaligen [[Große Lohne|Großen Lohne]]. In nördlicher Richtung bilden die damals gerade neu eingeweihe Bahnline, die zur ebenfalls erst neu erbauten [[Mole Norddeich|Mole]] nach Norddeich führt, sowie die [[Ölmühle]] den Abschluss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Relief zeigt Wasserbauten, Deiche, Wohn- und Wirtschaftshäuser am Tief und in der ehemaligen Norder Altstadt, Brücken, Siele und Mühlen an ihrem ursprünglichen Standort. Durch die einheitliche, angewitterte Bronzeoberfläche erschließt es sich dem Betrachter nicht sofort, bei welchen Verkehrswegen es sich um Wasserstraßen und bei welchen um Fahrstraßen handelt. Daher sind 28 markante Punkte in einer Legende namentlich erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der heute verfüllten und überbauten Mündung des Fehnkanals ins Norder Tief und der heute gänzlich veränderten Altstadt hebt das Relief hervor, dass der Norder Südeingang in vergangener Zeit durch fünf Mühlen geprägt gewesen ist, von denen heute eine noch in alter Bausubstanz, eine teilweise rekonstruiert und eine als Mühlenstumpf vorhanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inschriften ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stadtrelief des alten Tide- und Torfhafens in Norden um 1880&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Durch Wasserbaumaßnahmen zum Ende der 1920er Jahre und durch weitere Bauvorhaben nach dem 2. Weltkrieg hat sich die bauliche Situation um den alten Norder Tidehafen und den Torfhafen erheblich verändert. Seitdem sind bis dahin erhaltene Hafen- und Entwässerungsanlagen sowie Gewässerläufe durch Abbruch und Überbauung unwiedebringlich verloren gegangen. Das Relief stellt die Situation um die beiden Norder Häfen um 1880 dar.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieses Relief ist ein Projekt des Förderverein Norder Hafen e. V.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Relief 6.jpg|Übersichtsaufnahme.&lt;br /&gt;
Datei:Relief 7.jpg|Übersichtsaufnahme.&lt;br /&gt;
Datei:Relief 5.jpg|Übersichtsaufnahme.&lt;br /&gt;
Datei:Relief 4.jpg|Übersichtsaufnahme.&lt;br /&gt;
Datei:Relief 3.jpg|Übersichtsaufnahme.&lt;br /&gt;
Datei:Relief 2.jpg|Inschrift.&lt;br /&gt;
Datei:Relief 1.jpg|Legende.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Norder Hafen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Begriffserläuterungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=F%C3%B6rderverein_Norder_Hafen&amp;diff=42901</id>
		<title>Förderverein Norder Hafen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=F%C3%B6rderverein_Norder_Hafen&amp;diff=42901"/>
		<updated>2026-06-08T10:56:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: Weiterleitung nach Norder Hafen erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Norder Hafen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Körperschaften im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Einpoldern&amp;diff=42900</id>
		<title>Einpoldern</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Einpoldern&amp;diff=42900"/>
		<updated>2026-06-08T10:55:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: Weiterleitung nach Deich erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Deich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Begriffserläuterungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Deich&amp;diff=42899</id>
		<title>Deich</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Deich&amp;diff=42899"/>
		<updated>2026-06-08T10:55:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als &#039;&#039;&#039;Deich&#039;&#039;&#039; bezeichnet man eine wasserbauliche Anlage zum Hochwasserschutz, die entlang von Küsten oder Flussmündungen errichtet werden. Es sind asymmetrisch profilierte Bauwerke, die als Damm längsseits eines Flusses oder des Meeresufers liegen und das niedrige und schwach reliefierte, unmittelbar daran anschließende Hinterland vor Überflutungen schützen soll. Im Inland werden sie an den Rändern von Flüssen zum Schutz von Flussauen vor Hochwasser angelegt und meistens einfach als Dämme bezeichnet. Der Begriff ist vom mittelniederdeutschen Wort &#039;&#039;dîk&#039;&#039; abgeleitet, was sowohl ein künstlich angelegtes Gewässer im Sinne von &#039;&#039;Teich&#039;&#039;, aber ursprünglich etwas &#039;&#039;Ausgestochenes&#039;&#039; bezeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alte, nicht mehr unmittelbar an der Wasserlinie befindliche Deiche nennt man [[Schlafdeich]]. Diese wurden vielfach als zweite bzw. dritte Verteidigungslinie belassen, aber nicht mehr regelmäßig einer [[Deichschau]] unterzogen. Teilweise dienen sich noch als [[Deich#Deichschau|Sommerdeich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sicherung der Deiche wird seit alters her von den [[Deichacht Norden|Deichachten]] gewährleistet. Die jährliche Begutachtung der Sicherheit der Deiche nennt man [[Deich#Deichschau|Deichschau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dient ein Deich nicht nur der Landsicherung, sondern (auch) der Landgewinnung, spricht man auch von &#039;&#039;&#039;Einpoldern&#039;&#039;&#039;. Der erste Deich dieser Form auf dem Gebiet der heutigen [[Stadt Norden]] war der sogenannte [[Udo-Focken-Deich]], mit dem die Rückgewinnung des im 14. Jahrhunderts an die Fluten verlorenen [[Süderneuland|Süderneulandes]] begann.&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 327&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
An der Nordseeküste werden bereits vielen Jahrhunderten Deiche errichtet, sowohl zum unmittelbaren Hochwasserschutz, aber auch zur Neulandgewinnung. Die durch Eindeichung gewonnenen Landstriche nennt man [[Polder]]. Andere, regionale Begriffe hierfür sind &#039;&#039;Groden&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;Koog&#039;&#039;. Die Böden dieser so geschützten Gebiete weisen vom Meeresspiegel herantransportierte Sedimentablagerungen auf und werden als [[Marsch]] bezeichnet. In der heutigen Zeit, die durch ein fortgeschrittenes Umweltbewusstsein der Bevölkerung charakterisiert wird, ist die Umweltpolitik zu einem stark prägenden Faktor geworden. Diese setzt sich für eine stärkere Regulierung des Landmanagements ein. So ist heute die Neulandgewinnung in den Hintergrund getreten und Deiche dienen praktisch nur noch dem Hochwasserschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deichhöhe und -breite ist von der jeweiligen Landschaft und Flutgefahr abhängig. Mit dem Steigen des Meeresspiegels und der technischen Entwicklung wuchsen auch die Ausmaße der Deiche an. Nach alten Aufzeichnungen waren die Deiche im 12. Jahrhundert etwa 2,50 bis 2,80 Meter hoch. Mit der Zeit wurden sie immer höher aufgeschüttet und erreichten um 1550 eine Höhe von 3,50 bis 3,75 Meter. Heutige Deiche erreichen Höhe von bis zu 10 Metern und sind mit Vor- und Hinterland bis zu 100 Meter lang. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Beginn der Deichbauarbeiten musste grundsätzlich der Deichuntergrund auf Höhe und Festigkeit, d.h. auf seine Tragfähigkeit untersucht werden. Bei der Ermittlung der Höhe, ging man zunächst von der Höhe des Maifeldes aus, auf dem der Deich zu errichten war und rechnete einen Zuschlag von 60 Zentimeter hinzu. Erst später bezog man sich auf die ordinäre Flut, d.h. auf den Hochwasserstand. Die Bodenfestigkeit wurde durch Bohrungen ermittelt, die jedoch leider nicht bis in ausreichende Tiefe durchgeführt wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Beschaffenheit des Materials bezog sich zunächst auf Karren, Dielen, Schippen und Spaten. Wobei Spaten und Schippen meist von den Arbeitern selbst mitgebracht werden mussten. Holz, Stroh und Reit mussten für den Bau der Deicharbeiterunterkünfte beschafft werden. Zusätzlich wurde mit den Brauern und Bäckern vor Baubeginn die Lieferung von Brot und Bier, nach Menge und Preis vereinbart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das für den Deichbau notwendige Erdmaterial wurde im Deichvorland, durch die Anlage von &#039;&#039;Pütten&#039;&#039; gewonnen. Die Pütten waren nach einem bestimmten Schema abzustecken. Ein Pütt war 20 Fuß x 20 Fuß, etwa 6 Meter x 6 Meter groß, sie sollte durchweg 4 Fuß, also 1,20 Meter tief ausgestochen werden. 1 Fuß Tiefe bezeichnete man als &#039;&#039;Schacht&#039;&#039;. Dem Kubikinhalt entsprechend wurden Länge und Breite vergrößert, wenn man die Pütt des Untergrundes wegen nur auf 0,90 Meter ausheben konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einzelpütten waren genau ausgerichtet. Zwischen den Pütten mussten sogenannte &#039;&#039;Speckdämme&#039;&#039; stehen bleiben, um die Karren oder Wüppen darüber zu führen. Bei der Koyerarbeit mussten sie 3 Meter breit, bei Wüppen 6 Meter breit sein. Das Gesamtvorfeld teilte man in Pfänder von 30 Meter Breite für die Koyerarbeit und 1,80 Meter Breite bei Wüppenarbeit auf; diese Pfänderaufteilung sollte den Wettbewerb unter den Arbeitskolonnen anregen. Alle Speckdämme standen winkelrecht zur Berme. Bei Deichkrümmungen musste man das Püttwerk notgedrungen winkelschief anlegen. An der Seeseite des Hauptdeiches durfte ein Weg von etwa 10 Meter Breite nicht abgegraben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Ausgrabungsarbeiten wurde bei den hintersten Pütten begonnen, dadurch war die Arbeit zu Beginn am schwersten und am aufwendigsten. In der Pütt standen 3 Männer, die die schwerste Arbeit besorgten, den Aushub der Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Erde wurde in die Wüppen geworfen, die dann über Dielen zur Deichbaustelle gefahren wurden. Je nach der Länge des Weges wurden Ausweichstellen eingerichtet. Auf dem Weg wurden die vollen Karren aus erster Hand der zweiten Hand, bei längeren Wegen weiteren Personen übergeben. Die leeren Karren wurden wieder auf den Ausweichstellen abgestellt und von dem Vorgänger mitgenommen. Auf diese Weise sollte eine Unterbrechung der Arbeit verhindert werden. Am Deich standen zwei Männer, die die dort abgeworfene Erde aufschichten und glätten mussten, dabei kamen sie auf eine Tagesleistung von 45 Kubikmetern Erde pro Mann, wenn man die damals üblichen 12 Stunden Arbeitszeit zugrundelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wüppenarbeit, also mit dem Einsatz von Pferden als Zugtieren, war nur bei trocknem Wetter möglich. Wenn der Klei nass wurde, klebte er an den Pferdehufen und Wagenrädern und war so weich, dass die Räder tief in den Boden einsanken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbau==&lt;br /&gt;
[[Datei:Deichacht Deich Hinweisschild Mandepolderweg 01.jpg|mini|Schematischer Aufbau eines Schardeichs. Hier auf einem Hinweisschild der [[Deichacht Norden|Deichacht]] am [[Mandepolderweg]] in [[Ostermarsch]].]]&lt;br /&gt;
Der Deichquerschnitt erfüllt die technischen Forderungen nach Standsicherheit und Zugänglichkeit und hat gleichzeitig durch das Aufbringen einer Belebtzone eine ökologische Bedeutung für Flora und Fauna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stand der Technik ist in der DIN 19712, den DVWK-Merkblättern und den DWA-Merkblättern zu Flussdeichen niedergelegt. Der Hauptdeich zur Abwehr von Hochwassern nennt sich Banndeich. Daneben gibt es Sommerdeiche, die niedriger sind als der Banndeich und zur Abwehr kleinerer Hochwasser dienen, die wie der Name sagt, im Sommer vorkommen können. Sommerdeiche dienen in erster Linie dem Schutz landwirtschaftlicher Flächen in der Vegetationsperiode. Heute erfüllen sie daneben Entlastungsfunktion für den Banndeich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Hochwasser kann Wasser durch den Deichkörper sickern; die dabei entstehende flach geneigte Sickerlinie wird beeinflusst von der Dauer des Einstaus und die Art und die Lagerungsdichte des Deichmaterials. Es ist gefährlich, wenn die Sickerlinie, also das durchsickernde Wasser an der landseitigen Böschung sichtbar austritt. Dann besteht die Gefahr von Ausspülungen oder Böschungsrutschungen. Daher erhält der Deich eine landseitige Vorschüttung als Ballastierung, die gleichzeitig als Unterbau für den Deichverteidigungsweg dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufbau moderner Deiche folgt einem bewährten Muster. Ein fester Sandkern wird von schwerem Kleiboden (etwa 1 bis 1,5 Meter dick) ummantelt und auf diesem eine Grasnarbe gepflanzt, die wiederum von Tieren - in der Regel Schafen - beweidet wird. Dies dient der Festigung der Grasnarbe durch die dafür bestens geeigneten Hufen der Schafe und regelmäßigen Abfraß. Als positiver Nebeneffekt steht den Schafen gutes Weideland zur Verfügung. Verfügt der Deich über kein Vorland (&#039;&#039;Schardeich&#039;&#039;) wird der Deichfuß seeseitig zusätzlich durch Beton, Steine und Wellenbrecher verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Deichverteidigungsweg auf der landseitigen Berme ist erforderlich, um im Hochwasserfall insbesondere den kritischen Bereich des Deichfußes auch mit schwereren Fahrzeugen befahren zu können. Ein Deichverteidigungsweg auf der Krone ist für diese Deichverteidigung nicht geeignet, da durch die Benutzung des Weges durch schwere Fahrzeuge der ohnehin belastete und unter Umständen durchweichte Deichköper zusätzlich belastet würde. Außerdem treten Deichschäden bei Hochwasser fast immer auf der Landseite auf: Aufdringendes Qualmwasser , Ausspülungen infolge Durchsickerung oder rückschreitende Erosion bei Überströmen. Diesen Gefahren kann man wirkungsvoll nur vom landseitigen Deichfuß entgegentreten .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei sehr engen Verhältnissen dienen Hochwasserschutzmauern dem Schutz vor Hochwasser. Diese können z. B. als Winkelstützmauer aus Stahlbeton oder als Spundwand erstellt werden .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundlage für die Dimensionierung einer Hochwasserschutzanlage ist das sog. Bemessungshochwasser. Es wurde aufgrund komplexer hydrologischer Daten ermittelt, durch Simulationen berechnet und an realen Ereignissen überprüft. Dem für den Regierungsbezirk Düsseldorf festgelegten Bemessungshochwasser liegt eine bestimmte Wassermenge zugrunde, vor der die Hochwasserschutzanlage schützen soll. Dieser Abflussmenge wird eine Wasserspiegellage und darauf aufbauend eine Höhe der Hochwasserschutzanlage zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deichunterhaltung wird an der Nordseeküste in erster Linie von den [[Deichacht Norden|Deichachten]] sichergestellt, die dafür Gebühren der Einwohner erheben, die von dem Deich geschützt werden. Grundlage für die Deichunterhaltung ist die Deichschutzverordnung. Diese Verordnung regelt unter anderem auch die Genehmigungsbedürftigkeit oder die Verbote von baulichen Anlagen usw. im Bereich von Hochwasserschutzanlagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Deichschau==&lt;br /&gt;
Unter einer &#039;&#039;Deichschau&#039;&#039; versteht man die regelmäßige Begutachtung eines Deiches. Deiche, die aufgrund ihrer Wichtigkeit für den Küstenschutz regelmäßig einer Deichschau unterzogen werden, nennt man auch &#039;&#039;Schaudeich&#039;&#039;. Deiche, die keiner Deichschau mehr unterliegen, nennt man &#039;&#039;Binnendeich&#039;&#039;, &#039;&#039;Sommerdeich&#039;&#039; oder &#039;&#039;Schlafdeich&#039;&#039;. Auch &#039;&#039;Altdeich&#039;&#039; ist als Bezeichnung geläufig. Diese Deiche werden in der Regel nicht mehr oder - im Falle von Sommerdeichen - nur noch als zweite Verteidigungslinie eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Norden gibt es viele Schlafdeiche, die oftmals noch in den Landstrichen als klare Erhebungen in der Landschaft zu erkennen sind, so zum Beispiel der [[Wurzeldeich]]. Entlang der Schoonorther Straße gen Krummhörn, insbesondere im Umfeld der sogenannten &#039;&#039;[[Todeskreuzung]]&#039;&#039; sind noch viele Schlafdeiche erkennbar, die gleichzeitig Grenzen der heute überwiegend zu [[Neuwesteel]] gehörenden [[Polder]] darstellen (z.B. [[Groß-Schulenburger-Polder]] oder [[Süder-Charlottenpolder]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Links==&lt;br /&gt;
*[http://www.flecken-hage.com/Nordsee/Nordsee.htm#:~:text=Nach%20alten%20Aufzeichnungen%20waren%20die,m%20bis%203%2C75%20m. Die Geschichte des Deichbaus in Ostfriesland] auf Flecken-Hage.com&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Heller]]&lt;br /&gt;
*[[Deichacht Norden]]&lt;br /&gt;
*[[Liste der Eindeichungen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Begriffserläuterungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Deich&amp;diff=42898</id>
		<title>Deich</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Deich&amp;diff=42898"/>
		<updated>2026-06-08T10:55:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als &#039;&#039;&#039;Deich&#039;&#039;&#039; bezeichnet man eine wasserbauliche Anlage zum Hochwasserschutz, die entlang von Küsten oder Flussmündungen errichtet werden. Es sind asymmetrisch profilierte Bauwerke, die als Damm längsseits eines Flusses oder des Meeresufers liegen und das niedrige und schwach reliefierte, unmittelbar daran anschließende Hinterland vor Überflutungen schützen soll. Im Inland werden sie an den Rändern von Flüssen zum Schutz von Flussauen vor Hochwasser angelegt und meistens einfach als Dämme bezeichnet. Der Begriff ist vom mittelniederdeutschen Wort &#039;&#039;dîk&#039;&#039; abgeleitet, was sowohl ein künstlich angelegtes Gewässer im Sinne von &#039;&#039;Teich&#039;&#039;, aber ursprünglich etwas &#039;&#039;Ausgestochenes&#039;&#039; bezeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alte, nicht mehr unmittelbar an der Wasserlinie befindliche Deiche nennt man [[Schlafdeich]]. Diese wurden vielfach als zweite bzw. dritte Verteidigungslinie belassen, aber nicht mehr regelmäßig einer [[Deichschau]] unterzogen. Teilweise dienen sich noch als [[Deich#Deichschau|Sommerdeich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sicherung der Deiche wird seit alters her von den [[Deichacht Norden|Deichachten]] gewährleistet. Die jährliche Begutachtung der Sicherheit der Deiche nennt man [[Deich#Deichschau|Deichschau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dient ein Deich nicht nur der Landsicherung, sondern (auch) der Landgewinnung, spricht man auch von Einpoldern. Der erste Deich dieser Form auf dem Gebiet der heutigen [[Stadt Norden]] war der sogenannte [[Udo-Focken-Deich]], mit dem die Rückgewinnung des im 14. Jahrhunderts an die Fluten verlorenen [[Süderneuland|Süderneulandes]] begann.&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 327&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
An der Nordseeküste werden bereits vielen Jahrhunderten Deiche errichtet, sowohl zum unmittelbaren Hochwasserschutz, aber auch zur Neulandgewinnung. Die durch Eindeichung gewonnenen Landstriche nennt man [[Polder]]. Andere, regionale Begriffe hierfür sind &#039;&#039;Groden&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;Koog&#039;&#039;. Die Böden dieser so geschützten Gebiete weisen vom Meeresspiegel herantransportierte Sedimentablagerungen auf und werden als [[Marsch]] bezeichnet. In der heutigen Zeit, die durch ein fortgeschrittenes Umweltbewusstsein der Bevölkerung charakterisiert wird, ist die Umweltpolitik zu einem stark prägenden Faktor geworden. Diese setzt sich für eine stärkere Regulierung des Landmanagements ein. So ist heute die Neulandgewinnung in den Hintergrund getreten und Deiche dienen praktisch nur noch dem Hochwasserschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deichhöhe und -breite ist von der jeweiligen Landschaft und Flutgefahr abhängig. Mit dem Steigen des Meeresspiegels und der technischen Entwicklung wuchsen auch die Ausmaße der Deiche an. Nach alten Aufzeichnungen waren die Deiche im 12. Jahrhundert etwa 2,50 bis 2,80 Meter hoch. Mit der Zeit wurden sie immer höher aufgeschüttet und erreichten um 1550 eine Höhe von 3,50 bis 3,75 Meter. Heutige Deiche erreichen Höhe von bis zu 10 Metern und sind mit Vor- und Hinterland bis zu 100 Meter lang. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Beginn der Deichbauarbeiten musste grundsätzlich der Deichuntergrund auf Höhe und Festigkeit, d.h. auf seine Tragfähigkeit untersucht werden. Bei der Ermittlung der Höhe, ging man zunächst von der Höhe des Maifeldes aus, auf dem der Deich zu errichten war und rechnete einen Zuschlag von 60 Zentimeter hinzu. Erst später bezog man sich auf die ordinäre Flut, d.h. auf den Hochwasserstand. Die Bodenfestigkeit wurde durch Bohrungen ermittelt, die jedoch leider nicht bis in ausreichende Tiefe durchgeführt wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Beschaffenheit des Materials bezog sich zunächst auf Karren, Dielen, Schippen und Spaten. Wobei Spaten und Schippen meist von den Arbeitern selbst mitgebracht werden mussten. Holz, Stroh und Reit mussten für den Bau der Deicharbeiterunterkünfte beschafft werden. Zusätzlich wurde mit den Brauern und Bäckern vor Baubeginn die Lieferung von Brot und Bier, nach Menge und Preis vereinbart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das für den Deichbau notwendige Erdmaterial wurde im Deichvorland, durch die Anlage von &#039;&#039;Pütten&#039;&#039; gewonnen. Die Pütten waren nach einem bestimmten Schema abzustecken. Ein Pütt war 20 Fuß x 20 Fuß, etwa 6 Meter x 6 Meter groß, sie sollte durchweg 4 Fuß, also 1,20 Meter tief ausgestochen werden. 1 Fuß Tiefe bezeichnete man als &#039;&#039;Schacht&#039;&#039;. Dem Kubikinhalt entsprechend wurden Länge und Breite vergrößert, wenn man die Pütt des Untergrundes wegen nur auf 0,90 Meter ausheben konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einzelpütten waren genau ausgerichtet. Zwischen den Pütten mussten sogenannte &#039;&#039;Speckdämme&#039;&#039; stehen bleiben, um die Karren oder Wüppen darüber zu führen. Bei der Koyerarbeit mussten sie 3 Meter breit, bei Wüppen 6 Meter breit sein. Das Gesamtvorfeld teilte man in Pfänder von 30 Meter Breite für die Koyerarbeit und 1,80 Meter Breite bei Wüppenarbeit auf; diese Pfänderaufteilung sollte den Wettbewerb unter den Arbeitskolonnen anregen. Alle Speckdämme standen winkelrecht zur Berme. Bei Deichkrümmungen musste man das Püttwerk notgedrungen winkelschief anlegen. An der Seeseite des Hauptdeiches durfte ein Weg von etwa 10 Meter Breite nicht abgegraben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Ausgrabungsarbeiten wurde bei den hintersten Pütten begonnen, dadurch war die Arbeit zu Beginn am schwersten und am aufwendigsten. In der Pütt standen 3 Männer, die die schwerste Arbeit besorgten, den Aushub der Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Erde wurde in die Wüppen geworfen, die dann über Dielen zur Deichbaustelle gefahren wurden. Je nach der Länge des Weges wurden Ausweichstellen eingerichtet. Auf dem Weg wurden die vollen Karren aus erster Hand der zweiten Hand, bei längeren Wegen weiteren Personen übergeben. Die leeren Karren wurden wieder auf den Ausweichstellen abgestellt und von dem Vorgänger mitgenommen. Auf diese Weise sollte eine Unterbrechung der Arbeit verhindert werden. Am Deich standen zwei Männer, die die dort abgeworfene Erde aufschichten und glätten mussten, dabei kamen sie auf eine Tagesleistung von 45 Kubikmetern Erde pro Mann, wenn man die damals üblichen 12 Stunden Arbeitszeit zugrundelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wüppenarbeit, also mit dem Einsatz von Pferden als Zugtieren, war nur bei trocknem Wetter möglich. Wenn der Klei nass wurde, klebte er an den Pferdehufen und Wagenrädern und war so weich, dass die Räder tief in den Boden einsanken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbau==&lt;br /&gt;
[[Datei:Deichacht Deich Hinweisschild Mandepolderweg 01.jpg|mini|Schematischer Aufbau eines Schardeichs. Hier auf einem Hinweisschild der [[Deichacht Norden|Deichacht]] am [[Mandepolderweg]] in [[Ostermarsch]].]]&lt;br /&gt;
Der Deichquerschnitt erfüllt die technischen Forderungen nach Standsicherheit und Zugänglichkeit und hat gleichzeitig durch das Aufbringen einer Belebtzone eine ökologische Bedeutung für Flora und Fauna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stand der Technik ist in der DIN 19712, den DVWK-Merkblättern und den DWA-Merkblättern zu Flussdeichen niedergelegt. Der Hauptdeich zur Abwehr von Hochwassern nennt sich Banndeich. Daneben gibt es Sommerdeiche, die niedriger sind als der Banndeich und zur Abwehr kleinerer Hochwasser dienen, die wie der Name sagt, im Sommer vorkommen können. Sommerdeiche dienen in erster Linie dem Schutz landwirtschaftlicher Flächen in der Vegetationsperiode. Heute erfüllen sie daneben Entlastungsfunktion für den Banndeich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Hochwasser kann Wasser durch den Deichkörper sickern; die dabei entstehende flach geneigte Sickerlinie wird beeinflusst von der Dauer des Einstaus und die Art und die Lagerungsdichte des Deichmaterials. Es ist gefährlich, wenn die Sickerlinie, also das durchsickernde Wasser an der landseitigen Böschung sichtbar austritt. Dann besteht die Gefahr von Ausspülungen oder Böschungsrutschungen. Daher erhält der Deich eine landseitige Vorschüttung als Ballastierung, die gleichzeitig als Unterbau für den Deichverteidigungsweg dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufbau moderner Deiche folgt einem bewährten Muster. Ein fester Sandkern wird von schwerem Kleiboden (etwa 1 bis 1,5 Meter dick) ummantelt und auf diesem eine Grasnarbe gepflanzt, die wiederum von Tieren - in der Regel Schafen - beweidet wird. Dies dient der Festigung der Grasnarbe durch die dafür bestens geeigneten Hufen der Schafe und regelmäßigen Abfraß. Als positiver Nebeneffekt steht den Schafen gutes Weideland zur Verfügung. Verfügt der Deich über kein Vorland (&#039;&#039;Schardeich&#039;&#039;) wird der Deichfuß seeseitig zusätzlich durch Beton, Steine und Wellenbrecher verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Deichverteidigungsweg auf der landseitigen Berme ist erforderlich, um im Hochwasserfall insbesondere den kritischen Bereich des Deichfußes auch mit schwereren Fahrzeugen befahren zu können. Ein Deichverteidigungsweg auf der Krone ist für diese Deichverteidigung nicht geeignet, da durch die Benutzung des Weges durch schwere Fahrzeuge der ohnehin belastete und unter Umständen durchweichte Deichköper zusätzlich belastet würde. Außerdem treten Deichschäden bei Hochwasser fast immer auf der Landseite auf: Aufdringendes Qualmwasser , Ausspülungen infolge Durchsickerung oder rückschreitende Erosion bei Überströmen. Diesen Gefahren kann man wirkungsvoll nur vom landseitigen Deichfuß entgegentreten .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei sehr engen Verhältnissen dienen Hochwasserschutzmauern dem Schutz vor Hochwasser. Diese können z. B. als Winkelstützmauer aus Stahlbeton oder als Spundwand erstellt werden .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundlage für die Dimensionierung einer Hochwasserschutzanlage ist das sog. Bemessungshochwasser. Es wurde aufgrund komplexer hydrologischer Daten ermittelt, durch Simulationen berechnet und an realen Ereignissen überprüft. Dem für den Regierungsbezirk Düsseldorf festgelegten Bemessungshochwasser liegt eine bestimmte Wassermenge zugrunde, vor der die Hochwasserschutzanlage schützen soll. Dieser Abflussmenge wird eine Wasserspiegellage und darauf aufbauend eine Höhe der Hochwasserschutzanlage zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deichunterhaltung wird an der Nordseeküste in erster Linie von den [[Deichacht Norden|Deichachten]] sichergestellt, die dafür Gebühren der Einwohner erheben, die von dem Deich geschützt werden. Grundlage für die Deichunterhaltung ist die Deichschutzverordnung. Diese Verordnung regelt unter anderem auch die Genehmigungsbedürftigkeit oder die Verbote von baulichen Anlagen usw. im Bereich von Hochwasserschutzanlagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Deichschau==&lt;br /&gt;
Unter einer &#039;&#039;Deichschau&#039;&#039; versteht man die regelmäßige Begutachtung eines Deiches. Deiche, die aufgrund ihrer Wichtigkeit für den Küstenschutz regelmäßig einer Deichschau unterzogen werden, nennt man auch &#039;&#039;Schaudeich&#039;&#039;. Deiche, die keiner Deichschau mehr unterliegen, nennt man &#039;&#039;Binnendeich&#039;&#039;, &#039;&#039;Sommerdeich&#039;&#039; oder &#039;&#039;Schlafdeich&#039;&#039;. Auch &#039;&#039;Altdeich&#039;&#039; ist als Bezeichnung geläufig. Diese Deiche werden in der Regel nicht mehr oder - im Falle von Sommerdeichen - nur noch als zweite Verteidigungslinie eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Norden gibt es viele Schlafdeiche, die oftmals noch in den Landstrichen als klare Erhebungen in der Landschaft zu erkennen sind, so zum Beispiel der [[Wurzeldeich]]. Entlang der Schoonorther Straße gen Krummhörn, insbesondere im Umfeld der sogenannten &#039;&#039;[[Todeskreuzung]]&#039;&#039; sind noch viele Schlafdeiche erkennbar, die gleichzeitig Grenzen der heute überwiegend zu [[Neuwesteel]] gehörenden [[Polder]] darstellen (z.B. [[Groß-Schulenburger-Polder]] oder [[Süder-Charlottenpolder]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Links==&lt;br /&gt;
*[http://www.flecken-hage.com/Nordsee/Nordsee.htm#:~:text=Nach%20alten%20Aufzeichnungen%20waren%20die,m%20bis%203%2C75%20m. Die Geschichte des Deichbaus in Ostfriesland] auf Flecken-Hage.com&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Heller]]&lt;br /&gt;
*[[Deichacht Norden]]&lt;br /&gt;
*[[Liste der Eindeichungen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Begriffserläuterungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Deich&amp;diff=42897</id>
		<title>Deich</title>
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		<updated>2026-06-08T10:52:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: /* Deichschau */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als &#039;&#039;&#039;Deich&#039;&#039;&#039; bezeichnet man wasserbauliche Anlagen zum Hochwasserschutz, die entlang von Küsten oder Flussmündungen errichtet werden. Es sind asymmetrisch profilierte Bauwerke, die als Damm längsseits eines Flusses oder des Meeresufers liegen und das niedrige und schwach reliefierte, unmittelbar daran anschließende Hinterland vor Überflutungen schützen soll. Im Inland werden sie an den Rändern von Flüssen zum Schutz von Flussauen vor Hochwasser angelegt und meistens einfach als Dämme bezeichnet. Der Begriff ist vom mittelniederdeutschen Wort &#039;&#039;dîk&#039;&#039; abgeleitet, was sowohl ein künstlich angelegtes Gewässer im Sinne von &#039;&#039;Teich&#039;&#039;, aber ursprünglich etwas &#039;&#039;Ausgestochenes&#039;&#039; bezeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alte, nicht mehr unmittelbar an der Wasserlinie befindliche Deiche nennt man [[Schlafdeich]]. Diese wurden vielfach als zweite bzw. dritte Verteidigungslinie belassen, aber nicht mehr regelmäßig einer [[Deichschau]] unterzogen. Teilweise dienen sich noch als [[Deich#Deichschau|Sommerdeich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sicherung der Deiche wird seit alters her von den [[Deichacht Norden|Deichachten]] gewährleistet. Die jährliche Begutachtung der Sicherheit der Deiche nennt man [[Deich#Deichschau|Deichschau]].&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
An der Nordseeküste werden bereits vielen Jahrhunderten Deiche errichtet, sowohl zum unmittelbaren Hochwasserschutz, aber auch zur Neulandgewinnung. Die durch Eindeichung gewonnenen Landstriche nennt man [[Polder]]. Andere, regionale Begriffe hierfür sind &#039;&#039;Groden&#039;&#039; oder auch &#039;&#039;Koog&#039;&#039;. Die Böden dieser so geschützten Gebiete weisen vom Meeresspiegel herantransportierte Sedimentablagerungen auf und werden als [[Marsch]] bezeichnet. In der heutigen Zeit, die durch ein fortgeschrittenes Umweltbewusstsein der Bevölkerung charakterisiert wird, ist die Umweltpolitik zu einem stark prägenden Faktor geworden. Diese setzt sich für eine stärkere Regulierung des Landmanagements ein. So ist heute die Neulandgewinnung in den Hintergrund getreten und Deiche dienen praktisch nur noch dem Hochwasserschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deichhöhe und -breite ist von der jeweiligen Landschaft und Flutgefahr abhängig. Mit dem Steigen des Meeresspiegels und der technischen Entwicklung wuchsen auch die Ausmaße der Deiche an. Nach alten Aufzeichnungen waren die Deiche im 12. Jahrhundert etwa 2,50 bis 2,80 Meter hoch. Mit der Zeit wurden sie immer höher aufgeschüttet und erreichten um 1550 eine Höhe von 3,50 bis 3,75 Meter. Heutige Deiche erreichen Höhe von bis zu 10 Metern und sind mit Vor- und Hinterland bis zu 100 Meter lang. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Beginn der Deichbauarbeiten musste grundsätzlich der Deichuntergrund auf Höhe und Festigkeit, d.h. auf seine Tragfähigkeit untersucht werden. Bei der Ermittlung der Höhe, ging man zunächst von der Höhe des Maifeldes aus, auf dem der Deich zu errichten war und rechnete einen Zuschlag von 60 Zentimeter hinzu. Erst später bezog man sich auf die ordinäre Flut, d.h. auf den Hochwasserstand. Die Bodenfestigkeit wurde durch Bohrungen ermittelt, die jedoch leider nicht bis in ausreichende Tiefe durchgeführt wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Beschaffenheit des Materials bezog sich zunächst auf Karren, Dielen, Schippen und Spaten. Wobei Spaten und Schippen meist von den Arbeitern selbst mitgebracht werden mussten. Holz, Stroh und Reit mussten für den Bau der Deicharbeiterunterkünfte beschafft werden. Zusätzlich wurde mit den Brauern und Bäckern vor Baubeginn die Lieferung von Brot und Bier, nach Menge und Preis vereinbart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das für den Deichbau notwendige Erdmaterial wurde im Deichvorland, durch die Anlage von &#039;&#039;Pütten&#039;&#039; gewonnen. Die Pütten waren nach einem bestimmten Schema abzustecken. Ein Pütt war 20 Fuß x 20 Fuß, etwa 6 Meter x 6 Meter groß, sie sollte durchweg 4 Fuß, also 1,20 Meter tief ausgestochen werden. 1 Fuß Tiefe bezeichnete man als &#039;&#039;Schacht&#039;&#039;. Dem Kubikinhalt entsprechend wurden Länge und Breite vergrößert, wenn man die Pütt des Untergrundes wegen nur auf 0,90 Meter ausheben konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einzelpütten waren genau ausgerichtet. Zwischen den Pütten mussten sogenannte &#039;&#039;Speckdämme&#039;&#039; stehen bleiben, um die Karren oder Wüppen darüber zu führen. Bei der Koyerarbeit mussten sie 3 Meter breit, bei Wüppen 6 Meter breit sein. Das Gesamtvorfeld teilte man in Pfänder von 30 Meter Breite für die Koyerarbeit und 1,80 Meter Breite bei Wüppenarbeit auf; diese Pfänderaufteilung sollte den Wettbewerb unter den Arbeitskolonnen anregen. Alle Speckdämme standen winkelrecht zur Berme. Bei Deichkrümmungen musste man das Püttwerk notgedrungen winkelschief anlegen. An der Seeseite des Hauptdeiches durfte ein Weg von etwa 10 Meter Breite nicht abgegraben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Ausgrabungsarbeiten wurde bei den hintersten Pütten begonnen, dadurch war die Arbeit zu Beginn am schwersten und am aufwendigsten. In der Pütt standen 3 Männer, die die schwerste Arbeit besorgten, den Aushub der Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Erde wurde in die Wüppen geworfen, die dann über Dielen zur Deichbaustelle gefahren wurden. Je nach der Länge des Weges wurden Ausweichstellen eingerichtet. Auf dem Weg wurden die vollen Karren aus erster Hand der zweiten Hand, bei längeren Wegen weiteren Personen übergeben. Die leeren Karren wurden wieder auf den Ausweichstellen abgestellt und von dem Vorgänger mitgenommen. Auf diese Weise sollte eine Unterbrechung der Arbeit verhindert werden. Am Deich standen zwei Männer, die die dort abgeworfene Erde aufschichten und glätten mussten, dabei kamen sie auf eine Tagesleistung von 45 Kubikmetern Erde pro Mann, wenn man die damals üblichen 12 Stunden Arbeitszeit zugrundelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wüppenarbeit, also mit dem Einsatz von Pferden als Zugtieren, war nur bei trocknem Wetter möglich. Wenn der Klei nass wurde, klebte er an den Pferdehufen und Wagenrädern und war so weich, dass die Räder tief in den Boden einsanken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbau==&lt;br /&gt;
[[Datei:Deichacht Deich Hinweisschild Mandepolderweg 01.jpg|mini|Schematischer Aufbau eines Schardeichs. Hier auf einem Hinweisschild der [[Deichacht Norden|Deichacht]] am [[Mandepolderweg]] in [[Ostermarsch]].]]&lt;br /&gt;
Der Deichquerschnitt erfüllt die technischen Forderungen nach Standsicherheit und Zugänglichkeit und hat gleichzeitig durch das Aufbringen einer Belebtzone eine ökologische Bedeutung für Flora und Fauna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stand der Technik ist in der DIN 19712, den DVWK-Merkblättern und den DWA-Merkblättern zu Flussdeichen niedergelegt. Der Hauptdeich zur Abwehr von Hochwassern nennt sich Banndeich. Daneben gibt es Sommerdeiche, die niedriger sind als der Banndeich und zur Abwehr kleinerer Hochwasser dienen, die wie der Name sagt, im Sommer vorkommen können. Sommerdeiche dienen in erster Linie dem Schutz landwirtschaftlicher Flächen in der Vegetationsperiode. Heute erfüllen sie daneben Entlastungsfunktion für den Banndeich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Hochwasser kann Wasser durch den Deichkörper sickern; die dabei entstehende flach geneigte Sickerlinie wird beeinflusst von der Dauer des Einstaus und die Art und die Lagerungsdichte des Deichmaterials. Es ist gefährlich, wenn die Sickerlinie, also das durchsickernde Wasser an der landseitigen Böschung sichtbar austritt. Dann besteht die Gefahr von Ausspülungen oder Böschungsrutschungen. Daher erhält der Deich eine landseitige Vorschüttung als Ballastierung, die gleichzeitig als Unterbau für den Deichverteidigungsweg dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufbau moderner Deiche folgt einem bewährten Muster. Ein fester Sandkern wird von schwerem Kleiboden (etwa 1 bis 1,5 Meter dick) ummantelt und auf diesem eine Grasnarbe gepflanzt, die wiederum von Tieren - in der Regel Schafen - beweidet wird. Dies dient der Festigung der Grasnarbe durch die dafür bestens geeigneten Hufen der Schafe und regelmäßigen Abfraß. Als positiver Nebeneffekt steht den Schafen gutes Weideland zur Verfügung. Verfügt der Deich über kein Vorland (&#039;&#039;Schardeich&#039;&#039;) wird der Deichfuß seeseitig zusätzlich durch Beton, Steine und Wellenbrecher verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Deichverteidigungsweg auf der landseitigen Berme ist erforderlich, um im Hochwasserfall insbesondere den kritischen Bereich des Deichfußes auch mit schwereren Fahrzeugen befahren zu können. Ein Deichverteidigungsweg auf der Krone ist für diese Deichverteidigung nicht geeignet, da durch die Benutzung des Weges durch schwere Fahrzeuge der ohnehin belastete und unter Umständen durchweichte Deichköper zusätzlich belastet würde. Außerdem treten Deichschäden bei Hochwasser fast immer auf der Landseite auf: Aufdringendes Qualmwasser , Ausspülungen infolge Durchsickerung oder rückschreitende Erosion bei Überströmen. Diesen Gefahren kann man wirkungsvoll nur vom landseitigen Deichfuß entgegentreten .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei sehr engen Verhältnissen dienen Hochwasserschutzmauern dem Schutz vor Hochwasser. Diese können z. B. als Winkelstützmauer aus Stahlbeton oder als Spundwand erstellt werden .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundlage für die Dimensionierung einer Hochwasserschutzanlage ist das sog. Bemessungshochwasser. Es wurde aufgrund komplexer hydrologischer Daten ermittelt, durch Simulationen berechnet und an realen Ereignissen überprüft. Dem für den Regierungsbezirk Düsseldorf festgelegten Bemessungshochwasser liegt eine bestimmte Wassermenge zugrunde, vor der die Hochwasserschutzanlage schützen soll. Dieser Abflussmenge wird eine Wasserspiegellage und darauf aufbauend eine Höhe der Hochwasserschutzanlage zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deichunterhaltung wird an der Nordseeküste in erster Linie von den [[Deichacht Norden|Deichachten]] sichergestellt, die dafür Gebühren der Einwohner erheben, die von dem Deich geschützt werden. Grundlage für die Deichunterhaltung ist die Deichschutzverordnung. Diese Verordnung regelt unter anderem auch die Genehmigungsbedürftigkeit oder die Verbote von baulichen Anlagen usw. im Bereich von Hochwasserschutzanlagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Deichschau==&lt;br /&gt;
Unter einer &#039;&#039;Deichschau&#039;&#039; versteht man die regelmäßige Begutachtung eines Deiches. Deiche, die aufgrund ihrer Wichtigkeit für den Küstenschutz regelmäßig einer Deichschau unterzogen werden, nennt man auch &#039;&#039;Schaudeich&#039;&#039;. Deiche, die keiner Deichschau mehr unterliegen, nennt man &#039;&#039;Binnendeich&#039;&#039;, &#039;&#039;Sommerdeich&#039;&#039; oder &#039;&#039;Schlafdeich&#039;&#039;. Auch &#039;&#039;Altdeich&#039;&#039; ist als Bezeichnung geläufig. Diese Deiche werden in der Regel nicht mehr oder - im Falle von Sommerdeichen - nur noch als zweite Verteidigungslinie eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Norden gibt es viele Schlafdeiche, die oftmals noch in den Landstrichen als klare Erhebungen in der Landschaft zu erkennen sind, so zum Beispiel der [[Wurzeldeich]]. Entlang der Schoonorther Straße gen Krummhörn, insbesondere im Umfeld der sogenannten &#039;&#039;[[Todeskreuzung]]&#039;&#039; sind noch viele Schlafdeiche erkennbar, die gleichzeitig Grenzen der heute überwiegend zu [[Neuwesteel]] gehörenden [[Polder]] darstellen (z.B. [[Groß-Schulenburger-Polder]] oder [[Süder-Charlottenpolder]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Links==&lt;br /&gt;
*[http://www.flecken-hage.com/Nordsee/Nordsee.htm#:~:text=Nach%20alten%20Aufzeichnungen%20waren%20die,m%20bis%203%2C75%20m. Die Geschichte des Deichbaus in Ostfriesland] auf Flecken-Hage.com&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Heller]]&lt;br /&gt;
*[[Deichacht Norden]]&lt;br /&gt;
*[[Liste der Eindeichungen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Begriffserläuterungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
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		<title>Franz Heinrich Hoyer</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Franz Heinrich Hoyer&#039;&#039;&#039; (* 1639; † 1699)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bibliothek.ostfriesischelandschaft.de/wp-content/uploads/sites/3/dateiarchiv/2999/Westermarsch-II.pdf Erwähnung der Geburtsdaten in einer Abhandlung der Ostfriesischen Landschaft zur Westermarsch], abgerufen am 8. Juni 2026&amp;lt;/ref&amp;gt; war von 1666 bis 1699 Pastor der [[Ludgerigemeinde Norden|evangelischen Gemeinde]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kirchengemeindelexikon.de/einzelgemeinde/norden-st-ludgeri/ Geschichte der Ludgerigemeinde Norden], abgerufen am 8. Juni 2026&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war auch unter dem Namen &#039;&#039;Franciscus Henricus Hoyer&#039;&#039; bekannt. Im Mittelalter und in der Renaissance war Latein die internationale Wissenschaftssprache. Viele Gelehrte latinisierten ihre ursprünglichen Namen, um ihre Werke in ganz Europa veröffentlichen und sich im gelehrten Austausch verständigen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1667 gehörte er zu den Zeugen, als der als &#039;&#039;Graf von Norden&#039;&#039; bekanntgewordene [[Edzard Ferdinand Cirksena]], sein Testament fertigen - und nachträglich ergänzen oder ändern - ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;NLA AU Rep. 1 Nr. 401&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1697 gab Pastor Hoyer ein eigenes Gesangbuch für die Gemeinde heraus, auf dessen Einband eine Stadtansicht Nordens vor dem damaligen Norder Bürger und späteren fürstlichen Hofmaler G. P. van der Sypen abgebildet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeindebrief &#039;&#039;Gruß an die Gemeinde&#039;&#039; 3/2024, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Hinrich Reese]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürger der Stadt Norden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Franz Heinrich Hoyer&#039;&#039;&#039; (* 1639; † 1699)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bibliothek.ostfriesischelandschaft.de/wp-content/uploads/sites/3/dateiarchiv/2999/Westermarsch-II.pdf Erwähnung der Geburtsdaten in einer Abhandlung der Ostfriesischen Landschaft zur Westermarsch], abgerufen am 8. Juni 2026&amp;lt;/ref&amp;gt; war von 1666 bis 1699 Pastor der [[Ludgerigemeinde Norden|evangelischen Gemeinde]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kirchengemeindelexikon.de/einzelgemeinde/norden-st-ludgeri/ Geschichte der Ludgerigemeinde Norden], abgerufen am 8. Juni 2026&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war auch unter dem Namen &#039;&#039;Franziscus Henricus Hoyer&#039;&#039; bekannt. Im Mittelalter und in der Renaissance war Latein die internationale Wissenschaftssprache. Viele Gelehrte latinisierten ihre ursprünglichen Namen, um ihre Werke in ganz Europa veröffentlichen und sich im gelehrten Austausch verständigen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1667 gehörte er zu den Zeugen, als der als &#039;&#039;Graf von Norden&#039;&#039; bekanntgewordene [[Edzard Ferdinand Cirksena]], sein Testament fertigen - und nachträglich ergänzen oder ändern - ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;NLA AU Rep. 1 Nr. 401&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1697 gab Pastor Hoyer ein eigenes Gesangbuch für die Gemeinde heraus, auf dessen Einband eine Stadtansicht Nordens vor dem damaligen Norder Bürger und späteren fürstlichen Hofmaler G. P. van der Sypen abgebildet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeindebrief &#039;&#039;Gruß an die Gemeinde&#039;&#039; 3/2024, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Hinrich Reese]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürger der Stadt Norden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
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		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Edzard_Ferdinand_Cirksena&amp;diff=42894</id>
		<title>Edzard Ferdinand Cirksena</title>
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		<updated>2026-06-08T10:50:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Edzard Ferdinand Cirksena&#039;&#039;&#039; (* 12. Juli 1636 in Aurich; † 1. Januar 1668 in Norden) war Angehöriger der ostfriesischen Fürsten- bzw. Grafenfamilie und wurde als solcher - obgleich er diesen Titel nie offiziell trug - als &#039;&#039;Graf von Norden&#039;&#039; bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Edzard Ferdinand war der jüngste Sohn von [[Ulrich II. Cirksena|Graf Ulrich II.]] und seiner Frau Juliane, Landgräfin von Hessen. Nach dem Tod seines Vaters 1648 unter der Vormundschaft der Mutter besuchte er ab dem 14. Lebensjahr die Ritterakademien von Breda und Tübingen. Im Rahmen seiner Ausbildung unternahm er umfangreiche Reisen nach Frankreich, in die Schweiz, nach Italien und England. 1658 kehrte er zurück nach Aurich. Nach dem Tode seines ältesten Bruders fiel die Herrschaft an den zweitältesten Bruder [[Georg Christian Cirksena]]. Edzard Ferdinand verlangte eine Teilung der Herrschaft, konnte sich jedoch nicht durchsetzen. Auch seine Forderung nach einer Auszahlung seines Erbteils stand im Raume.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Edzard_Ferdinand%20alt.pdf Heißler, Sabine (1993): Biographie des Erdzard Ferdinand Cirksena], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. Januar 1661 kam es zu einer Einigung zwischen den Brüdern. Edzard Ferdinand verzichtete gegen eine jährliche, finanzielle Zuwendung auf eine Mitregierung und zog sich mit einem kleinen Hofstaat nach Norden zurück, wo er als &#039;&#039;Graf von Norden&#039;&#039; im [[Gräfliches Haus|Gräflichen Haus]] ein ausschweifendes Leben führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der plötzliche Tod von Georg Christian Anfang Juni 1665 ließ die Frage der Regierungsmacht wieder aufleben. Da die Witwe Christine Charlotte von Württemberg gerade schwanger war, übernahm Edzard Ferdinand die Interimsregierung bis zur Geburt des neuen, künftigen Fürsten [[Christian Eberhard Cirksena|Christian Eberhard]]. Zusammen mit der Fürstenwitwe und in Verantwortung für die Aufgabe beteiligte sich Edzard Ferdinand an einer Vormundschaftsregierung für den künftigen Fürsten, starb aber selbst schon zweieinhalb Jahre später, einen Tag nach der Geburt seines jüngeren Sohnes. Auch er blieb somit von einem sehr frühen Tode nicht verschont, wie bereits unzählige männliche Familienmitglieder vor ihm. Offenbar erahnte er sein Ableben, denn schon im November 1667 machte er vor zahlreichen, namhaften Zeugen sein Testament.&amp;lt;ref&amp;gt;NLA AU Rep. 1 Nr. 401&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besitztümer in Norden ==&lt;br /&gt;
Neben dem [[Gräfliches Haus|Gräflichen Haus]] am [[Marktplatz]] gehörte Edzard Ferdinand in Norden noch weitere Besitztümer, so etwa das [[Gut Ekel]], das er am 23. Februar 1662 von [[Arp Wencke]] erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2011): Finettenburg: Neue Erkenntnisse, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier 8. Januar 2011, S. 1ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Einer der Kammerdiener des Norder Grafen war [[Hans Caspar Frömel]], der später Kommandant der [[Bürgerkompanie|Norder Bürgerkompanie]] wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 57&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Tielke, Martin (1997): Biographisches Lexikon für Ostfriesland, Aurich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Ulrich Cirksena]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürger der Stadt Norden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Franz_Heinrich_Hoyer&amp;diff=42893</id>
		<title>Franz Heinrich Hoyer</title>
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		<updated>2026-06-08T10:45:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Franz Heinrich Hoyer&#039;&#039;&#039; (* 1639; † 1699)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bibliothek.ostfriesischelandschaft.de/wp-content/uploads/sites/3/dateiarchiv/2999/Westermarsch-II.pdf Erwähnung der Geburtsdaten in einer Abhandlung der Ostfriesischen Landschaft zur Westermarsch], abgerufen am 8. Juni 2026&amp;lt;/ref&amp;gt; war von 1666 bis 1699 Pastor der [[Ludgerigemeinde Norden|evangelischen Gemeinde]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kirchengemeindelexikon.de/einzelgemeinde/norden-st-ludgeri/ Geschichte der Ludgerigemeinde Norden], abgerufen am 8. Juni 2026&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war auch unter dem Namen &#039;&#039;Franziscus Henricus Hoyer&#039;&#039; bekannt. Im Mittelalter und in der Renaissance war Latein die internationale Wissenschaftssprache. Viele Gelehrte latinisierten ihre ursprünglichen Namen, um ihre Werke in ganz Europa veröffentlichen und sich im gelehrten Austausch verständigen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1667 gehörte er zu den Zeugen, als der als &#039;&#039;Graf von Norden&#039;&#039; bekanntgewordene [[Edzard Ferdinand Cirksena]], sein Testament fertigen - und nachträglich ergänzen oder ändern - ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;NLA AU   Rep. 1 Nr. 401&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1697 gab Pastor Hoyer ein eigenes Gesangbuch für die Gemeinde heraus, auf dessen Einband eine Stadtansicht Nordens vor dem damaligen Norder Bürger und späteren fürstlichen Hofmaler G. P. van der Sypen abgebildet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeindebrief &#039;&#039;Gruß an die Gemeinde&#039;&#039; 3/2024, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Hinrich Reese]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürger der Stadt Norden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
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		<title>Franz Heinrich Hoyer</title>
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		<updated>2026-06-08T10:35:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Heinrich Hoyer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch bekannt als Franziscus Henricus Hoyer, war von 1666 bis 1699 Pastor der evangelischen Gemeinde.  Im Mittelalter und in der Renaissance war Latein die internationale Wissenschaftssprache. Viele Gelehrte latinisierten ihre ursprünglichen Namen, um ihre Werke in ganz Europa veröffentlichen und sich im gelehrten Austausch verständigen zu können.  ==Einzelnachweise== &amp;lt;references/&amp;gt;  ==Siehe auch===…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Franz Heinrich Hoyer&#039;&#039;&#039;, auch bekannt als Franziscus Henricus Hoyer, war von 1666 bis 1699 Pastor der [[Ludgerigemeinde Norden|evangelischen Gemeinde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter und in der Renaissance war Latein die internationale Wissenschaftssprache. Viele Gelehrte latinisierten ihre ursprünglichen Namen, um ihre Werke in ganz Europa veröffentlichen und sich im gelehrten Austausch verständigen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch===&lt;br /&gt;
*[[Hinrich Reese]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürger der Stadt Norden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
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		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Hinrich_Reese&amp;diff=42891</id>
		<title>Hinrich Reese</title>
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		<updated>2026-06-08T10:34:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Hinrich Reese&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Heinrich Rese&#039;&#039;) war Mönch im [[Kloster Norden|Dominikanerkloster]] und später evangelischer Pastor in der [[Ludgerikirche]]. Er gilt als einer der zentralen Wegbereiter der Reformation in Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirken==&lt;br /&gt;
Durch den Aushang von Plakaten lud Reese am Neujahrstag 1527 zu einem Vortrag in das [[Kloster Norden|Dominikanerkloster]] am [[Fräuleinshof]] ein, der später als [[Norder Disputation]] bezeichnet wurde. Hierzu hatte er 22 Thesen formuliert, die er vortrug und erläuterte. Unter anderem stellte er fest, dass das Abendmahl &amp;quot;dazu eingesetzt&amp;quot; sei, &amp;quot;daß die versamelte Gemeinde es nehmen, essen und trinken&amp;quot;. Nonnen und Mönche könnten &amp;quot;durch ihr Gelübde und Regeln nicht selig werden&amp;quot; und der &amp;quot;geschorne, und sogenannte geistliche Hauffen ist nichts nütze&amp;quot;. Nach seinem Vortrag legte er seine Mönchskutte ab, wodurch er seinen Bruch mit dem alten (katholischen) Glauben bekräftigte.&amp;lt;ref&amp;gt;Smid, Menno (1974): Ostfriesische Kirchengeschichte, Weener, S. 128f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beeinflusst wurde Reese vermutlich durch den im Jahre 1519 von Martin Luther nach Norden gesandten Mönch Stephani, der die Lehren Luthers in der Stadt verbreiten sollte. Obgleich Reese dem Dominikanerorden zunächst weiterhin treu blieb, tadelte er in seinen Predigten &amp;quot;den gottlosen Aberglauben und die groben Irrtümer&amp;quot;. Mit Einverständnis des ebenfalls mit der Reformation sympathisierenden [[Enno II. Cirksena|Graf Enno II.]] hängte er die Plakate, die zur Disputation einluden, im Jahre 1526 in Ostfriesland aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Foraita, Heinz (1985): Dein sind die Zeiten, Herr. Die Geschichte der Katholischen Gemeinde Norden. Herausgegeben zur 100-Jahr-Feier der St.-Ludgerus-Kirche zu Norden, Norden, S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Kloster Norden]]&lt;br /&gt;
*[[Norder Disputation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürger der Stadt Norden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Franciscus_Henricus_Hoyer&amp;diff=42890</id>
		<title>Franciscus Henricus Hoyer</title>
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		<updated>2026-06-08T10:32:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: Weiterleitung nach Franz Heinrich Hoyer erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Franz Heinrich Hoyer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
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		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Reederei_Frisia&amp;diff=42889</id>
		<title>Reederei Frisia</title>
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		<updated>2026-06-05T10:03:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&lt;br /&gt;
==Reederei Frisia==&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Basisdaten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gründung&lt;br /&gt;
|1871 (seit 1917 als AG)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Auflösung&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rechtsform&lt;br /&gt;
|Aktiengesellschaft (AG)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hauptsitz&lt;br /&gt;
|[[Mole Norddeich]] 1&lt;br /&gt;
26506 Norden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Aktiengesellschaft&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Reederei Frisia&#039;&#039;&#039; ist die größte Norder Reederei. Sie hat ihren juristischen Sitz auf Norderney, verfügt jedoch über einen großen Nebensitz in Norddeich, unmittelbar am [[Mole Norddeich|Molenkopf]]. Neben ihrem Kerngeschäft, dem regulären Personen-, Fahrzeug- und Güterverkehr, betreibt die Reederei auch einen [[Flugplatz]] und ist an der Versorgung der Offshore-Windparks in der Nordsee beteiligt.&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Nachdem Norderney durch den Adel und die gehobenen Bevölkerungsschichten als Ausflugsziel für die &#039;&#039;Sommerfrische&#039;&#039; entdeckt wurde, erhielt die Insel 1797 als erste den Titel eines deutschen Nordseebades. Trotz dieses für den Fremdenverkehr äußerst prestigeträchtigen Titels blieb der große Andrang aus, denn die Anreise gestaltete sich nach wie vor schwierig. Schiffe legten nur von Bremen und Hamburg ab und erreichten Norderney manchmal erst nach Tagen und nur über die Insel Helgoland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1843 wurde Norderney auch von Emden und Leer aus mit großen Dampfschiffen angefahren. Die von [[Norddeich]] ablegenden Schiffe waren bis dato reine Segelschiffe, die wenig komfortabel und daher völlig ungeeignet für die betuchten Herrschaften waren, die Norderney zu besuchen planten. Zudem waren die Segelschiffe von geeigneten Witterungsverhältnissen abhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1871 beschlossen 23 Bürger aus Norden und Norderney, die &#039;&#039;Dampfschiffsrhederei Norden&#039;&#039; zu gründen, um einen regulären Schiffsverkehr mit geeigneten Schiffen zu gewährleisten. 1872 wurde das erste Dampfschiff in Dienst gestellt. Als Anleger diente eine befestigte Landungsbrücke, die sogenannte &#039;&#039;Schlenge&#039;&#039;. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten namhafte Persönlichkeiten wie der Norder Bürgermeister [[Johann Taaks|Johann Hillern Taaks]], der Brauereibesitzer [[Hermann ten Doornkaat Koolman]], der Zichorienfabrikant [[Enno Oldewurtel]], der Humanmediziner [[Ernst Kruse|Dr. Ernst Kruse]] sowie der wohlhabende Kaufmann und Großgrundbesitzer [[Sicco Theodor van Hülst]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 160&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Christian_Carl_Kruse Wikipedia-Artikel zu Ernst Christian Carl Kruse], abgerufen am 31. Juli 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund anfänglicher Schwierigkeiten in der Aufrechterhaltung eines geordneten Schiffsverkehrs, insbesondere durch strenge Winter und einer damit einhergehenden Vereisung der Fahrrinnen, kam Unmut bei den Norderneyern auf. Diese gründeten daraufhin im Jahr 1893 die &#039;&#039;Norderneyer Dampfschiffsrhederei Einigkeit&#039;&#039;. Nach einem scharfen Konkurrenzkampf entschieden sich beide Unternehmen zu einer Zusammenarbeit. Probleme bereitete auch der Transport der Fährgäste vom [[Alter Bahnhof Norden|Norder Bahnhof]] zum Fähranleger, da die [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole|Bahnstrecke]] bis 1893 nur bis nach Norden reichte und erst danach bis nach Norddeich ausgebaut wurde. Zuvor mussten die Fahrgäste aufgrund der wenigen Verbindungen oftmals nach der langen Zugreise in einem der zahlreichen Norder Gasthäuser übernachten. Nach dem Ausbau der Bahnstrecke setzte die Reederei dann ausrangierte Linienwagen ein, die von einer Speditionsfirma in Bremen angekauft wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Reederei Frisia Schiff unbekanntes Datum eventuell um 1910.jpg|mini|Undatierte Aufnahme eines Dampfschiffs der Reederei.]]&lt;br /&gt;
1906 entbrannte der Konkurrenzkampf erneut, als die &#039;&#039;Neue Dampfschiffs-Reederei Frisia&#039;&#039; ihren Betrieb aufnahm. Nachdem die &#039;&#039;Norderneyer Dampfschiffsrhederei Einigkeit&#039;&#039; liquidiert wurde, schlossen sich die &#039;&#039;Dampfschiffsrhederei Norden&#039;&#039; und die &#039;&#039;Neue Dampfschiffs-Reederei Frisia&#039;&#039; zusammen und bildeten ab 1909 eine Betriebsgemeinschaft, die schließlich 1917 in der &#039;&#039;Aktiengesellschaft Reederei Norden-Frisia&#039;&#039; aufging. 1920 wurde die &#039;&#039;Reederei Juist&#039;&#039; übernommen. 1922 wurde die erste Motoren- und Maschinenwerkstatt erworben und der Fuhrpark erweitert. Den [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] überstand die Reederei relativ glimpflich, nur eins der neun damals eingesetzten Schiffe wurde im Kattegat von der Entente versenkt, ein weiteres Schiff musste 1919 ausgemustert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Ostfriesischer Kurier vom 31. Juli 2021, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des Kriegs schickte die Reederei die Frisia II auf Fischfang, um der sich verschärfenden Nahrungsmittelknappheit zu begegnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 168&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 trat [[Carl Stegmann (1881)|Carl Stegmann]] in den Aufsichtsrat ein, wechselte 1929 in den Vorstand, dessen Vorsitzender er über drei Jahrzehnte blieb, um dann 1960 wieder in den Aufsichtsrat einzutreten, dem er bis zu seinem Tode angehörte. Nach seinem Tode wurde auf Juist die &#039;&#039;Carl-Stegmann-Straße&#039;&#039; nach ihm benannt. Bis heute ist der Name Stegmann untrennbar mit der Frisia verbunden. 1928 nahm die Reederei ihren letzten Dampfer in Betrieb. Die 600 PS starke Frisia I mit einer Kapazität von 800 Personen avancierte zum Flaggschiff der Reederei, bis es 1966 auf einer Abwrackwerft endete. Ab 1929 wurden schließlich nur noch motorbetrieben Schiffe eingesetzt. Geordert wurden diese regelmäßig bei der Papenburger Meyer-Werft. In den Folgejahren kamen immer mehr Passagiere mit Kraftfahrzeugen nach [[Norddeich]], weshalb die Reederei 1930 ihre erste Großgarage erbaute. 1934 folgte eine weitere Hallengarage, die bald darauf auf 300 Stellplätze ausgebaut wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] verfügte die Reederei über drei Raddampfer, zwei Fahrgastschiffe und drei Frachtschiffe. Zu Kriegszeiten wurden die drei Raddampfer (Frisia IV, VIII und IX) sowie eines der Frachtschiffe (Frisia X) von der Kriegsmarine beschlagnahmt und als Minenräumschiffe genutzt; sie gingen teilweise verloren. Nach Kriegsende übernahmen die Briten kurzzeitig den Inselverkehr, bis die Reederei im Spätsommer 1945 wieder ihren Betrieb aufnehmen konnte. Die Briten waren es, die erstmals auch Kraftfahrzeuge statt nur Personen und Waren auf die Inseln transportierten. Bei vielen Besuchern und Insulaner stieg dadurch das Interesse, auch ihr eigenes Kraftfahrzeug mit auf die Inseln zu nehmen. Insbesondere mit dem verstärkt aufkommenden Kraftfahrzeugverkehrs infolge des Wirtschaftswunders wurde der Handlungsdruck auf die Reederei schließlich so groß, dass man 1962 die erste kombinierte Personen-Autofähre in Dienst stellte. In der frühen Nachkriegszeit setzte man die Frisia V auch für den Fischfang ein, da die Versorgung der Bevölkerung sich, wie schon zu Zeiten beider Weltkriege, als sehr schwierig erwies.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 kehrte [[Walter Stegmann]] in die Firma zurück, nachdem er 1941 zur Wehrmacht eingezogen wurde und Kriegsdienst, zuletzt in Wilhelmshaven, leisten musste.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;[https://bibliothek.ostfriesischelandschaft.de/wp-content/uploads/sites/3/dateiarchiv/2776/Stegmann-Walter.pdf Biografie von Walter Stegmann] in der Personendatenbank der Ostfriesischen Landschaft, abgerufen am 5. Juni 2026&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 wurde durch sein Wirken der massive Juister Schiffsanleger mit Gleisen zum Festland gebaut, die die hölzerne Anlage von 1894 ersetzte. Erste Autofährenanlegebrücken in Norderney und Norddeich entstanden 1953. 1957 wurde der zunehmende Güterverkehr nach Juist auf Paletten und Behälter umgestellt; 1958 auch der nach Norderney. 1958 musste die Gleisbrücke nach Juist bei starkem Verkehr erneuert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;[[Datei:Norddeich Reederei Frisia Schiff Boot um 1930 01.JPG|mini|242x242px|Ein Kapitän der Reederei begrüßt ankommende Passagiere an Bord seines Schiffes (um 1930).]]1960 baute die Reederei das neue Verwaltungsgebäude am [[Molenkopf]]. Im gleichen Jahr übernahm Walter Stegmann nach dem Rückzug seines Vaters den Alleinvorstand der Frisia-Reederei. Er stellte nun mit [[Wilhelm Groebler]] erstmals einen Diplomingenieur an, der fortan für die Konstruktionen verantwortlich war; acht weitere Schiffe wurden bis 1975 gebaut. 1962 begann der fahrplanmäßige Autoverkehr nach Norderney. Ab 1971 lief der Passagier- wie der Fahrverkehr über selbstkonstruierte Schiffsbrücken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt; 1972 wurde dann auch in Norddeich und auf Norderney die Fahrzeugrampe errichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; 1975 gab es ein neues Betriebswerkstattgebäude.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen internen Widerstand stieg Stegmann 1969 mit einer fünfzigprozentigen Beteiligung in den Flugverkehr ein. Ab 1970 betrieb die Reederei als Alleingesellschafterin die [[Frisia Luftverkehr GmbH|&#039;&#039;Frisia Luftverkehr GmbH&#039;&#039;]], ab 1971 mit drei eigenen Maschinen (zwei vier- und einer sechssitzigen) einen Regelflugbetrieb betrieb sowie Sonderflüge anbot. Das Aktienkapital war von 1 Millionen RM (1935) auf 2,5 Millionen DM (1969) gewachsen. Die Personenbeförderung z.B. nach Norderney entwickelte sich von 243.413 im Jahre 1950 auf 818.996 im Jahre 1970.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der 1980er Jahre ließ die Reederei die gesamte Flotte erneuern oder umbauen und Mitte der 1990er Jahre abermals modernisieren. Mit der Frisia IV stellte das Unternehmen im April 2002 erstmals eine Doppelendfähre in Dienst. Diese brauchte im Hafen nicht mehr zu wenden und konnte in beide Richtungen fahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. März 2003 wurde die Frisia VIII an die Reederei Coonatramar in Puntarenas, Costa Rica, verkauft und überführt. Die rund 5600 Seemeilen lange Überführungsfahrt von der Nordsee über Atlantik (via Gran Canaria) legte das Schiff aus eigener Kraft inklusive einer zweitägigen Wartezeit am Panamakanal in 28 Tagen zurück. Dafür wurde das Schiff, welches mit geringem Tiefgang für flache Seegebiete ohne hohe Wellen gebaut worden war, in Hamburg umgebaut. Dabei wurden zusätzliche Treibstofftanks auf der Ladefläche befestigt und die Bullaugen über der Wasserlinie zugeschweißt. In Costa Rica fährt die ehemalige Frisia VIII seitdem unter dem Namen &#039;&#039;San Lucas II&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1998 wickelte die AG Reederei Norden-Frisia für die Gemeinde Norderney die Abführung der Kurtaxe eines jeden Inselbesuchers, der die Fährüberfahrt von Norddeich-Mole nach Norderney in Anspruch nimmt, durch unabdingbare Kombination des Fährtickets mit der Kurkarte (NorderneyCard) ab. Damit ist ein Inselbesuch mit einer Frisia-Fähre – unabhängig von der Inanspruchnahme von Kurleistungen – ohne Entrichtung der Kurabgabe nicht mehr möglich. Einige Jahre später wurde dies auch für Juist umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 errichtete die Reederei den großen [[Inselparkplatz]] an der [[Umgehungsstraße]]. Hierdurch erwirtschaftet das Unternehmen einen nicht unerheblichen Teil seiner Einnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem 2018 gegründeten [[Töwerland Express]] erhielt die Frisia erstmals seit über 100 Jahren erstmals wieder Konkurrenz. Die neue Firma nutzte eine Lücke in der Passagierbeförderung per Schiff nach Juist. Aufgrund niedrigen Fahrwassers konnte die Reederei Frisia mit ihren großen Schiffen und deren zu großem Tiefgangs die Insel nur ein bis maximal zwei Mal am Tag ansteuern. Besucher, die außerhalb dieser geringen Fahrtzeiten nach Juist wollten, mussten ein kostenintensives Flugticket erwerben. Der Töwerland Express jedoch setzte auf kleine Schnellboote, die auch bei Niedrigwasser fahren konnten. Preislich lagen die Tickets zwischen einem normalen Fährticket und einem Flugticket. Diesen Umstand ließ sich die Reederei Frisia nicht lange gefallen und erwarb im Sommer 2020 ebenfalls eine Schnellfähre, die vom Tochterunternehmen &#039;&#039;Cassen-Tours GmbH&#039;&#039; betrieben wird. Die Schnellfähre &#039;&#039;Inselexpress 1&#039;&#039; besteht aus Aluminium und bietet Platz für maximal elf Passagiere.&amp;lt;ref&amp;gt;Jann, Timo (2020): Norden-Frisia mit Inselexpress. Aluminiumboote für elf Passagiere kommen von und nach Juist zum Einsatz. In: Täglicher Hafenbericht vom 21. Juli 2020, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2018 betreibt die Reederei auch eine Versorgungslinie für den Offshore-Bereich. 2021 feierte sie ihr 150-jähriges Bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Katamaran==&lt;br /&gt;
Eine 1999 gestartete, eigene Katamaran-Schnelllinie wurde 2006 wieder eingestellt, da die Betriebskosten sich als zu hoch erwiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Galerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Norddeich Frisia Kutter unbekanntes Datum 01.jpg|Unbekanntes Datum.&lt;br /&gt;
Datei:Frisia um 1920 01.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1920.&lt;br /&gt;
Datei:Norddeich um 1925.jpg|Ein ablegendes Schiff der Reederei, vermutlich in der Zeit um 1925.&lt;br /&gt;
Datei:Frisia I um 1930 01.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1930.&lt;br /&gt;
Datei:Frisia II um 1930 01.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1930.&lt;br /&gt;
Datei:Frisia X um 1935 01.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1935.&lt;br /&gt;
Datei:Norddeich Hafen Reederei Schiff läuft ein 1956.jpg|Eine Fähre fährt in den [[Norddeicher Hafen|Hafen]] ein (1956).&lt;br /&gt;
Datei:Norddeich Hafen neue Frisia II 1956.JPG|Die &#039;&#039;Frisia II&#039;&#039; im Jahre 1956.&lt;br /&gt;
Datei:Norddeich Reederei Frisia IX 1956.jpg|Die &#039;&#039;Frisia IX&#039;&#039; im Jahre 1956.&lt;br /&gt;
Datei:Norddeich Wiesenparkplatz 1956.jpg|Der &#039;&#039;Wiesenparkplatz&#039;&#039; der Reederei im Jahre 1956.&lt;br /&gt;
Datei:Norddeich Frisia I Beladung August 1960.JPG|Beladung der &#039;&#039;Frisia I&#039;&#039; im August 1960.&lt;br /&gt;
Datei:Norddeich Hafen Fähre Frisia V 01 08 1969 01.JPG|Die &#039;&#039;Frisia V&#039;&#039; am 1. August 1969.&lt;br /&gt;
Datei:Norddeich Hafen Fähre Frisia V 01 08 1969 02.JPG|Die &#039;&#039;Frisia V&#039;&#039; am 1. August 1969.&lt;br /&gt;
Datei:Norddeich Hafen Frisia Autofähre Autotransport 03 01 1963.jpg|Beladung einer Autofähre am 3. Januar 1963.&lt;br /&gt;
Datei:Norddeich Abfahrt Frisia Fähre 03 01 1963.JPG|Abfahrt einer Frisia-Fähre, aufgenommen am 3. Januar 1963.&lt;br /&gt;
Datei:Frisia um 1970 01.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1970.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
* Andryszak, Peter (2009): Frisia: Offshore Versorgung. In: Deutsche Seeschifffahrt, S. 12–17&lt;br /&gt;
* [https://www.reederei-frisia.de/ Internetseite der Reederei Frisia], abgerufen am 22. Februar 2021&lt;br /&gt;
* Schiffsdatenbank der Reederei Frisia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Flugplatz]]&lt;br /&gt;
*[[Töwerland Express]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewerbe im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norddeich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
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		<title>Walter Stegmann</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Walter Stegmann&#039;&#039;&#039; (* 3. Juni 1909 Norden; † 13. Januar 1989 ebenda) war ein Norder Kaufmann und Reeder. Bekannt ist er vor allem als langjähriger Geschäftsführer der [[AG Reederei Frisia]].&lt;br /&gt;
__NOTOC__&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Stegmann wäre gerne Ingenieur geworden, wurde aber unter dem Eindruck der Inflationszeit von der Familie zum Jurastudium gedrängt. Seine Neigung zur Technik fand dennoch später ein reiches Betätigungsfeld beim vollständigen Neubau der Schiffsflotte der Frisia-Reederei, beim Bau der Autobrücken und der Einrichtung des [[Flugplatz|Flugverkehrs]] in Norddeich, Juist und Norderney.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stegmann studierte in Göttingen, Marburg und München. Nach dem Referendarexamen folgte unter anderem eine Tätigkeit bei der Reichsbahndirektion Münster. Als Assessor arbeitete Stegmann zudem in der Personal- und Rechtsabteilung eines größeren Industriebetriebes in Thüringen. Als Ende 1938 unerwartet der Reedereidirektor Platte starb, wurde Walter Stegmann von seinem [[Carl Stegmann (1881)|Vater Carl]] als Nachfolger berufen und noch im gleichen Jahr in den Vorstand der Frisia-Reederei gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 heiratete Stegmann Lieselotte Menge; ein Sohn ([[Carl Ulfert Stegmann]]) und zwei Töchter wurden geboren. Von 1941 bis 1945 war Stegmann Soldat, zunächst eingesetzt in Russland, ab 1943 als Oberstabsintendant in der Werftverwaltung der Marine in Wilhelmshaven. Anfang 1946 konnte er wieder für die eigene Reederei tätig werden und war einige Zeit im Beirat der [[Reformierte Gemeinde Lütetsburg-Norden|reformierten Gemeinde]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg war Stegmann von 1958 bis 1975 aktiv. Darüberhinaus war er Mitglied in zahlreichen weiteren Organisationen. Seine Bedeutung lag dabei nicht nur im Ausbau der Frisia-Reederei, sondern auch darin, dass er die Bedeutung des Fremdenverkehrs als einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für Ostfriesland erkannte. Schon 1950 war er Mitglied des Beirats der Deutschen Zentrale für Tourismus in Frankfurt. 1959 wählte man ihn zum Vorsitzenden des Landesverkehrsverbandes Ostfriesland e.V. in Aurich. Beim Zusammenschluss mit dem Fremdenverkehrsverband Weser-Ems zum Fremdenverkehrsverband Nordsee (Niedersachsen-Bremen) e.V. war Walter Stegmann von 1968 bis 1974 Gründungsvorsitzender und danach Ehrenvorsitzender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1968 bis 1973 wirkte er parallel als Vorsitzender des Landesfremdenverkehrsverbandes Niedersachsen sowie von 1967 bis 1974 als Vorstandsmitglied im Deutschen Fremdenverkehrsverband in Frankfurt. 1974 wurde ihm das Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Nachfolger bei der Frisia wurde sein Sohn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Carl Stegmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://bibliothek.ostfriesischelandschaft.de/wp-content/uploads/sites/3/dateiarchiv/2776/Stegmann-Walter.pdf Biografie von Walter Stegmann] in der Personendatenbank der Ostfriesischen Landschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürger der Stadt Norden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
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==Flugplatz Norden-Norddeich==&lt;br /&gt;
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|[[Westerlooger Strohweg]] 5&lt;br /&gt;
26506 Norden&lt;br /&gt;
|} __NOTOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Flugplatz Norden-Norddeich&#039;&#039;&#039; wurde 1968 bis 1969 auf maßgebliche Initiative von [[Walter Stegmann]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;[https://bibliothek.ostfriesischelandschaft.de/wp-content/uploads/sites/3/dateiarchiv/2776/Stegmann-Walter.pdf Biografie von Walter Stegmann] in der Personendatenbank der Ostfriesischen Landschaft, abgerufen am 5. Juni 2026&amp;lt;/ref&amp;gt; von der [[Reederei Frisia]] erbaut und von einem Tochterunternehmender &#039;&#039;Frisia Luftverkehr GmbH,&#039;&#039; betrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.inselflieger.de/ Internetseite der Frisia Luftverkehr GmbH], abgerufen am 30. März 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Sanders, Adolf (1988): Unsere Stadt hinterm Deich, Norden, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Flugplatz verfügt über eine 720 m x 20 m große, asphaltierte Landebahn und ist für Motorsegler und Ultraleichtflugzeuge bis 2000 Kilogramm sowie Helikopter bis 5700 Kilogramm zugelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In erster Linie wurde der Flugplatz jedoch von der 1970 gegründeten &#039;&#039;Frisia Luftverkehr GmbH Norddeich&#039;&#039; (kurz&#039;&#039;: FLN)&#039;&#039; für genutzt. Diese wurde 1969 - gegen internen Widerstand - von Walter Stegmann mit einer fünfzigprozentigen Beteiligung (mit-)gegründet. Ab 1970 betrieb die Reederei als Alleingesellschafterin die [[Frisia Luftverkehr GmbH|&#039;&#039;Frisia Luftverkehr GmbH&#039;&#039;]], ab 1971 mit drei eigenen Maschinen (zwei vier- und einer sechssitzigen).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Diese betrieb den Linienflugverkehr vom niedersächsischen Festland zu den Ostfriesischen Inseln sowie nach Helgoland. Angeflogen wurden insbesondere die Inseln Norderney und Juist. Neben Personen wurden auch Waren in kleinerem Ausmaß transportiert, so beispielsweise der [[Ostfriesischer Kurier|Ostfriesische Kurier]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flugverkehr wurde jedoch Anfang 2025 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt, nachdem der Konkurrenzdruck durch die neu eingeführten Schnellfähren vom &#039;&#039;Töwerland-Express&#039;&#039; - und später auch Frisia-eigener - zu groß wurde. Seitdem erfolgt ein verstärkter Ausbau der Fliegerei durch Hubschrauber (Off-Shore) sowie Drohnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Westerloog]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude in Norddeich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norddeich]]&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Reederei Frisia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürger der Stadt Norden]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: Weiterleitung nach Mole Norddeich erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
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&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Flugplatz Norden-Norddeich&#039;&#039;&#039; wurde 1968 bis 1969 auf maßgebliche Initiative von [[Walter Stegmann]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bibliothek.ostfriesischelandschaft.de/wp-content/uploads/sites/3/dateiarchiv/2776/Stegmann-Walter.pdf Biografie von Walter Stegmann] in der Personendatenbank der Ostfriesischen Landschaft, abgerufen am 5. Juni 2026&amp;lt;/ref&amp;gt; von der [[Reederei Frisia]] erbaut und von einem Tochterunternehmender &#039;&#039;Frisia Luftverkehr GmbH,&#039;&#039; betrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.inselflieger.de/ Internetseite der Frisia Luftverkehr GmbH], abgerufen am 30. März 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Sanders, Adolf (1988): Unsere Stadt hinterm Deich, Norden, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Flugplatz verfügt über eine 720 m x 20 m große, asphaltierte Landebahn und ist für Motorsegler und Ultraleichtflugzeuge bis 2000 Kilogramm sowie Helikopter bis 5700 Kilogramm zugelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In erster Linie wurde der Flugplatz jedoch von der 1970 gegründeten &#039;&#039;Frisia Luftverkehr GmbH&#039;&#039; genutzt. Diese betrieb den Linienflugverkehr vom niedersächsischen Festland zu den Ostfriesischen Inseln sowie nach Helgoland. Angeflogen wurden insbesondere die Inseln Norderney und Juist. Neben Personen wurden auch Waren in kleinerem Ausmaß transportiert, so beispielsweise der [[Ostfriesischer Kurier|Ostfriesische Kurier]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Der Flugverkehr wurde jedoch Anfang 2025 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt, nachdem der Konkurrenzdruck durch die neu eingeführten Schnellfähren vom &#039;&#039;Töwerland-Express&#039;&#039; - und später auch Frisia-eigener - zu groß wurde. Seitdem erfolgt ein verstärkter Ausbau der Fliegerei durch Hubschrauber (Off-Shore) sowie Drohnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Westerloog]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude in Norddeich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norddeich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
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		<title>Flugplatz</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|1968&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|[[Reederei Frisia]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bauweise&lt;br /&gt;
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|Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
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|Genaue Lage&lt;br /&gt;
|[[Westerlooger Strohweg]] 5&lt;br /&gt;
26506 Norden&lt;br /&gt;
|} __NOTOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Flugplatz Norden-Norddeich&#039;&#039;&#039; wurde 1968 auf maßgebliche Initiative von [[Walter Stegmann]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bibliothek.ostfriesischelandschaft.de/wp-content/uploads/sites/3/dateiarchiv/2776/Stegmann-Walter.pdf Biografie von Walter Stegmann] in der Personendatenbank der Ostfriesischen Landschaft, abgerufen am 5. Juni 2026&amp;lt;/ref&amp;gt; von der [[Reederei Frisia]] erbaut und von einem Tochterunternehmender &#039;&#039;Frisia Luftverkehr GmbH,&#039;&#039; betrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.inselflieger.de/ Internetseite der Frisia Luftverkehr GmbH], abgerufen am 30. März 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Sanders, Adolf (1988): Unsere Stadt hinterm Deich, Norden, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Flugplatz verfügt über eine 720 m x 20 m große, asphaltierte Landebahn und ist für Motorsegler und Ultraleichtflugzeuge bis 2000 Kilogramm sowie Helikopter bis 5700 Kilogramm zugelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In erster Linie wurde der Flugplatz jedoch von der &#039;&#039;Frisia Luftverkehr GmbH&#039;&#039; genutzt. Diese betrieb den Linienflugverkehr vom niedersächsischen Festland zu den Ostfriesischen Inseln sowie nach Helgoland. Angeflogen wurden insbesondere die Inseln Norderney und Juist. Neben Personen wurden auch Waren in kleinerem Ausmaß transportiert, so beispielsweise der [[Ostfriesischer Kurier|Ostfriesische Kurier]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Der Flugverkehr wurde jedoch Anfang 2025 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt, nachdem der Konkurrenzdruck durch die neu eingeführten Schnellfähren vom &#039;&#039;Töwerland-Express&#039;&#039; - und später auch Frisia-eigener - zu groß wurde. Seitdem erfolgt ein verstärkter Ausbau der Fliegerei durch Hubschrauber (Off-Shore) sowie Drohnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Westerloog]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude in Norddeich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norddeich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
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		<updated>2026-06-05T09:41:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Dr. Carl Ulfert Stegmann&#039;&#039;&#039; (* 22. Mai 1940 in Norddeich; † 30. Januar 2025)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://traueranzeigen.noz.de/traueranzeige/carl-ulfert-stegmann Online-Traueranzeige von Carl Ulfert Stegmann], abgerufen am 5. Juni 2026&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;[https://www.juistnews.de/artikel/2025/2/4/nachruf-ehemaliger-reedereichef-dr-carl-ulfert-stegmann-verstorben/ Nachruf auf juistnews.de vom 4. Februar 2025], abgerufen am 5. Juni 2026&amp;lt;/ref&amp;gt; war von 1975 bis 2004 Geschäftsführer der [[Reederei Frisia]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.norderney-chronik.de/themen/insel-stadt/betriebe/reederei/direktoren/index.html Chronik der Reederei Frisia], abgerufen am 9. September 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
__NOTOC__&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Dr. Stegmann wurde am 22. Mai 1940 in Norddeich geboren, wo er seine Kindheit und Jugend im elterlichen Haus verbrachte. Nach seinen Abitur am [[Ulrichsgymnasium]] und ein Austauschjahr in den USA studierte er Rechtswissenschaften und Betriebswirtschaft in Köln, München und zuletzt in Münster. Dort schloss er seine juristische Ausbildung im Jahre 1968 ab. Ein Jahr später promovierte er zum Dr. jur. und absolvierte vier Dienstjahre als Beamter im höheren Dienst bei der Landesfinanzverwaltung Nordrhein-Westfalen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 kam er nach Ostfriesland zurück, um in die Fußstapfen seines Vaters [[Walter Stegmann]] zu treten. Nach drei Jahren als Vorstandsassistent übernahm er 1975 als Alleinvorstand der [[AG Reederei Frisia]] dessen Nachfolge. Er modernisierte die Reederei-Flotte umfassend und investierte in den Ausbau der Infrastruktur. Dabei prägte er das Unternehmen mit Weitsicht und Tatkraft. Der konsequente Ausbau des Roll-on-roll-off-Verfahrens, das Engagement für den Bau eines ortsnahen Hafens auf Juist und die Neugestaltung des [[Norddeicher Hafen|Norddeicher Hafens]] zeugen von seiner strategischen Kompetenz. Unter seiner Führung wurde auch der [[Flugplatz|Flugverkehr]] durch die [[Frisia Luftverkehr GmbH|Frisia Luftverkehrs GmbH]] ausgebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 schied Stegmann aus seinem Amt aus. Er blieb zunächst als Generalbevollmächtigter der Aktiengesellschaft und später als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 2017 richtungsweisend aktiv. Seitdem führte sein Sohn [[Carl-Ulfert Stegmann|Carl-Ulfert]] das Unternehmen in der vierten Generation.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untrennbar ist das Wirken Dr. Stegmanns auch mit der IHK für Ostfriesland und Papenburg verbunden. Als deren Präsident von 1987 bis 2007 prägte er die wirtschaftliche Entwicklung der Region nachhaltig. Er engagierte sich für den Ausbau der Häfen und Flugplätze, vor allem lag ihm aber die touristische Weiterentwicklung Ostfrieslands am Herzen.  Auch nach seinem Rücktritt blieb Dr. Stegmann als Ehrenpräsident der IHK und in zahlreichen Gremien aktiv.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus war Dr. Stegmann Vorsitzender des Beirates der Oldenburgischen Landesbank, Beiratsmitglied der Bremer Landesbank und der Emder Verkehrs-AG, Vorsitzender des Vereins Region Ostfriesland, zudem stellvertretender Vorsitzender des Tourismusverbandes Nordsee.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Pensionierung blieb er in zahlreichen Ehrenämtern und kulturellen Projekten engagiert. So unterstützte er lange Jahre die [[Jan-ten-Doornkaat-Koolman-Stiftung]], deren Kuratorium er vorstand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Dr. Stegmann engagierte sich im Förderverein Stationäres Hospiz in Hage, dessen Gründungsmitglied er war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Er war Pate des Mehrgenerationenhauses in Norden und Mitglied im [[Lions Club Norden]]. Für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement wurde Stegmann 1996 mit dem Niedersächsischen Verdienstkreuz ausgezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. Januar 2025 verstarb Dr. Stegmann im Alter von 84 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Carl Stegmann (1881)|Carl Stegmann]]&lt;br /&gt;
*[[Carl-Alfred Stegmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürger der Stadt Norden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ostfriesenlord</name></author>
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		<title>Carl-Alfred Stegmann</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ostfriesenlord: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Dr. med. Carl-Alfred Stegmann&#039;&#039;&#039; (* 30. März 1943; † 9. Mai 2020)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://traueranzeigen.noz.de/traueranzeige/carl-alfred-stegmann Online-Traueranzeige von Carl-Alfred Stegmann], abgerufen am 5. Juni 2026&amp;lt;/ref&amp;gt;, bekannt auch unter seinem Spitznamen &#039;&#039;Mazzi&#039;&#039;, war ein Norder Mediziner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Carl Ulfert Stegmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürger der Stadt Norden]]&lt;/div&gt;</summary>
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